Wie viel Nüsse sind gesund?

Nüsse und Samen sind in der Paleo Ernährung sehr beliebt. Sie eignen sich hervorragend als Snack für zwischendurch oder auch zum mitnehmen. Doch sind Nüsse gesund?

Nüsse enthalten viel gutes Fett und auch eine große Bandbreite an gesunden Mineralien und Vitaminen. Dennoch gibt es zwei kritische Faktoren, die beim Nusskonsum berücksichtigt werden müssen. Zum einen der relativ hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA – Polyunsaturated Fats) und zum anderen die Menge an Phytinsäure.

In diesem Artikel erfährst du

  1. Warum Nüsse so gut für uns sind.
  2. Aber auch warum zu viele Nüsse in der Ernährung schlecht für uns sind.
  3. Wie man genussvoll – und gesundheitlich sinnvolle Mengen – Nüsse isst.

Nüsse wie viel

Omega-3 vs. Omega-6 in Nüssen

Einer Ernährung, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist, spricht man viele gesundheitliche Vorteile zu, sowohl für das Herz-Kreislauf System als auch für das allgemeine Befinden.

Besonders wichtig scheint das Verhältnis der Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Ideal ist ein Verhältnis (Omega-3 : Omega-6) von 1:1 bis 1:3-5  in der Nahrung.

Das bedeutet: Unser Körper benötigt sowohl Omega-6 als auch Omega-3 Fettsäuren, denn sie spielen bei dem Aufbau von Zell-Strukturen und bei der Regulation des Immunsystems eine Rolle.

Nehmen wir die Fettsäuren in einem ungünstigen Verhältnis zu uns, haben es entzündungsfördernde Prozesse in unserem Körper leichter – was uns auf lange Sicht schadet und chronische Krankheiten fördern kann.

Die klassische westliche Ernährungsweise ist geprägt von einem hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren in der Ernährung. Sie erreicht ein Verhältnis von 17:1 bis 20:1.

Die Paleo Ernährung achtet daher darauf die Aufnahme der gesunden Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen und die der Omega-6-Fettsäuren zu reduzieren.

Einige Pflanzenöle wie Sonnenblumenöl, Sojaöl und Distelöl sind sehr Omega-6-reich – und kommen uns daher nicht in die Küche. Fertig-Nahrungsmittel werden teilweise mit Sonnenblumenöl hergestellt – ein Grund mehr diese zu meiden.

Nüsse sind naturbelassene Lebensmittel und sind für viele ein regelmäßig verzehrter Bestandteil der Paleo-Ernährung. Allgemein sagt man: Eine Handvoll Nüsse, am besten verschiedene Sorten, können einen positiven Einfluss auf unseren Körper haben.

Im Verhältnis zu ihrem Energie-Gehalt sättigen sie aber weniger gut – sie zur Nahrungsgrundlage zu machen, empfiehlt sich daher weniger. Zudem haben Nüsse einen hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren. Ein weiterer Grund um den Konsum von Nüssen nicht zu übertreiben.

Alle Angaben in g / 100 g

SortePUFAOmega 6Omega 3
Cashew7,87,80
Haselnuss7,97,80,1
KŸürbiskerne20,920,70,2
Leinsamen28,722,85,9
Macadamia1,51,30,2
Mandel12,112,10
Marone0,90,70,09
Paranuss20,620,50,1
Pekannuss21,620,61
Pinienkerne34,133,60,11
Pistazie13,213,10,1
Sesamsamen21,821,40,4
Sonnenblumenkerne23,1230,7
Walnuss47,2389

Phytinsäure in Nüssen

Ein weiterer kritischer Inhaltsstoff der Nüsse ist die Phytinsäure. Sie tritt auch vermehrt in Vollkorn, Hülsenfrüchten und Soja auf, bindet mit Lebensmitteln aufgenommene Mineralien (z.B. Eisen, Magnesium, Zink, etc.) und verhindert, insofern die Phytinsäure nicht abgebaut wird und die Mineralien „freigibt“, deren Aufnahme im Verdauungstrakt.

Wichtig ist: Dabei werden keine Mineralien gebunden, die bereits den Verdauungstrakt durchlaufen haben.

Jedoch sollte man beim täglichen Konsum von Nüssen den Gehalt an Phytinsäure im Hinterkopf behalten. Der menschliche Körper kommt mit ca. 100 bis 400 mg Phytinsäure am Tag ohne Probleme zurecht. Was weiterhin interessant ist: man spricht Phytinsäure sogar positive Eigenschaften zum Beispiel für die Darmzellen zu.

Wer den Anteil von Phytinsäure verringern möchte, hat die Möglichkeit die Nüsse über Nacht in Wasser einzuweichen. Wird das Enzym Phytase ausreichend aktiv, wird durch den Abbau von Phytinsäure die Verfügbarkeit der Mineralien für uns erhöht.

Zudem lassen sich die Nüsse anschließend leichter verarbeiten – das ist zum Beispiel sehr praktisch wenn man Mandelmilch selber herstellen möchte.

Sind Erdnüsse Paleo?

Erdnüsse sind technisch gesehen keine Nüsse sondern gehören zu den Hülsenfrüchten. Hülsenfrüchte sind kein Grundbestandteil der Paleo Ernährung. Beachtet man jedoch einige Dinge können Hülsenfrüchte entsprechend vorbereitet zu deiner Paleo Ernährung gehören.

Erdnüsse enthalten natürlicherweise relevante Mengen an Lektinen, welche wiederum ua. schädlich für den Verdauungstrakt sein können. Durch Erhitzen (z.B. Rösten) können die Lektine unschädlicher gemacht werden.

Unserer Erfahrung nach lohnt es sich, zumindest für 30 Tage auf Hülsenfrüchte zu verzichten.

Wie viel Nüsse darf ich essen?

Wie so oft gilt, die Dosis macht das Gift. Nüsse in maßvollen Mengen sind völlig in Ordnung (eine Handvoll am Tag) und können Bestandteil einer gesunden Ernährung sein.

Welche Nüsse gegessen werden, kann einen Unterschied machen. So ist die Macadamia Nuss aufgrund ihres geringen Gehalts an Phytinsäure und dank des hohen Gehalts an einfach ungesättigten Fettsäuren der König unter den Nüssen. Bei der Walnuss kann man hingegen mehr aufpassen.

>> Unseren Liebling, die Macadamia Nuss, online bestellen.

Ein kurzes Gedankenexperiment:

Im Hinterkopf behalten kann man, wie man zu Zeiten der Jäger und Sammler zum Verzehr von Nüssen gekommen ist. Diese gab es mit Sicherheit nicht fertig geknackt und gesalzen in 125g-Packungen an jeder Ecke zu kaufen. Wer einmal Mandel oder eine Macadamia Nuss per Hand geknackt hat, kann sich vorstellen, wie hoch der Konsum von Nüssen früher war.

Vielleicht hilft diese Vorstellung den Nuss-Konsum einzuschränken – dafür aber umso mehr zu genießen.

Fazit – Nüsse mit Vorsicht genießen

Um zu unserer Ausgangsfrage zurückzukehren: Sind Nüsse gesund? Ja!

(Bei einer Nussallergie beantwortet sich die Frage natürlich anders – wir haben für dich unsere nussfreien Rezepte gesammelt)

Obwohl Nüsse voller Mineralien und Vitamine stecken, sollte ihr Konsum nicht übertrieben werden. Eine Handvoll am Tag ist ein guter Richtwert. Das heißt nicht, dass jeden Tag eine Handvoll Nüsse gegessen werden muss – oder dass es schlimm ist, mal einen Tag zwei oder drei Handvoll zu essen.

Nüsse enthalten einen relativ hohen Anteil an Phytinsäure, welches die Aufnahme von wichtigen Mineralien beeinträchtigen kann. Isst man viel Gemüse und auch Obst (was für eine Paleo Ernährung typisch ist) versorgt man sich in der Regel bereits mit ausreichend Mikro-Nährstoffen. Und wie wir bereits feststellten: das Molekül Phytinsäure kann sogar positive Eigenschaften auf unseren Körper haben.

Des Weiteren haben viele Nüsse einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten und Omega 6 Fettsäuren, deren Konsum gering gehalten werden sollte. Positiv hervorzuheben sind Macadamia Nüsse – sie haben unter den Nuss-„Konkurrenten“ die günstigste Fettsäurezusammensetzung. Verzichtest du auf Omega-6 reiche Lebensmittel  (wie Sonnenblumenöl, Sojaöl, Fertig-Nahrungsmittel und eben auch zu viel Nüsse und Samen) unterstützt du dein Immunsystem mehr, als du es womöglich vermutest. Fettreicher Fisch gilt als eine gute Quelle von Omega 3 Fettsäuren sein und trägt zu einem besseren Verhältnis der Omega-Fettsäuren zueinander bei.

Nüsse können auch mit Aflatoxinen belastet sein. Womöglich überwiegen die Vorteile der Nüsse den Nachteilen – um dies zu gewährleisten ist die maximale Handvoll Nüsse pro Tag ein guter Richtwert. Hin und wieder ein paar „nussfreie“ Wochen (im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung) einzubauen ist sicher auch nicht verkehrt.

Auch wenn Paleo-Nachbauten (wie der Mangokuchen und Obst-Blechkuchen) besonders gut schmecken – oftmals verzehrt man mit einem Stück bereits die empfohlene Menge einer Handvoll Nüsse. Denn: Der Teig von paleofreundlichen Kuchen besteht oftmals aus gemahlenen Nüssen.

Die Fettsäuren gemahlener Nüsse sind zum einen anfälliger für Verderb (sogenanntes ranzig werden), zum anderen werden diese Prozesse durch das Erhitzen der Nuss-Teige im Backofen gefördert.

„Nachbauten“ sind also etwas für besondere Anlässe, wie Geburtstage – dafür genießen wir sie dann besonders :) Weitere Gedanken zum Thema Nachbauten haben wir in dem Artikel 4 Jahre Paleo – ein Fazit untergebracht.

Auch Paranüsse können in maßvollen Mengen verzehrt sinnvoll sein, da sie relativ reich an dem Spurenelement Selen sind. Schilddrüsenunterfunktionen (auch Hashimoto) können auf einen Selen-Mangel hinweisen. (Wusstest du: Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, deren Symptome durch eine individuell passende Ernährung beeinflusst werden kann.)

Bewerte diesen Beitrag:

Geschrieben von Nico

Nico hat sich mit Paleo360 den Traum erfüllt, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. In seinem Alltag dreht sich sehr viel um Gesundheit und Fitness. Und da er auch ein Genießer ist, darf das Kochen natürlich nicht zu kurz kommen. Wenn die Möglichkeit besteht, verbringt er viel Zeit beim Wandern und Bergsteigen in den nahegelegenen Alpen. Nico auf Google+
Mehr Artikel von Nico lesen

Diskutiere mit uns

51 Kommentare

Jetzt kommentieren
  1. Philip //

    Überall liest man „eine Handvoll“ – Was ist das in Gramm? ‚“Schließe“ ich die Hand oder packe ich so viel rein, wie in die hohle Hand passt?….

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Die Handvoll Nüsse pro Tag ist eine grobe Richtlinie – es schadet auch nicht einmal 100 g Nüsse zu essen, wenn solche Mengen gut verträgt. LG, Anja

      Antworten
  2. Elmar //

    Kann mal bitte jemand eine Konkrete Angabe machen, und nicht immer von einer Hand voll reden? .. :) Da ist ja Abhängig von der Handgröße von 20g – 100 g alles möglich.. :)

    Ich esse denke ich sehr viele Nüsse. Allein wenn man bedenkt das ich mit meinem ca.1 Kg Paleo Müsli ca 2 Wochen auskomme, und ca jeden 2ten Tag Müsli esse, komme ich ja auf ca. 120g pro „Nuss Mahlzeit“. Das ist ja laut dieser Therio dann viel zu viel wenn ich das richtig verstehe. Dazu kommt das ich extrem auf das Bananenbrot stehe, und da immer 250 Nüsse reinhaue. Das mach ich mir ca. 1 mal pro Woche ( könnte aber eher drauf verzichten als auf Müsli ).

    Ich denke ihr versteht meine Verwirrung^^

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Ich denke mit 20 bis maximal 50 g Nüsse pro Tag kannst du wenig falsch machen :)

      LG, Anja

      Antworten
  3. Claudia //

    Jetzt bin ich verwirrt. Es steht die Walnuss hat einen hohen Anteil an Phytinsäure aber in den Beispielen oben steht die Cashew Nuss mit 1866 mg und die Walnuss mit 760. Also wäre die Walnuss ja besser als die Cashew

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Claudia,

      du hast Recht – da stimmt etwas nicht. Wir haben den Artikel zur Überarbeitung abgespeichert.

      LG, Anja

      Antworten
  4. Gustav //

    Bei einigen Studien bzw. Artikeln muss man aufpassen woran geglaubt wird. Einige gehen davon aus, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren gesund sind und andere, dass einfach ungesättigte Fettsäuren gesund sind. Je nach dem können die Ergebnisse variieren.

    Antworten
    • Simon Hirschhofer //

      Ich denke, dass immer die Menge das Gift macht. Man spricht ja auch davon, dass Phytinsäure in gewissen Mengen sehr förderlich für die Gesundheit ist.

      Antworten
  5. Simon Hirschhofer //

    Ihr solltet einmal Hanfkerne untersuchen – die sind, was Mineralien und Fettsäuren angeht top.
    Und dann hätte ich noch etwas – wie wäre es mit einer Anleitung zum Einweichen und wieder Trocknen (Aktivieren) von Nüssen und Saaten? Und vielleicht wisst ihr, wie viel Phytinsäure genau dadurch abgebaut werden kann…

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Simon,

      du gibst echt guten Input :P Hanf ist womöglich wirklich interessant.

      Ich glaube das Einweichen und wieder trocknen von Nüssen und Saaten sollte man nicht zuuu kompliziert machen.
      Nüsse am besten über Nacht (etwa 8 h) einweichen und anschließend bei 20°C trocknen lassen. Je nach Phytase-Gehalt und Aktivität wird entsprechend Phytinsäure abgebaut – weiß gar nicht ob das jemand schon mal ganz genau gemessen hat. Bei Naturprodukten kann man eh meistens schwierig Aussagen treffen.

      Für die Fettsäureverteilung in Leinsamen findet man durchaus unterschiedliche Angaben. Denke aber, dass sie zu einer gesunden Ernährung auch im Hinblick auf die Fettsäuren gehören können :)

      LG, Anja

      Antworten
      • Simon Hirschhofer //

        Danke… Ich hab mir eben gerade einen Dörrex gekauft, weil ich so super gerne Nüsse habe (Pro Tag mindestens 30 g). Ich brauche die Kalorien auch, da ich sportlich sehr aktiv bin und Nahrung eher schlecht verwerte.
        Im Backofen die Nüsse zu trocknen funktioniert leider nicht so gut, da man die Temperatur nur ungenau justieren kann und es dann schnell zu heiss ist (daraus folgt dann das Problem mit Transfetten, Abbau von Vitaminen, etc.).

        Ich würde mich freuen, wenn ihr die Hanfsamen noch nachträglich im Artikel einfügen könntet – dieses Superfood wird nämlich leider immer noch unterschätzt und links liegen gelassen…

        Antworten
  6. Daniel //

    Der Beitrag zu den Walnüssen stimmt komplett gar nicht wie er hier geschildert wird.
    Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben den gesundheitlichen Nutzen von Walnüssen belegt. Auf dieser Grundlage hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im Mai 2012 folgende Aussage für Walnüsse als einen von 222 genehmigten Health Claims zugelassen: „Walnüsse tragen dazu bei die Elastizität der Blutgefäße zu verbessern“. Die Elastizität der Blutgefäße ist wichtig für den Blutfluss und die Funktion der Blutgefäße, was wiederum Einfluss auf die Herzkreislaufgesundheit hat. Der gesundheitsförderliche Effekt wird durch den täglichen Verzehr von 30 g Walnüssen (ca. eine Handvoll) erreicht.
    Darüber hinaus haben kalifornische Walnüsse ein gutes Fettsäureprofil: Mit 2,7 g pro 30 g Portion, haben Walnüsse einen besonders hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure. Die Walnuss ist die einzige Nuss mit einem signifikanten Anteil. Alpha-Linolensäure ist eine essentielle Omega-3 Fettsäure, die der Körper nicht selbst produziert und daher mit der Nahrung aufnehmen muss. Die EFSA hat zudem bestätigt, dass Alpha-Linolensäure zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut beitragen kann. Auch Cholesterin kann Einfluss auf die Herzkreislaufgesundheit haben.

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Daniel,

      das stimmt – eine tägliche Portion Nüsse ist nachweislich gesund. Auch Walnüsse gehören dazu. Die Einschätzungen der EFSA zweifeln wir auch nicht an.

      Wir haben die Erfahrung gemacht, dass einige mit der Paleo-Ernährung zu viele Nüsse verzehren. Bezüglich der Fettsäuren in der Walnuss (sicherlich auch variabel zwischen den Sorten/Wachstumsbedingungen) ist ein Überkonsum etwas kritischer zu bewerten.

      Danke für deinen Input!

      LG, Anja

      Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Simon,

      danke für dein Feedback. Wir überprüfen das.

      LG, Anja

      Antworten
  7. Birgit //

    Walnüsse haben einen vergleichsweise hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Trotzdem wird ihr Fettsäureprofil als kritisch bezeichnet.

    Wie passt das zusammen?

    Antworten
  8. Christine //

    Was ist mit Mandelmehl bzw. gemahlenen Mandeln und Kokosmehl – beides kommt in vielen Rezepten vor – besonders beim Brotersatz – wie verhält es sich hier mit den „Giften“ und mit der Intention „abzunehmen“?

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo Christine,

      bei gemahlenen Mandeln verhält es sich wie mit ganzen Nüssen, weswegen du auch von daraus Gebackenem (Brot, Kuchen etc) nicht zuviel essen solltest! Mandelmehl und Kokosmehl gibt es auch entölt, weswegen diese nicht ganz so in die Fett-/Kalorienbilanz einschlagen, nichtsdestotrotz gilt auch hier: Nicht zu viel davon naschen!

      LG Malika

      Antworten
      • Christine //

        Und das gleiche gilt dann wohl für Mandelmich und Haselnussmilch? (aus eigener Herstellung)

        Antworten
  9. David //

    Wer jeden Tag, Mandel oder Sesam Samen ist, wenig aber jeden Tag, ist also auf einem ungesunden Weg?

    So habe ich das Verstanden.

    Wer dies nun aber noch ueber nacht in das Wasser legt, kann eigentlich nicht auf einem ungesunden Weg sein.

    Bitter helfen Sie mir da weiter denn es kommt mir im Text wiederspruechlich vor.
    Nusser sehr gesund aber in massen, aber nicht jeden Tag ^^ Die Dosis macht aber doch das Gift, wer jeden Tag ein paar Stuecken Mandel ist, kann kaum eine Ueberdosis kriegen.

    Bitte korriegieren sie mich wenn ich falsch liege.

    Antworten
  10. Gaby //

    Ich habe (wohl wegen der Wechseljahre) eine Schilddrüsen Unterfunktion und alle raten mir Selen via Paranüssen zu mir zu nehmen.
    Frage; Wieviel darf ich bei einem Gewicht von derzeit 78 kg zu mir nehmen wenn ich doch auch Abnehmen möchte?
    Gruß Gaby

    Antworten
    • Anna Martin //

      Hi Gaby,
      ich würde dir nicht mehr als eine Handvoll pro Tag empfehlen.

      LG Anna

      Antworten
  11. OvO //

    „Wer einmal Mandel oder eine Macadamia Nuss per Hand geknackt hat, kann sich vorstellen, wie hoch der Konsum von Nüssen früher war.“

    Dafür gibt es Steine. Machen die heutigen Primaten immer noch so. ;-)

    Ich finds ja nicht schlecht das man versucht sich an Daten zu orienterien. Aber meint ihr nicht das ihr es etwas übertreibt?

    Bei gesunder Ernährung geht es ja nicht darum genaue Zielwerte einzuhalten sondern darum einen guten Mix aus gesund und lecker zu finden. Und das ist nur mit Vielfalt und Ausprobieren möglich. Also wenn du mich fragst würde ich zb. Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne bevorzugen. Weil sie mir schmecken und ich esse jeden Tag welche davon. Und die Menge entscheidet meine Lust (und das ist durchaus mehr als eine Hand voll). Macademia habe ich noch nie gegessen. Und viele der anderen Sorten mag ich nicht unbedingt. Genauso ist es bei Gemüse und anderen Dingen. Klar sollte doch sein: Bei der Ernährung stehen Qualität und Quantität im Vordergrund und nicht die Einhaltung von Richtwerten und Ratschlägen und dem Essen nach Maß. Zumal diese Werte sicher nicht immer 100% zutreffen. Jedes Lebensmittel entwickelt sich je nach direkter Umgebung schließlich ziemlich individuell.

    Der Ansatz der Paleo ist schon ganz richtig: Gesund kann nur das sein was der Urzeitmensch konsumiert hat und wie er es konsumiert hat. Und das schließt Getreide und jegliche Industrieprodukte aus. Aber auch der hatte keine Tabelle die er abgearbeitet hat sondern musste sich mit dem Nahrungsangebot seiner Umgebung zufrieden geben. Und das hat ja offensichtlich ganz gut funktioniert. Aber ihr geht es mittlerweile viel zu wissenschaftlich korrekt an. Besonders was Hülsenfrüchte anbelangt. Erbsen, Bohnen, Erdnüsse usw wachsen in erreichbaren Höhen und man braucht keine industrielle Verarbeitung um es zu essen. Und das brauchte der Urmensch auch nicht. Eurer Philosophie zu Folge müsste es also zu Paleo gehören bzw zu einem mensch-artgerechtem Ernährungsbild. Und eure Neigung gewisse Lebensmittel schlecht zu reden und andere besonders hervor zu heben, obwohl die Lebensmittelgruppe eigentlich prinzipiell gesund ist, halte ich in Anbetracht eurer Philosophie für etwas fragwürdig.

    Paleo hat mir die richtigen Impulse für meine Ernährung gegeben. Aber an diesen und einigen anderen Stellen machen eure Ausführungen einfach keinen Sinn und ist aufgrund eurer Zahlenaffinität mittlerweile auch schwerlich ernstzunehmen, wenn man das Ganze mal realistisch betrachtet.

    Antworten
    • zero //

      völlig richtig. man findet im internet viele seiten, darunter auch möchtegernexperten auf youtube, die es extrem übertreiben. da werden lebensmittel als säurebildend oder gar giftig bezeichnet die eig völlig gesund sind! ..laut einigen möchtegernexperten müsste sich man gar nur von luft ernähren. <- die selben leute sehen aber meistens verdächtig blass aus :)

      meine empfehlung ist einfach gesund zu essen, sprich kein bis wenig fleisch, obst, gemüse usw und mit allem nicht übertreiben. <- dazu noch grüner tee, zb japanischer matcha. das ist ein starker antioxidant, schützt also die zellen (hält länger jünger), und die stoffe im grünem tee können sogar krebszelen bekämpfen. nur so als tipp.

      Antworten
      • Alexander //

        Oh, ein „Möchtegernexperte“ der behauptet, nur „kein bis wenig“ Fleisch sei gesund. :-)

        Antworten
        • zero //

          den habe ich jetzt nicht verstanden… ich meinte nur das es viele gibt die es extrem übertreiben. und kein bis wenig fleisch war nur meine empfehlung.

          Antworten
          • zero //

            edit: kein fleisch -> für die die es können darauf zu verzichten. und wenig -> für die die nicht auf fleisch verzichten wollen/können. so meinte ich das… alles in allem soll man sich aber keinen kopf machen, einfach gesund essen/trinken, nicht rauchen, kein alkohol. besser kann man seinen körper nicht behandeln :)

          • Alexander //

            Ich kehre dann mal zur Sachlichkeit zurück ;-)
            Dein Post impliziert für mich, dass ein hoher Fleischkonsum per se ungesund wäre (bitte korrigiere mich, wenn ich dich falsch verstanden habe). Aber wie kommst du darauf? Was ist für dich viel? Es ist doch völlig bedenkenlos, täglich Fleisch zu essen. Was entscheidend ist, ist doch die Qualität und Herkunft (Stichwort: Fleisch aus Weidelandhaltung). Studien, die angeblich beweisen, dass (ein hoher) Fleischkonsum ungesund sei, differenzieren doch gar nicht zwischen der Art der Haltung/Herstellung. Zudem wird oft nur eine Korrelation aufgezeigt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es einen kausalen Zusammenhang gibt.

          • zero //

            nein, natürlich ist es per seh nicht ungesund. man sollte nur nicht jeden tag fettiges und gebratenes essen, das verstopft auf dauer die arterien und die leber leidet dann auch… aber wenn man von allem in maße isst dann ist es natürlich in ordnug… das kann man halt nicht pauschal sagen, ich habe nur meine erfahrung geschrieben: weniger fleisch, jeden tag grünen tee, viel obst und gemüse. und am besten wenig süßigkeiten <- ein mal karies reicht mir, noch mal will ich es nicht :) ..der rest ist von mensch zu mensch verschieden, aber im großen kann man das so jedem empfehlen.

            arnold schwarzenegger hat zb viel fleisch gegessen, und sieh da :)

        • Jonas //

          Ja, und die Groß-/Kleinschreibung beherrscht er auch nicht – vielleicht gerade deswegen.

          Antworten
          • Jana //

            Alexander, hast DU denn eine Studie, die beweist, dass die nachgewiesene Schädlichkeit täglichen Fleischkonsums mit der Art der Tierhaltung zusammenhängt? Dass es keine Studien gibt, die den kausalen Zusammenhang zwischen Fleischkonsum PER SE und den vielen durch Fleischkonsum ausgelösten Krankheiten gibt, nimmst du einfach mal fröhlich als Beweis, dass täglicher Fleischkonsum schon ok sein wird, wenn das Vieh nur auf der Weide gestanden hat. Wie kommst du auf so eine abwegige Idee?
            Wie positiv eine tierproduktfreie Ernährung sich auf den Körper auswirkt, kann jeder ganz schlicht und ergreifend selbst ausprobieren, indem er sich einfach mal drei Monate lang gesund(!) vegan ernährt. Aber den meisten Paleos geht es meiner Erfahrung nach mehr ums Rechthaben als um alles andere.

  12. Sternchen //

    Wie verhält es sich, wenn ich Haselnüsse kurz im Backofen backe. Sind die Nährstoffe noch enthalten?Denn nur so kann ich der Allergie entgegenwirken, sonst könnte ich sie nicht essen. Finde Haselnüsse mittlerweile mega lecker.
    Gern hätt ich auch gewusst, ob man Mandeln wirklich ohne Schale essen sollte. Irgendwo habe ich gelesen, es könnten Schimmelspuren enthalten sein.
    Danke fürs Feedback.

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo :)
      Das sollte kein Problem darstellen denke ich :)
      Wenn du auf Qualität achtest, solltest du eigentlich mit Schimmel auf den Mandeln keine Probleme haben.

      LG Malika

      Antworten
  13. Franz //

    Wie ist es denn mit Kokonüssen? Wenn ich eine Hand voll Macadamia oder Mandeln am Tag essen (25-30 gr bei 65kg Körpergewicht), darf ich dann zusätzlich Kokosnuss bzw Kokosraspeln essen?
    Liebe Grüße

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo Franz,

      wenn du im Fokus Abnehmen hast, solltest du auf Lebensmittel mit hoher Energiedichte eher verzichten bzw. sie nur in Maßen genießen. Ansonsten kannst du schon ein paar Kokoschips essen wenn du möchtest, das verbietet dir niemand :)

      LG Malika

      Antworten
  14. dubskareg //

    werden die fragen noch beantwortet?
    Sind Mandeln jetzt gut oder schlecht? Nüsse sind es zumindest keine! Ein Brot das zum größten Teil aus Mandeln besteht wird auch von euch empfohlen, ist der hohe Anteil der Säure da kein Problem?

    Und was ist den Samen und Kernen?
    Welche sind gut, welche nicht und wie viel kann man davon essen?

    Wäre toll wenn ihr die Artikel korrigieren könntet und die Fragen beantwortet.

    Ansonsten ist die Web-Site der Hammer! Vielen Dank dafür. herzliche Grüße aus Wien

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Bei Nüssen und Kernen kommt es auf die Menge an, denn „die Dosis macht das Gift“!
      Eine Handvoll am Tag ist gesund, mehr ist aufgrund der Phytinsäure auf Dauer eher schädlich.

      LG Malika

      Antworten
  15. matze //

    Ich muss Marcus zustimmen: Das hier aufgelistete Verhältnis von Omega-3 zu 6 bei Leinsamen ist quatsch.

    Antworten
  16. Smoothyie //

    Ich finde es schade, dass nur ein Bruchteil der Fragen beantwortet werden !!

    Antworten
  17. Markus //

    Da hat sich ein ganz schöner Fehler eingeschlichen. Die Werte in der Tabelle bei Leinsaat sind vertauscht zwischen zwischen Omega-3- und Omega-6-Gehalt

    Nach meinem Kenntnisstand liegt Omega 3 bei Leinsaat im Mittel mit 16.7 g / 100g vor und Omega 6 bei 4.2 g / 100g.
    Auch bei der Walnuss muss der Quotient positiv zugunsten von Omega 3 ausfallen.

    Sollte einem Ernährungsexperten eigentlich auffallen der Fehler. Gerade wen der Artikel dazu das wichtige Verhälnits von Omega-6 zu Omega-3 beleuchtet.

    Antworten
  18. Smoothyie //

    Hallo,
    mich würde interessieren, wie das mit Samen und Kernen ist? Muss man die auch wässern wegen der Phytinsäure? Früher habe ich zum Frühstück eine Mischung von Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Sesam und Leinsamen mit ein paar Rosinen gegessen. Das würde ich gerne noch mal ausprobieren, evtl. noch mit Hanf und Chiasamen? LG Smoothyie

    Antworten
  19. Alexander //

    Vielen Dank für diesen Beitrag!

    Ich habe mich eine Zeitlang von veganer Rohkost ernährt (gekochte Eier waren die einzige Ausnahme) Bei dieser Ernährungsweise ist es echt kompliziert, seinen täglichen Kalorienbedarf zu decken, da es kaum Möglichkeiten an sehr energiedichter Nahrung gibt. Zudem muss man sehr aufpassen, bei bestimmten Mikronährstoffen keinen Mangel zu haben. Da bieten Nüsse eine tolle Möglichkeit, um dem entgegenwirken zu können.
    In der Konsequenz habe ich täglich gut 200g Nüsse konsumiert. Da habe ich mir noch keine Gedanken über das richtige Verhältnis bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und über Phytinsäure gemacht. Ich versuche aber schon seit einiger Zeit den Konsum zu verringern. Mittlerweile bin ich bei gut 100g Nüsse pro Tag angekommen, was sicherlich noch immer zu viel ist. Aber ich bin einfach süchtig nach Nüssen. :-)
    Die Empfehlung „eine Hand pro Tag“ liest man ja vermehrt. Aber für mich sind Gramm-Zahlen greifbarer, da ich mit diesen bisher auch gedacht/gearbeitet habe und das konkrete Ziel der Verzehrverringerung verfolge. Im Netzt liest man dabei von Angaben, die von 25g-60g reichen. Sind denn 60g aus eurer Sicht noch vertretbar?

    Antworten
    • Christina Fisch //

      Hi,
      Die Kokosnuss gehört (genau wie die Erdnuss) nicht zu den Nüssen. Genau genommen ist die Kokosnuss eine Steinfrucht!
      Beste Grüße
      Christina

      Antworten
  20. Dodo //

    Wie ist das denn bei dem Einweichen von Nüssen? Werden da dann nicht auch die Mineralien ins Wasser gelöst. Zumindest ist das ja bei Kochen der Fall. Beispielsweise Magnesium wird ins Kochwasser gelöst.

    Antworten

Jetzt einen Kommentar hinterlassen

  • (wird nicht veröffentlicht)