Die Wahrheit über Hülsenfrüchte

Der Grund, warum Paleo für so viele funktioniert ist einfach: Lebensmittelgruppen, bei deren Verdauung viele Menschen Schwierigkeiten haben, werden konsequent ausgeschlossen – zumindest einmal für 30 Tage.

Neben allen Fertig-Nahrungsmitteln sind es die Lebensmittelgruppen Getreide, Milch und Hülsenfrüchte, die für eine gewisse Zeit vom Ernährungsplan gestrichen werden. Von einer Glutenunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz bzw. Milchunverträglichkeit hat man bereits gehört. Warum allerdings Hülsenfrüchte ein Problem darstellen, ist weniger bekannt. Besonderes Augenmerk legen wir in diesem Artikel zudem auf Soja und die Erdnuss.

In diesem Artikel erfährst du:

  1. Warum Hülsenfrüchte ungesund sind und wie sie dennoch ein Bestandteil einer gesunden Ernährung werden können.
  2. Warum Soja ungesund ist.
  3. Warum Erdnüsse ungesund sind.
Hülsenfrüchte: lieber die Finger davon lassen!

Hülsenfrüchte: lieber die Finger davon lassen!

Was fällt alles unter den Begriff Hülsenfrüchte?

 

  • Alle Arten von Bohnen
  • Linsen
  • Erbsen, auch Kichererbsen
  • Sojabohnen
  • Erdnüsse
  • Lupine

Kaffee, Kakao und Vanille sind hingegen keine Hülsenfrüchte.

Hülsenfrüchte gehören zu den Schmetterlingsblütengewächsen (Leguminosen/ Fabaceae). Landwirtschaftlich genutzt können sie eine besondere Bedeutung haben, da diese Pflanzen in Symbiose mit Knöllchenbakterien (Rhizobien) Bemerkenswertes leisten. Rhizobien können elementaren Stickstoff (N2) fixieren und Pflanzen biologisch verfügbar machen. Die bakterielle Fixierung von Stickstoff hat eine wichtige Bedeutung für den Stickstoffkreislauf. Stickstoff ist wichtiger Bestandteil von organischen Molekülen – wie Aminosäuren, DNA und RNA.

Hülsenfrüchte sind ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. Ein relativ hoher Proteingehalt und der Anteil komplexer Kohlenhydrate (mit einem niedrigen glykämischer Index) machen sie vor allem für sich vorrangig vegetarisch oder vegan ernährende Menschen interessant. In der westlichen Diät gelten Hülsenfrüchte als gute Proteinquelle und Lieferant von Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.

Ähnlich wie beim Getreide essen wir bei den Hülsenfrüchten nur einen kleinen Teil der Pflanze, den Samen. Dieser enthält verhältnismäßig viele Kohlenhydrate (bis zu 60g/100g). Der Verzehr vieler kohlenhydratreicher Lebensmittel kann vor allem für bewegungsinaktivere Menschen problematisch sein.

Paleo und Hülsenfrüchte: Warum tun uns Hülsenfrüchte nicht gut?

Hülsenfrüchte enthalten sowohl einen relativ hohen Kohlenhydrat- als auch Protein-Anteil. Die enthaltenen Kohlenhydrate gehören zu einem Großteil den FODMAPs (fermentable oligosaccharides, disaccharides, monosaccharides and polyols) – die einigen Menschen Probleme in Form vom Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Flatulenz bescheren können.

Bestimmte in Hülsenfrüchten enthaltene kurzgliedrige Kohlenhydrate (z.B. Stachyose, Raffinose oder auch Rhamnose) können nicht von jedem komplett verdaut werden. Die Bakterien im Darm fermentieren die Kohlenhydrate quasi – das führt zu den bekannten Nebenwirkungen: „Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen“.

Je besser der Verdauungstrakt und die Zusammensetzung der Darmbakterien an den Verzehr von Hülsenfrüchten gewöhnt ist (bzw. sie vor dem Verzehr entsprechend vorbereitet wurden) umso weniger Probleme können auftreten. Verdauungsproblem.

Einige Hülsenfrüchte enthalten einen erheblichen Anteil an Phytinsäure, ein Anti-Nährstoff, der die enthaltenen Mineralstoffe in den Hülsenfrüchten bindet und sie somit für unseren Körper weniger verfügbar macht. Deshalb sind die in Nährstofftabellen angegebenen Mineralstoffmengen weniger interessant, denn unserem Körper steht diese Menge nicht zur Verfügung. Außer: man bereitet die Hülsenfrüchte auch hier entsprechend vor – durch Einweichen, Sprossen oder Fermentation.

Ein weiteres Problem stellen enthalten Lektine dar, die wir nicht verdauen können. Sie sind in der Lage die Darmdurchlässigkeit zu beeinflussen, wodurch sie selbst und andere problematische Substanzen in unseren Körper gelangen können. Dort aktivieren sie das Immunsystem, was zu Entzündungen führt und im schlimmsten Falle zur Auslösung von Autoimmun-Reaktionen. Auf der theoretischen Grundlage beruhen auch die Grundsätze der Blutgruppen-Diät, bei der lektinreiche Lebensmittel gemieden werden. Lektine sind Eiweißstrukturen und können ihrer Aktivität durch ausreichendes Kochen vermindert werden.

Wie du siehst – Hülsenfrüchte können ein gesunder Bestandteil einer Ernährung sein – entscheidend ist die Art wie wir damit umgehen und in welchen Maßen wir es essen. Denn:

„Die Maya haben doch auch Bohnen gegessen“

Viele alte Kulturen haben sich zu großen Teilen von Hülsenfrüchten ernährt. In Südamerika zum Beispiel sind Bohnen ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Also was haben unsere Vorfahren anders gemacht bzw. machen Naturvölker anders? Ganz einfach: Die Zubereitungsart unterscheidet sich.

Unsere Vorfahren haben Hülsenfrüchte über Tage wiederholt eingeweicht, quellen lassen, lange gekocht und sogar fermentiert – was den Anteil und die Aktivität der Phytinsäure und der Lektine minimieren kann.

Je nach Vorbereitung können Hülsenfrüchte ein Bestandteil einer gesunden Ernährung sein. Wer nicht darauf verzichten möchte, tut sich mit einer leckeren Linsensuppe hin und wieder sicherlich etwas Gutes. Linsen etc. werden jedoch oft aus fernen Regionen importiert – und auch Kidney-Bohnen aus Konserven Dosen sind eine wenig gute Alternative – die Dosen lassen eine Menge Abfall anfallen und können Schadstoffe enthalten.

Eine regionalere Alternative könnte Lupine sein, diese wird inzwischen auf deutschem Boden angebaut. Wer diese zu einem Bestandteil der Ernährung machen möchte, setzt sich am besten mit der Zubereitung genauer auseinander.

Grüne Bohnen (auch Gartenbohne, Phaseolus vulgaris) und Erbsen (auch Gartenerbse, Pisum sativum) bilden innerhalb der Hülsenfrüchte wohl eine kleine Ausnahme, da sie weniger „Bohneneigenschaften“ als „Gemüseeigenschaften“ besitzen, sprich weniger Anti-Nährstoffe und vergleichsweise weniger Kohlenhydrate beinhalten.

Warum Soja ungesund ist

Kann ich den Cappuccino mit Sojamilch haben – bei dem Satz krümmt sich der ein oder andere sicherlich etwas. Gut möglich, dass Sojamilch eine bessere Alternative als H-Milch Produkte sind – wir würden dennoch die Finger davon lassen. Typische Sojamilchprodukte sind mit Zusatzstoffen zur Geschmacksverbesserung und Stabilisierung versehen.

Und auch in Asien – wo Soja in einigen Bevölkerungsgruppen ein wichtiger Bestandteil der Ernährung ist – wird die Hülsenfrucht oft nicht „pur“ sondern in fermentierter Form gegessen. Typische Soja-Fermente sind Natto, Tempeh und Miso. Ein Soja-Schnitzel ist eine Erfindung der westlichen Welt – und zwar eine Ungesunde.

Sojabohnen  enthalten sogenannte Isoflavonoide, die zur Gruppe der Phytoöstrogene gehören. Diese haben in ihrer Struktur Ähnlichkeit mit dem weiblichen Fortpflanzungshormon Östrogen. Dadurch sind sie in der Lage, an Östrogen Rezeptoren in unserem Körper anzudocken, wodurch der Hormonhaushalt möglicherweise beeinflusst wird. Studien zeigen, dass Phytoöstrogene positive aber auch negative Auswirkungen auf unseren Körper haben können. Wir würden die Finger davon lassen! Enthaltene Phytoöstrogene könnten mit dem Hormonstoffwechsel interagieren, den Schilddrüsenstoffwechsel beeinflussen, die Fruchtbarkeit in Männern beeinflussen und an der Ausprägung von Brustkrebs beteiligt sind (anders in europäischen Frauen als in asiatischen – da scheint sich die Auswirkung auf Krebs anders herum zu verhalten).

Neben den enthaltenen Phyto-Östrogenen – was spricht weiterhin gegen Sojaprodukte?

  • reich an Phytinsäure, was die Absorption von Mineralstoffen vermindern kann. Dies ist vor allem ein Problem, wenn man sich sonst einseitig und nährstoffarm ernährt.
  • Störung der Verdauung durch enthaltene Proteine wie Trypsin Inhibitoren
  • Schädigung der Darmschleimhaut durch Saponine und damit Erhöhung der Durchlässigkeit für Toxine, Nahrungsbestandteile und Bakterienbestandteile
  • Soja wird vor allem in Monokulturen angebaut, was keineswegs nachhaltig ist. Gentechnisch veränderte Soja-Pflanzen (zumindest in den USA), die große Mengen an Pestiziden benötigen – und was zu einem großen Teil für (nicht artgerechte) Fütterung von Tieren verwendet wird.

Wer nicht auf (Soja)-Milch verzichten mag probiert einmal Kokosmilch oder Mandelmilch selber zu machen aus.

Warum Erdnüsse ungesund sind

Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch, Eier, Samen und Nüsse – das sind die Hauptbestandteile der Paleo-Ernährung. Auch wenn es erst so klingt – die Erdnuss ist keine Nuss, sondern gehört ebenso zur Familie der Schmetterlingsblüter, welche wiederum zu den Hülsenfrüchten zählen.

Wusstest du bereits: Der englische Ausdruck „peanut“, was übersetzt „Erbsennuss“ bedeutet, ist für die Erdnuss treffender als unser deutsches Wort „Erdnuss“.

Dieser Name wurde wohl gewählt, weil Hülsenfrüchte geokarp sind, das bedeutet, sie wachsen im Erdreich. Die Ähnlichkeit zu Nüssen erklärt sich in der Konsistenz und Beschaffenheit der Samen, in einem hohen Fettanteil und dem niedrigen Stärkeanteil. Im Gegensatz zu Nüssen haben Erdnüsse einen wesentlich geringeren Anteil an Omega 3 Fettsäuren. Ein Unterschied zu anderen Hülsenfrüchten ist hingegen die Möglichkeit, die Frucht roh zu verzehren, während andere Hülsenfrüchte erst gekocht genießbar sind. Man geht davon aus, dass Erdnüsse bereits vor etwa 7600 Jahren in Südamerika (Peru) angebaut wurden und seit die Pflanze vor allem als Ölfrucht an Bedeutung gewann, verstärkte und verbreitete sich der Anbau stark.

Worin sind Erdnüsse enthalten?

Vor allem in warmen Gebieten findet der Anbau statt, erwähnenswerte Länder sind hier Nord- und Südamerika, China, Indien oder Westafrika. Weltweit werden jährlich Millionen Tonnen von Erdnüsse geerntet, von denen mehrere Tonnen nach Deutschland importiert werden.

Nach der Trocknung der reifen Feldfrüchte im Freien (sie reifen zwischen Juli und September), werden die Erdnüsse gedroschen und weiterverarbeitet.

Gegebenenfalls entfernt man zuvor noch die Schale, weil diese bitter und ungenießbar ist. Danach werden die Erdnüsse entweder geröstet und gesalzen oder gelangen in Form von Fertig-Nahrungsmitteln in den Handel. Auch unbearbeitete Erdnüsse kann man kaufen.

Hier werden Erdnüsse eingesetzt:

  • Zutaten für Süßigkeiten
  • Ölhaltiger Futterzusatzstoff
  • Erdnussöl (ein beliebtes Speiseöl in Indien oder China)
  • Erdnussbutter
  • Erdnussflips

Wenn aber doch so viele Menschen gerne und oft Erdnüsse essen, warum integrieren wir sie dann nicht auf den Paleo-Speiseplan. Das hat gute Gründe.

Vorsicht – kann Spuren von Erdnüssen enthalten!

Die Erdnuss, so harmlos ihr Name auch klingen mag, trägt ihren Teil zur Gesundheitsschädigung in unserer industrialisierten, modernen, westlichen Welt bei. Zum einen enthält sie sehr viele Omega 6 Fettsäuren, was das Gleichgewicht von Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren ungünstig beeinflussen kann – insbesondere wenn man durch die weitere Lebensmittelauswahl weniger darauf achtet …

Des Weiteren weist die Frucht eine starke Neigung zu Verunreinigungen mit Schimmelgift auf. Das liegt daran, dass sie unter widrigen Bedingungen gelagert und auch angebaut werden. Das betreffende Schimmelgift trägt den Namen Aflatoxin und bildet sich vor allem, wenn große Mengen an Feldfrüchten gemeinsam gelagert werden. Aflatoxin gilt als eines der kanzerogensten Stoffe, die man kennt. Neben der Tatsache, dass Aflatoxin Krebs erregen kann, gibt es eine zweite Reaktion, die von Erdnüssen hervorgerufen werden kann – eine Allergie.

Erdnüsse enthalten Allergene – das Wichtigste ist das Erdnuss-Eiweiß Ara h2. Die Erdnuss-Allergie induziert eine in der Regel sehr intensive allergische Reaktion, die bis zum anaphylaktischen Schock und sogar Tod führen kann.

Doch selbst für Leute, die nicht allergisch sind, kommt ein dritter Punkt dazu, der dem Verzehr von Erdnüssen entgegentritt. Lektine und Phytate. Diese zwei ebenfalls in Erdnüssen enthaltenen Substanzen können die Darmschleimhaut schädigen und die Nährstoffaufnahme hemmen, weil sie im Gegensatz zur Phytinsäure in Erdnüssen beim Rösten der Früchte nicht zerstört werden können.

Sowohl die rohen Nüsse als auch Erduss-Öl hat einen relativ hohen Lektin Gehalt. Studien zufolge können der Verzehr von Erdnüsse sowohl positive als auch negative Einflüsse beispielsweise auf die Gesundheit der Gefäße haben. Unserers Wissens nach erhält man Erdnüsse oft nur in recht geringer Qualität – ähnlich wie Nüsse können sie mit Aflatoxinen belastet sein. Weniger oder gar keine Erdnüsse essen.

Am Ende muss jeder selbst abwägen, ob Erdnüsse mehr Vor- als Nachteile haben und sich deren Verzehr rechtfertigt.

Für Paleo Anfänger empfehlen wir auf jeden Fall, erst einmal 30 Tage darauf zu verzichten, um den gesundheitlichen Effekt ganzheitlich zu erleben. Wer danach ausprobieren möchte, ob ihm Erdnüsse bekommen oder nicht, kann sie essen und danach genau auf den Körper hören. Es wird sich zeigen, ob die Erdnüsse der Gesundheit schaden oder nicht.

Du magst Erdnussbutter? Wir haben Alternativen

Wir streichen die Erdnuss von unserem Speiseplan, haben aber tolle Alternativen. Sowohl Haselnüsse, Walnüsse, Pistazien, Macadamias, Mandeln oder Cashew-Kerne eignen sich hervorragend als Snack.

Wenn ihr Fans von Erdnussbutter gewesen seid, dann können wir Abhilfe verschaffen, denn andere Nüsse sind ebenfalls eine gute Grundlage für Nussbutter. Prinzipiell kann man für die Herstellung alle Nüsse verwenden.

Um eure eigene Nussbutter zu machen, braucht ihr ein gutes und robustes Küchengerät. Zwei Rezepte haben wir an dieser Stelle für euch parat:

Kokosbutter

250 g Kokosflocken mit einer Prise Salz in den Mixer geben. Etwa 1-2 Minuten mixen, bis die Flocken zu Butter werden.

Haselnuss-Schoko-Butter

100 g Haselnüsse, 100 g Mandeln und 25 g Kakaopulver, 2 TL Honig, 1 TL gemahlene Vanille, ½ TL Salz und 120 ml Kokosöl in den Mixer geben. So lange vermengen, bis die Masse zäh wie Butter ist.

Probiert einmal die gesalzene Mandelbutter aus!

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Verzehr von Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen, Soja und Erdnüssen gemacht? Warum werden Hülsenfrüchte als allgemein so gesund angesehen? 

Lasst es uns wissen in den Kommentaren!

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Geschrieben von Michaela

Michaela ist die Naschkatze im Paleo360 Team und deswegen immer auf der Suche nach Paleo-konformen Süßigkeiten. Vielleicht hat sie auch deshalb die exzellente Fähigkeit entwickelt, exotische Salate mit diversen leckeren Früchten zu kombinieren. Auch sie ist ein großer Fan von Natur und dem Münchner Alpenvorland. Michaela schläft gerne lang, weswegen ihre Blogposts wohl öfter am Nachmittag veröffentlicht werden. Michaela auf Google+
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58 Kommentare

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  1. Klausi //

    Na, ob die Steinzeitler wirklich so gegessen haben….
    Damals gab es weder Obst, noch Gemüse, so wie wir es heute kennen. Das, was wir heute so im Supermarktregal liegen haben ist das Ergebnis von 1000den Jahren Züchtung. Ich gehe mal stark davon aus, dass der „Mensch“ von damals eher alles gegessen hat, was ihn nicht umgebracht hat. Inklusive solcher „Leckereien“ wie z.B. das entsprechende Gegenstück zu Shiokara oder Surströmming… Aber auch die Urformen von Obst, Gemüse, sämtliche halbwegs genießbaren Samen, Urgetreiden usw…
    Und wenn sie an Milch gekommen sind, dann haben sie diese mit sicherheit auch getrunken. Die Kaloriendichte in den damaligen Lebensmitteln war sicher nicht sonderlich hoch und wählerisch konnte man bestimmt nicht sein.

    Mit Sicherheit NICHT gegessen haben Menschen der Steinzeit das, was man verniedlicht „Zusatzstoffe“ nennt.

    Der halbwegs bekannte und mindestens streitbare und wie ich persönlich finde: arrogante und polemische Lebensmittelchemiker Udo Pollmer hat dazu ein nettes Video gemacht.

    Ich denke, dass man eine vernünftige und gesunde Ernährung hat, wenn man auf industriell verarbeitete Lebensmittel verzichtet und ansonsten sich quer durchs Angebot futtert. Nicht zu viel und nicht zu wenig von allem. Auch Getreide. Natürlich nicht Brot zum Frühstück, Reis zum Mittag und Brot zum Abendessen und zwischendurch noch Reiswaffeln oder Kuchen….
    Minus der Produkte, die man persönlich nicht so gut verträgt.
    Der Mensch ist hochflexibel und kann so ziemlich alles mögliche verdauen und verwerten. Nur diese Fähigkeit zusammen mit einem hocheffizienten Metabolismus hat es dem Menschen ermöglicht, die ansonsten eher Nährstoff arme Steinzeit zu überleben.

    Wenn zu einer vielseitigen Ernährung dann noch etwas mehr Sport und Bewegung kommt, dann ist der Drops doch auch schon gelutscht, oder nicht?

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Klausi,

      danke für deinen Kommentar! Das ist richtig, die heutigen Lebensmittel sind nicht mehr mit den damaligen LM zu vergleichen. Für uns zählen Brot und Brötchen eben auch zu den industriell verarbeiteten Lebensmitteln – zumindest die die man in der Masse kaufen kann. Brote aus mehrtägig fermentierten Vorteigen sind sicherlich anders einzuordnen.

      LG, Anja

      Antworten
  2. Stefanie //

    Ich bin so ein bisschen verwirrt. Hier les ich, Hülsenfrüchte seien schlecht, trotzdem gibt es auf eurer Website Rezepte mit Bohnen. Gleiches gilt für Kartoffeln – angeblich in der „Grauzone“, trotzdem in vielen Gerichten enthalten. Was tu ich denn nun?;)

    Antworten
  3. Drishti //

    Schon alles sehr interessant, was man plötzlich alles nicht essen soll. Getreide – ja, es gibt viele mit Glutenunverträglichkeit. Milchprodukte – ja, es gibt viele Laktoseintolerante. Soja – ja, ist schlecht für Menschen wie mich, mit Hashimoto. Aber am Ende des Tages muß jeder selbst herausfinden, was er/sie am besten verträgt. Nein, ich werfe mein Rapsöl nicht weg, das ist nämlich gar nicht so ungesund, wie hier getan wird. Hülsenfrüchte auch nicht. Und das ach so gesunde Fleisch, das man vermehrt essen soll, ist überhaupt nicht so gesund, selbst wenn es noch so artgerecht ernährt wird. Es ist nämlich längst nachgewiesen, daß der Verzehr von rotem Fleisch das Krebsrisiko erhöht. Mal ehrlich: ich probiere lieber selbst, was ich vertrage und was nicht. und wenn man sich nur noch von einer sehr limitierten Menge an Lebensmitteln ernähren soll, kann das kaum gesund sein. Wir leben auch nicht mehr in Höhlen. Zucker ist das Hauptproblem, der ist nämlich in Sachen drin, wo man es nie vermuten würde. Und Zusatzstoffe ohne Ende, die keiner wirklich braucht. Und das Bewerben von Kochbüchern – weil man die ja dann auch unbedingt braucht – finde ich auch ziemlich panne. Da finde ich den Ansatz bei LOGI weitaus vernünftiger. Es gibt nicht EINE richtige Ernährungsform, sondern so viele verschiedene, wie es Menschen gibt!

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Danke für deinen Kommentar! Wir sehen es ähnlich – DIE richtige Ernährungsform für jeden einzelnen gibt es nicht.

      LG, Anja

      Antworten
    • Daniel //

      Dem Punkt das rotes Fleisch Krebserzeugend ist muss ich widersprechen. Studien haben gezeigt, dass verarbeitete Wurstwaren von rotem Fleisch Krebserzeugend sind. Gepökelte, geschwefelte und mit Nitriten behandelte Wurstwaren von Tieren aus Massentierhaltung jedoch mit einem guten Stück Fleisch eines Tieres mit Auslauf und artgerechter Ernährung gleichzusetzen ist schlichtweg falsch und in keiner bisherigen Studie belegt. Eher im Gegenteil weisen Studien eindeutig daraufhin dass oben benannte Tiere, weniger Schadstoffe und Medikamentenrückstände enthalten, so wie einen deutlich höheren Gehalt an gesunden Omega 3 Fettsäuren und nicht wie bei verarbeiteten Fleischprodukten zu viele gesättigte Fettsäuren und Omega 6 welches.

      Besser recherchieren und nicht gleich jeder von den Medien in Ihre passende Lobby verdrehte Studie Glauben zu schenken, kann deutlich helfen.

      Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Rosa, soweit ich weiß ist die Cashew Nuss ein Schalenobst. Ich kann mich da aber auch täuschen!

      LG, Anja

      Antworten
  4. sintana //

    was soll man den in der heutigen gesellschaft noch alles glauben. es gibt so viele verschiedene ernahrungsformen. jeder mensch ist individuell und somit glaub ich auch das jeder eine andere ernahrung vertragt. solche seiten wie ihr das macht, ist reine geldmacherei nix anderes. damit meine alle ernahrungspfutzis die glauben das richtige zu wissen.
    mal ganz ehrlich , ich wette jeder von denen die diese seite erstellt oder daran beteiligt sind, essen und trinken genauso auch die sachen die sie hier schlecht reden. wie schon gesagt, macht euch eure eigene meinung , schaut auch die menschliche geschichte an, die evolution, die alten völker.

    Antworten
    • sintana //

      ich muss immer noch lachen , ehrlich das man keine hulsenfruchte essen soll, wofur hat die natur uns es dann zur vefugung gestellt , bestimmt nicht damit es fotografiert und darunter schreiben vorsicht nicht essen. es ist die balance die alles ausmacht. das gleichgewicht.
      wenn ich mich auf diese ernahrung umstelle, dann soll es mir nach 30 tagen besser gehen. voraussetzung ist sport zu treiben. wenn ich alleine schon ohne meine ernahrung umzustellen 3 mal die woche sport mache dann wird sich bestimmt auch einiges andern. damit möchte ich nur sagen dass solche ernahrungsformen so wie sie dargestellt werden , als die beste auf dem markt. volliger schwachsinn ist.
      und getreide soll man auch nicht essen , find ich auch sehr geil. ich will jetzt nicht weiter daruaf eingehen. sorry mein deutsch ist nicht so gut lebe noch nicht so lange in deutschland.

      eins möchte ich aber zum abschluss noch sagen

      Zucker ist das weisse gold fur die konzerne und der weisse tod fur uns mensche.
      ich empfehle allen die seite, zentrum fur gesundheit, ist alles schön beschrieben

      Antworten
      • sintana //

        oh sorry das mit der empfohlenen seite, hatte nicht sein mussen , bin nicht jemand der werbung machen wollte, können sie gerne löschen wenn sie möchten

        sorry nochmals,
        ich hoffe ihre ernahrungsumstellung wird vielen das leiden verringern das ist was ich allen menschen auf diese welt wunsche

        in fulle zu leben , in voller energie und gesundheit

        Antworten
      • lupus //

        Dein Deutsch ist schon gut, aber was Du noch lernen musst: manche Worte werden im Deutschen GROßGESCHRIEBEN!

        Antworten
  5. Charly //

    Ich habe seit einiger Zeit hormonelle Probleme, zu hohes Insulin, PCOS etc. Grundsätzlich hatte ich noch nie Probleme mit Hülsenfrüchten, es würde mich aber nun interessieren, ob es für die „Behandlung“ dieser Geschichten abträglich wäre, ab und zu zB Kichererbsen zu essen? Kann mir dazu jemand etwas sagen?

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Charly,

      wir raten zumindest zu 30 „cleanen“ Tagen – also auch Kichererbsen einfach mal weglassen für eine bestimmte Zeit. Wenn du Hülsenfrüchte essen möchtest, dann am besten gut eingeweicht und lange gekocht :)

      LG, Anja

      Antworten
  6. Sandra //

    Hallo,

    Weshalb Kartoffeln und weißen Reis? Die Menschen damals haben bestimmt weniger gekocht und waren eher Rohköstler, das geht ja bei Kartoffeln kaum! Weißen Reis find ich auch eher unnatürlich, da er erst geschält werden muss. Kartoffeln kommen aus Südamerika, was vor ca. 18000 Jahren besiedelt wurde und der genetische Austausch fand erst wieder ab Kolumbus statt.
    Meiner Meinung nach können sowohl Hülsenfrüchte als auch Getreidearten gut gegessen werden, wenn man sie ankeimen lässt.
    Der hohe Fleischkonsum stammt m.E. aus dem Nahrungsmangel in den Wintern in unseren Breitengraden. Bevor die Menschen Werkzeuge und Waffen hatten mussten sie sich mit hertumliegendem Aas begnügen, da ihnen die Fangzähne fehl(t)en.

    Antworten
  7. munzog //

    Hallo,

    mal ne Frage. Was sagt ihr über das Abnehmprodukt Almased. Das besteht aus Soja, Honig und Jogurt. Schädlich nach der Paleo Lehre oder nicht? Danke

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo,

      von soetwas halten wir nichts eigentlich, denn alleine der Bestandteil Soja ist nicht paleo-konform, davon abgesehen ist es ein hochgradig verarbeitetes Produkt!
      Sojabohnen enthalten Isoflavonoide, die zur Gruppe der Phytoöstrogene gehören. Diese haben in ihrer Struktur Ähnlichkeit mit dem weiblichen Fortpflanzungshormon Östrogen. Dadurch sind sie in der Lage, an Östrogen-Rezeptoren in unserem Körper anzudocken, wodurch der Hormonhaushalt möglicherweise beeinflusst wird. Außerdem enthalten Sojabohnen wie alle Hülsenfrüchte Lektine und Phytinsäure.

      LG Malika

      Antworten
      • romelia //

        Schade, dass die Studien und andere Links auf Englisch geschrieben sind.

        Antworten
  8. Alex //

    Wow, was für ein echt aufschlussreicher Beitrag und gleich weiter runter scrollen kann man dann gleich die passenden Kochbücher erwerben. *hust

    greeting

    Antworten
  9. Flo //

    Ich bin völlig entsetzt von diesem Beitrag!

    Mal abgesehen von den gesundheitlichen Aspekten, wurde überhaupt nicht bedacht, dass die guten Hülsenfrüchte in Symbiose mit Knöllchenbakterien leben, was bedeutet, dass die Pflänzchen dadurch nicht auf eine Stickstoffdüngung angewiesen sind, im Gegenteil, sie reichern den Boden sogar noch mit Stickstoff an. Legume Pflanzen sind DER Motor für eine natürliche Bodenfruchtbarkeit. Ohne den Anbau von Hülsenfrüchten wäre eine organisch-biologische Landbewirtschaftung absolut unmöglich! Hier wird in absolut propagandistischer Manier der reinste Unfug verbreitet!

    Mit den besten Grüßen
    Flo

    Antworten
    • Micha //

      Wenn hier einer Unruhe reinbringt, dann eher du, mit deinen Punkten zu einem anderen Thema.
      Steht irgendwo im Text, dass der landwirtschaftliche Anbau von Hülsenfrüchten schlecht für deinen Darm ist?

      Antworten
    • Bernd //

      Der Kommentar von Flo ist sehr gut.
      Gerade wird auch die Lupine, ebenfalls eine Hülsenfrucht wiederentdeckt.
      Was mich bei der Paleo – Ernährung stört ist die Tatsache, daß ohne Getreide und Hülsenfrüchte eine Welternährung mit bald 10 Milliarden. Menschen geradezu unmöglich macht.
      Der Verzehr von Fleisch als Alternative ist mit grasfressenden Weidetieren allein des gigantischen Flächenbedarfs eine erschreckende Vorstellung.
      Mir ist lieber auch mit den durchaus realen Negativseiten von Getreide und Hülsenfrüchten eine Welternährung mit verhältnismäßig geringem Flächenaufwand sicherzustellen zu können.
      Fleisch und Milchprodukte können dann entfallen.
      Auch wenn ich viele Gedanken der Paleo – Ernährung gut verstehen kann ist mir persönlich die Richtung Vegan auf Basis biologischer Landwirtschaft bezogen auf die Weltbevölkerung realistischer.

      Antworten
      • Chris //

        Danke Bernd, ich sehe das ähnlich.
        Permakultur ist das Stichwort.
        Paleo ist ne tolle Sache allerdings wie du sagst einfach unrealistisch, bei der Nachfrage.

        Antworten
  10. Andreas //

    Wie ist Grüner Rooibos-Tee (unfermentiert, natur) zu beurteilen?

    Laut Wikipedia ist Rooibos eine Pflanzenart, die zur Familie der Hülsenfrüchtler gehört.

    Hat Rooibos nun automatisch das Schlechte der Hülsenfrüchte mit am Bord?

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo Andreas,

      im Tee sollten eigentlich keine Antinährstoffe mehr enthalten sein.
      Du kannst den Tee ohne Probleme genießen :)

      LG Malika

      Antworten
  11. Tania //

    Ich habe mir eine Teemischung gemacht aus frischem Ingwer, Süssholz und Zitronengras – super lecker, aber jetzt habe ich grad gelesen, dass Süssholz zu der Pflanzengattung „Hülsenfrüchtler“ gehört.. Ich weiss jetzt nicht, ob die Wurzel paleo konform ist oder nicht? Ich esse ja nicht die Frucht, sondern koche nur die Wurzel aus. Habt ihr mir da vielleicht eine fundierte Antwort?

    Antworten
  12. Petra //

    Hallo , wenn ich das Paläo Ernährungsprinzip richtig verstehe, dann sind alle Fruchtschoteninhalte wie Erbsen, Bohnen und Linsen aus Gründen der Phytinsäure verboten, aber die Schoten vor der Reifung der Frucht als Gemüse erlaubt. Wie sieht es bei den Hülsenfruchtpflanzen wie Klee und deren Blattgenuss aus? Zum Beispiel Schabziegerklee? Erlaubt oder nicht?

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo,

      nach unseren Recherchen könne wir von Hülsenfrüchten nur abraten. Es gibt natürlich auch positive Aspekte, aber für uns überwiegen die negativen!

      LG Malika

      Antworten
      • Dirk //

        irgendwelche Quellen für die Recherchen? Studien? was Nachvollziehbares?

        Antworten
  13. Sascha //

    Hallo,

    wie sieht es denn mit Paleo und Leistungssport/Muskelaufbau/Bodybuilding aus? Fleisch geht auf gar keinen Fall und beispielsweise Hanfprotein ist alles Andere als ungesund – jedenfalls lt. meines Wissensstands. Könntet ihr vielleicht einen Artikel dazu machen, denn abnehmen ist eher nicht so mein Thema, und die „optimale“ Ernährung im Sportbereich wird ja mittlerweile immer größer geschrieben. Auf jeden Fall tolle Artikel hier. LG

    Antworten
    • Sascha //

      Ok, im Prinzip kann mein Kommentar gelöscht werden :) Habe mich hier mal etwas genauer umgesehen. Vielen Dank.

      Antworten
    • Olaf R. Schneider //

      Hallo Sascha, ich hoffe, es klingt jetzt nicht nach Werbung… Wir arbeiten eng mit Crossfit-Athleten in ganz Deutschland. Da sind eine Menge Paleo Leute dabei. Wir mischen individuelle Proteinshakes basierend auf einem Bluttest, so dass ohnehin nur Proteine in Deinem Shake enthalten sind, die Du gut verträgst (keine Allergien, keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten). Bei unseren Paleo Kunden beobachten wir, das viele auch im Falle eines Shake Paleo seitig auch zu Erbsen greifen und natürlich Hanf. In vielen Fällen enthalten ist die Verträglichkeit von Hühnerei-Eiweiß-Protein auch ok, allerdings gibt es auch eine große Anzahl an Personen, die Hühnerei-Bestandteile nicht vertragen. In so einem Fall lassen wir es natürlich aus dem Shake raus. Wir werden weitere Proteinquellen ins Programm aufnehmen, die im Lichte dieses Artikels wahrscheinlich aber auch kritischer sein könnten (z.B. Süßlupinen-Isolat). Süßlupine ist auch eine Hülsenfrucht, wird aber ebenfalls von einigen Paleo-Athleten akzeptiert und war sogar ein Kundenwunsch. Was sonst auf jeden Fall funktionieren sollte sind Fleisch Proteine. Warum hast Du diese ausgeschlossen? Wir verwenden Sie nicht, da wir finden, dass die Energiekette zur Gewinnung von Fleischproteinen sehr komplex und aufwendig ist. Das ist zumindest unser aktueller Standpunkt. Was ich persönlich noch empfehlen kann ist Sonnenblumen-Protein und Mandel-Mehl-Protein. Haben zwar beide einen rel. hohen Fettanteil, sind aber wahrscheinlich aus Paleo Sicht ziemlich safe. Würde mich sehr freuen, wenn Du Dich meldelst, falls Du Fragen oder Anregungen hast.

      Antworten
  14. Kevin from germany //

    Richtiger Propaganda-Text! Was ist das für eine schwammige Aussage „Protein kann schlechter aufgenommen werden, als tierisches“ „Phytinsäure soo schädlich“ da hab ich den Text in 2 Zitaten zusammengefasst. Wie viel andere Sachen gibt es denn nur, die pflanzliches Protein enthalten oder Phytinsäure. Am besten wir essen laut Aussagen des Textes gar nichts mehr. Außerdem sind pflanzliche Eiweiße nur minimal schlechter verwertbar, das macht im gesamten Leben kaum einen Unterschied, so lange es ausgewogen und ausreichend ist.

    Antworten
    • Olaf R. Schneider //

      Hallo Kevin, was Du gut verträgst kannst du eigentlich nur individuell herausfinden. Wir sind inzwischen durch soviele genetische Kreuzungen durchgegangen, dass man nicht mehr pauschal unterscheiden kann zwischen Menschen, die in der einen oder anderen Region aufgewachsen sind und daher die dort heimischen Nahrungsmittel gut vertragen. Das ist zumindest unsere Erkenntnis aus über 3.000 Allergie- und Nahrungsmittel-Tests und einer intensiven Profi-Sportler-Betreuung.

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  15. Felix //

    Hallo,

    ich hätte hier auch eine Frage. Vitamin B10 ist ja wichtig für Zellteilung und -neubildung, ein Mangel wirkt sich sehr negativ aus und es kommt vor allem in vollkornprodukten, sojabohnen und bierhefe vor. Ich glaube ferner auch in niere und leber…
    wenn ich also auf Getreide und Hülsenfrüchte verzichte, wie beuge ich einem Mangel – ohne supplements – vor?

    Grüße,
    Felix

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    • Malika Stenger //

      Hallo Felix,

      Vitamin B10 ist ein Mix mehrerer B-Vitamine und kommt so auch in paleo-konformen Lebensmitteln wie Leber, Blumenkohl oder Rosenkohl vor!

      LG Malika

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      • scheb64 //

        Ja, aber viele bekommen auch Blähungen von Blumenkohl und Rosenkohl.

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  16. Annika //

    Hallo! Und was macht man als Vegetarier? Wo bekomm ich mein Eiweiß her wenn nicht aus Soja und Hülsenfrüchten? Vor allem weil ich relativ kohlenhydratarm esse… Ich betreibe viel Kraftsport und versuche meinen Körperfettanteil zu senken.

    LG

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  17. Dani vs Sugar //

    Hier sagt ihr das Bohnen Hülsenfrüchte sind und damit eher nicht geiegnet sind. In der Lebensmittelliste tauchen sie aber auf mit dem Zusatz das der Gemüse Charakter überwiegt. Also könnte ich rote und grüne Bohnen immer mal wieder einbauen? Nicht täglich natürlich.

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    • Lars Müller //

      Selten schadet nicht – kommt auch immer darauf an, wie du Hülsenfrüchte verträgst :)

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  18. Yvonne //

    Hallo,

    betreffend Soja: Demnach ist Sojamilch (provamel, bio) wohl auch nicht gesund? Was kann ich alternativ verwenden? Kokosmilch? Beispielsweise fürs Müsli (selbstgemacht nach eurem Rezept mhhh).

    Vielen Dank & lieber Gruss,
    yvonne

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    • Lars Müller //

      Hallo Yvonne, ich würde lieber auf Sojamilch verzichten und Kokosmilch für dein Müsli verwenden :)

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    • Matthias //

      Hallo Yvonne,

      Du kannst vielleicht auch Mandelmilch nehmen. Kannst du einfach selbst machen, wie zB bei allsortsofpretty.com beschrieben. Ich finde das Rezept super.
      Gruß
      Matthias

      Antworten
  19. Sven //

    hi leute,
    hätt da ma ne kleine frage und eine antwort aus eurer sichtweise wär mir wirklich eine hilfe. ich kann aus gesundheitlichen gründen keine tierischen eiweiße zu mir nehmen. rheumatoide arthritis. wie decke ich unter dieser vorausetzung meinen eiweißbedarf aus eurer sicht? dazu muss man wissen, dass arachidonsäure in tierischen produkten vorhanden ist, welche ich meiden muss, der körper diese aber auch aus linolsäure bilden kann, welche in den meisten pflanzlichen ölen (inklusive nüsse), vorhanden ist. also fallen für mich zur zeit tierische eiweißquellen und stark linolsäurehaltige pflanzenöle (inklusive nüsse) weg. danke schonma für eure eventuelle antwort

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    • Carolin Schlumprecht //

      Lieber Sven,

      Wenn dir das gut bekommt, würde ich empfehlen weißen Reis und weiße Kartoffeln zu essen. Diese enthalten ebenso viel Protein wie beispielsweise Eier. Dabei solltest du aber auf jeden Fall darauf achten die weiße Form zu verzehren, die weniger Antinährstoffe enthalten und somit auch die Proteinaufnahme nicht erschwert ist. Außerdem solltest du auf deinen Körper hören, inwiefern dir das gut tut!

      Liebe Grüße, Caro

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  20. Jessica //

    Wenn man Milch- und Milchprodukte meiden soll sowie Hülsenfrüchte (v.a. auch Soja) wie soll ich meinen Calciumbedarf decken?

    Bin mir bewusst das Sojaprodukte auch mit Calcium angereichert werden und Obst (v.a. Beeren) Calcium enthält aber welche Alternativen gibt es, denn 1000 mg pro Tag ist ja ohne den anderen LM nicht einfach zu schaffen und jeden Tag Beeren oder Mineralwasser …. ;-(

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    • Christina Fisch //

      Hallo Jessica,
      du hast Recht mit der Aussage, dass Milch und auch Hülsenfrüchte gute Quellen für Calcium sind. Allerdings gibt es auch gute paleokonforme Lebensmittel, die Calcium enthalten. Dazu gehören beispielsweise: Fisch (v.a. Sardinen,Lachs), bestimmte Gemüsesorten (Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi, Lauch), Sesamsamen, Obst (v.a. getrocknete Feigen, Rosinen, Aprikosen).
      Auch Calcium reiche Mineralwässer (mit >150mg Calcium) sind gut geeignet, um den Calciumbedarf zu decken.Wasser solle ja so und so täglich in ausreichenden Mengen getrunken werden!

      Beste Grüße
      Christina

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      • Jessica //

        Hallo Christina,

        ja aber im Vergleich von 150 g Lachs (mit 20 g Ca) und 150 g Joguhrt (mit ca. 150 mg Ca) ist das schon ein großer Unterschied! Das Gemüse liegt da mit den Werten schon weiter vorne ;-) aber bei Leuten die eine Leichte VOllkost einhalten sollten wird es mit genau diesen Gemüsesorten schwierig, da diese meist schlecht vertragen werden mit Ausnahme von Brokkoli (der kommt meist nur nie gut an)! Trocken Obst ist nicht mein Fall (purer konzentrierter Zucker).

        Finde es gut darüber nach zu denken woher man seine LM bezieht – aber ich könnte wahrscheinlich über jedes einzelene Nahrungsmittel etwas positives und negatives schreiben -> nur man sollte sich nicht auf einzelne Inhaltsstoffe versteifen sondern auf die Kombination in dem LM!

        Aber finde den Austausch hier ganz angenehm! Danke

        Antworten
        • Richard //

          Da man meines wissens das Calcium aus Milchprodukten eh nicht richtig verwerten kann und Milchprodukte in Verdacht stehen Krankheiten wie Osteoporose zu fördern, sollte man es meines Erachten vermeiden diese Lebensmittel zu sich zu nehmen.

          Antworten
  21. Raskolnikow //

    Also was hier in diesem Artikel steht ist meiner Meinung nach reinste Panikmacherei. Durch das einweichen und das anschließende erhitzen wird so gut wie die ganze phytinsäure deaktiviert und ist damit kein antinährstoff. Weiterhin findet man phytinsäure auch in jedem Müsli dort sind sie zwar wirksam aber auch nicht so stark wie es dieser Artikel vermuten lässt.
    Ebenso die Sache mit den phytoöstrogen es sind Stoffe die dem östrogen sehr ähnlich sind jedoch sind sie nicht in der Lage unseren Hormonhaushalt wirklichen Schwankungen auszusetzen, da unserer Körper immer gegen reguliert.

    Abschließend muss ich leider sagen dass hier beim nächsten mahl besser recherchiert werden sollte….

    Hochachtungsvoll Raskolnikow

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    • Christina Fisch //

      Hallo,
      du hast sicherlich Recht mit der Aussage, dass die in Hülsenfrüchten enthaltene Phytinsäure durch Einweichen und Erhitzen in ihrer Menge reduziert wird. Allerdings wird sie nicht komplett inaktiviert und kann damit nach wie vor Mineralstoffe binden, die unserem Körper somit nicht zur Verfügung stehen. Wie du richtig sagst, enthält auch Getreide einiges an Phytinsäure. Ernährt man sich nun wie der durchschnittliche Deutsche, sprich hohe Mengen an Getreide und wenig Obst, so kann die Phytinsäure durchaus ein Problem darstellen, da sie die wenigen zugeführten Mineralstoffe auch noch unverfügbar macht. Es ist also immer eine Frage der Ernährungszusammenstellung. Hier eine interessante Studie dazu: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20715598

      Auch für die Phytoöstrogene gilt, dass die Menge entscheidend ist für die Auswirkung auf unseren Körper. Hier ein interessanter Übersichtsartikel zu den Vor- und Nachteilen von Phytoöstrogenen, der unter anderem die Auswirkung von Phytoöstrogenen auf unser Hormonsystem bewertet: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3074428/

      Beste Grüße
      Christina

      Antworten
  22. Ariana //

    Was für ein interessanter und aufschlussreicher Beitrag! Ich wusste zwar von den Lektinen und den Phytoöstrogenen – aber die Phytinsäure war mir neu. Vielen herzlichen Dank dafür!

    Liebe Grüsse
    Ariana

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