5 Zeichen, dass du eine Glutensensitivität hast

Dies ist ein Artikel unseres Gastautors Vilmos Fux.

Immer mehr Leute berichten sie hätten eine Glutenunverträglichkeit und in Supermärkten ist wohl jedem schon aufgefallen, dass das Angebot von glutenfreien Produkten ständig größer wird. Für viele Menschen, dies gilt auch für Ärzte, werden mit dem Thema Gluten meistens die beiden Erkrankungen Zöliakie und Weizenallergie in Verbindung gebracht. Neuerdings ist auch vermehrt von der sogenannten „Glutensensitivität“ zu lesen, aber was sind eigentlich die häufigsten Symptome der Glutensensitivität?

5 Zeichen Glutensensitivitaet Paleo

1. Magen-Darm Beschwerden

Wie bei der Zöliakie sind auch hier klassiche Magen-Darmbeschwerden vorzufinden und Glutensensitivität lässt sich allein von den Symptomen nicht von der Zöliakie unterscheiden. Diese reichen von Unwohlsein und Übelkeit nach dem Essen glutenhaltiger Lebensmittel über Sodbrennen, Bauchschmerzen, Blähungen, Meteorismen (Ansammlung von Darmgasen ohne wesentlichen Abgang), Durchfälle, Verstopfung oder abwechselnde Durchfälle und Verstopfungen.

2. Fibromyalgie und andere ähnliche Beschwerden

Die Fibromyalgie äußert sich mit chronischen Schmerzen in der Muskulatur, den Gelenken, im Rücken, Schwellungsgefühl an den Extremitäten und im Gesicht, Morgensteifigkeit und mit  Begleitsymptomen wie Schlafstörungen. Jüngste Studien belegen diesen Zusammenhang mit der Glutensensitivät und zeigen eine Remission in manchen Patienten mit Fibromyalgie nach Beginn einer glutenfreien Ernährung.  Wenn Du Muskelkrämpfe oder Knochenschmerzen unerklärlicher Ursache hast, könnte dies ebenfalls an einer Glutensensitivität liegen.

3. Psychiatrische Symptome

Tatsächlich kann sich die Glutensensitivität auch negativ auf unser Gemüt auswirken und zu Depressionen, Stimmungsschwankungen und zu Angststörungen führen. Eine Besserung der Beschwerden durch eine glutenfreie Kost ist auch bei einer Subgruppe von Autisten zu sehen. In manchen Fällen kann die Glutensensitivität auch schwere psychiatrische Erkrankungen wie z.B. die Schizophrenie auslösen. Als Paradebeispiel dient folgende faszinierende Fallpräsentation einer Betroffenen, die schon seit der Kindheit leichte Darmbeschwerden und „Dinge sah, die sonst niemand sehen würde“ wie Geister und bunte Feen, die so real erschienen, dass sie mit ihnen redete und versuchte sie anzufassen. Sie hatte Schwierigkeiten Freundschaften zu schließen und war durch diese ständigen Halluzinationen in der Schule abgelenkt, konnte sich nicht konzentrieren und hatte deswegen viele Fehltage. Im Teenager- Alter beginnt sie auf Eigeninitiative etwas gegen ihre Darmbeschwerden zu unternehmen und probiert eine Eliminationsdiät aus, die auf Soja, Mais und Milchprodukte verzichtet, allerdings ohne Erfolg. Erst als sie zur Universität ging und eine Vorlesung zum Thema Ernährung besuchte, hörte sie über einen Zusammenhang von Glutenintoleranz und psychiatrischen Erkrankungen. Inspiriert beginnt sie mit einer strikt glutenfreien Diät und berichtet, dass zum ersten mal in ihrem Leben die Halluzinationen und Darmbeschwerden komplett verschwanden und sie den Vorlesungen konzentriert folgen konnte. Sie absolvierte ihren Abschluss und war arbeitsfähig. Die Patientin beschloss weiterhin glutenfrei zu bleiben, berichtete aber von einer Wiederkehr der Halluzinationen und Darmbeschwerden bei unabsichtlichen Diätfehlern. Eine Zöliakie konnte bei ihr unter glutenhaltiger Diät ausgeschlossen werden. Die Patientin ist seit 2012 symptomfrei.

4. Neurologische Symptome

Hast Du öfters Kopfschmerzen, Migräne oder fühlst dich wie benebelt? Tust du dich schwer, dich zu konzentrieren, im Englischen auch als „Brain Fog“ bekannt? Oder fühlst Du Dich dauernd müde und erschöpft, obwohl du nichts Anstrengendes gemacht hast? Hast Du manchmal ein Taubheitsgefühl der Beine oder bemerkst Du, dass Du in letzter Zeit gehäuft stolperst? Dann könntest du von einer glutenfreien Ernährung profitieren.

5. Hautprobleme

Kennst du es? Deine Haut ist öfters gerötet, sie juckt, bildet Krusten, bildet Schuppen, manchmal bilden sich sogar Bläschen, die aufplatzen und nässen. Man sagt Dir man weiß nicht, woher es kommt und Du hast verzweifelt alles schon probiert, aber keine Erfolge gesehen? Dann könntest Du 30 Tage auf Gluten verzichten und schauen, ob du eine Besserung feststellen kannst.

Glutensensitivität – eine Umstellung auf Paleo macht Sinn

Die Glutensensitivität weist ein großes Spektrum an verschiedenen Symptomen auf. Sie wird auf eine Häufigkeit (Prävalenz) von 6-10% der Bevölkerung geschätzt, allerdings mangelt es an größeren Screeningprogrammen um die Zahl genau zu sichern. Sie bleibt eine Ausschlussdiagnose, wenn sowohl die Zöliakie, Weizenallergie und andere Lebensmittelintoleranzen ausgeschlossen wurden.

Falls irgendwelche Symptome oben auf Dich zutreffen, könntest du 30 Tage eine Paleo- Ernährung ausprobieren, da diese von Natur aus glutenfrei ist, und schauen, was passiert wenn du wieder Gluten zu dir nimmst. Wer nicht weiß, wie eine Paleo Ernährung auszusehen hat, ist hier bei Paleo360 gut aufgehoben.

Bis dato gibt es keine Hinweise, dass Betroffene mit Glutensensitivität mit den gleichen Risiken – erhöhtes Risiko für weitere Autoimmunerkrankungen und Darmtumoren – bei Nichteinhalten einer strikten glutenfreien Diät zu rechnen haben wie Menschen mit Zöliakie. Nach Markern für Tests auf Glutensensitivität wird noch geforscht. Wenn Du oder Dein Arzt jedoch eine Zöliakie vermuten, solltest Du Dich darauf testen lassen bevor Du mit einer glutenfreien Ernährung beginnst, da sich diese sonst nur nach 4 Wochen glutenhaltiger Kost wieder feststellen lässt und das Einhalten der strikten Diät aus oben genannten Gründen extrem wichtig ist.

Stelle deine Ernährung um – wir unterstützen dich!

Quellen:

Prevalence of Celiac Disease and Gluten Sensitivity in the United States Clinical Antipsychotic Trials of Intervention Effectiveness Study Population – Cascella et al, 2011

Fachbroschüre Glutensensitivität, Dr Schär Institute, 22.06.2012

Neurologic and psychiatric manifestations of celiac disease and gluten sensitivity – Jackson et al, 2012

Spectrum of gluten-related disorders: consensus on new nomenclature and classification – Sapone et al, 2012

American Clinical Guidelines: Diagnosis and management of celiac disease – Rubio Tapia et al, 2013

Non-celiac gluten sensitivity: a critical review of the current evidence – Molina Infante et al, 2014

Non-celiac gluten sensitivity: literature review – Mansueto et al, 2014

An Italian prospective multicenter survey on patients suspected of having non-celiac gluten sensitivity – Volta et al, 2014

Fibromyalgia and non-celiac gluten sensitivity: a description with remission of fibromyalgia – Isasi et al, 2014

Fibromyalgia and chronic fatigue syndrome caused by non-celiac gluten sensitivity – Isasi et al, 2014

Randomised clinical trial: gluten may cause depression in subjects with non-coeliac gluten sensitivity – an exploratory clinical study – Peters et al, 2014

Gluten Sensitivity Presenting as a Neuropsychiatric Disorder – Genuis et al, 2014

© lolostock – istockphoto.com

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Geschrieben von Vilmos

Vilmos ist Gastautor bei Paleo360 und Arzt. Er hat im Rahmen seiner Diplomarbeit eine retrospektive Studie zum Thema „die Klinik der Glutenintoleranz im Erwachsenenalter“, die auch als Sachbuch erschienen ist, geleitet. Er hält regelmäßig Seminare zum Thema Paleo und Funktionelle Medizin. In seiner Freizeit betreibt er gerne abwechslungsreichen Sport, liebt kochen und liest Studien um immer auf den neuesten Stand zu sein.
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27 Kommentare

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  1. Otto //

    Im Netz kann man ja jeden Blödsinn zum Besten geben. Eine Glutenintoleranz kann man immer nachweisen. Übersäuerung ist eine Erfindung der Heilpraktiker, irgend etwas muss man ja seinen Kunden andichten.

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    • Anja Wagner //

      Hallo Otto, unseres Wissens nach ist selten ein Nahrungsbestandteil ein Grund für Probleme sondern der Umgang des Menschen mít dem Lebensmittel. LG, Anja

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  2. Nicca //

    Lieber Vilmos
    Ich stehe gerade vor Beginn meiner glutenfreien Ernährung und befinde mich noch stark im „Recherchemodus“ über das Thema.
    Ich bin mit dir total einig. Etwas beschäftigt mich allerdings noch: Im letzten Abschnitt schreibst du, dass es „kein erhöhtes Risiko für weitere Autoimmunerkrankungen und Darmtumoren – bei Nichteinhalten einer strikten glutenfreien Diät zu rechnen haben wie Menschen mit Zöliakie“.
    Ist das wirklich noch aktuell? Ich habe nun mehrere Studien gefunden (Studien aus den Jahren 2015 und 2016), bei denen ausdrücklich steht, dass Gluten bei Glutensensitiven das Immunsystem angegriffen wird und dass gerade Menschen mit einer bestehenden Autoimmunerkrankung häufig glutensensitiv sind.
    Das würde doch eigentlich schon Beweis genug sein?
    Obwohl, es ist schon nicht so klar, ob ein Bissen Brot dann die gleiche Wirkung hat wie bei Zöliakie. Das wäre aber zumindest für mich interessant zu wissen. Ich habe keine Bedenken, glutenfrei zu essen. Aber es ist schon eine krasse Vorstellung, nie mehr Ausnahmen machen zu dürfen.
    Auf Seiten wie von Chris Kressner und Richard Hagmeyer sprechen sie allerdings davon, dass eine winzigste Menge wie ein Bissen Brot 6 Monate lang eine Auswirkung auf das Immunsystem haben kann.
    Woraus sie dies ableiten, weiss ich nicht. Vielleicht werde ich einen von beiden mal anschreiben.
    Weisst du es vielleicht?
    Jedenfalls vielen Dank für deinen Artikel!
    Gruss, Nicole

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    • Jürgen //

      Hallo Nicole, wenn du den aktuellsren Stand zur Weizensensitivität wissen willst , kannst du dich an Dr. Schuppan vom Klinikum Mainz wenden. Er ist der Spezialist in Deutschland und arbeitet seit langem daran Ursachen und Auswirkungen dieser nicht Zöliakie begründeten Unverträglichkeit gegenüber Gluten zu erforschen.

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    • Anja Wagner //

      Hallo Nicca,

      danke für deine Nachricht!
      Vilmos liest hier sicherlich nicht mehr mit und wird sicherlich nicht antworten:/ Ich kann dir leider auch keine genauen Quellen liefern, kenne aber die Aussagen von Chris Kresser.
      Schreibe Kresser und Hagmeyer gerne einmal an, vielleicht können die dir weiterhelfen :)

      LG, Anja

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  3. Jana //

    Ich leide an vielen verschiedenen Unverträglichkeiten, voraussichtlich an einer Glutensensibilität und/oder Weizenallergie (Zöliakie konnte ausgeschlossen werden), Fructoseintoleranz, Sorbitintoleranz und vermutlich auch an einer Milcheiweisunverträglichkeit. Dies hat sich bereits auf mein Autoimunsystem ausgewirkt und ich leide am Leaky-Gut-Syndrom. Ich werde deshalb jetzt einmal die Paleo „Diät“ versuchen. Wird hier auch der Säure-Basen-Haushalt mitberücksichtigt? Dies hat mir meine Diätassistentin noch empfohlen. Viele Grüße, Jana

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  4. Annika //

    Ich hatte jahrelang Beschwerden, alles mögliche wurde diagnostiziert- Reizdarm, empfindlicher Magen, usw. Auf Gluten kam kein Arzt. Dann habe ich vor 5 Monaten auf Paleo umgestellt, und plötzlich verschwanden so viele Beschwerden, die ich nie auf Gluten geschoben hätte- Akne, Ekzeme, Konzentrationsprobleme. Da ich davor schon auf Milchprodukte etc verzichtet hatte (nur eben auf Gluten nicht), kam nur das in Frage.

    Traurig dass gerade so viele Ärzte viele immer noch so unaufgeklärt sind. Wenn ich jetzt auch nur winzigste Mengen Gluten erwische, habe ich gleich heftigste Beschwerden. Deswegen verzichte ich weiter, ganz egal ob es jetzt „nur“ eine Sensitivität ist, oder Zöliakie.

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    • Anja Wagner //

      Hallo Annika,

      danke für deinen Erfahrungsbericht! Schön zu hören, dass es dir besser geht :)

      LG, Anja

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  5. Manuela //

    Ich hatte 6 Wochen lang Nebenhöhlenentzündung. Davor schon über ein Jahr Blähungen, Durchfall, Haarausfall und schlechte Haut. Für mein Nebenhöhlenproblem bekam ich Kortison, Antibiotika, Spülungen und Schmerzmittel. Absolut nichts half. Ich konnte nicht mehr schlafen oder arbeiten und war nervlich am Ende. Dann meinte ein Arzt, dass ich für ein Monat auf Gluten und Milch verzichten soll. Paleo kannte ich damals nicht. Binnen 2 Wochen waren alle Symtome weg. Ich wusste nicht mehr, wie es sich anfühlt genug Luft zu bekommen. Mir geht es jetzt dank Glutenfrei prima. Werde nach Weihnachten dann auf Paleo erweitern. Habe im Internet oft den Zusammenhang zwischen chron. Nebenhöhlenentzündung und Gluten gelesen. Auf dieser Homepage steht nichts davon. Gibt es ähnliche Erfahrungen?

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    • Anja Wagner //

      Hallo Manuela,

      schön zu hören, dass es dir besser geht! Chronisch entzündliche Leiden erfahren mit Paleo oft eine Besserung. Einen direkten Zusammenhang für deinen Fall treffend haben wir noch nicht dargestellt.

      LG, Anja

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    • Nadine //

      Hallo Manuela,
      mir ging es genauso. Ich bin zwar immer noch oft verschnupft, weil ich neben Glutensensitivität auch noch Heuschnupfen habe, aber das Weglassen von Gluten war der Punkt, ab dem ich keine Nebenhöhlenentzündungen mehr hatte (früher mehrmals jährlich). Paleo -wie es im Internet und den div. Büchern propagiert wird- habe ich aufgegeben, das war mir einfach zu viel Fleisch, dadurch hatten sich scheinbar wieder Entzündungen im Körper entwickelt und nach 2 Jahren ging es gesundheitlich wieder steil bergab. Mit weniger Fleisch geht’s mir eindeutig besser. Ich esse viel Rohkost und manchmal auch selbstgemachtes Brot aus Buchweizen. Da jeder Körper anders tickt, muss man wohl seine eigene Ernährungsweise finden, mit der es einem gut geht. Aufschlussreich ist auch das Buch von Giulia Enders: „Darm mit Charme“ und der Film „Super Juice me!“. LG Nadine

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  6. Almut //

    Ich hatte seit meiner Jugend Kopfhautprobleme (Schuppen, Entzündungen). Ernährt habe ich mich immer schon gesund (Bio, vegetarisch, keine industriell verarbeiteten Produkte). Erst als ich ein Jahr lang von Rohkost gelebt habe und im Zuge dessen auch glutenfrei hat sich meine Kopfhaut komplett erholt. Sobald ich etwas glutenhaltiges esse kommt der Belag auf der Kopfhaut innerhalb von wenigen Stunden wieder begleitet von Kopfschmerzen und Unwohlsein. Ich bleib bei glutenfrei, das ist mal sicher.

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  7. N. //

    Hallo,
    manchmal frage ich mich was ich überhaupt noch essen könnte, würde ich noch Paleo machen (ich habe 2 Jahre lang daran festgehalten, jedoch ging es mir immer schlechter damit). Ich habe HPU, eine Glutensensitivität (alle Tests negativ, außer bei der Bioresonanz kam das Gluten dann ans Tageslicht), sowie eine Histaminintoleranz. Schweinefleisch, Nüsse, Erdbeeren, Sonnenblumenkerne, Milch, Eier und Hartkäse und einiges anderes vertrage ich ebenfalls nicht so gut (u.a. wegen des Histamins). Ich koche immernoch einige Paleo-Rezepte aus den Kochbüchern, habe aber trotzdem angefangen wieder glutenfreies Mehl (Bio) zu essen.

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  8. Saskia //

    Hallo Vilmos,
    ich bin durch glutenfreie Ernährung auch beschwerdefrei geworden. Darmprobleme (alle, die Du beschrieben hast) und Müdigkeit gehörten dazu.

    Dann habe ich neulich „als Test“ ein Stück Pizza (klassischer Hefe-Weizen-Teig) gegessen. Diese war selbstgemacht von einer Freundin. Nachts bekam ich ein fieses Blubbern im Bauch und danach Durchfall. Das hatte ich vor der Umstellung auf glutenfreie Kost nicht.
    Also scheint es, mein Körper hat sich sensibilisiert. Das fand ich sehr interessant
    .
    Ähnlich ging es mir übrigens bei Kaffee. Nach zwei Monaten eine Tasse zum Test und ich fühlte mich fast, als hätte ich einen Magen-Darm-Infekt …

    Antworten
  9. Yvonne //

    Hallo,
    ich bin auf der Suche nach einem Paleo-Rezept für Kokosjoghurt (Kokosnussjoghurt). Kann mir jemand weiterhelfen? Freue mich auf Feedbacks! Wäre schön, wenn es schon bald hier ein „richtiges“ Rezept dafür geben würde ;-)
    LG yvonne

    Antworten
  10. K.F.Thomas //

    Ich möchte im Anschluss an diesen Artikel lediglich all diejenigen ermuntern, die unter Migräneattacken und Dauerkopfschmerzen leiden. Nicht jeder Mensch ist gleich, schon klar! Bei mir hat es jedoch wundersam geklappt und nur deshalb möchte ich es hier kundtun. Nach 30 Jahren Migräne-Dasein mit all den vergeblichen Therapien: Vor drei Monaten habe ich damit begonnen, mich komplett weizenfrei zu ernähren und der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Ich habe in diesen ganzen drei Monaten nur noch ein einziges Mal zur Tablette gegriffen. Davor hatte ich circa 25 Kopfschmerztage und zwischen 5 und 8 schwere Migräneanfälle pro Monat. Ich glaube, dem braucht man nichts mehr hinzuzufügen, oder?

    Antworten
    • Jürgen Schmidtlein //

      Hallo Thomas, da die Zöliakie auch das „Chamäleon unter den Krankheiten“ genannt wird wollte ich mal Fragen ob du, bevor du auf Gluten verzichtest hast mal eine Blutuntersuchung auf die für Zöliakie hinweisenden Anti-Körtper gemacht hast? Es wäre nämlich auch möglich das du Zöliakie hast und dann solltest du nicht nur auf Weizen verzichten. Der Bluttest ist übrigens kostenlos beim Arzt wenn man mit ihm die Symptome bespricht.

      Antworten
      • K.F.Thomas //

        Hallo Jürgen,
        vielen Dank für die Info!
        Wäre natürlich besser gewesen, ich hätte den Zöliakietest zu Beginn meiner Ernährungsumstellung gemacht. Ob das jetzt noch Sinn macht? Ich werde es beim nächsten Arzttermin ansprechen. Nochmals danke an Dich!

        Antworten
    • Ingo //

      Ich schließe mich Thomas an, ich litt seit 17 Jahren unter schwerer Augenmigräne (bin 32) und habe seit Jahren eine reine Weizenallergie und habe mich meist von Roggen, Buchweizen, Hirse und Quinoa ernährt, aber erst als ich auch diese in der Ernährung eleminiert habe, blieben die Migräneanfälle alle 3-8 Wochen völlig aus, nun bin ich seit 14 Monaten anfallsfrei.

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  11. Jule //

    Danke für diesen Beitrag!! Ähnliches beschreit Davis in seinem Buch „Weizenwampe“. Er geht davon aus, dass eigentlich alle irgendwie glutensensitiv sind, aber nicht jeder gleich eine Zölliakie ausbildet.
    Ich fand das sehr interssant, auch im Zusammenhang mit Leaky-Gut-Syndrom.
    Die Umstellung auf Paleo hat bei mir so ziemlich alle Darmbeschwerden beseitigt. Ähnliches Phänomen hat Yudkin über seine Patienten in seinem Buch erwähnt.
    Auf jeden Fall sollte man die Thematik Nahrung-Darm-Immunsystem Ernst nehmen. :)

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  12. Philipp Steiner //

    Vielen Dank für den super Artikel Vilmos! Deine Post und Artikel sind immer sehr informativ und lesenswert. Weiter so ;)

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  13. Jürgen Schmidtlein //

    Hallo Vilmos, ich habe mir gerade deinen Bericht durchgelesen und freue mich das immer merh zum Thema glutenfreie Ernährung veröffentlicht wird. ich bin Admin der größten deutschsprachigen Facebookhruppe für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit, dem Zöliakie Austausch. Ich finde im bericht sollte noch deutlicher herausgestellt werden das es unbedingt NOTWENDIG IST vor einer Ernährungsumstellung einen Blutteste und eine Biopsie machen zu lassen. Das tut nicht weh geht schenll und nur dann kann man sicher sein keine Zöliakie zu haben. Leider haben wir in der Gruppe viele Fälle dei umgestellt haben und sich nun unsicher sind was eigentlich die Ursachen ihrer Schmerzen ist. Nur bei regelmäßiger Nachkontrolle der Blutwerte und einen Vergleich mit den „Altwerten“ ist es möglich eine Besserung zu diagnostizieren.

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    • Vilmos Fux //

      Hallo Jürgen, vielen Dank für dein Feedback. Ich bin mir der Problematik bewusst und tatsächlich wird (oder sollte) auch in der medizinischen Praxis immer vor einer Ernährungsumstellung auf die glutenfreie Kost, die Zöliakie zuerst ausgeschlossen werden.

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