Sind Kartoffeln gesund?

Ein Grundsatz der Paleo Ernährung ist, die Aufnahme von nährstoffreichen Lebensmitteln zu erhöhen und Lebensmittel mit ungünstigen Anti-Nährstoffen zu verringern. Dabei stellt sich die Frage: Wie sieht das Verhältnis bei den Kartoffeln aus? Sind Kartoffeln gesund?

Nicht jedes Obst, Gemüse, nicht jede Nuss oder Frucht kann nach diesen Gesichtspunkt eindeutig kategorisiert werden. Nahrungsmittel können beim Verzehr positive, aber gleichzeitig auch (oft individuell empfundene) negative Effekte im Körper hervorrufen.

Wir ermutigen jeden dazu, das Verhältnis abzuwiegen und für sich persönlich zu entscheiden, was man isst und aus welchem Grund. Ein zwiespältiges Lebensmittel in der Paleo Ernährung sind Kartoffeln – von einigen Paleos gemieden, von anderen mit Genuss gegessen.

Kartoffeln enthalten viele Kohlenhydrate. Sollte man sie deshalb vermeiden?

Was sind Kartoffeln?

Kartoffeln sind Nutzpflanzen aus der Familie der Nachtschattengewächse, zu denen auch Tomaten, Auberginen oder Paprika gehören.

Sieht man sich die Nährstoffzusammensetzung an, fällt auf, dass Kartoffeln einen relativ hohen Stärke- und damit Kohlenhydratanteil (auch in Abhängigkeit von der Sorte) haben. Sie bestehen aus:

  • 78% Wasser 
  • 15% Kohlenhydrate (Stärke)
  • 2% Eiweiß
  • 2,1% Ballaststoffe
  • 1% Mineralstoffe und Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor und Eisen
  • 0,1% Fett
  • Vitamine (vor allem Vitamin C, dazu Vitamin A und Vitamine der B-Gruppe) 

Wann und für wen können Kartoffeln ungesund sein?

Kohlenhydrate selbst sind als Makronährstoff weniger als negativ zu betrachten – trotz der Beliebtheit von Low Carb! Das Problem ist, dass kohlenhydratreiche Lebensmittel mitunter mit Toxinen verpackt kommen, sie sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken können. Dazu gehören beispielsweise Gluten im Weizen oder gluten-ähnliche Proteine in anderen Getreide-Sorten.

Im Gegensatz zu Weizen sind in Kartoffeln weder Gluten enthalten noch große Mengen Phytinsäure. Die dennoch gering enthaltenen Mengen Phytinsäure verhindern eine gute Bioverfügbarkeit von Phosphor, Kalzium, Eisen und Zink für den Körper. Der Phytinsäuregehalt ist jedeoch eher weniger ein Argument gegen die Kartoffel.

Der Kohlenhydratgehalt der Kartoffel ist vor allem dann zu beachten, wenn man sich kohlenhydratarm ernähren möchte. Das empfehlen wir aber nicht für jeden: Kohlenhydrate sind sinnvoller Bestandteil einer gesunden Ernährung – sie liefern Energie und für aktive Menschen gibt es wenig Gründe, sie zu reduzieren.

Will man jedoch Gewicht reduzieren, kann es besser sein, die Kohlenhydratzufuhr einzuschränken. Ansonsten passiert es nämlich schnell, dass man die Energie der Kohlenhydraten nicht verbraucht und der Körper den „Überschuss“  nach dem Verstoffwechseln in Form von „Speckröllchen“ bzw. Fett ansetzt.

Nachtschattengewächse beinhalten desweiteren sogenannte Glykoalkaloide, welche die Darmgesundheit beeinträchtigen kann – vor allem dann, wenn sie bereits „angeschlagen“ ist. Auch die Symptome derjenigen, die chronische Gelenkbeschwerden haben oder an einer Autoimmunerkrankung leiden, können sich durch Nachtschattengewächse verschlimmern. Das trifft allerdings bei Weitem nicht auf alle Menschen zu.

Glykoalkaloide befinden sich vor allem in der Schale der Kartoffel – und da man diese einfach abnehmen (schälen) kann, verliert das Argument an Bedeutung. Außerdem wurde der Glykoalkaloidgehalt der Pflanzen im Laufe der Kultivierung stetig gesenkt, sodass die heutigen Kartoffeln geringere Mengen von Alkaloiden enthalten, als sie es vor etwa 100 Jahren getan haben.

Fakt ist, dass Kartoffeln für manche Menschen gesundheitliche Nachteile bringen können, während andere daraus ihre Vorteile ziehen. Wenn man beispielsweise abnehmen möchte oder Darm- bzw. Verdauungsprobleme hat, sollte man Kartoffeln zumindest für einen gewissen Zeitraum einmal weglassen. Im zweiten Fall vor allem auch deshalb, um mögliche Ursachen für die Beschwerden auszuschließen.

Vor allem im Rahmen des Autoimmunprotokolls (AIP) und der Verbesserung von Symptomen von Autoimmunerkrankungen (wie Hashimoto) kann es sich lohnen, für einige Zeit auf Nachtschattengewächse zu verzichten.

Weiße Kartoffeln vs. Süßkartoffeln

Weiße Kartoffeln werden mitunter als nährstoffärmer als Süßkartoffeln bezeichnet. Vergleicht man die Inhaltsstoffe beider Lebensmittel, so fällt auf, dass sie sich in allen Nährstoffen weitgehend ähneln. Der Kohlenhydratanteil von weißen Kartoffeln liegt bei 12-17 %, während Süßkartoffeln 20-25 % enthalten. Beide liefern 10 % Vitamin B6, weiße Kartoffeln enthalten 33 % Vitamin C, während Süßkartoffeln nur 4 % liefern, aber weiße Kartoffeln enthalten sehr viel weniger Vitamin A als Süßkartoffeln.

Die Liste könnte man noch lange fortsetzen, sicherlich gäbe es in diesem Nährstoff-Wettstreit keinen klaren Sieger – jedes hat Vor- und Nachteile.

Kartoffeln können eine Option sein

Am besten geschält und gegebenenfalls gewässert bzw. gekocht können Kartoffeln eine gute und günstige Alternative auf dem persönlichen Ernährungsplan sein. Je nach Kartoffel-Art kann die Schale auch mitgegessen werden, das empfehlen wir aber nur für alle, die nicht mit einer Autoimmunerkrankung oder Verdauungsproblemen kämpfen. Am besten lagert man Kartoffeln dunkel und trocken. Sobald sie grüne Stellen haben, landen sie auch nicht mehr im Kochtopf, denn dann beginnt die Kartoffel zu Keimen und damit grün zu werden – und es bilden sich für uns ungünstige Stoffe in größeren Mengen (z.B. das Saponin Solanin). Solanin gehört zu den Glykolalkaloiden, natürliche Toxine die in Nachtschattengewächsen enthalten sein können. Besonders in hohen Konzentrationen können die Kartoffel-Alkaloide als geschmacklich unangenehm wahrgenommen werden.

Beachtet man die Lagerungs– und Zubereitungshinweise braucht man sich wegen der potentiell schädlichen Inhaltsstoffe weniger Gedanken machen.

Ist man gesund und aktiv, dann sind die kulinarisch vielseitigen und preislich günstigen Kartoffeln eine tolle Kohlenhydratquelle, die vor allem für Sportler vorteilhaft sein kann. In unseren Rezepten könnt ihr die Süßkartoffeln gerne gegen Kartoffeln tauschen – sehr lecker sind so zum Beispiel Paleo Bratkartoffeln oder das Süßkartoffel Zimt Soufflé.

Auch Rezepte mit Kartoffeln haben wir parat: Der Kartoffelsalat ist lecker, der Kartoffelauflauf ebenso.

Wie so oft gilt es, eine gesunde Balance zu finden und auf den eigenen Körper zu hören. Wie haltet ihr es mit Kartoffeln? No-Go oder gelegentlicher Genuss?

© stockasso – depositphotos.com

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Geschrieben von Anja

Anja ist Ernährungswissenschaftlerin und beschäftigt sich schon eine Weile mit dem Paleo-Lebensstil, welcher ihr mehr als nur Energie für Alltag und Sport bringt. Sie weiß, Paleo birgt für jeden die Möglichkeit seine individuelle Ernährung zu finden - mit dem Ziel eines neuen Körpergefühls und langfristiger Gesundheit. Und genau das ist ihre Motivation ihr Wissen an andere weiterzugeben.
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67 Kommentare

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  1. Hexe //

    Hallo! Wie ist es bei Autoimmunkrankheit (MS) mit den Krtoffeln? Ja oder nein?

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    • Iris Schober //

      Da Kartoffeln zu den Nachtschattengewächsen gehören, sollten sie im Rahmen des AIP’s möglichst vermieden werden. Danach kannst du sie vorsichtig und in kleinen Mengen wieder in den Speiseplan integrieren und schauen wie du sie verträgst.

      Antworten
  2. Ilse //

    Süßkartoffeln sind NICHT mit Kartoffeln verwandt!
    Außerdem sollte man lieber das essen, was in unseren Breitengraden auch wächst! Diese ganzen importierten Südfrüchte von sonstwoher kann man wohl kaum als ernsthafte Alternative anpreisen!

    NICHTS spricht gegen Kartoffeln (Punkt).

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    • Heike //

      Wau, das gibt einen tollen Speisezettel im Winter. Kartoffeln und Kohl und Kohl und Kartoffeln. Früher war alles besser. Punkt.

      Antworten
  3. Sabine Müller //

    Hallo,

    Kartoffeln schälen, dann kochen – alles klar!

    Was ist mit Pellkartoffeln? Also die, die erst gekocht und dann geschält werden? Gehen hier die schädlichen Stoffe aus der Schale beim kochen in die Kartoffel über?

    LG Sabine

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    • Anja Wagner //

      Hallo Sabine,
      das ist eine gute Frage! Ich denke, dass auch Pellkartoffeln relativ unbedenklich sind und die schädlichen Stoffe ihren Weg in das Wasser finden. Genau weiß ich es aber nicht.

      LG, Anja

      Antworten
  4. Simon Hirschhofer //

    Gerade entdeckt: „In wissenschaftlichen Studien wurde beobachtet, dass Saponine eine entzündungshemmende, antikanzerogene und harntreibende Wirkung haben. Saponine scheinen auch Cholesterin binden zu können und daher einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel zu haben.“

    http://lebensmittel-warenkunde.de/lebensmittel-inhaltsstoffe/sekundaere-pflanzenstoffe/saponine.html

    Ich mag Kartoffeln, und ihr, die ihr alle die Knolle aus der Erde meidet, esst ja auch Tomaten, Auberginen, Peperoni und co… Ausserdem finden sich Saponine auch in diversen anderen Gemüsen, z.B. Spinat…

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  5. nicole //

    hallo uns schmecken die Süßkartoffeln leider nur im Püree aber ansonsten tun wir uns schwer sie zu essen..können wir dann dienormale Kartoffel nehmen oder gibt es iwelche Alternativen?
    selbst bei lowcarb schaden 1-3 Kartoffeln nicht oder?

    Antworten
    • Munchner //

      nein. selbst bei lowcarb nicht. man sollte bei lowcarb sowieso alle fünf tage viel KHs und wenig fett essen, um leptin und stoffwechsel wieder hoch zu fahren.
      in der gruppe „Paleo-Ernährung“ auf facebook erfährst du mehr darüber.

      Antworten
      • Nicole //

        ich bin nicht bei Facebook. daher hat sich das erübrigt. aber danke.
        also keine normale Kartoffel :(
        aber was bedeutet dann dass man bei lc alle fünf Tage viele khs essen soll?

        Antworten
        • Munchner //

          Paleo-konforme LM mit hohem Kohlenhydratanteil alle fünf tage essen. Früchte, getrocknete Früchte, Esskastanien, ….

          Antworten
        • Linda //

          Hallo Nicole, ich glaube, da hast du was falsch verstanden. Du Hast gefragt : „selbst bei lowcarb schaden 1-3 Kartoffeln nicht oder?“ und die Antwort war „nein, selbst bei low carb nicht“.

          Antworten
    • Rahel //

      Liebe Nicole
      Ich mag die weisse Kartoffel auch lieber. Trotzdem hab ich Tips für dich mit den Süsskartoffeln:
      Schneide dicke Pommes frittes aus den Knollen und wickle Speck darum, danach auf den Grill oder in den Backofen, bis der Speck eine schöne Farbe angenommen hat. Das schmeckt toll, erst recht wenn du selbstgemachten Ketchup oder eine andere Dippsosse dazu hast.
      Oder
      Schneide Dipp-Frittes und iss sie roh. Passt gut zu Gemüsedipps :)
      Ansonsten kannst du wenn du Hackfleisch angebraten hast, kleine Süsskartoffelwürfel (kannst auch die hälfte weisse Kartoffeln nehmen, jedoch vorher 2Minuten kochen) für cirka 3-4 Minuten mitbraten, eventuell noch Zwiebeln und Kräuter hinzufügen, abschmecken und guten Apetit! Ich mach das in einer Blechform auf dem Grill mit Olivenöl oder Kokosfett, schmeckt prima :)
      Liebe Grüsse
      Rahel

      Antworten
  6. Martin //

    Wie lange dauert es denn bis sich die resistente Stärke gebildet hat bei den Kartoffeln. Reicht es aus sie abkühlen zu lassen und für eine Stunde in den Kühlschrank zu stellen ?

    Antworten
  7. Susanne //

    Beim Lesen des Artikel und all den anschließenden Kommentaren wurde ich jetzt etwas verwirrt. Im Artikel steht, dass Kartoffel bei Darmproblemen (ich habe eine chronische Darmentzündung) gemieden werden sollen, aber in den Kommentaren ist wiederum zu lesen, dass retrogradierte Stärke gut für die Darmgesundheit sein soll. Was nun?
    Liebe Grüße, Susanne

    Antworten
    • Anja //

      Hallo Susanne,
      Kartoffeln können Substanzen enthalten, die einen entzündeten Darm reizen können (Saponine z.B.) – diese befinden sich in und unter der Schale der Knolle. Retrogradierte/Resistente Stärke ist gutes Futter für deine Darmbakterien. Versuche am besten deinen Körper entscheiden zu lassen, ob du Kartoffeln verträgst oder eher nicht.
      LG Anja

      Antworten
  8. Jutta //

    Warum darf man die Kartoffel nur geschält verzehren? Ich dachte immer bei Bio Kartoffeln wäre die Schale ok und gesund?

    Antworten
    • Anja //

      Hallo Jutta,
      auf und in der Schale können sich schädliche Stoffe befinden und nicht jeder verträgt sie (ua. Saponine). Ich verzehre meine Kartoffeln hin und wieder mit Schale – besser wäre es wohl ohne:)
      LG Anja

      Antworten
  9. Wibke //

    Betreff: Reihenfolge der Verdauung: Ich möchte als Ärztin hier vor der Seite „Zentrum der Gesundheit“ ausdrücklich warnen. Dort werden Dinge verbreitet, die absolut nicht der Realität entsprechen und angebliche Studien zitiert, die nicht exisistieren. Ich bin schon einmal über diese Seite gestolpert betreffend Aussagen zu Impfungen. Meiner Meinung nach handelt es sich um Volksverdummung. Wer wirklich Studien lesen möchte, egal zu welchem medizinschen Thema, dem empfehle ich PubMed zu besuchen. Hier findet man alle abstracts zu veröffentlichten, wissenschaftlichen Studien. Die kompletten Artikel bzw Studien kann man sich dann bei weiterem Interesse, wenn die Zusammenfassung nicht reicht, beim jeweiligen Verlag gegen geringe Gebühr herunterladen. Ich finde solche Seiten wie „Zentrum der Gesundheit“ gehören verboten!

    Antworten
    • Sina Wagner //

      Sorry, aber bei Impfpropaganda geht mir der Hut hoch. Schon mal was von Impfschäden gehört, schon mal Impfopfer gesehen, die bis heute keine Entschädigung bekommen haben? Wir sind regelmäßig wegen einem Impfschaden bei einem Heilpraktiker und müssen dort zur Bioresonanz, das zahlt die Kasse nämlich nicht. Dort habe ich auch andere Impfopfer kennen gelernt, wobei Einige behindert sind, nach einer Impfung. Heute weiß ich, was in den Impfstoffen alles enthalten ist und da wird nicht gefragt, ob man dagegen allergisch ist oder nicht und das mag ich mir nicht in einen gesunden Körper spritzen lassen. Auch das Argument, dass alles gesund ist, was die Spritze in uns einbringt, nein, mit mir nicht.
      Wibke, sind Sie auch gegen alles geimpft? Wirklich gegen Alles? Ich habe da so meine Zweifel. Haben Sie sich wirklich mal über die Inhaltsstoffe Gedanken gemacht? Formaldehyd, Aluminium haben im gesunden Körper nichts zu suchen.

      Antworten
      • Wibke //

        @Sina
        Auf Deine Fragen antworte ich gerne:
        Ja, ich bin so gut wie gegen alles geimpft einschl. Tollwut und Gelbfieber. Ich war nämlich mehrere Monate in Afrika unterwegs und bin ja nicht lebensmüde.
        Auch meine Eltern waren damals in meiner Kindheit kluge Leute und haben mich impfen lassen, da sie erkannten, dass die Impfung wie bei einer richtigen Infektion das Immunsystem befähigt, Antikörper gegen die Erkrankung zu bilden OHNE die verheerenden Folgen einer echten Infektion. Im Übrigen sind echte Impfkomplikationen (also nicht Unwohlsein, leichtes Fieber, geschwollene Einstichstelle etc.) um den Faktor 100.000-1Mio Mal seltener als Schäden durch die eigentliche echte Infektion. Ich kenne niemanden mit einem echten Impfschaden, aber reichlich Beispiele für Infektionsgeschädigte. Der Mann, der sein Bein hinterher zieht, weil er es nicht heben kann durch die durchgemachte Kinderlähmung z.B. Die vielen nun älteren Leute, die als Kind eine Windpockeninfektion hatten (heutzutage kann man dagegen impfen) und nun bei mir in der Praxis sitzen mit Gürtelrose und furchtbaren Schmerzen, die Monate bis Jahre anhalten, ganz zu schweigen von bleibenden, entstellenden Narben, die entstehen können. Die junge Dame im Rollstuhl, weil sie eine Masernenzephalitis hatte und nun zeitlebens auf die Hilfe ihrer Mutter angewiesen ist, obwohl sie schon über 30 ist. Ich sehe bis zu 10.000 Patienten im Jahr (ja ich bin eine fleissige Ärztin mit langen Arbeitszeiten) und habe noch niemals einen Impfschaden gesehen oder davon gehört.
        Die Pocken sind im Übrigen seit 1980 weltweit als endgültig (?) überwunden angesehen und das nur dank weltweiter Impfprogramme.
        Ich würde mein Kind nicht dem Risiko einer Infektion aussetzen auf sogenannten Masenparties, da ich weiß, wie Komplikationen aussehen können und Statistiken lesen kann. Diese Impfmüdigkeit resultiert leider aber auch daraus, dass die schlimmen Infektionsfälle dank der Impfungen in unserem Alltag meist gar nicht mehr auftreten und somit unsichtbar sind und die Gefahr nicht richtig gesehen werden kann. So wie in Berlin, wird auf den „passiven“ Impfschutz der Kommune gebaut, sollen sich doch die anderen impfen lassen, dann krieg ich es auch nicht. Wenn allerdings eine gewisse Anzahl der Geimpften unterschritten wird, wird schnell wieder hier und da eine kleine Epidemie ausbrechen. Manchmal mit schweren Folgen, siehe Berlin.
        Was Deinem Kind zugestossen ist, kann ich hier nicht beurteilen. Dass es sich um eine echte, schwere Impfkomplikation handelt, möchte ich allerdings bezweifeln. Denn diese kann man nicht mit Bioresonanz behandeln. Ich habe mir so ein Gerät in der Praxis vorführen lassen, denn die Firma möchte mir dieses gerne verkaufen. Weder die Studien noch das Gerät selbst (sendet Strom durch deinen Körper, sieht aus wie ein Lügendetektor für meine Begriffe) noch das, was der Vertreter mir da erzählte, konnten mich davon überzeugen, so einen Humbug meinen Patienten aufzuschwatzen und ihnen dafür Geld abzuknöpfen!! (Ich weiß, dass die Heilpraktiker da völlig skrupellos sind).
        Denn die Krankenkassen zahlen das nicht, ganz richtig. Die sind nämlich verpflichtet, mit dem Geld der Versicherten sorgfältig umzugehen und erlauben nur, was eindeutig Wirksamkeit beweisen konnte. Nichts desto trotz kann so eine Behandlung sicher behilflich sein, da es ja auch einen Placeboeffekt gibt und es um subjektives Wohlbefinden geht. Doch ich stehe allen, vor allem neuen, Therapien (egal ob schulmedizinisch oder alternativ) sehr kritisch gegenüber. Eine Freundin von mir hat eine 3-järhige Ausbildung als Heilpraktikerin gemacht und ich war sehr neugierig. Ich lernte sie im Medizinstudium kennen. Was sie mir erzählte, war haarsträubend. Es sei eine gute Schule (staatliche Prüfung) gewesen, aber eigentlich war die Hauptaussage dessen, was man dort lernte, wann man mit der Alternativmedizin aufhören sollte und die Patienten zum Arzt schicken. Die einzelnen Behandlungsmethoden wurden nur oberflächlich beleuchtet, auf was man sich spezialisierte nach dem Abschluss blieb einem selbst überlassen. Leider würde auch die Güte nirgendwo geprüft, da die Patienten ja eh alles auf eigener Tasche zahlen, Fortbildungen seien nicht vorgeschrieben. Deshalb wollte sie Medizin studieren, um noch mehr Sicherheit zu bekommen, auch das Richtige zu tun. Ich war geschockt.
        Der Körper hat enorme Selbstsheilungskräfte und ich sehe es als Können, diese zu wecken und zu fördern, ob das durch ein gutes Gespräch mit dem Arzt Deines Vertrauens oder einem Heilpraktiker passiert ist dabei egal.
        Akupunktur und Homöopathie im Allgemeinen (NICHT die Schüßler Salze o.ä.) und einige Phytopräparate haben ja auch bewiesen, dass sie wirken können. Die Alternativmedizin hat auch allein deshalb schon seinen Stellenwert und wird meiner Meinung nach deshalb von den Krankenkassen und dem Staat geduldet, weil damit der Ärztemangel nicht so gravierend auffällt, viele Patienten dort schon aufgefangen werden, und die richtig Kranken, dann eben einen Termin beim Arzt bekommen. Damit möchte ich nicht abwerten und einteilen in „richtig“ krank und „nicht krank“. Es gibt aber eben Dinge, die man halt nicht wegpendeln kann oder mit Candida im Stuhl oder neuerdings immer öfter Glutensensitivität erklären oder heilen kann. Und ich finde es beinahe schon unverschämt, wie mit Ängsten und dem allgemeinen „Natur heilt besser als Chemie“ (als sei Chemie nicht Teil der Natur) ganz viel Geld von den Leidenden abgezockt wird.
        Eine Patientin gar liess sich jahrelang (!) von Heilpraktikern und letztendlich von einem Geistheiler behandeln, obwohl sie einen Tumor hatte (der Gott sei Dank nicht streut und nur größer geworden war) und ich mag mir gar nicht ausmalen, was da so in den Gesprächen besprochen wurde und wieviel Geld sie ausgegeben hat mit der Hoffnung diesen Tumor durch Selbstheilungskräfte zum Verschwinden zu bringen. Sie hat sich dann doch operieren lassen und hatte Glück, dass es sich um einen vergleichsweise harmlosen Tumor handelte, weil sie sonst sicher nicht mehr am Leben gewesen wäre. Soviel zur Skrupellosigkeit einiger Alternativheiler.
        Und wer eben doch Interesse an echten Studien hat (von echten Wissenschaftlern an Unikliniken und in Forschungslaboren mit echten Patienten), sollte sich besser bei Pubmed umsehen.

        Antworten
        • Sabine Müller //

          Hallo Wibke,

          ich bekam mit 14 Jahren eine MasernImpfung. Meine Mutter hatte diese Impfung bis dahin einfach verpasst für mich beim Kinderarzt wahrzunehmen.

          12 Tage nach der Impfung wurde ich krank und bekam die Masern – natürlich in abgeschwächter Form. Es ist bis heute – ich bin inzwischen 46 – die mit Abstand schwerwiegendste Erkrankung, die ich je durchgemacht habe. (Mit großem Abstand im Ranking folgen dann einige Nierenkoliken und ein Kaiserschnitt.) Es war nur eine Impfreaktion, also die Erkrankung in abgeschwächter Form. Wie ergeht es einem Patienten, der die Masern als „richtige“ Erkrankung bekommt??

          Also, ich habe kein Verständnis für diese „Masern-Parties“ …

          Ein kritischer Kollege, hat sich, als seine Kinder geimpft werden sollten, vorab mit dem Thema auseinandergesetzt:

          Er sagte, kritisch zu bewerten, sind die 6fach-Impfstoffe. Es ist für die Babies / Kleinkinder verträglicher, diese Impfungen in sechs einzelne Gaben aufzuteilen – es sind dann jedoch fünf Pieckser mehr für´s Baby.

          Heute habe ich noch gelesen, bei der Eroberung Amerikas starben mehr Indianer an Pocken und Masern, als die Pest im Mittelalter Todesopfer in Europa forderte…

          Meine Kinder sind geimpft. Auch mit dem 6fach-Wirkstoff.

          Liebe Grüße
          Sabine

          Antworten
        • Silvia //

          Eine seriöse Ärztin würde sich nicht auf so niedrigem Niveau v
          über Heilpraktiker auslassen und Sie sogar noch als skrupellos bezeichnen.
          Wenn man sich über Bioresonanz auslässt, dann bitte keine Ammenmärchen erzählen von wegen Strom fliesst durch den Körper usw.
          Was das Thema Krebs betrifft, die Behandlung dieses Krankheitsbildes ist den Heilpraktikern nach dem Heilkundegesetz untersagt und steht bei Verstoß unter Strafe.
          Heilpraktiker nehmen ihre Patienten finanziell nicht aus, sie rechnen nach Gebürenordnung für Heilpraktiker ab. Und die Gebührenordnung wurde vom Kartellamt erstellt.
          Heilpraktiker sind ebenso wie Ärzte zur Fortbildung verpflichtet.
          Was ich mich frage, was treibt dich so viele Lügen über Heilpraktiker in die Welt zu setzten? Angst vor Konkurrenz?Patienten suchen Heilpraktiker als letzte Instanz auf, warum wohl?
          Also, bevor man einen Berufsstand verumglimpft, erst mal richtig recherchieren.
          Abgesehen davon würde ich auch niemandem das Zentrum für Gesundheit ans Herz legen.

          Antworten
          • fatzke //

            Dass das unter Strafe steht wenn Heilpraktiker Krebs behandeln macht ja auch Sinn. Das ist so ein enormes Geschäft und das würde sich die Pharmaindustrie niemals nehmen lassen. Und dass Unternehmen Einfluss auf Gesetze haben (Lobbies) dürfte jedem klar sein. Dass Heilpraktiker kein Krebs heilen könnten heisst das jedoch mit Sicherheit nicht. So dumm es klingen mag, letztlich dreht sich allen nur um das liebe Geld und nicht darum ob Menschen geholfen wird. Ich hoffe dass sich das irgendwann ändern wird durch einen Bewusstseins-Schub der gesamten Menschheit.

      • Wibke //

        @Sina
        Ich hoffe, Du bleibst kritisch und hinterfragst alles weiterhin.
        Doch hoffe ich auch, dass Du Dich dabei allumfassend informierst und nicht auf dieser „Zentrum der Gesundheits“-Seite irgendetwas unreflektiert glaubst. Diese Seite ist vornehmlich dazu da, Werbung zu machen für Produkte der ganzen mittlerweile hochkommerziellen „Alternativmedizin“.
        Alles Gute und ganz viel Gesundheit auf jeden Fall für Dich und Deine Familie!

        Antworten
      • Wibke //

        Hier noch ein sehr hilfreicher link zur Seite des Paul Ehrlich Instituts. Jede Impfreaktion und vor allem die vermuteten echten Impfschäden müssen nämlich zwingend gemeldet werden und werden hier gesammelt. Das PEI geht allerdings auf der ersten Seite auch ausdrücklich darauf ein, dass es sich bei den gemeldeten Fällen ausschließlich um Verdachtsfälle handelt. Das heisst, dass ein tatsächlicher kausaler Zusammenhang zunächst einmal nicht bewiesen ist, dass die Reaktion oder Komplikation aber zumindest in zeitlichem Zusammenhang stand.
        Wer sich mit diesem Thema ausführlich beschäftigt wird sehen, dass die von der WHO empfohlenen Impfungen alle sinnvoll sind. Auch die WHO ändert Empfehlungen aufgrund von neuen Daten ständig. So ist z.B. die BCG Impfung gegen Tuberkulose nicht mehr flächendeckend empfohlen, da a) das Risiko in gewissen Regionen wie Deutschland sehr gering ist zu erkranken und b) der Impfstoff nicht sicher und lange genug schützt, als dass man eine Impfung rechtfertigen könnte. Hier geht es u.a. auch um die Kosten für das Gesundheitssystem. Man möchte sich auf das Notwendige beschränken.

        >www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/pharmakovigilanz/uaw-datenbank/uaw-datenbank-node.html<

        Antworten
        • Heike //

          Ich möchte Wibke an dieser Stelle für ihren leidenschaftlichen Beitrag danken. Ich bin keine Medizinerin, halte aber das Zentrum für Gesundheit ebenfalls für Volksverdummung. Warum daran geglaubt wird was da alles steht mag daran liegen, das sich nach und nach im Netz, bedingt durch Algorithmen die eigentlich helfen sollen bei den Suchen, anpassen an den Suchenden, und irgendwann stolpert man nur noch über „Gleichgesinnte“ zb Impfgegner, und jeder hat schon gehört von diesem und jener Horrorgeschichte, so werden Gerüchte und definitive Falschaussagen, wie seinerzeit die Behauptung, Impfen verursache Autismus, zu Wahrheiten, obwohl selbst die welche das damals erstmalig publizierten, es zurück nahmen.

          Man muss auch bedenken, das hinter dem Zentrum der Gesundheit und anderen einschlägigen Webseiten eine riesige Geldmaschine steckt, denn mit alternativen Produkten ist sehr sehr viel Geld zu verdienen.

          Bei den einzelnen Menschen verdichten sich diese Wahrheiten, selbst wenn sie sich total widersprechen. Da geht kommt man vom Hund auf die Katze, und aus Impfen und Gluten und Milch wird eine Gedankenwelt mit Vegan, Impfschäden, esoterik bis hin zur germanischen Medizin welche auf der Seite des Kopp-Verlag pupbliziert wird, letztlich gibt es keine Heilung durch Medikamente oder eine Chemo sondern nur durch die eigene Haltung zu leben und wer krank wird macht etwas falsch.

          Da setzt es bei mir dann aus, denn irgendwann wird es militant und wir reden nicht mehr miteinander.

          OK, jetzt habe ich mich auch ausgelassen.

          Hier auf der Seite finde ich sehr gut, das ich in den Antworten von Ania zb lese, lass deinen eigenen Körper entscheiden ob du Kartoffeln verträgst.

          Danke dafür.

          Antworten
          • Anja Wagner //

            Hallo Heike und Wiebke,

            danke für euer Feedback! Euch Leser brauchen wir weiterhin auf dem Blog :)

            LG, Anja

    • Ulrike //

      Hallo liebe Wibke – ich lese die Publikationen von PubMed auch regelmäßig bin allerdings auch durchaus nicht mehr sicher ob alles was von der Wissenschaft geschrieben ist, auch wirklich „wissenschaftlich“ ist. Wie seit letztem Jahr öffentlich bekannt ist, werden 71.000 Mediziner und Forschungsinstitute – primär Chefärzte, Uni Kliniken und Ausbildungszentren sehr großzügig von der Pharmaindustrie bezahlt. Dazu mehr auf folgenden Seiten: https://correctiv.org/recherchen/euros-fuer-aerzte/datenbank/empfaenger-suche/?q=55128+Mainz+&recipient_kind=&country=DE Und da wir nun immer kränker werden und die Pharma immer mehr an uns verdient, muss ich leider sagen, glaube ich den Seiten des Zentrums für Gesundheit kein bisschen weniger als unseren hochkarätigen Chefärzten. Wirtschaftliche Interessen scheint es auf beiden Seiten zu geben – bei den Ärzten sind die Anreize leider nur VIEL Größer – Dank eines völlig kranken Anreizsystems das den Gewin mit Patienten in den Fokus stellt nicht aber Präventionen (daran verdient man ja nichts). Wenn das anders wäre, dann würden wir Informationen wie auf diesen Seiten zu Ernährung und gesunder Lebensweise erklärt bekommen. So ein Gespräch habe ich aber leider noch nie mit einem meiner Ärzte geführt. Dann lieber doch die Seiten von Nicole oder das Zentrum für Gesundheit.

      Antworten
      • Heike //

        Ich muss dem deutlich widersprechen, wir werden nicht immer kränker, wir werden immer älter, trotz Krankheiten die durch den massenhaften Konsum von Zucker und Co verursacht sind, Gegen diese Krankheiten wird medizinisch vorgegangen, mit Erfolgen von denen vor 50 Jahren noch zu träumen war.

        Was Krebs angeht, ist pro Jahrgang die Krebsrate im sinken, aber, das große ABER, wo wir bei den zb 40 jährigen statistisch weniger Krebs haben als vor 50 oder 30 Jahren, steigt der Krebs bei den Alten. Warum? Die Alten gab es in dieser Masse vor 50 oder 30 Jahren noch gar nicht, und mit steigendem Alter steigt das Krebsrisiko weil bei der permanenten Erneuerung der Zellen die Gefahr von Mutationen im Alter steigt, auch ein signifikanter Grund.

        Es ist definitiv UNWAHR das wir, so pauschal behauptet, immer kränker werden.

        Alles was ich geschrieben habe ist belegbar,

        Gefühlte Wahrheit nicht.

        Übrigens wendet sich das zentrum für Gesundheit als auch der Koppverlag gegen Chemotherapie und Pharma. Trotz aller Schattenseiten arbeiten da auch verdammt gute Leute.

        Ich selbst habe jüngst durch Krebs meine Mutter verloren ich kenne aber allein 5 Leute die den Kampf gegen den Krebs in jüngerer Zeit gewonnen haben, das sind exakt drei mehr als die zwei die ich kenne die den Kampf verloren haben.

        Das schlimmste was man verlieren kann, ist neben dem Leben, das Vertrauen in die Welt. Wenn einem jeder ans Leder will und Vernichtung ruft, ob Ärzte, Pharma, Impfungen und weiß der Himmel was ist das Leben schon allein durch die Paranoia im A. denn Paranoia fungiert als Selfdestroyer. Da braucht es keine Pharmaindustrie mehr.

        Diese Schwarz Weiß Malerei nervt mich an, wir werden alle sterben. Jawoll. Ich selbst wäre ohne Pharma wohl auch schon tot. Bei allem was Leben bedeutet, ich bin überzeugt 50% aller Menschen sind asozial im Wortsinn und treiben sich eben überall rum, wie die anderen auch, gibt es Licht und Schatten, wer nur Schatten sieht.. ist verloren. Punkt.

        Antworten
  10. Wibke //

    Ach ja und noch etwas zu den Toxinen. Wir kochen die Kartoffel nicht ohne Grund und der Toxingehalt ist eh schon sehr gering. Man kann auch gekochte Kartoffeln mit Schale ohne Probleme essen. Kartoffeln sind sogar sehr gesund für den Magen und den Darm. Wenn jemand eine Gastritis hat, also eine MAgenschleimhautentzündung, kann er seinen Magen sehr gut mit Kartoffelbrei beruhigen. Die gekochte und abgekühlte Variante der Kartoffel wird sogar als Sattmacher mit sehr niedrigem glykämischen Index (Blutzuckerspiegel steigt nicht stark an, kaum Insulinausstoss) gepriesen Stichwort resistente Stärke, die nur von den Darmbakterien aufgespalten werden kann. Also ich finde es nach weiterem Überlegen immer dubioser, dass die Kartoffel schlecht sein soll für eine gesunde Ernährung und sogar schädlich.

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  11. Wibke //

    Also ich sehe genau wie die Autorin des Artikels diese „Süßkartoffel sei besser als normale Kartoffeln“-Diskussion bzw. Paleo-Regel als sehr kritisch. Die Süßkartoffel hat wesentlich mehr Kohlehydrate als die normale Kartoffel, fällt also bei Abnehmwilligen ebenso durch und passt in kein low carb Rezept. Nährstoffe hat die normale Kartoffel ebenso, wenn nicht sogar einige mehr siehe Vit C etc. Unverträglichkeiten bei geschälten und gekochten Kartoffeln habe ich als Ärztin nie gehört. Allerdings sollte man darauf achten, wieviel und in welcher Form man die Kartoffel zu sich nimmt. Natürlich sind Bratkartoffeln und Pommes oder Chips (Fett+Kohlehydrate=sofort in den Fettspeichern eingelagert) zu meiden. Auch natürlich geht nur Kartoffelpüree selbstgemacht und nicht aus der Tüte. Aber absgesehen davon, kann man die Kartoffel als stärkehaltiges Gemüse sehen ähnlich den Karotten oder Linsen und es auch in ausgewogener Kohlehydrat-Wochenbilanz essen. Ich kann diesen Hype um die extrem teure und in meinen Augen viel zu süße Süßkartoffel nicht verstehen und finde es ernährungsphysiologisch nicht nachvollziehbar. Danke für den Artikel!!

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  12. Freddy //

    Wenn man es ernst nehmen will, sollte man doch Kartoffeln als Kohlehydratlieferant auf jeden Fall meiden oder sehe ich das falsch?

    Zumindest als Europäer. Die Kartoffel kam erst im 16. Jahrhundert aus Amerika nach Europa. Eventuell sind daher Europäer eher schlecht an die Ernährung mit Kartoffeln angepasst.

    Auch ihr Alter wird nach Wikipedia gerade mal auf 13.000 Jahre geschätzt.

    Seitdem ich sie weglasse, gehts mir auf jeden Fall prächtig.

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  13. Manu //

    Also meine Eltern kommen ja aus Rumänien und es ging ihnen wie einigen anderen hier auch, dass sie meistens nur Kartoffeln oder Mais zum Essen hatten. Dementsprechend bin ich an Kartoffeln gewöhnt. Nach drei Wochen strikter Enthaltung (*schwitz*) habe ich sie wieder eingeführt und Gott sei Dank vertrage ich sie, denn nichts ist besser an verregneten, kalten Tagen als eine selbstgemachte Kartoffelsuppe. =) (mit eigenen angebauten Kartoffel natürlich)
    Aber da ich ja primär abnehmen möchte, musste ich meiner Oma erstmal beibringen, dass ich im Moment nicht so viel Kartoffeln essen darf. ;)

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  14. rascal //

    Ich habe vor drei Jahren angefangen, mich mehr oder weniger basisch zu ernähren, da sind Kartoffeln das einzig zulässige KH. Hier steht, dass man sie weglassen sollte, wenn man abnehmen will. Das kann ich leider nicht bestätigen, ich habe sie fast jeden Tag gegessen und auch oft abends, sie haben im Gegensatz zu Reis, Nudeln, Brot etc einen sehr geringen KH-Anteil und ich habe dadurch gute 5-6 Kilo abgenommen. Ich denke, wenn man sie gut verträgt, also keine Magenprobleme dadurch bekommt, kann man sie auch essen. Und ich esse sie sogar meistens mit Schale. Allerdings auch nur Bio-Kartoffeln und ungesalzen. Jeder sollte selber schauen, wie er damit zurecht kommt und ob er sie in die Paleo-Ernährung einbauen will. Auf jeden Fall sind Kartoffeln oder Süßkartoffeln eine Alternative zu den ganzen Getreideprodukten mit viel KH-Anteil. Es muss ja auch nicht jeden Tag sein.

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  15. El Eggs //

    Wenn die Kartoffeln und abkühlen wird doch resistente Stärke ausgebildet und der Kohlenhydratanteil geht stark zurück. Dann wäre das Argument gegen Kartoffeln beim Abnehmen umgekehrt. Wie ist es dann mit den Toxinen? Ändern die sich auch?

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    • Hank R. //

      Der Kohlenhydratanteil geht NICHT stark zurück! Resistente Stärke kann erst im Dickdarm aufgespalten und verdaut werden und zwar von den dort angesiedelten Bakterien und dient somit als Bakterienfutter. Sehr wichtig für die Darmgesundheit.
      Dadurch hat die RS keinen Einfluss auf den Insulinspiegel. Das ist alles.
      Toxine werden eher während der Fermentation abgebaut als durch kochen.

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  16. Carola //

    Ich weiß erst seit zwei Tagen von der Paläo-Ernährung und es leuchtete mir nicht ein, weshalb die Kartoffel so gemieden wurde.
    Danke für diesen Artikel!

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    • Hank R. //

      Es gibt eigentlich nur einen Grund sie zu meiden: Unverträglichkeit. Wenn Du mit Nachtschichten keine Probleme hast oder aus gesundheitlichen Gründen auf strengen AIP-Pfaden wandeln musst, gibt es keinen Grund sie zu meiden. Allerdings immer schön schälen und eher wie Nüsse verzehren. Wenig und selten ;)

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  17. Munchner //

    RESISTENTE STÄRKE! Kartoffeln sind gesund. So heißt es immer wieder. Auch wenn sie ordentlich Kalium und Magnesium liefert, was sie zu einem basischen Nahrungsmittel macht. Eiweiß enthält sie nur in Spuren. Und frisch gekocht lässt sie den Insulinspiegel ansteigen wie eine Silvesterrakete zu Neujahr. Doch jetzt kommt`s: wenn die tolle Knolle nach dem Kochen oder Braten wieder erkaltet, bildet sich „resistente Stärke“ (oder noch genauer: retrogradierte Stärke). Die Kartoffelstärke bildet eine kristalline Struktur. Und an der beißen sich die Verdauungsenzyme die Zähnchen aus. Dadurch schnellt der Blutzuckerspiegel nicht durch die (Bauch)decke und macht somit länger satt. Wer also Beilagen braucht, profitiert von coolen Erdäpfeln, wenn sie schon mal heiß waren. Ich probiere das mal mit Pommes und lutsche die tiefgekühlt. Nein, quatsch: Auch wenn die Knolle und deren Derivate dann wieder erhitzt werden, bleibt dieser Verzögerungseffekt bestehen.
    D.h. Pellkartoffeln tag vorher kochen, über Nacht erkalten lassen und am nächsten Tag weiter verarbeiten.
    Blöd nur: Lektine, Saponine und Protease-Hemmer (Kunnitz-Faktoren) in der Kartoffel. Da freut sich der Darm und das exokrine Pankreas.

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    • kiki //

      Bin Diabetikerin. Egal ob frisch gekocht oder vom Vortag, ich muss die gleiche Menge an Insulin spritzen….macht also keinen Unterschied

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  18. Helena //

    Hallo :)
    ich folge der Paleo-Ernährung schon ein paar Wochen und bin absolut begeistert. Ich fühle mich ausgeglichen und habe keine Heißhungerattacken mehr.
    Trotzdem sind „normale“ Kartoffeln für mich ein fester Bestandteil. Zu Hause gab es bei uns früher „die gute alte Hausmannskost“ mit sehr vielen Kartoffeln, in allen Formen. Sie schmecken mir einfach unheimlich gut, sie machen satt und ich kann keine negativen Effekte erkennen. Süßkartoffeln schmecken mir auch, aber die benutze ich nur für eigene Rezepte, nicht als Kartoffel-Ersatz. Das schmeckt einfach anders.
    Ich bin sehr schlank, trotz Kartoffeln. Wer abnehmen möchte, sollte meiner Meinung nach am Abend auf Kohlenhydrate (also auch auf Kartoffeln) verzichten.

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  19. Martina //

    Seit 5 Monaten folge ich dem Paleo Autoimmunprotokoll. Da darf man nur Süsskartoffeln, welche ich gut vertage. Habe 2x versucht weisse Kartoffeln einzuführen und beide Male heftige Magenprobleme bekommen – wie auch bei den anderen Nachtschattengewächse. Ist schon komisch dass ich dies früher unter normaler Zivilisationsernährung NIE bemerkt hatte. Ich habe gelesen, dass Nachtschattengewächse von Lateinamerikanern viel besser vertragen werden als von Asiaten oder Europäisch stämmigen Menschen, da diese schon viel länger Teil derer Ernährung ist.

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    • Dr. Joachim Koch //

      Martina, das mit der Statistik ist ja so eine Sache. Tatsächlich scheint es so zu sein, dass es in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen einen unterschiedlichen Prozentsatz an Menschen gibt, die bestimmte Nahrungsmittel nicht vertragen. In Asien ist beispielsweise die Laktoseintoleranz viel häufiger als in Europa. Das führt (leider) oft dazu, dass in Büchern über gesunde Ernährung, z.B. aus der chinesischen Medizin zum Verzicht auf Milchprodukte geraten wird. Woran das immer alles genau liegt ist schwer zu beantworten. Fest steht aber, dass jeder Mensch durchaus auch der einzige in seiner Gruppe sein kann, der ein Nahrungsmittel verträgt oder eben nicht verträgt. Richtig müsste es also heißen, dass die Quote der Menschen, die Nachtschattengewächse vertragen in Lateinamerika höher ist als die in Europa. Den intoleranten Lateinamerikaner gibt es aber genauso wie den toleranten Europäer.

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  20. Alexander //

    Nach diesem Beitrag ist mir nicht wirklich klar, warum Süßkartoffeln in der Paleo-Ernährung legitimer sind, als weiße Kartoffeln. Gerade wenn ich mich auf das Kochbuch beziehe… dort wird einem der Eindruck vermittelt, dass Süßkartoffeln unbedenklich sind, auch für den 30-Tage-Plan. Währenddessen weiße Kartoffeln, wenn überhaupt, nur für schlanke und besonders aktive Menschen geeignet sein sollen. Ich bin jetzt etwas verwirrt.

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    • Lars Müller //

      Hallo Alex, Süßkartoffeln sind einfach nährstoffreicher als weiße Kartoffeln. Wenn dein Ziel das Abnehmen ist, dann raten wir dir von einem übermäßigen Konsum ab ;)

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      • Alexander //

        Hallo Lars, danke für dein Antwort. Aber hier im Beitrag steht, dass man eben nicht eindeutig generell sagen kann, dass Süßkartoffeln nährstoffreicher sind.
        Bei Wikipedia werden die Sorten mit ihren Nährstoffangaben gegenüber gestellt und da fällt insbesondere auf, dass Süßkartoffeln einen hohen Anteil an Vitamin A und Beta-Carotin haben. Demgegenüber besitzen weiße Kartoffeln mehr Vitamin C. Bei weiteren Nährstoffen sind die Unterschiede eher marginal. Da ist halt die Frage, was man höher gewichtet.
        Ansosnten aber gut zu wissen, dass man auch bei Süßkartoffeln den Konsum gering halten sollte, wenn man abnehmen möchte.

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        • Hank R. //

          Hallo Alexander. Weiße Kartoffeln sind unlängst von den Entwicklern des „30-Tage-Programms“ (auch als Whole30 bekannt), Dallas und Melissa Hartwig, zum sogenannten „real Food“ und somit zu einem Lebensmittel erhoben worden, das mehr Vor- als Nachteile bringt. Immer unter der Voraussetzung, dass keine Unverträglichkeit gegen Nachtschatten bestehen, kannst Du geschälte (!) Kartoffeln ab und zu durchaus nutzen. Besonders die weiter oben schon angesprochene resistente Stärke erfreut den Darm.

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  21. rolf bichsel //

    in meiner kindheit, in der schweiz,waren alle lebensmittel rationiert,fleisch höchsten einmal die woche, und kaum erschwinglich,nur kartoffeln waren unbegrenzt käuflich,und darum haben wir die hungerjahre des krieges überlebt

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    • Walti //

      Genau zu dieser Generation gehöre ich auch. Unser Garten war voll von Kartoffeln. Die musste man sogar anbauen! Wir haben nie gehungert, aber nach Paleo müssten wir schon lange sehr, sehr krank sein. :-)

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  22. Uwe //

    Ah, danke! Ich habe nämlich einmal gelesen dass man bei Kriegsverletzten bei denen der Darm sichtbar war beobachten konnte, dass Essen in der gegessenen Reihenfolge verdaut wird…
    Eine andere Frage: ein Freund von mir ernährt sich nach Paleo. Seiner Meinung nach ist der Mensch in der Vergangenheit oft Hungersnöten ausgesetzt gewesen. Deshalb isst er nur einmal am Tag. Dann aber soviel, dass er jetzt langsam einen Bauchansatz bekommt. Liegt das daran dass er einfach zuviel isst oder auch daran dass er alles auf einmal isst? Eigentlich sollte man ja annehmen dass die Gesamtkalorienzufuhr maßgeblich ist.

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  23. Christina Fisch //

    ich möchte gern noch hinzufügen, dass die Auswirkung eines Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel auch immer davon abhängt, wie sich die Mahlzeit zusammensetzt. Proteine und Fett senken den Glykämischen Index in der Regel. Kartoffeln werden selten pur gegessen, sonder beispielsweise mit Fisch oder Fleisch kombiniert, welches beide protein- und, je nach Auswahl, auch fettreiche Produkte sind.
    Beste Grüße
    Christina

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    • Uwe //

      Ist es eigentlich so, dass man bei einer Mahlzeit nicht viele Kohlenhydrate zusammen mit viel Fett essen sollte? Ich habe gehört dass dann zuerst die Kohlenhydrate verarbeitet werden und das überschüssige Fett angelegt wird vom Körper. Wieder andere Quellen behaupten dass die Nahrung in der Reihenfolge verdaut werden wie sie gegessen werden. Deshalb solle man erst Salat und Obst etc. essen, da er andernfalls auf der restlichen Nahrung quasi liegt und dort anfängt zu gären… die ganzen unterschiedlichen Studien und Forschungen können einen so sehr verunsichern dass man garnicht mehr weiß was man essen soll.

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      • Carolin Schlumprecht //

        Die Nahrung wird nach der Aufnahme bereits das erste Mal im Mund und später im Magen verdaut. Dabei- und das ist richtig- mit speziellem Augenmerk auf Kohlenhydrate. Dann aber wird der ganze Nahrungsbrei vermischt und über den sogenannten Magenpylorus, der wie eine kleine Öffnung aus dem Magen heraus ist, in den Darm transportiert. Dort wird der Nahrungsbrei, der inzwischen ein absolutes Wirrwarr aus allen aufgenommenen Nährstoffen ist, verdaut. Folglich gibt es keine wirkliche Reihenfolge in der Verdauung und auch keine Bevorzugung von Nährstoffen. Wichtig ist nur: was zu viel ist, wird zu Fett- egal ob es vorher schon Fett war oder nicht.

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          • Sola //

            Diese Information über die Reihenfolge der Verdauung unter Verweis auf den Arzt Dr. Stanley und die Beobachtung an Kriegsverletzten habe ich im Internet bis jetzt nur auf dieser Internetseite (Zentrum der Gesundheit) gesehen. Wenn tatsächlich etwas daran wäre, was ja unglaublich interessant wäre, warum gibt es nicht mehr Wissenschaftler und Studien, die sich damit beschäftigen? *kopfkratz*…

          • Munchner //

            Hallo Sola,
            da gebe ich Dir Recht. Zentrum-der-gesundheit ist keine gute Referenz, das sie nicht objektiv sind und polarisieren.
            Aber interessant wäre das schon, ob es wirklich so ist.
            Grüße aus Muc

        • fatzke //

          Wer ist bitte nicht subjektiv und verfolgt keine eigenen Interessen heutzutage? Da gibts nicht viele. Oft weiß man garnicht welche Geldgeber hinter Studien stecken. Traurig aber wahr. Da bleibt wohl oft nur der gesunde Menschenverstand bzw. Eigenversuche. Mann kann ja einfach mal versuchen den Salat nach dem schweren Fleisch zu essen und dann einen Liter zu trinken und das vergleichen mit der umgekehrten Reihenfolge. Das sollte schon aufschlussreich sein. Wenn das Fleisch den Zugang „verstopft“ sollte der Salat anfangen zu „gären“ weil er oben drauf liegt. Wenn sich alles gleichmäßig vermischt sollte garnichts passieren oder?

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  24. Dennis //

    Hi Zusammen

    Ist der Unterschied des glyämischen Indexes nicht auch entscheidend?!

    Gruß Dennis

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    • Anna Martin //

      Hallo Dennis,

      ja, den glykämischen Index (GI) könnte man durchaus berücksichtigen. Bei Süßkartoffeln beträgt er etwa 50. Bei weißen Kartoffeln sind es um die 70. Natürlich führt dies dementsprechend zu einem höheren/schnelleren Anstieg des Blutzuckerspiegels. Wobei das nicht immer entscheidend ist. Selbst gekochte Karotten haben einen GI von 85. Besser ist es, man bezieht sich auf die Glykämische Last. Dieser Wert gibt (wie auch der GI) Informationen über den verursachten Blutzuckeranstieg, bezieht sich aber auf 100 g des Lebensmittels. Die Glykämische Last der eben genannten Nahrungsmittel sieht dann so aus:
      Süßkartoffeln: 12
      Weiße Kartoffeln: 10
      Karotten: 3
      Das heißt, wie im Artikel erwähnt, ist es schwierig, einen klaren Sieger im Kartoffel-Duell ausfindig zu machen!
      Ich hoffe, das hat dir geholfen!
      LG Anna :)

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  25. Frija //

    Sehr interessanter Artikel, der auch die Süßkartoffel kritisch beleuchtet. Ich war immer von dem Punkt ausgegangen, dass Kartoffeln bei Paleo nicht auf den Teller gehören, zu viel Stärke, zu viele bzw. die „falschen“ Kohlenhydrate (ich bring das mit den lang- und kurzkettigen immer durcheinander). Daher hab ich sie gestrichen, auch wenn ich Kartoffeln sehr gerne mochte und Kartoffelbrei mein typisches „geht immer“ Essen war. Süßkartoffeln hatte ich vor Jahren mal probiert und überhaupt nicht gemocht, weswegen ich sie jetzt auch im Laden liegen ließ und ich stelle fest: richtig so! Denn ich finde, dass der Artikel zeigt, wie ähnlich sich die beiden Arten sind. Ich denke, ich werde die Kartoffel weiterhin meiden bzw. nur mal als Ausnahme essen.

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  26. Beatrix Willius //

    Was heißt denn genau „Arthritis kann sich verschlimmern“? Ist der Umkehrschluß richtig, daß eine Arthritis besser wird ohne Kartoffeln etc?

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    • Anna Martin //

      Hallo Beatrix,
      In der Wissenschaft kam man bezüglich des Zusammenhangs zwischen Arthritis und Nachtschattengewächsen als Nahrungspflanzen zu dem Schluss, dass die in Nachtschattengewächsen enthaltenen Alkaloide den Knochen Calcium entziehen, das dann an den Gelenken, im Gewebe und an Blutgefäßen ablagert wird. Das kann eine bestehende Arthritis verstärken. Ob Nachtschattengewächse ursächlich für die Krankheit sind, ist unklar. Es gibt ambivalente Meinungen. Durch das Weglassen eben dieser Nahrungsmittel kann man aber selbst gut herausfinden, ob sich Beschwerden bessern oder nicht. Ich denke, bereits ein 30 tägiger Verzicht könnte hier erste Einschätzungen ermöglichen.
      Ich hoffe, das hilft dir weiter!
      Anna :-)

      Antworten
    • Hank R. //

      Wenn Du sensitiv auf Nachtschattengewächse reagierst und and einer rheumatischen Arthritis leidest, kann ein Verzicht durchaus eine Besserung mit sich bringen. Wenn Du allerdings an einer Arthritis leidest, solltest Du ohnehin dem AIP folgen und da sind Nachtschatten bekanntlich ausgeschlossen.

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