Die Wahrheit über Hülsenfrüchte

Der Grund, warum Paleo für so viele funktioniert ist einfach: Lebensmittelgruppen, mit denen statistisch die meisten Menschen Schwierigkeiten haben, werden konsequent ausgeschlossen. Diese sind Getreide, Milch und Hülsenfrüchte. Glutenunverträglichkeit und Laktoseintoleranz sind hierbei bekannt und leicht verständlich. Warum allerdings Hülsenfrüchte ein Problem darstellen, ist vielen unverständlich.

Hülsenfrüchte: lieber die Finger davon lassen!

Hülsenfrüchte: lieber die Finger davon lassen!

Was fällt alles unter den Begriff Hülsenfrüchte?

  • Alle Arten von Bohnen
  • Linsen
  • Erbsen, auch Kichererbsen
  • Sojabohnen
  • Erdnüsse

Kaffee, Kakao und Vanille sind hingegen keine Hülsenfrüchte.

Paleo und Hülsenfrüchte: Warum tun uns Hülsenfrüchte nicht gut?

Wie schon beim Getreide, essen wir bei den Hülsenfrüchten nur einen kleinen Teil der Pflanze, nämlich nur den Samen. Dieser enthält verhältnismäßig viele Kohlenhydrate (bis zu 60g/100g). In der westlichen Diät gelten Hülsenfrüchte als gute Proteinquelle und Lieferant von Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. In Wahrheit sind Hülsenfrüchte allerdings keine besonders wertvolle Proteinquelle, da die Verfügbarkeit für uns eher schlecht ist. Das Protein aus tierischen Produkten, wie Fleisch, Meeresfrüchten oder Eiern ist dagegen sehr viel besser verwertbar, wodurch für den gleichen Nutzen weniger aufgenommen werden muss. Im Vergleich zu Gemüse liefern Hülsenfrüchte eher wenig Ballaststoffe. Die enthaltenen Mineralstoffe sind leider auch nicht in den Mengen verfügbar, wie es manche gerne hätten

Deshalb sind Hülsenfrüchte also überflüssig auf dem Teller – aber schaden Sie auch?

Einige Hülsenfrüchte enthalten einen erheblichen Anteil an Phytinsäure, ein Antinährstoff, der die enthaltenen Mineralstoffe in den Hülsenfrüchten bindet und sie somit für unseren Körper unnutzbar macht. Deshalb sind die in Nährstofftabellen angegebenen Mineralstoffmengen nicht wirklich interessant, denn unserem Körper steht diese Menge nicht zur Verfügung.

Ein weiteres Problem stellen enthalten Lektine dar, die wir nicht verdauen können. Sie sind in der Lage die Darmdurchlässigkeit zu erhöhen, wodurch sie selbst und andere problematische Substanzen in unseren Körper gelangen können. Dort aktivieren sie das Immunsystem, was zu Entzündungen führt und im schlimmsten Falle zur Auslösung von Autoimmun-Reaktionen.

Dazu kommt, dass einige der in Hülsenfrüchte enthaltenen kurzgliedrigen Kohlenhydrate nicht komplett verdaut werden können – und sich davon Bakterien im Darm ernähren und fortpflanzen können. Diese Bakterien fermentieren die Kohlenhydrate quasi – das führt zu den bekannten Nebenwirkungen „Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen“. Blähungen sind aber noch die harmloseste Form, je nach Empfindlichkeit können hier auch Darmreizungen entstehen.

„Die Maya haben doch auch Bohnen gegessen“

Viele alte Kulturen haben sich zu großen Teilen von Hülsenfrüchten ernährt. In Südamerika zum Beispiel sind Bohnen ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Also was haben unsere Vorfahren anders gemacht? Ganz einfach: Die Zubereitungsart hat sich drastisch verändert. Unsere Vorfahren haben Hülsenfrüchte über Tage wiederholt eingeweicht, quellen lassen, lange gekocht und sogar fermentiert – was den Anteil der Phytinsäure und der Lektine deutlich reduziert hat.

„Kann ich den Cappuccino mit Sojamilch haben?“

Bei dem Satz krümmt sich ein Paleolaner vor Schmerzen. Sojabohnen sind besonders schwierig, denn sie enthalten sogenannte Isoflavonoide, die zur Gruppe der Phytoöstrogene gehören. Diese haben in ihrer Struktur Ähnlichkeit mit dem weiblichen Fortpflanzungshormon Östrogen. Dadurch sind sie in der Lage, an Östrogen Rezeptoren in unserem Körper anzudocken, wodurch der Hormonhaushalt möglicherweise beeinflusst wird. Studien zeigen, dass Phytoöstrogene positive aber auch negative Auswirkungen auf unseren Körper haben können. Wir würden die Finger davon lassen!

© dream79 – Fotolia.com

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Geschrieben von Michaela

Michaela ist die Naschkatze im Paleo360 Team und deswegen immer auf der Suche nach Paleo-konformen Süßigkeiten. Vielleicht hat sie auch deshalb die exzellente Fähigkeit entwickelt, exotische Salate mit diversen leckeren Früchten zu kombinieren. Auch sie ist ein großer Fan von Natur und dem Münchner Alpenvorland. Michaela schläft gerne lang, weswegen ihre Blogposts wohl öfter am Nachmittag veröffentlicht werden. Michaela auf Google+
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52 Kommentare

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  1. Drishti //

    Schon alles sehr interessant, was man plötzlich alles nicht essen soll. Getreide – ja, es gibt viele mit Glutenunverträglichkeit. Milchprodukte – ja, es gibt viele Laktoseintolerante. Soja – ja, ist schlecht für Menschen wie mich, mit Hashimoto. Aber am Ende des Tages muß jeder selbst herausfinden, was er/sie am besten verträgt. Nein, ich werfe mein Rapsöl nicht weg, das ist nämlich gar nicht so ungesund, wie hier getan wird. Hülsenfrüchte auch nicht. Und das ach so gesunde Fleisch, das man vermehrt essen soll, ist überhaupt nicht so gesund, selbst wenn es noch so artgerecht ernährt wird. Es ist nämlich längst nachgewiesen, daß der Verzehr von rotem Fleisch das Krebsrisiko erhöht. Mal ehrlich: ich probiere lieber selbst, was ich vertrage und was nicht. und wenn man sich nur noch von einer sehr limitierten Menge an Lebensmitteln ernähren soll, kann das kaum gesund sein. Wir leben auch nicht mehr in Höhlen. Zucker ist das Hauptproblem, der ist nämlich in Sachen drin, wo man es nie vermuten würde. Und Zusatzstoffe ohne Ende, die keiner wirklich braucht. Und das Bewerben von Kochbüchern – weil man die ja dann auch unbedingt braucht – finde ich auch ziemlich panne. Da finde ich den Ansatz bei LOGI weitaus vernünftiger. Es gibt nicht EINE richtige Ernährungsform, sondern so viele verschiedene, wie es Menschen gibt!

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    • Anja Wagner //

      Danke für deinen Kommentar! Wir sehen es ähnlich – DIE richtige Ernährungsform für jeden einzelnen gibt es nicht.

      LG, Anja

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    • Anja Wagner //

      Hallo Rosa, soweit ich weiß ist die Cashew Nuss ein Schalenobst. Ich kann mich da aber auch täuschen!

      LG, Anja

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  2. sintana //

    was soll man den in der heutigen gesellschaft noch alles glauben. es gibt so viele verschiedene ernahrungsformen. jeder mensch ist individuell und somit glaub ich auch das jeder eine andere ernahrung vertragt. solche seiten wie ihr das macht, ist reine geldmacherei nix anderes. damit meine alle ernahrungspfutzis die glauben das richtige zu wissen.
    mal ganz ehrlich , ich wette jeder von denen die diese seite erstellt oder daran beteiligt sind, essen und trinken genauso auch die sachen die sie hier schlecht reden. wie schon gesagt, macht euch eure eigene meinung , schaut auch die menschliche geschichte an, die evolution, die alten völker.

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    • sintana //

      ich muss immer noch lachen , ehrlich das man keine hulsenfruchte essen soll, wofur hat die natur uns es dann zur vefugung gestellt , bestimmt nicht damit es fotografiert und darunter schreiben vorsicht nicht essen. es ist die balance die alles ausmacht. das gleichgewicht.
      wenn ich mich auf diese ernahrung umstelle, dann soll es mir nach 30 tagen besser gehen. voraussetzung ist sport zu treiben. wenn ich alleine schon ohne meine ernahrung umzustellen 3 mal die woche sport mache dann wird sich bestimmt auch einiges andern. damit möchte ich nur sagen dass solche ernahrungsformen so wie sie dargestellt werden , als die beste auf dem markt. volliger schwachsinn ist.
      und getreide soll man auch nicht essen , find ich auch sehr geil. ich will jetzt nicht weiter daruaf eingehen. sorry mein deutsch ist nicht so gut lebe noch nicht so lange in deutschland.

      eins möchte ich aber zum abschluss noch sagen

      Zucker ist das weisse gold fur die konzerne und der weisse tod fur uns mensche.
      ich empfehle allen die seite, zentrum fur gesundheit, ist alles schön beschrieben

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      • sintana //

        oh sorry das mit der empfohlenen seite, hatte nicht sein mussen , bin nicht jemand der werbung machen wollte, können sie gerne löschen wenn sie möchten

        sorry nochmals,
        ich hoffe ihre ernahrungsumstellung wird vielen das leiden verringern das ist was ich allen menschen auf diese welt wunsche

        in fulle zu leben , in voller energie und gesundheit

        Antworten
  3. Charly //

    Ich habe seit einiger Zeit hormonelle Probleme, zu hohes Insulin, PCOS etc. Grundsätzlich hatte ich noch nie Probleme mit Hülsenfrüchten, es würde mich aber nun interessieren, ob es für die „Behandlung“ dieser Geschichten abträglich wäre, ab und zu zB Kichererbsen zu essen? Kann mir dazu jemand etwas sagen?

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    • Anja Wagner //

      Hallo Charly,

      wir raten zumindest zu 30 „cleanen“ Tagen – also auch Kichererbsen einfach mal weglassen für eine bestimmte Zeit. Wenn du Hülsenfrüchte essen möchtest, dann am besten gut eingeweicht und lange gekocht :)

      LG, Anja

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  4. Sandra //

    Hallo,

    Weshalb Kartoffeln und weißen Reis? Die Menschen damals haben bestimmt weniger gekocht und waren eher Rohköstler, das geht ja bei Kartoffeln kaum! Weißen Reis find ich auch eher unnatürlich, da er erst geschält werden muss. Kartoffeln kommen aus Südamerika, was vor ca. 18000 Jahren besiedelt wurde und der genetische Austausch fand erst wieder ab Kolumbus statt.
    Meiner Meinung nach können sowohl Hülsenfrüchte als auch Getreidearten gut gegessen werden, wenn man sie ankeimen lässt.
    Der hohe Fleischkonsum stammt m.E. aus dem Nahrungsmangel in den Wintern in unseren Breitengraden. Bevor die Menschen Werkzeuge und Waffen hatten mussten sie sich mit hertumliegendem Aas begnügen, da ihnen die Fangzähne fehl(t)en.

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  5. munzog //

    Hallo,

    mal ne Frage. Was sagt ihr über das Abnehmprodukt Almased. Das besteht aus Soja, Honig und Jogurt. Schädlich nach der Paleo Lehre oder nicht? Danke

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo,

      von soetwas halten wir nichts eigentlich, denn alleine der Bestandteil Soja ist nicht paleo-konform, davon abgesehen ist es ein hochgradig verarbeitetes Produkt!
      Sojabohnen enthalten Isoflavonoide, die zur Gruppe der Phytoöstrogene gehören. Diese haben in ihrer Struktur Ähnlichkeit mit dem weiblichen Fortpflanzungshormon Östrogen. Dadurch sind sie in der Lage, an Östrogen-Rezeptoren in unserem Körper anzudocken, wodurch der Hormonhaushalt möglicherweise beeinflusst wird. Außerdem enthalten Sojabohnen wie alle Hülsenfrüchte Lektine und Phytinsäure.

      LG Malika

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      • romelia //

        Schade, dass die Studien und andere Links auf Englisch geschrieben sind.

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  6. Alex //

    Wow, was für ein echt aufschlussreicher Beitrag und gleich weiter runter scrollen kann man dann gleich die passenden Kochbücher erwerben. *hust

    greeting

    Antworten
  7. Flo //

    Ich bin völlig entsetzt von diesem Beitrag!

    Mal abgesehen von den gesundheitlichen Aspekten, wurde überhaupt nicht bedacht, dass die guten Hülsenfrüchte in Symbiose mit Knöllchenbakterien leben, was bedeutet, dass die Pflänzchen dadurch nicht auf eine Stickstoffdüngung angewiesen sind, im Gegenteil, sie reichern den Boden sogar noch mit Stickstoff an. Legume Pflanzen sind DER Motor für eine natürliche Bodenfruchtbarkeit. Ohne den Anbau von Hülsenfrüchten wäre eine organisch-biologische Landbewirtschaftung absolut unmöglich! Hier wird in absolut propagandistischer Manier der reinste Unfug verbreitet!

    Mit den besten Grüßen
    Flo

    Antworten
    • Micha //

      Wenn hier einer Unruhe reinbringt, dann eher du, mit deinen Punkten zu einem anderen Thema.
      Steht irgendwo im Text, dass der landwirtschaftliche Anbau von Hülsenfrüchten schlecht für deinen Darm ist?

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    • Bernd //

      Der Kommentar von Flo ist sehr gut.
      Gerade wird auch die Lupine, ebenfalls eine Hülsenfrucht wiederentdeckt.
      Was mich bei der Paleo – Ernährung stört ist die Tatsache, daß ohne Getreide und Hülsenfrüchte eine Welternährung mit bald 10 Milliarden. Menschen geradezu unmöglich macht.
      Der Verzehr von Fleisch als Alternative ist mit grasfressenden Weidetieren allein des gigantischen Flächenbedarfs eine erschreckende Vorstellung.
      Mir ist lieber auch mit den durchaus realen Negativseiten von Getreide und Hülsenfrüchten eine Welternährung mit verhältnismäßig geringem Flächenaufwand sicherzustellen zu können.
      Fleisch und Milchprodukte können dann entfallen.
      Auch wenn ich viele Gedanken der Paleo – Ernährung gut verstehen kann ist mir persönlich die Richtung Vegan auf Basis biologischer Landwirtschaft bezogen auf die Weltbevölkerung realistischer.

      Antworten
      • Chris //

        Danke Bernd, ich sehe das ähnlich.
        Permakultur ist das Stichwort.
        Paleo ist ne tolle Sache allerdings wie du sagst einfach unrealistisch, bei der Nachfrage.

        Antworten
  8. Andreas //

    Wie ist Grüner Rooibos-Tee (unfermentiert, natur) zu beurteilen?

    Laut Wikipedia ist Rooibos eine Pflanzenart, die zur Familie der Hülsenfrüchtler gehört.

    Hat Rooibos nun automatisch das Schlechte der Hülsenfrüchte mit am Bord?

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    • Malika Stenger //

      Hallo Andreas,

      im Tee sollten eigentlich keine Antinährstoffe mehr enthalten sein.
      Du kannst den Tee ohne Probleme genießen :)

      LG Malika

      Antworten
  9. Tania //

    Ich habe mir eine Teemischung gemacht aus frischem Ingwer, Süssholz und Zitronengras – super lecker, aber jetzt habe ich grad gelesen, dass Süssholz zu der Pflanzengattung „Hülsenfrüchtler“ gehört.. Ich weiss jetzt nicht, ob die Wurzel paleo konform ist oder nicht? Ich esse ja nicht die Frucht, sondern koche nur die Wurzel aus. Habt ihr mir da vielleicht eine fundierte Antwort?

    Antworten
  10. Petra //

    Hallo , wenn ich das Paläo Ernährungsprinzip richtig verstehe, dann sind alle Fruchtschoteninhalte wie Erbsen, Bohnen und Linsen aus Gründen der Phytinsäure verboten, aber die Schoten vor der Reifung der Frucht als Gemüse erlaubt. Wie sieht es bei den Hülsenfruchtpflanzen wie Klee und deren Blattgenuss aus? Zum Beispiel Schabziegerklee? Erlaubt oder nicht?

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo,

      nach unseren Recherchen könne wir von Hülsenfrüchten nur abraten. Es gibt natürlich auch positive Aspekte, aber für uns überwiegen die negativen!

      LG Malika

      Antworten
      • Dirk //

        irgendwelche Quellen für die Recherchen? Studien? was Nachvollziehbares?

        Antworten
  11. Sascha //

    Hallo,

    wie sieht es denn mit Paleo und Leistungssport/Muskelaufbau/Bodybuilding aus? Fleisch geht auf gar keinen Fall und beispielsweise Hanfprotein ist alles Andere als ungesund – jedenfalls lt. meines Wissensstands. Könntet ihr vielleicht einen Artikel dazu machen, denn abnehmen ist eher nicht so mein Thema, und die „optimale“ Ernährung im Sportbereich wird ja mittlerweile immer größer geschrieben. Auf jeden Fall tolle Artikel hier. LG

    Antworten
    • Sascha //

      Ok, im Prinzip kann mein Kommentar gelöscht werden :) Habe mich hier mal etwas genauer umgesehen. Vielen Dank.

      Antworten
    • Olaf R. Schneider //

      Hallo Sascha, ich hoffe, es klingt jetzt nicht nach Werbung… Wir arbeiten eng mit Crossfit-Athleten in ganz Deutschland. Da sind eine Menge Paleo Leute dabei. Wir mischen individuelle Proteinshakes basierend auf einem Bluttest, so dass ohnehin nur Proteine in Deinem Shake enthalten sind, die Du gut verträgst (keine Allergien, keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten). Bei unseren Paleo Kunden beobachten wir, das viele auch im Falle eines Shake Paleo seitig auch zu Erbsen greifen und natürlich Hanf. In vielen Fällen enthalten ist die Verträglichkeit von Hühnerei-Eiweiß-Protein auch ok, allerdings gibt es auch eine große Anzahl an Personen, die Hühnerei-Bestandteile nicht vertragen. In so einem Fall lassen wir es natürlich aus dem Shake raus. Wir werden weitere Proteinquellen ins Programm aufnehmen, die im Lichte dieses Artikels wahrscheinlich aber auch kritischer sein könnten (z.B. Süßlupinen-Isolat). Süßlupine ist auch eine Hülsenfrucht, wird aber ebenfalls von einigen Paleo-Athleten akzeptiert und war sogar ein Kundenwunsch. Was sonst auf jeden Fall funktionieren sollte sind Fleisch Proteine. Warum hast Du diese ausgeschlossen? Wir verwenden Sie nicht, da wir finden, dass die Energiekette zur Gewinnung von Fleischproteinen sehr komplex und aufwendig ist. Das ist zumindest unser aktueller Standpunkt. Was ich persönlich noch empfehlen kann ist Sonnenblumen-Protein und Mandel-Mehl-Protein. Haben zwar beide einen rel. hohen Fettanteil, sind aber wahrscheinlich aus Paleo Sicht ziemlich safe. Würde mich sehr freuen, wenn Du Dich meldelst, falls Du Fragen oder Anregungen hast.

      Antworten
  12. Kevin from germany //

    Richtiger Propaganda-Text! Was ist das für eine schwammige Aussage „Protein kann schlechter aufgenommen werden, als tierisches“ „Phytinsäure soo schädlich“ da hab ich den Text in 2 Zitaten zusammengefasst. Wie viel andere Sachen gibt es denn nur, die pflanzliches Protein enthalten oder Phytinsäure. Am besten wir essen laut Aussagen des Textes gar nichts mehr. Außerdem sind pflanzliche Eiweiße nur minimal schlechter verwertbar, das macht im gesamten Leben kaum einen Unterschied, so lange es ausgewogen und ausreichend ist.

    Antworten
    • Olaf R. Schneider //

      Hallo Kevin, was Du gut verträgst kannst du eigentlich nur individuell herausfinden. Wir sind inzwischen durch soviele genetische Kreuzungen durchgegangen, dass man nicht mehr pauschal unterscheiden kann zwischen Menschen, die in der einen oder anderen Region aufgewachsen sind und daher die dort heimischen Nahrungsmittel gut vertragen. Das ist zumindest unsere Erkenntnis aus über 3.000 Allergie- und Nahrungsmittel-Tests und einer intensiven Profi-Sportler-Betreuung.

      Antworten
  13. Felix //

    Hallo,

    ich hätte hier auch eine Frage. Vitamin B10 ist ja wichtig für Zellteilung und -neubildung, ein Mangel wirkt sich sehr negativ aus und es kommt vor allem in vollkornprodukten, sojabohnen und bierhefe vor. Ich glaube ferner auch in niere und leber…
    wenn ich also auf Getreide und Hülsenfrüchte verzichte, wie beuge ich einem Mangel – ohne supplements – vor?

    Grüße,
    Felix

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo Felix,

      Vitamin B10 ist ein Mix mehrerer B-Vitamine und kommt so auch in paleo-konformen Lebensmitteln wie Leber, Blumenkohl oder Rosenkohl vor!

      LG Malika

      Antworten
      • scheb64 //

        Ja, aber viele bekommen auch Blähungen von Blumenkohl und Rosenkohl.

        Antworten
  14. Annika //

    Hallo! Und was macht man als Vegetarier? Wo bekomm ich mein Eiweiß her wenn nicht aus Soja und Hülsenfrüchten? Vor allem weil ich relativ kohlenhydratarm esse… Ich betreibe viel Kraftsport und versuche meinen Körperfettanteil zu senken.

    LG

    Antworten
  15. Dani vs Sugar //

    Hier sagt ihr das Bohnen Hülsenfrüchte sind und damit eher nicht geiegnet sind. In der Lebensmittelliste tauchen sie aber auf mit dem Zusatz das der Gemüse Charakter überwiegt. Also könnte ich rote und grüne Bohnen immer mal wieder einbauen? Nicht täglich natürlich.

    Antworten
    • Lars Müller //

      Selten schadet nicht – kommt auch immer darauf an, wie du Hülsenfrüchte verträgst :)

      Antworten
  16. Yvonne //

    Hallo,

    betreffend Soja: Demnach ist Sojamilch (provamel, bio) wohl auch nicht gesund? Was kann ich alternativ verwenden? Kokosmilch? Beispielsweise fürs Müsli (selbstgemacht nach eurem Rezept mhhh).

    Vielen Dank & lieber Gruss,
    yvonne

    Antworten
    • Lars Müller //

      Hallo Yvonne, ich würde lieber auf Sojamilch verzichten und Kokosmilch für dein Müsli verwenden :)

      Antworten
    • Matthias //

      Hallo Yvonne,

      Du kannst vielleicht auch Mandelmilch nehmen. Kannst du einfach selbst machen, wie zB bei allsortsofpretty.com beschrieben. Ich finde das Rezept super.
      Gruß
      Matthias

      Antworten
  17. Sven //

    hi leute,
    hätt da ma ne kleine frage und eine antwort aus eurer sichtweise wär mir wirklich eine hilfe. ich kann aus gesundheitlichen gründen keine tierischen eiweiße zu mir nehmen. rheumatoide arthritis. wie decke ich unter dieser vorausetzung meinen eiweißbedarf aus eurer sicht? dazu muss man wissen, dass arachidonsäure in tierischen produkten vorhanden ist, welche ich meiden muss, der körper diese aber auch aus linolsäure bilden kann, welche in den meisten pflanzlichen ölen (inklusive nüsse), vorhanden ist. also fallen für mich zur zeit tierische eiweißquellen und stark linolsäurehaltige pflanzenöle (inklusive nüsse) weg. danke schonma für eure eventuelle antwort

    Antworten
    • Carolin Schlumprecht //

      Lieber Sven,

      Wenn dir das gut bekommt, würde ich empfehlen weißen Reis und weiße Kartoffeln zu essen. Diese enthalten ebenso viel Protein wie beispielsweise Eier. Dabei solltest du aber auf jeden Fall darauf achten die weiße Form zu verzehren, die weniger Antinährstoffe enthalten und somit auch die Proteinaufnahme nicht erschwert ist. Außerdem solltest du auf deinen Körper hören, inwiefern dir das gut tut!

      Liebe Grüße, Caro

      Antworten
  18. Jessica //

    Wenn man Milch- und Milchprodukte meiden soll sowie Hülsenfrüchte (v.a. auch Soja) wie soll ich meinen Calciumbedarf decken?

    Bin mir bewusst das Sojaprodukte auch mit Calcium angereichert werden und Obst (v.a. Beeren) Calcium enthält aber welche Alternativen gibt es, denn 1000 mg pro Tag ist ja ohne den anderen LM nicht einfach zu schaffen und jeden Tag Beeren oder Mineralwasser …. ;-(

    Antworten
    • Christina Fisch //

      Hallo Jessica,
      du hast Recht mit der Aussage, dass Milch und auch Hülsenfrüchte gute Quellen für Calcium sind. Allerdings gibt es auch gute paleokonforme Lebensmittel, die Calcium enthalten. Dazu gehören beispielsweise: Fisch (v.a. Sardinen,Lachs), bestimmte Gemüsesorten (Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi, Lauch), Sesamsamen, Obst (v.a. getrocknete Feigen, Rosinen, Aprikosen).
      Auch Calcium reiche Mineralwässer (mit >150mg Calcium) sind gut geeignet, um den Calciumbedarf zu decken.Wasser solle ja so und so täglich in ausreichenden Mengen getrunken werden!

      Beste Grüße
      Christina

      Antworten
      • Jessica //

        Hallo Christina,

        ja aber im Vergleich von 150 g Lachs (mit 20 g Ca) und 150 g Joguhrt (mit ca. 150 mg Ca) ist das schon ein großer Unterschied! Das Gemüse liegt da mit den Werten schon weiter vorne ;-) aber bei Leuten die eine Leichte VOllkost einhalten sollten wird es mit genau diesen Gemüsesorten schwierig, da diese meist schlecht vertragen werden mit Ausnahme von Brokkoli (der kommt meist nur nie gut an)! Trocken Obst ist nicht mein Fall (purer konzentrierter Zucker).

        Finde es gut darüber nach zu denken woher man seine LM bezieht – aber ich könnte wahrscheinlich über jedes einzelene Nahrungsmittel etwas positives und negatives schreiben -> nur man sollte sich nicht auf einzelne Inhaltsstoffe versteifen sondern auf die Kombination in dem LM!

        Aber finde den Austausch hier ganz angenehm! Danke

        Antworten
        • Richard //

          Da man meines wissens das Calcium aus Milchprodukten eh nicht richtig verwerten kann und Milchprodukte in Verdacht stehen Krankheiten wie Osteoporose zu fördern, sollte man es meines Erachten vermeiden diese Lebensmittel zu sich zu nehmen.

          Antworten
  19. Raskolnikow //

    Also was hier in diesem Artikel steht ist meiner Meinung nach reinste Panikmacherei. Durch das einweichen und das anschließende erhitzen wird so gut wie die ganze phytinsäure deaktiviert und ist damit kein antinährstoff. Weiterhin findet man phytinsäure auch in jedem Müsli dort sind sie zwar wirksam aber auch nicht so stark wie es dieser Artikel vermuten lässt.
    Ebenso die Sache mit den phytoöstrogen es sind Stoffe die dem östrogen sehr ähnlich sind jedoch sind sie nicht in der Lage unseren Hormonhaushalt wirklichen Schwankungen auszusetzen, da unserer Körper immer gegen reguliert.

    Abschließend muss ich leider sagen dass hier beim nächsten mahl besser recherchiert werden sollte….

    Hochachtungsvoll Raskolnikow

    Antworten
    • Christina Fisch //

      Hallo,
      du hast sicherlich Recht mit der Aussage, dass die in Hülsenfrüchten enthaltene Phytinsäure durch Einweichen und Erhitzen in ihrer Menge reduziert wird. Allerdings wird sie nicht komplett inaktiviert und kann damit nach wie vor Mineralstoffe binden, die unserem Körper somit nicht zur Verfügung stehen. Wie du richtig sagst, enthält auch Getreide einiges an Phytinsäure. Ernährt man sich nun wie der durchschnittliche Deutsche, sprich hohe Mengen an Getreide und wenig Obst, so kann die Phytinsäure durchaus ein Problem darstellen, da sie die wenigen zugeführten Mineralstoffe auch noch unverfügbar macht. Es ist also immer eine Frage der Ernährungszusammenstellung. Hier eine interessante Studie dazu: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20715598

      Auch für die Phytoöstrogene gilt, dass die Menge entscheidend ist für die Auswirkung auf unseren Körper. Hier ein interessanter Übersichtsartikel zu den Vor- und Nachteilen von Phytoöstrogenen, der unter anderem die Auswirkung von Phytoöstrogenen auf unser Hormonsystem bewertet: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3074428/

      Beste Grüße
      Christina

      Antworten
  20. Ariana //

    Was für ein interessanter und aufschlussreicher Beitrag! Ich wusste zwar von den Lektinen und den Phytoöstrogenen – aber die Phytinsäure war mir neu. Vielen herzlichen Dank dafür!

    Liebe Grüsse
    Ariana

    Antworten

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