Paleo Ernährung – die beste Ernährung für den Menschen?

Dass die Paleo Ernährung in der Praxis funktioniert, zeigen unsere Erfahrungsberichte. Aber auch wenn die Steinzeit-Story dafür sorgt, dass Paleo oft belächelt wird, lassen sich durch wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse zeigen, dass Paleo die Beste Ernährung für den Menschen ist. Im Folgenden wollen wir deswegen alle relevanten Thesen der Paleo Ernährung erläutern und deren wissenschaftliche Begründung darstellen.

Wenn ihr direkt in die Praxis einsteigen wollt, ohne euch lange mit der Theorie aufzuhalten, dann schaut mal bei den Vorteilen von Paleo und den Regeln der 30-Tage-Umstellung auf die Paleo Ernährung vorbei.

Evolution: Der letzte Schritt ging schief

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Wenn euch bestimmte Themen besonders interessieren, könnt ihr das folgende Inhaltsverzeichnis nutzen, um direkt zum entsprechenden Thema zu springen.

1. Unsere Gene passen nicht zu unserer Umwelt

2. Der aktuelle Lebensstil macht uns krank und dick

3. Die Paleo Ernährung ist natürlich und unverarbeitet

4. Die westliche Ernährung ist hochverarbeitet und voll von Zusatzstoffen

5. Kohlenhydrate haben mehr Nachteile als Vorteile

6. Die negative Wirkung von Fruchtzucker

7. Das richtige Fett ist gesund und hilft beim Abnehmen

8. Eier erhöhen nicht den Cholesterinspiegel

9. Paleo legt Wert auf gesunde Pflanzenöle und Fette

10. Qualitatives Fleisch ist wichtig für den Körper

11. Zusatzstoffe trüben unsere Sinne

12. Fisch liefert uns wertvolle Omega-3-Fettsäuren

13. Getreide macht krank

14. Hülsenfrüchte sind nicht die beste Wahl

15. Milchprodukte sind für viele problematisch

16. Studien zur Paleo-Ernährung

Unsere Gene passen nicht zu unserer Umwelt

Vom genetischen Standpunkt aus gesehen, sind die heutigen Menschen Jäger und Sammler, die in einer Umwelt leben, die sich stark davon unterscheidet, an was die menschlichen Gene angepasst sind. Die Altsteinzeit war bisher mit 2,5 Millionen Jahren die längste Entwicklungsphase in der menschlichen Geschichte. Es ist daher berechtigt anzunehmen, dass genügend Zeit vorhanden war, um sich genetisch optimal an die Lebensbedingungen und somit auch die damalige Ernährung anzupassen. Während der letzten 10.000 Jahre, vor allem aber seit der industriellen Revolution, hat sich unsere Kultur dramatisch verändert. Unsere Gene aber können sich in so einer kurzen Zeit nicht optimal anpassen. Es wird deshalb vermutet, dass diese Diskrepanz zwischen genetischer Ausstattung und Umweltfaktoren, in der wir uns heutzutage befinden, als Promoter wirkt für die Entstehung von Zivilisationskrankheiten, wie Fettleibigkeit, Atherosklerose, Diabetes oder Bluthochdruck. Unterstützt wird diese Annahme durch die Beobachtung, dass Menschen, deren Ernährungsstil dem unserer Vorfahren ähnelt, nur selten an solchen Krankheiten leiden [Eaton et al., 1988].

Der aktuelle Lebensstil macht uns krank und dick

Im Zeitalter der Jäger und Sammler dominierten Infektionskrankheiten, welche aufgrund der schlechten gesundheitlichen Versorgung oft zum frühen Tod und einer hohen Kindersterblichkeitsrate führten. Zivilisationskrankheiten, wie wir sei heute kennen, waren früher sehr selten [Eaton et al., 1988]. Heute ist die Zahl der Erkrankten besorgniserregend und steigt kontinuierlich weiter an. Was ist die Ursache dafür? Man könnte einen Zusammenhang mit der erhöhten Lebenserwartung vermuten. Die Menschen werden älter und haben daher auch eine höhere Wahrscheinlichkeit, irgendwann in ihrem Leben krank zu werden. Diese Annahme ist allerdings nicht haltbar, wenn man bedenkt, dass auch immer jüngere Menschen an den besagten Krankheiten leiden. Neben der gestiegenen Lebenserwartung gibt es zwei weitere wichtige Faktoren, die sich im Laufe der Zeit geändert haben, nämlich die Ernährungsweise und die Bewegungsweise. Es liegt daher die Vermutung nahe, dass die Veränderungen im Ernährungs- und Bewegungsverhalten eine wichtige Rolle spielen in der Entstehung der Zivilisationskrankheiten.

Auch neue Studien belegen, dass dem modernen Menschen ein Lebenstil im Sinne der Jäger und Sammler gut tun kann. Bereits kurzfristige Interventionen (4 Tage!) hatten große Auswirkungen auf den Stoffwechsel und bestimmte Risikofaktoren, welche die Entwicklung metabolischer Störungen wie Diabetes Typ 2 und Übergewicht beeinflussen können.

Die Paleo Ernährung ist natürlich und unverarbeitet

Die Ernährung unserer Vorfahren unterscheidet sich in vielen Punkten von unserer heutigen. Es gibt allerdings sicherlich nicht die Steinzeit Ernährung, so wie es auch nicht die Ernährung der heutigen Zeit gibt. Viel eher variierte die Nahrungsaufnahme damals je nach Breitengrad und Saison und die Verfügbarkeit war sicherlich nicht konstant gegeben. Recht wahrscheinlich aber basierte die Ernährung unserer Vorfahren auf nicht kultiviertem Gemüse, gefangenem Wild und Fisch, gesammelten Nüssen, Samen und Pilzen sowie saisonal verfügbarem Obst. Die Hauptnährstoffe waren damit Proteine und Fette. Kohlenhydrate wurden vor allem in Form von Ballaststoffen aufgenommen, wobei einfacher Zucker in Form von Obst und Honig saisonal verfügbar war. Basierend auf diesen Annahmen sieht die Nährstoffzusammensetzung der Paleo Ernährung folgendermaßen aus: 20% Kohlenhydrate, 60-65% Fette und 15-20% Proteine. 

Kohlenhydrate in der Paleo Ernährung

Die westliche Ernährung ist hochverarbeitet und voll von Zusatzstoffen

Die westliche Ernährung ist so ziemlich das genaue Gegenteil der Paleo Ernährung. Obst und Gemüse werden im Vergleich zu früher eher in geringen Mengen verzehrt. Im Gegenzug dominieren „neuere“ Lebensmittel, wie kultiviertes Getreide und Milchprodukte. Die Lebensmittel sind meist hochverarbeitet und voll mit Zusatzstoffen. Auch Süßigkeiten und Softdrinks werden in zu hohen Mengen und zu häufig konsumiert. Dadurch ist der Anteil an Kohlenhydraten deutlich höher als zu Jäger und Sammler Zeiten. Fette (vor allem die ungesunden) werden ebenfalls im Überfluss aufgenommen, wobei vor allem die Kombination mit den Kohlenhydraten das Problem darstellt. Was diese Veränderung in unseren Ernährungsgewohnheiten für Konsequenzen hat, soll im Folgenden genauer betrachtet und durch entsprechende Studien untermauert werden.

Kohlenhydrate haben mehr Nachteile als Vorteile

Kohlenhydrate sind nicht grundsätzlich schlecht für uns und bestimmte Mengen sind auch notwendig (vor allem für Sportler). Allerdings gibt es je nach ihrer Struktur bessere und schlechtere. Die empfohlene Menge hängt ab vom individuellen Aktivitätsgrad. Der Glykämische Index (GI) bestimmt, ob es sich um gute oder schlechte Kohlenhydrate handelt.

Der Glykämische Index beeinflusst unseren Blutzuckerspiegel

Kohlenhydrate sind in der Lage, unseren Blutzuckerspiegel zu beeinflussen. Je nach Struktur erhöhen sie ihn langsam oder schnell und damit auch die Ausschüttung des Hormons Insulin. Je geringer und konstanter der Blutzuckerspiegel gehalten wird, desto gesünder ist es für uns. Basierend auf ihrer Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel, werden Kohlenhydrate eingeteilt in solche mit hohem, mittlerem und niedrigem Glykämischen Index. Viele komplexe Kohlenhydrate haben beispielsweise einen niedrigen GI und wirken sich dadurch deutlich positiver auf unseren Blutzuckerspiegel und damit auch auf die Insulin-Antwort aus. Einfache Kohlenhydrate dagegen, umgangssprachlich auch als Zucker bekannt, haben einen hohen GI und werden daher als eher ungünstig betrachtet. Die Kombination von Lebensmitteln (z.B. Kohlenhydrate mit Fetten oder Proteinen) beeinflusst den GI.

Ein hoher GI verstärkt die Entwicklung von chronischen Krankheiten

Es gibt etliche Studien, die die Auswirkung einer Ernährung mit hohem GI auf das Risiko für chronische Erkrankungen untersuchten. Eine Meta-Analyse fasste diese Studien zusammen und brachte wirklich erstaunliche Ergebnisse hervor. Eine Ernährung mit einem hohen GI scheint das Risiko für folgende Krankheiten zu erhöhen:

  • Typ 2 Diabetes
  • Herzkrankheiten (u.a. Schlaganfall)
  • Gallenblasen Erkrankungen
  • Brustkrebs

Eine geringe Zufuhr von hoch glykämischen Lebensmitteln wirkt sich daher positiv auf unsere Gesundheit aus [Barclay et al., 2008]. Das stimmt nachdenklich, vor allem wenn bedacht wird, in welchen Mengen hoch glykämische Produkte wie Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und Softdrinks in Westeuropa verzehrt werden. Die Paleo Ernährung dagegen achtet sehr darauf, Lebensmittel bzw. Mahlzeiten mit niedrigem GI zu bevorzugen. Süßes Obst und Honig werden in diesem Zusammenhang häufig diskutiert, da sie eine hohe Menge von einfachen Zuckern enthalten. Aufgrund anderer Inhaltsstoffe (z.B. lösliche Ballaststoffe im Obst) ist ihr GI allerdings relativ niedrig. Dennoch wird der Rat gegeben, süßes Obst nur begrenzt zu verzehren. Das liegt vor allem daran, dass der enthaltene Fruchtzucker (Fructose) einen (zurecht) relativ schlechten Ruf besitzt.

Die negative Wirkung von Fruchtzucker

„An apple a day keeps the doctor away“. Dieser Spruch ist gut bekannt und unterstützt die allgemeine Annahme, dass Obst gesund ist. Obst enthält zwar viele gesunde Nährstoffe, allerdings mit dem Fruchtzucker (oder Fructose) auch einen ungesunden Bestandteil. Ursprünglich wurde Fructose als ein vorteilhafter Nährstoff angesehen, da seine Verstoffwechslung insulinunabhängig geschieht. Im Laufe weiterer Untersuchungen stellte sich aber heraus, dass Fructose mehr Nachteile als Vorteile besitzt.

Fruchtzucker in der Paleo Ernährung

Fructose verstärkt die Fettspeicherung

Fructose wird primär von der Leber verstoffwechselt, wodurch ein erhöhter Fructosekonsum diese stark belastet und etliche Probleme verursachen kann. Beispielsweise ist bekannt, dass Fructose die Fettproduktion im Körper fördert, wodurch es zu einer Fettansammlung in Leber, Muskulatur und Blut kommt. Außerdem trägt ein hoher Fructosekonsum zur Entstehung von Übergewicht und vor allem zur Entwicklung des gefährlichen Bauchfettes bei. Neben einer Erhöhung der Fettproduktion verursacht Fructose auch erhöhte Harnsäurewerte. Basierend auf diesen Auswirkungen wird ein hoher Fructosekonsum mit der Entstehung von Fettleber und auch Gicht (vor allem bei Männern) in Verbindung gebracht. Eine Fettleber erhöht das Risiko der Entstehung einer Leberzirrhose oder auch eines Leberkarzinoms stark [Bray, 2013]. Des Weiteren liefern mehrere Studien Hinweise, dass Fructose (mehr als Glucose) das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht [Brown et al., 2008].

Fructose wird vermehrt als Süßungsmittel eingesetzt

Fructose befindet sich nicht nur in süßem Obst, sondern wird inzwischen in fast allen verarbeiteten Lebensmitteln in Form von Maissirup (High-Fructose-Corn-Sirup) eingesetzt. Vor allem Softdrinks und Fruchtsaftgetränke enthalten aus diesem Grund hohe Mengen an Fructose [Bray, 2013]. Die Paleo Ernährung verzichtet daher auf alle Produkte, die mit HFCS (oder anderen Zuckerarten) gesüßt werden. Obst ist erlaubt, sollte aber aufgrund der möglichen Probleme nur in Maßen verzehrt werden. Es hilft auch, auf weniger süße Obstsorten (Beeren, Zitrusfrüchte) zurückzugreifen, da diese auch weniger Fructose enthalten.

Das richtige Fett ist gesund und hilft beim Abnehmen

Fett wird von vielen verteufelt und daher sein Anteil in der Ernährung reduziert (mit meist entsprechender Erhöhung der Kohlenhydrate). Die Werbung will uns damit weiß machen, dass man so Abnehmen und/oder seine Blutfettwerte verbessern kann, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Für beide Annahmen gibt es allerdings Studien, die uns eines Besseren belehren.

Fett macht nicht fett

„Eine Ernährung mit so einem hohen Fettanteil muss doch dick machen!“. Diese Aussage ist wohl eine der ersten, die von Mitmenschen kommen, die sich mit der Paleo Ernährung noch nicht groß beschäftigt haben. Es ist richtig, dass Fett mit 9 kcal/g der Makronährstoff mit der höchsten Energiedichte ist. Allerdings hat Fett (vor allem in Kombination mit einer kohlenhydratarmen Ernährung) den großen Vorteil, dass es sehr sättigend wirkt. Ist man in der Lage, auf sein Hunger-Sättigungs-Gefühl zu hören, so wird insgesamt weniger gegessen. Kohlenhydrate dagegen machen nicht so schnell und auch nicht so anhaltend satt, weshalb man leicht zu viel davon isst. Die Paleo Ernährung kombiniert hohe Fett- und niedrigen Kohlenhydratmengen. Dadurch kann der Körper die benötigte Energie aus den aufgenommenen Fetten beziehen, welche er sonst aus den Kohlenhydraten beziehen würde. Dadurch setzt das Fett nicht an, sondern wird effektiv verwertet. Studien belegen sogar, dass eine kohlenhydratreduzierte Ernährung (30% Protein, 60% Fett, 10% KH) im Vergleich zu einer fettreduzierten Ernährung (20% Protein, 25% Fett, 55% KH) effektiver ist, um Körperfett und damit Gewicht abzubauen [Volek et al., 2004].

Nicht Fette, sondern Kohlenhydrate erhöhen das Risiko für metabolische Krankheiten

Ein weiterer Grund, die Fettaufnahme zu reduzieren und im gleichen Zug die Kohlenhydrate zu erhöhen, ist die weit verbreitete Annahme, dass es dadurch zu einer Verbesserung der Blutfettwerte kommt. Diese Annahme basiert allerdings auf Studien, die einige Einschränkungen aufweisen und daher in Frage gestellt werden müssen [Hollenbeck and Coulston, 1991].

Aufgrund der Diskrepanz dieser Studienergebnisse, führten Coulston et al. (1989) eine Studie durch, in der sie die Auswirkungen einer Low-Fat/High-Carb-Ernährung (60% KH, 20% Fett) und einer High-Fat/Reduced-Carb-Ernährung (40% KH, 40% Fett) auf die Blutfettwerte von Diabetes-Patienten verglichen. Die Fettzusammensetzung war dabei gleich und unterschied sich nur in der Menge. Die Ergebnisse zeigten, dass die Low-Fat/High-Carb-Ernährung zu einer weiteren Störung des Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels führte (durchgehend erhöhter Glucose-Spiegel und erhöhte Insulinantwort) im Vergleich zur High-Fat/Low-Carb Ernährung. Diese Studie deutet somit darauf hin, dass eine Ernährung reich an Kohlenhydraten und arm an Fetten zu einer Verschlimmerung von bereits vorhandenen Störungen im Glucose-, Insulin-, und Fettstoffwechsel bei Diabetes-Patienten führen kann.

Auch wenn diese Studie an bereits erkrankten Menschen durchgeführt wurde, so ist anzunehmen, dass die beobachteten Veränderungen im Stoffwechsel auch in gesunden Menschen stattfinden könnten [Coulston et al., 1989]. Diese Studienergebnisse unterstützen unserer Ansicht nach die Vorgabe der Paleo Ernährung, sich fettreich und kohlenhydratarm zu ernähren.

Eier erhöhen nicht den Cholesterinspiegel

Ein häufiger Kritikpunkt an der Paleo Ernährung ist der hohe Eierkonsum, da dieser meist mit einer Erhöhung des Cholesterinspiegels in Verbindung gebracht wird. Dieser Mythos hält sich trotz wissenschaftlicher Widerlegung nach wie vor hartnäckig. Beschäftigt man sich etwas mehr mit dem menschlichen Körper und seiner Fähigkeit den Cholesterinspiegel zu regulieren, so wird es verständlicher, warum diese Annahme nicht auf jeden zutrifft. Cholesterin ist eine lebensnotwendige Verbindung, die beispielsweise verwendet wird, um Hormone in unserem Körper zu produzieren. Aus diesem Grund ist der Körper in der Lage, Cholesterin selbst zu produzieren. Wird jetzt aber über die Nahrung (ausschließlich über tierische Produkte) ausreichend Cholesterin zugeführt, so stellt der Körper die eigene Produktion ein bzw. reduziert sie stark. Dadurch ist er sehr gut in der Lage, die Cholesterinmenge im Körper zu kontrollieren. Diese Aussage wird durch Studien belegt. Eine Studie verglich beispielsweise zwei kohlenhydratarme Ernährungsweisen, wobei eine durch eine hohe Cholesterinzufuhr (3 Eier pro Tag) und die andere durch eine niedrige Cholesterinzufuhr (keine Eier) charakterisiert war. Die Gruppe mit der erhöhten Cholesterinzufuhr zeigte eine Erhöhung des schützenden HDL-Cholesterins bei gleichbleibenden Werten des schädlichen LDL-Cholesterins. Dieses Ergebnis lässt den Konsum von Eiern im Zuge einer kohlenhydratarmen Ernährung sehr positiv erscheinen. Es gibt also keinen Grund die täglichen Eier in der Paleo Ernährung noch zu meiden [Mutungi et al., 2007].

Paleo legt Wert auf gesunde Pflanzenöle und Fette

Bis hierhin wissen wir also, dass Fett weder fett macht, noch die Blutfettwerte verschlimmert oder das Cholesterin erhöht. Es kommt sogar noch besser: Das richtige Fett kann sogar gegen Entzündungen wirken. Dafür verantwortlich sind die essentiellen Omega-3-Fettsäuren, die sich in pflanzlichen Ölen, fettem Fisch und Fleisch von grasgefütterten Weidetieren befindet. Bei der Aufnahme dieser Fettsäuren gibt es allerdings etwas zu beachten. Oft sind sie auch Quellen für Omega-6-Fettsäuren. Bei der Aufnahme dieser Fettsäuren gilt es ein bestimmtes Verhältnis (optimalerweise Omega-6:Omega-3 Verhältnis von 1:1 bis 5:1) zu beachten. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Omega-3-Fettsäuren Entzündungen vorbeugen während Omega-6-Fettsäuren sie fördern können. Da die westliche Ernährungsweise einen zu hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren besitzt, gilt es den Anteil an Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen. Momentan liegt das Verhältnis zwischen 8:1 und 17:1. Die Paleo Ernährung hat den Vorteil, dass die Empfehlungen das angestrebte Verhältnis berücksichtigen und Omega-3-reiche Lebensmittel vermehrt verzehrt werden.

Speiseöle in der Paleo Ernährung

Ungesättigte Fettsäuren werden leicht ranzig

Nur wenige pflanzliche Öle besitzen ein erstrebenswertes Verhältnis der genannten Fettsäuren. Dazu gehören kaltgepresstes Leinsamenöl und Walnussöl [Molendi-Coste et al., 2011]. Rapsöl besitzt zwar auch kein schlechtes Fettsäure-Profil, allerdings werden bei der Herstellung meist extrem hohe Temperaturen eingesetzt, die zur Entstehung von ungesunden Substanzen beitragen. Die Empfindlichkeit gegenüber Sauerstoff, Licht und Hitze ist ein generelles Problem von ungesättigten Fettsäuren und betrifft uns insofern, da es Hinweise darauf gibt, dass die bei der Oxidation entstehenden Produkte für Menschen gesundheitsschädlich sind [Halvorsen et al., 2011]. Ein Großteil der Bevölkerung verwendet vermeintlich gesunde Pflanzenöle zum Kochen ohne zu wissen, dass dabei schädliche Substanzen entstehen.

Olivenöl, Kokosöl und Ghee sind geeignet fürs Erhitzen

Eine Studie untersuchte verschiedene kommerziell erhältliche Öle nach deren Erhitzung auf den Gehalt an gesundheitlich bedenklichen Oxidationsprodukten. Die höchsten Mengen besaßen Sonnenblumenöl, Maisöl und Sojaöl. Am besten schnitt Olivenöl (extra virgin) ab. Das ist dadurch zu erklären, dass Olivenöl vermehrt einfach ungesättigte Fettsäuren (MUFAs) enthält, welche nicht so schnell oxidieren wie mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFAs). Zum Kochen ist Olivenöl damit besser geeignet als Sonnenblumenöl. Noch besser zum Erhitzen geeignet sind Fette, die vermehrt gesättigte Fettsäuren enthalten, da es hier nicht zur Entstehung von schädlichen Substanzen kommt. Geeignet sind beispielsweise Ghee/Butterschmalz oder Kokosöl. Dieses Wissen wird in der Paleo Ernährung berücksichtigt. Weitere Informationen zum Thema gesunde Öle und Fette findet ihr in diesem Artikel.

Qualitatives Fleisch ist wichtig für den Körper

Qualitativ hochwertiges Fleisch ist ein wichtiger Bestandteil der Paleo Ernährung, da es uns wertvolle Inhaltsstoffe liefert. Die Inhaltsstoffe und auch die Qualität von Fleisch sind allerdings abhängig davon, wie die Tiere gehalten werden und was sie zum Fressen bekommen. Die beste Fleischqualität erhält man von Tieren, die in ihrer natürlichen Umgebung mit ausreichend Freilauf und natürlichem Futter aufgewachsen sind. Dieses Fleisch wird in der Paleo Ernährung bevorzugt gekauft.

Fleisch enthält essentielle Nährstoffe

Fleisch enthält einige für uns essentielle Nährstoffe, wie Mineralstoffe, Vitamine und Proteine. Von den Mineralstoffen sind der Zink- und Eisengehalt nennenswert. Sie sind zwar auch in pflanzlichen Produkten vorhanden, allerdings für uns daraus sehr viel schlechter verfügbar. Da vor allem ältere Personen, Frauen sowie Kinder vermehrt Eisen benötigen, profitieren sie besonders von einem ausreichenden Fleischkonsum [Hambraeus et al., 1999]. Fleisch ist außerdem ein guter Lieferant für die Gruppe der B-Vitamine, unter anderem Vitamin-B12, welches grundsätzlich nur in tierischen Produkten vorhanden ist [Allen, 2008]. Des weiteren ist Fleisch eine sehr gute Quelle für biologisch gut verfügbares Protein und gesunde Fette.

Grasgefütterte Tiere haben höhere Mengen an omega-3-Fettsäuren

Je nach Halteart kann Fleisch auch eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren sein. Eine Studie zeigte, dass das Fleisch von grasgefütterten Weidetieren höhere Mengen an Omega-3-Fettsäure enthält, im Vergleich zu Tieren, die mit Getreide-Konzentrat gefüttert wurden. Omega-3-Fettsäuren sind entzündungssenkend und wirken sich somit positiv auf unsere Gesundheit aus. Die einzige weitere bedeutende Nahrungsquelle ist fetter Fisch, welcher aber relativ selten verzehrt wird. Fleisch von grasgefütterten Weidetieren kann daher gut zur ausreichenden Versorgung von Omega-3-Fettsäuren beitragen [McAffee et al., 2011].

Rotes Fleisch macht nicht krank

Neben essentiellen Fettsäuren enthält Fleisch auch noch andere Fette, wie beispielsweise gesättigte Fettsäuren. Da rotes Fleisch höhere Mengen dieser Fettsäuren enthält, empfehlen Ernährungsrichtlinien den Verzehr von rotem Fleisch möglichst gering zu halten. Diese Aussage basiert auf der Annahme, dass gesättigte Fettsäuren negative Auswirkungen auf die Blutfettwerte haben und somit das Risiko für die Entstehung von Krankheiten, wie koronaren Herzkrankheiten, Schlaganfall oder Diabetes erhöhen. Die Studien zu gesättigten Fettsäuren und ihren Auswirkungen auf Risikofaktoren für einige Krankheiten sind allerdings widersprüchlich und keineswegs klar, da manche Studien einen Zusammenhang zeigen, aber andere nicht [Tarino et al., 2010]. Das kann daran liegen, dass in vielen Studien nicht beachtet wurde, dass Personen, die viel rotes Fleisch essen, möglicherweise auch generell einen eher ungesunden Lebenswandel haben und rauchen, trinken, übergewichtig sind und wenig Sport treiben. Alles Faktoren, die das Risiko für die genannten Krankheiten erhöhen und somit die Ergebnisse verfälschen können. Ein weiterer Faktor, der die Ergebnisse verfälscht, ist die Tatsache, dass in vielen Studien nicht unterschieden wurde zwischen dem Konsum von unverarbeitetem roten Fleisch und industriell verarbeitetem Fleisch (Methoden zur Verlängerung der Haltbarkeit, wie Pökeln, Räuchern, Marinieren,…). Eine aktuelle Meta-Analyse zeigt nun aber, dass der Verarbeitungsprozess eine entscheidende Rolle spielt.

Verarbeite Fleischprodukte sind schädlich

Untersucht man die Auswirkung von verarbeitetem Fleisch und nicht verarbeitetem Fleisch, so wird deutlich, dass der Verarbeitungsprozess, aber nicht rotes Fleisch selbst, das Risiko für koronare Herzkrankheiten und Diabetes erhöht. Mögliche Erklärungen dafür sind der höhere Salzanteil sowie der Gehalt von Zusatzstoffen wie Nitrit [Micha et al., 2010]. Es ist anzunehmen, dass die beobachteten negativen Auswirkungen von Fleischkonsum dem Verarbeitungsprozess zuzuschreiben sind.
Auch spielt die Zubereitungsmethode in der Küche eine Rolle für unsere Gesundheit. Es ist bekannt, dass die Zubereitung mit hohen Temperaturen (Frittieren und Grillen) und langer Bratdauer zur Entstehung von krebserregenden Substanzen führt. Das wiederum kann das Risiko für die Entstehung von Darmkrebs erhöhen. Bisher konnte allerdings nur ein möglicher Zusammenhang zwischen diesen Produkten und einer Krebserkrankung festgestellt werden, aber keine Kausalität. In Tierstudien konnte zwar bereits nachgewiesen werden, dass die Substanzen Krebs erzeugen, im Menschen allerdings noch nicht [Rohrmann et al., 2009]. Der vermeintliche Vorteil gegenüber unseren Vorfahren, Fleisch verarbeiten zu können, scheint also auch mit einigen Nachteilen verbunden zu sein.

Zusatzstoffe trüben unsere Sinne

Die Möglichkeit Lebensmittel zu verarbeiten wurde anfangs als Segen betrachtet, da es einige Vorteile mit sich bringt. Dafür verantwortlich sind unter anderem die vielen Zusatzstoffe (erkennbar an der E-Nummer), die die Lebensmittelindustrie zur Auswahl hat. Sie werden eingesetzt, um die Eigenschaften der Lebensmittel den Wünschen der Kunden oder der Lebensmittelhersteller anzupassen. Dazu zählen beispielsweise Stoffe, die die Haltbarkeit verlängern, den Geschmack verstärken, eine kräftigere Farbe vortäuschen oder die Konsistenz verbessern. An und für sich wünschenswerte Eigenschaften, wenn da nicht die Nachteile wären.

Zusatzstoffe können schädlich sein

Durch den Verarbeitungsprozess werden meist wertvolle Vitamine und Mineralstoffe zerstört, wodurch diese Lebensmittel arm an essentiellen Nährstoffen sind. Um diese Verluste auszugleichen, werden nicht selten Vitamine in künstlicher Form wieder zugesetzt. Damit die Lebensmittel gesünder aussehen, werden Farbstoffe zugesetzt und so eine bessere Qualität vorgetäuscht. Einige Zusatzstoffe (z.B. Sorbinsäure, Benzoesäure, Sulfite oder Süßstoffe) können Allergien auslösen, andere stehen sogar im Verdacht Krebs zu verursachen (z.B. Nitrite) [Micha et al., 2010].

Süßstoffe erhöhen das Allergierisiko

Besonders beliebt sind momentan Süßstoffe, da sie es beispielsweise ermöglichen Softdrinks mit 0 Kalorien zu erzeugen. Da sie so beliebt sind, dürfen sie verwendet werden, obwohl ihre Unbedenklichkeit in Frage gestellt wird. Die Ergebnisse einer Studie weisen beispielsweise darauf hin, dass während der Schwangerschaft der Verzehr von Softdrinks, die mit Süßstoffen versetzt sind, das Risiko für das Kind Allergien zu entwickeln erhöht [Malova et al., 2012]. Der Einsatz von Zusatzstoffen hat nichts mehr mit natürlicher gesunder Ernährung zu tun und wird daher in der Paleo Ernährung ausgeschlossen. Stattdessen wird Wert gelegt auf natürliche, nachhaltige Lebensmittel, die auf schonende Art und Weise zubereitet werden.

Fisch liefert uns wertvolle Omega-3-Fettsäuren

Neben Fleisch ist auch Fisch ein wichtiges Lebensmittel in der Paleo Ernährung. Die Qualität und die Inhaltsstoffe des Fisches hängen, wie beim Fleisch, von einigen Faktoren ab, wie dem Lebensraum, dem Futter und den Lebensbedingungen. Der Verzehr von fettreichen Tiefseefischen wie Lachs, Makrele, Sardinen oder auch Hering, ist besonders wichtig für unsere Versorgung mit essentiellen Omega-3-Fettsäuren.

Wild gefangener Fisch enthält mehr Omega-3-Fettsäuren als Zuchtfisch

Der Gehalt der Omega-3-Fettsäuren im Fischfleisch hängt vor allem vom Futter der Fische ab. Wachsen Fische in ihrem natürlichen Lebensraum auf, so haben sie eine vielseitige Auswahl an omega-3-reichen Nahrungsquellen. In einer Zucht dagegen müssen sie fressen, was ihnen angeboten wird. Um den Anteil an Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen, werden sie häufig mit Fischöl gefüttert. Da die Menge an Fischöl allerdings limitiert ist, werden als Nahrung vermehrt auch Pflanzenöle, Ölsamen, Reis oder Sojamehl verwendet. Dadurch kommt es zu einer Erhöhung von Omega-6-Fettsäuren, deren Aufnahme wir aber tunlichst reduzieren sollten [Strobel et al., 2012].

Untersuchungen bestätigen den tendenziell höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und das daraus folgende optimierte Omega-3:Omega-6-Verhältnis in wild gefangenem Fisch [Molendi-Coste et al., 2011]. Neben dem ungünstigeren Fettsäure-Verhältnis haben Zuchtfische den weiteren Nachteil, dass sie mit Antibiotika in Berührung kommen und daher möglicherweise auch Antibiotika-Resistenzen in sich tragen, die wir dann mit der Nahrung aufnehmen. Trotz dieser Nachteile von Zuchtfischen ist darauf hinzuweisen, dass der gestiegene Bedarf an Fisch zu einer Überfischung der Meere führt, wodurch viele Arten bereits gefährdet sind. Darüber hinaus wird durch die praktizierten Fischmethoden einiges an Schaden in der Natur angerichtet. Um sicher zu gehen, dass der gekaufte Fisch so nachhaltig und umweltfreundlich wie möglich gefangen wurde, sollte beim Einkauf auf das Marine Stewardship Council (MSC) Siegel geachtet werden.

Getreide macht krank

Getreide ist ein weit verbreitetes Grundnahrungsmittel und macht damit einen Großteil der menschlichen Ernährung aus. Ernährungsrichtlinien in den USA aber auch in Europa empfehlen uns, täglich ausreichende Mengen von Getreide (am besten Vollkorn-Getreide) zu essen. Diese Empfehlung wird gemacht trotz des Wissens, dass Getreide bedeutende Mengen an Anti-Nährstoffen, wie Gluten, Lektine oder Phytinsäure enthält.

Paleo Ernährung - glutenfrei

Gluten wird mit vielen Krankheiten in Verbindung gebracht

Gluten ist wohl das bekannteste Getreide-Protein, welches vor allem in Weizen vorkommt. Ein Teilbestandteil des Glutens, Gliadin, aber auch andere strukturell ähnliche Proteine erhöhen die Darmdurchlässigkeit, wodurch Mikroorganismen und Nahrungsbestandteile in den Körper gelangen können und dort eine entzündungsfördernde Immunantwort hervorrufen. Ständiger Konsum führt zu einer chronisch erhöhten Darmdurchlässigkeit (auch Leaky Gut Syndrome genannt), welche in Verbindung gebracht wird mit folgenden Erkrankungen:

  • Asthma
  • Type-1-Diabetes
  • Rheumatoide Arthritis
  • Multiple Sklerose
  • Entzündliche Darmerkrankung
  • Hashimoto
  • Depressionen

In genetisch prädisponierten Menschen kann Gluten die Krankheit Zöliakie hervorrufen. Es gibt aber auch Personen, die nicht die genetischen Voraussetzungen für Zöliakie haben, aber dennoch mit gastrointestinalen Symptomen auf Gluten reagieren. Solche glutensensitiven Menschen profitieren daher ebenfalls von einer strikt glutenfreien Ernährung. Neben Zöliakie verursacht Gluten bei manchen Menschen allergische Reaktionen, wie Rhinitis, Asthma und Nesselsucht [Punder und Pruimboom, 2013].

Lektine erhöhen die Darmdurchlässigkeit

Neben Gluten enthält Getreide Lektine, welche ebenfalls zu den Anti-Nährstoffen gezählt werden. Sie werden auch als Hämagglutinine bezeichnet und sind Bestandteil vieler Virenarten, welche ausnutzen, dass sich Lektine an Zellen heften können. Dadurch erleichtern sie das Eindringen des Virus in den Körper des Wirtes. Diese Eigenschaft von Lektinen wird leider auch uns zum Verhängnis, sobald wir lektinhaltige Produkte verzehren. Sie haften sich an unsere Darmzellen, erhöhen die Darmdurchlässigkeit und gelangen so in unseren Körper. Dort können sie dann einiges an Schaden anrichten. Sie werden unter anderem in Verbindung gebracht mit einer gestörten Proteinsynthese, allergischen Reaktionen und einer Störung der Darmschleimhaut mit Auswirkungen auf die Nährstoffabsorption. Des weiteren wird vermutet, dass sie eventuell eine Rolle spielen in der Entstehung von Karies, entzündlicher Darmkrankheit und Zöliakie [Nachbar und Oppenheim, 1980].

Bereits geringe Konzentrationen können Schaden anrichten

Die meisten Lektine sind sehr stabil und beständig gegen Hitze und Verdauungsenzyme. Dennoch kann durch die Verarbeitung von Lebensmitteln die Menge an aktiven Lektinen vermindert werden. Dadurch enthalten unverarbeitete Produkte, wie Müsli, deutlich höhere Mengen als verarbeitete Produkte. Aber auch verarbeitete Produkte, wie gekochte Nudeln, weisen noch eine Restaktivität der Lektine auf [Punder und Pruimboom, 2013]. Das ist immer noch problematisch, da Studien speziell zum Getreide-Lektin Weizenkeim-Agglutinin zeigen konnten, dass bereits Konzentrationen im nanomolaren Bereich die Darmdurchlässigkeit erhöhen und zu einer Immunreaktion führen können [Pellegrina et al., 2009].

Lektine befinden sich nicht nur in Getreidearten, sondern sind so ziemlich in allen pflanzlichen Produkten, aber auch einigen tierischen Produkten in unterschiedlichen Mengen zu finden. Da nicht alle diese Produkte ausgeschlossen werden können, versucht die Paleo Ernährung Lebensmittel mit besonders hohen Mengen an Lektinen zu reduzieren bzw. ganz auszuschließen. Dazu gehören neben Getreide vor allem Hülsenfrüchte, Nüsse sowie Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Auberginen und Tomaten) [Nachbar und Oppenheim, 1980].

Phytinsäure bindet Mineralstoffe

Ein weiterer Anti-Nährstoff im Getreide ist die Phytinsäure. Sie bindet Mineralstoffe, wie Eisen, Calcium und Zink in Lebensmitteln, wodurch diese uns nicht mehr zur Verfügung stehen. Basiert eine Ernährungsweise vorwiegend auf Getreideprodukten und Hülsenfrüchten und ist zusätzlich arm an Eisen, so kann das negative Auswirkungen auf die Eisenversorgung haben [Koréissi-Dembélé et al., 2013]. Der Gehalt an Phytinsäure kann durch verschiedene Verarbeitungsmethoden der entsprechenden Lebensmittel reduziert werden, allerdings wirkt Phytinsäure auch bei sehr geringen Konzentrationen noch stark hemmend [Hurell, 2004]. Wird darauf geachtet, dass die Ernährung reich an Gemüse und Obst ist, so ist eine Auswirkung auf die Mineralstoff-Versorgung nicht zu befürchten. Dennoch ist die Anwesenheit dieses Anti-Nährstoffes ein weiterer Grund, auf Getreide zu verzichten. Auch Hülsenfrüchte und Nüsse enthalten relevante Mengen an Phytinsäure. Nüsse haben hier allerdings einen Sonderstatus, da sie normalerweise nicht in hohen Mengen, sondern nur in Form eines Snacks verzehrt werden. Weitere Informationen zur Phytinsäure findet ihr in diesem Artikel.

Hülsenfrüchte sind nicht die beste Wahl

Hülsenfrüchte enthalten, wie Getreide, Anti-Nährstoffe, nämlich Lektine und Phytinsäure (siehe Getreide macht krank). Wer also bisher Hülsenfrüchte aufgrund ihres Mineralstoffgehaltes gegessen hat, der kann das getrost bleiben lassen, da diese nur begrenzt zur Verfügung stehen. Darüber hinaus haben viele Hülsenfrüchte einen verhältnismäßig hohen Kohlenhydratanteil bei moderaten Proteinmengen. Für Protein gibt es weitaus bessere Quellen, wie Fleisch oder Fisch. Hier findet ihr noch weitere Informationen zu den Hülsenfrüchten.

Milchprodukte sind für viele problematisch

In der Altsteinzeit gab es noch keine Viehzucht im großen Stil und somit auch nicht die Möglichkeit Milch zu konsumieren. Die einzige Milch, die in dieser Zeit konsumiert wurde, war die Muttermilch im Säuglingsalter. Unsere Gene sind noch heute perfekt an diese früheren Umstände angepasst. Im Säuglingsalter vertragen wir Muttermilch problemlos. Werden wir älter, so sieht das allerdings anders aus und viele entwickeln eine Laktoseintoleranz. Das liegt daran, dass wir genetisch so programmiert sind, dass das Enzym, das den Milchzucker (Laktose) verdaut, im Alter an Aktivität verliert. Nehmen wir dennoch Milch zu uns, so kommt es zu Symptomen, wie Blähungen, Durchfall und Magenkrämpfen. Das gilt allerdings nicht für jeden. Manche besitzen eine Mutation in dem Enzym-Gen, die dafür sorgt, dass die Enzymaktivität auch im Alter noch hoch bleibt und somit nach Konsum von Milch oder Milchprodukten keine Probleme vorhanden sind.

Eine Allergie gegen Milchproteine ist weit verbreitet

Neben der Laktoseintoleranz gibt es allerdings noch einen weiteren Faktor, der den Milchkonsum (anderer Säugetiere) in Frage stellt. Viele Menschen reagieren allergisch auf bestimmte Kuhmilch-Proteine, da ihr Körper sie als fremd erkennt. Die Konsequenz ist eine Aktivierung des Immunsystems, was zu unangenehmen Symptomen führt. In so einem Fall ist ein kompletter Verzicht auf Milchprodukte notwendig. In vielen Fällen verliert sich die Allergie allerdings nach dem 6. Lebensjahr und Milchprodukte können ab da problemlos konsumiert werden (sofern keine Laktoseintoleranz vorliegt).

Milch wird mit Autoimmunerkrankungen und Krebs in Verbindung gebracht

Neben den genannten Auswirkungen von Milch, die meist vom Konsumenten direkt gespürt werden, gibt es noch Auswirkungen, die eher unterschwellig ablaufen. So ist Milch dafür bekannt, dass sie eine starke Insulinantwort hervorruft [Östman et al., 2001]. Das ist besonders für solche Menschen problematisch, die bereits ein erhöhtes Risiko haben an Diabetes zu erkranken. Darüber hinaus weisen Studien darauf hin, dass der Verzehr von Milch im Kindesalter möglicherweise das Risiko für Autoimmunerkrankungen, wie Typ-1-Diabetes, sowie das Risiko für neurologische Erkrankungen erhöht. Die Studienlage dazu ist allerdings kontrovers und um eindeutige Aussagen treffen zu können, bedarf es weiterer Untersuchungen [Wesmuth und Kolb, 2000].

Auch die Symptome von Hashimoto können mit einer angepassten Ernährung beeinflusst werden – einige Ärzte vertreten die These, dass neben Milch auch Gluten ein potentieller Auslöser von Autoimmunreaktionen ist.

Auch ein Zusammenhang zwischen Milchkonsum und der Entstehung von Krebs wird kontrovers diskutiert. In Vollmilch scheint nach momentanem Kenntnisstand der Anteil an krebsschützenden Substanzen den Anteil an krebsfördernden Substanzen zu übertreffen. Dafür verantwortlich ist wahrscheinlich die höhere Fettmenge, wobei die konjugierte Linolsäure eine besondere Rolle spielt [Larsson et al., 2005].

Fazit zu Milch

Zusammenfassend lässt sich zum Konsum von Milch und Milchprodukten Folgendes sagen: Auch wenn weder eine Laktoseintoleranz noch eine Milchproteinallergie vorhanden ist, gibt es Auswirkungen auf den Körper, die möglicherweise negativ für unsere Gesundheit sind. Eindeutig bewiesen sind diese Zusammenhänge nicht und daher kann auch keine Empfehlung ausgesprochen werden. Ob Milch verzehrt wird und das Risiko in Kauf genommen wird, dass doch etwas Wahres dran ist, ist jedem selbst überlassen. Die Paleo Ernährung schließt den Konsum von Milch und Milchprodukten zumindest für 30 Tage aus, um die offensichtlichen Risikopotentiale zu eliminieren.

Studien zur Paleo Ernährung

Die Paleo Ernährung ist keine der Diäten, die leere Versprechungen machen und auf die Dauer ungesund sind. Verschiedene Studien zur Paleo Ernährung untermauern ihre Bedeutung als gesunde Ernährungsform, die nicht nur präventiv, sondern auch therapeutisch gegen Stoffwechselentgleisungen wie Diabetes, Herzkrankheiten und Insulinresistenz helfen kann.

Die Paleo Ernährung ist besser geeignet für Diabetiker als die Diabetes-Ernährung

Eine dieser Studien verglich beispielsweise die Auswirkungen einer Paleo Ernährung mit denen einer Diabetes-Ernährung (Gemüse, Obst, Ballaststoffe, Vollkorngetreide, hoher Kohlenhydat- und geringer Fettkonsum) auf die Gesundheit von Typ-2-Diabetes-Patienten. Die Paleo Ernährung führte zu einem verbesserten Glucose-Stoffwechsel und auch zu einer Reduktion etlicher Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vergleich zur standardmäßig empfohlenen Ernährung für Diabetiker [Johnsson et al., 2009].

Die Paleo Ernährung ist gesünder als die mediterrane Ernährung

Eine weitere Studie verglich die Paleo Ernährung mit der hochgepriesenen mediterranen Ernährung (Vollkorngetreide, fettreduzierte Milchprodukte, Fisch, Obst, Gemüse) und krönte die Paleo Ernährung als deutlichen Sieger. In dieser Studie ernährten sich Patienten mit einer gestörten Glucosekontrolle oder bereits vorhandenem Diabetes über 12 Wochen hinweg nach einer der zwei Ernährungsformen. Die Gruppe mit der Paleo Ernährung zeigte eine stärkere Reduktion im Bauchumfang und auch eine deutlichere Verbesserung des Glucose-Stoffwechsels. Dabei ist bemerkenswert, dass die Verbesserung des Glucose-Stoffwechsels unabhängig von der Energieaufnahme und der Nahrungszusammensetzung war. Daraus lässt sich schließen, dass es wichtiger ist auf westliche Nahrungsmittel zu verzichten, als Kalorien zu zählen und die Nährstoff-Zusammensetzung genauestens zu beachten [Lindenberg et al., 2007].

Dieser Artikel zeigt, dass Paleo nicht nur in der Praxis funktioniert, sondern die Vorteile auch wissenschaftlich nachweisbar sind. Dennoch wäre es falsch zu behaupten, dass diese Art der Ernährung die beste für jedermann ist. Dazu sind wir individuell einfach zu unterschiedlich. Dennoch dienen die Grundsätze der Paleo Ernährung als Basis, um für sich selbst die beste Ernährungsform zu finden. Gibt es für euch weitere Bereiche, die unklar erscheinen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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Geschrieben von Christina

Christina ist studierte Ernährungswissenschaftlerin und aktive Personal Trainerin. Sie liebt gesunde Ernährung und viel Sport und verbringt jede freie Minute draußen in der Natur. Erst vor kurzem ist sie auf den Genuss und die Vorteile der Paleo Ernährung gekommen und hoch motiviert das Thema von der wissenschaftlichen Seite zu betrachten. Christina auf Google+
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28 Kommentare

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  1. Rose Trusendi //

    Hallo zusammen, ich hätte eine Frage… ich habe vor 2 Wochen auf Paleo umgestellt und finde es toll! Da ich Mutter von 2 Kids bin, sind wir nicht 100% strikte, aber doch recht konsequent! Dieses Wochenende ist mir jedoch etwas „komisches“ passiert… mein Mittelfingergrundgelenk ist aufgeschwollen und hat sich rot verfärbt, ist sehr schmerzhaft bei Bewegung. Mir wurde eine Gicht-Schub diagnostiziert….? Kann das mit der Fleisch-reichen-Diät in Verbindung gebracht werden…?
    Danke für Eure Feedbacks.

    Rose

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Rose,

      es kann, muss aber nicht mit der Ernährung zusammenhängen. Probiere am besten mehr Gemüse in deinen Speiseplan zu integrieren.
      Wir empfehlen max. 300 – 600 g Fleisch die Woche.

      Freut uns dass dir Paleo gefällt :) Und es trotz der Kinder so konsequent durchziehst.

      Gute Besserung!

      LG, Anja

      Antworten
  2. René Schneider //

    Vielen Dank für diesen wissenschaftlich fundierten Artikel ! Sehr gut !

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  3. Rolf Richter //

    Kompliment zu dem toll recherchierten Artikel. Gerade in der aktuellen Diskussion über „Fleisch macht krank“ ist dieser Artikel ein toller Beitrag, um mit Halbwahrheiten und Interpretationen aufzuräumen. Weiter so :-)

    Antworten
  4. Nils //

    Hallo liebe Paleo360-Community,
    zu aller erst möchte ich die durchaus gut strukturierte und super zusammengestellte Recherche dieses Artikels hervorheben… hier wurde reife Arbeit geleistet!

    Ich (19 Jahre) ernähre mich bereits seit einiger Zeit „paleolithisch“ und kann aus gesundheitlicher, kognitiver sowie sportlicher Sicht eine viel höhere Belastbarkeit und aber auch Leistungsfähigkeit verzeichnen.

    Diese Feststellung hat mich – auch im Rahmen meiner Studienvorbereitungen selbst zum Recherchieren und Nachdenken gebracht.

    Zuerst einmal zum Thema „Die Welt paleogen ernähren“ :
    Es wäre ratsam, sich die wirklichen Gründe des Bevölkerungswachstums und die Quantität der in paleokonforme Lebensmittel fließende Arbeit sowie Energie vor Augen zu führen.
    Mit steigendem Bildungsstandard in allen Bevölkerungsschichten nimmt das Wachstum proportional ab – also mehr Bildung und nicht noch weiter füttern (–>Neokolonialismus/Nichtsaisonware und deren Folgen).
    Wie in der Paleo-Literatur mehrfach betont wird, gilt das Paleo-Programm als Grundlage, die der eigenen Modifizierung unterliegen soll (auch Fleischkonsum) – also Nachdenken!
    Auch Leber und Hirn sind nahrhaft und werden durch die Massentierhaltung unbrauchbar.
    Vielleicht wird auch dann klar, dass eine höhere primäre sowie sekundäre Nahrungsqualität den menschlichen Organismus mit der gleichen Menge an Biomasse besser ernährt. Kurzum der Steinzeitler braucht bei vielfältiger und gut organisierter Ernährungsweise weniger Energie, die zur Nahrungsherstellung und -verwertung aufgebracht werden muss.
    Zuletzt zur Paleo-Ernährung selbst:
    Wie hier auch schon beschrieben, es gibt zahlreiche Studien, die die positiven Effekte des Paleo-Lifestyles untermauern.
    Zum einen über den Risikofaktor „Nahrungscholesterin“
    ravnskov.nu Atherosclerosis and coronary heart disease have nothing to do with the diet. Uffe Ravnskov, M.D., Ph.D
    Woraus auch deutlich hervorgeht, dass nicht nur die Ernährungsweise alleine das A und O ist, sondern der Lebensstil in den Westlichen Ländern einfach viel zu passiv ist.
    Die Adaption an die vorherrschende Ernährungsweise hat keine Selektionsform bisher hervorbringen können und auch die Epigenetik zeigt uns immer deutlicher, dass wir mit einem nichtartgerechten Lifestyle unsere Gene nachträglich negativ an- bzw. ausknipsen.
    In diesem Sinne – greift lieber zum Fahrrad und zum Steak als zum Autoschlüssel und zum Teilchen!

    Liebe Grüße
    Nils

    Antworten
    • Christel //

      Freue mich, lieber Nils, dass ein junger Mann wie du solche Beiträge verfassen kann und bin echt sehr positiv erstaunt……. Das ist ein Hoffnungsstrahl, angesichts so vieler junger Leute, die, vor allem in deiner Altersgruppe, überhaupt keinen Sinn für gesunde Nahrung und Lebensweisen haben. LG Christel

      Antworten
  5. Michael //

    Ich finde den Gedanken von Paleo sehr interessant… und esse auch in diese Richtung, aber nicht so streng.

    Das einzige Problem, welches ich mit dieser Ernährung sehe, ist der hohe Konsum von Fleisch und Fisch und Eiern.

    Schreibt doch mal einen Artikel darüber, was passieren würde, wenn „nur“ 25% (oder besser alle, da es Gesund ist) der Erdbevölkerung. Wie würde die Welt aussehen… habe die Hühner, Kühe und Schweine überhaupt Platz und was essen die Tiere dann, wenn kein Platz mehr für Pflanzen da ist?

    Insgesamt wäre das der ökoligische Super-Gau!

    Damit bleibt Paloe eine „Nische“, da die Staaten diese Umstellung der Gesellschaft nicht leisten können und es somit bei der Aussage bleibt: Getreide gesund, Fleisch ungesund!

    Viele Grüße
    Michael

    P.S.: Trotzdem aber ganz interessante Seite:-)

    Antworten
    • Julia //

      Das ist ein sehr guter Hinweis, wie ich finde. Ich bin davon überzeugt, dass „guter “ Fleischkonsum, aus gesundheitlicher und ethischer Sichtweise (!!), ungeheuer wichtig ist!
      Aber wie ist er in der heutigen Zeit und mit der wachsenden Weltbevölkerung ökologisch und (leider auch) ökonomisch realisierbar?

      Es stellt sich die Frage, wie viel Fleisch in einem bestimmten Zeitraum von einer Person konsumiert werden kann/soll, wenn die Anforderungen an Haltung und Fütterung erfüllt und gleichzeitig die Lieferung der Proteine für den Körper sichergestellt werden sollen.

      Auch wenn es schier unvorstellbar in der westlichen Welt erscheint, vielleicht ist tatsächlich die Verwertung von Insekten eine potenzielle Lösung… *schüttel*

      Was sagt ihr zu diesem schwierigen Thema, liebe Paleoaner?

      Antworten
      • Xeno //

        Was ist mit der Ethik? Was ist denn ethisch guter Fleischkonsum? Wenn man einmal bei einem Schlachthof war, und sieht was da abgeht, vergeht einem die Lust….

        Und wie soll die ganze Weltbevölkerung sich auf Paleoart ernähren? Dann müssten Milionnen Tieren täglich sterben

        Antworten
  6. Marco //

    Hallo! Je mehr ich mich mit Paleo auseinandersetze, desto interessierter bin ich. Vieles macht auch absolut intuiutiv Sinn. Allerdings fällt es mir schwer den Gedanken abzulegen, dass die Höhe des Cholesterinspiegels (v.a. bei einem sehr hohen Konsum von Eiern) für die Gesundheit nicht bedenklich ist; v.a. im Hinblick auf Bluthochdruck etc.

    Habt ihr da vielleicht erweise zu der einen oder anderen Studie?

    Danke und Liebe Grüße

    Antworten
  7. Max B. //

    Ein sehr überzeugender Artikel.
    Meine ersten bescheidenen Versuche mit Paleo sind allerdings bisher nicht gerade vielversprechend verlaufen: durch das viele Gemüse habe ich ziemlich massive Blähungen bekommen. Meine Verdauung ist ohnehin ein Problem (Reizdarm) weshalb mir eine Ernährungsumstellung auf Paleo nahegelegt wurde. Dazu kommt dass mein Körper einfach nicht auf Fettverbrennung umstellen will. Habe immer noch Hunger auf Kohlenhydrate und das nicht zu knapp. Fühle mich allerdings schon etwas besser und fitter was man mir auch ansieht…. aber diese Blähungen, oh Boy. Wann kann ich denn mal mit Verbesserungen meiner Darmgesundheit rechnen? Bin jetzt mehr oder weniger 3 Wochen dabei.

    Antworten
    • Anna Martin //

      Hallo Max,
      in der Regel stellt sich die Verdauung nach einiger Zeit auf die veränderte Nährstoffzusammensetzung ein. Wie geht es dir mittlerweile?
      Viele Grüße
      Anna

      Antworten
    • Matthias //

      Hallo Max,

      auch schon seit über 10 Jahren Probleme mit dem Darm, und habe vor ca. 4 Monaten auf Paleo umgestellt. Meine Symptome sind weniger geworden, allerdings vertrage ich nicht jedes Gemüse, muß auch hier weniger oder mehr selektieren. Sehr gut geht z.B. Zucchini ohne Haut und ohne Kerne, oder Spinat, Ballaststoffhaltige Gemüse, oder Lebensmittel gehen nur bedingt. Interessantes Buch dazu „Fiber Menace“.
      Gruß
      Matthias

      Antworten
  8. Torsten Fleischer | Personal Trainer Berlin //

    Hallo Christina,

    danke Dir für diese sehr ausführliche Übersicht.

    Ich bin gespannt, wie es sich in sagen wir 10-30 Jahren mit dieser Form der Ernährung darstellt. Ob sie Gehör findet und ob sie durchsetzungsfähig ist.

    Es ist definitiv eine Spannende Erfahrung die ein jeder damit machen kann. Eure Beiträge geben vielen hierzu einen wertvollen Input.

    Danke Euch!

    Antworten
  9. Andreas //

    Hallo Frau „Kollegin“ Christina,
    das ist der beste Artikel den ich je von einer Ernährungswissenschaftlerin gelesen habe. Darf ich den bitte auf meine Homepage teilen? Stoffwechselanregende Grüße Dipl. oec. troph. Andreas Scholz

    Antworten
    • Christina Fisch //

      Hallo Andreas,

      vielen Dank für dein Kompliment, da steckt auch einiges an Arbeit drin :-). Sehr gerne darfst du den Artikel teilen! Ich freue mich über jeden Skeptiker, den ich dadurch überzeugen kann!
      Beste Grüße
      Christina

      Antworten
      • Andreas //

        Hi Christina, ich habe den Artikel bei FB geteilt. Jetzt wird er kräftig kommentiert und weiter geteilt. Das ist sehr gut. Gruß Andreas

        Antworten
  10. Daniel //

    Ein brauchbarer Überblick. Allerdings sehe ich die Festlegung auf 20 Prozent Kohlenhydrate zu hoch und als nicht schlüssig mit den sonstigen durchaus sinnvollen hier getroffenen Empfehlungen. Setzt man Paleo konsequent um und übertreibt es, wie im Artikel angesprochen, nicht mit Nüssen, etc. kommt man eher auf einen Anteil von 5 Prozent. Das Thema Ketose müsste also bei einem Überblick über Paleo erhellt werden.

    Antworten
    • Christina Fisch //

      Hallo Daniel,
      danke für deinen Kommentar! Wen das Thema Ketose genauer interessiert, der kann sich hier etwas einlesen: http://www.paleo360.de/gesundheit/ketose-und-paleo/.
      5% erscheint mir doch sehr wenig, vor allem weil in Gemüse und Obst doch einiges an Kohlenhydraten drin steckt (je nach Auswahl) . Möglich ist es sicherlich nur 5E% an Kohlenhydraten aufzunehmen aber ich denke da muss man schon sehr ausgewählt essen.

      Beste Grüße
      Christina

      Antworten
      • Daniel //

        Ich erwähne das Thema Ketose der Vollständigkeit halber, denn Paleo in unseren Breitengraden hat für die hier lebenden Menschen bedeutet, dass Früchte und stärkehaltige Pflanzen eben nicht täglich zur Verfügung standen, sondern nur in saisonal bergrenzten Zeiträumen (hauptsächlich Sommer und Herbst) und daher die Ketose in ihrer „Paleo“-Ernährung ein zwangsläufiger Aspekt war, der daher bei einem Überblick erwähnenswert erscheint.

        Die noch nördlicher lebenden Inuit ernährten sich übrigens von unter 1 Prozent Kohlenhydraten…

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