Omega-3 vs Omega-6: überlebenswichtige Fettsäuren

Fett ist gesund! Das wird immer bekannter.

Kein Wunder: denn Fettsäuren sind Baustoffe für unsere Zellen, aber ebenso im Energiestoffwechsel involviert. Je besser der Körper mit den richtigen Fettsäuren versorgt ist, umso besser kann er funktionieren und langfristig gesund bleiben.

Was ist Omega-3, wo ist der Unterschied zu Omega-6 – was sind gute, was sind schlechte Fettsäuren – was bedeutet gesättigt und mehrfach ungesättigt? Erfahre mehr dazu in diesem Artikel.

 

omega 3 oder omega 6
  • Man unterscheidet zwischen gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, darunter auch Omega-3 und Omega-6.
  • Als besonders wichtig wird das Verhältnis der Omega 6 Fettsäuren zu den Omega 3 Fettsäuren angesehen, da diese bei der Verwertung im Stoffwechsel miteinander konkurrieren können.
  • Fettsäuren sind für uns lebensnotwendig. Der Körper hat deshalb die praktische Fähigkeit, fast alle selbst herzustellen. Einige Omega-6-Fettsäuren müssen wir über die Nahrung aufnehmen, sie werden deshalb als essentiell bezeichnet. Zu einem geringen Anteil können sie in Omega-3-Fettsäuren (DHA, EPA, Alpha-Linolensäure) umgewandelt werden, deren Aufnahme auch über die Nahrung oder Supplemente empfohlen wird.
  • Fettsäuren sind wichtig für: Herz, Blutgefäße, Gewebe und Hirnzellen, denn sie verantworten zum großen Teil den normalen und gesunden Aufbau der Zellmembranen aller Zellen in Geweben.
Blick auf´s Etikett: Wie gut ist mein Fett

Welche Fette sollte man zu sich nehmen?

Einfach ungesättigte Fettsäuren sind ein exzellenter Energielieferant. Viele einfach ungesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen kann den Blutdruck verbessern und Cholesterinwerte reduzieren und damit die Gefahr von Herzkrankheiten. Welche Lebensmittel enthalten ein große Menge an einfach ungesättigten Fettsäuren?

Der hohe Anteil an Antioxidantien in qualitativ hochwertigem Olivenöl und Avocadoöl schützt die Fette vor dem Oxidieren und der Bildung freier Radikale.

Gesättigte Fettsäuren tragen zu unserer Gesundheit bei. Auch wenn man in den Medien oft darüber hören kann, wie gefährlich gesättigte Fettsäuren sind (schließlich wird hier auch erzählt, Getreide gehört zu einer ausgewogenen Ernährung dazu). Das Befürchtung der Medien ist, dass gesättigte Fettsäuren die Arterien verstopfen können und somit zum Risiko von Schlaganfällen und Herzversagen beitragen kann.

Die größtangelegte Studie dazu aus dem Jahr 2010 mit mehr als 300.000 Teilnehmern und einem Betrachtungszeitraum von 23 Jahren hatte ein deutliches Ergebnis: “There is no significant evidente for concluding that dietary saturated fat is associated with an increased risk of coronary heart disease, stroke, or cardiovascular disease.”

Eier und rotes Fleisch, die einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren haben sind also nicht ungesund – ganz im Gegenteil. Gesättigte Fettsäuren eignen sich am Besten zum Kochen, v.a. bei hohen Temperaturen:

Bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren handelt es sich um Fettsäuren mit mehreren Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen. Omega 3 Fettsäuren haben ihre erste Doppelbindung am dritten C-Atom, vom Omega Ende der Fettsäure gezählt. Bei den Omega 6 Fettsäuren ist es das sechste C-Atom, von dem eine Doppelbindung ausgeht.

Zu den Omega 3 Fettsäuren gehören alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), zu den Omega 6 Fettsäuren gehören Linolsäure und Arachidonsäure.

Der Körper ist in der Lage, Fettsäuren selbst zu bilden, bis auf die Ausnahmen Linolsäure und alpha-Linolensäure. Diese müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Obwohl die Struktur der beiden Fettsäure-Typen sehr ähnlich ist, haben sie doch unterschiedliche Auswirkungen auf unseren Organismus.

Die marinen Omega-3-Fettsäuren kommen vermehrt in fetten Fischen, wie Lachs, Sardinen und Makrelen vor, sowie in Meeresalgen. Die pflanzliche ALA (reich vorhanden in Leinöl, Chiasamen, Walnüsse) kann nur begrenzt in die wichtigen marinen Omega-3-Fettsäuren (EPA & DHA) umgewandelt werden.

Zusammenfassend ist wichtig: Unser Körper braucht Fett zum Überleben! Aber nicht jedes Fett ist gleich gut. Einfach ungesättigte und gesättigte Fettsäuren sind wichtig für uns. Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren kann man auf das Verhältnis Omega-3 zu Omega-6 achten.

Der Unterschied zwischen Omega-3 und Omega-6

Omega 3 Fettsäuren können für einen gesunden Lebensstil wichtig sein. In der richtigen Dosis reduzieren sie das Risiko, chronische Krankheiten wie Herz-/Kreislauferkrankungen zu entwickeln. In wissenschaftlicher Hinsicht war es eine bahnbrechende Entdeckung, dass eine gewisse Menge Omega 3 Fettsäuren helfen kann, den Blutdruck zu senken und Entzündungen vorzubeugen. Sogar bei der Behandlung von psychischen Krankheiten wie Depressionen schreibt man den Omega 3 Fettsäuren eine hilfreiche Wirkung zu.

Auch Omega 6 Fettsäuren haben gesundheitlichen Nutzen für uns, allerdings kann ein „zu viel“ zu Gesundheitsschäden führen. Auch Omega 6 Fettsäuren sind Bausteine von Zellmembranen und essentiell an der Regulation von Entzündungsprozessen beteiligt. Aufgrund des Zusammenspiels zwischen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren, ist es wichtig, das Verhältnis der beiden zueinander zu betrachten. Mit unserer Nahrung können wir dieses beeinflussen und unsere Gesundheit fördern.

Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren wirken unterschiedlich im Körper: Aus beiden entstehen Botenstoffe, aber die Botenstoffe aus Omega-6 können entzündungsfördernder für den Stoffwechsel sein. Dennoch sind Omega-6 Fettsäuren wichtig für Wachstum, Wundheilung und Infektionsabwehr. Es ist entscheidend, beide Fettsäuren in einem optimalen Verhältnis zu sich zu nehmen.

Das ideale Fettsäuren Verhältnis

Als Faustregel gilt, dass man höchstens viermal so viele Omega-6 wie Omega-3 Fettsäuren (ein Verhältnis von 4:1) zu sich nehmen sollte.

In unserem heutzutage typischen Speiseplan sieht das häufig anders aus: Im Schnitt nehmen wir über die Nahrung etwa zehn bis zwanzig mal mehr Omega-6 Fettsäuren als Omega-3 Fettsäuren (ein Verhältnis von 10-20:1) auf.

Das kann deswegen problematisch sein, da beide Fettsäuren das gleiche Enzym benötigen, um abgebaut und zersetzt zu werden. Wenn also Omega-6 vom Körper verarbeitet wird, kann gleichzeitig weniger Omega-3 zerlegt werden. Bei der Verwertung der Fettsäuren konkurrieren Omega-3 und Omega-6 miteinander.

Da Omega-3 sehr wichtig für die Hirnentwicklung sein kann, sind Säuglinge verstärkt fähig, Omega-3 umzuwandeln. Die meisten Schwangeren werden deshalb bereits in der Schwangerschaft dazu angehalten, Omega-3-Fettsäuren zusätzlich zur Nahrung aufzunehmen.

Es ist hilfreich, das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 in Lebensmitteln zu betrachten. So liegt es bei nativem Olivenöl bei 8:1, bei Sonnenblumenöl dagegen bei 120:1. Hier kann man schon in kleinen Dingen im Alltag optimieren: Finger weg Omega-6-reichen Öl wie Sonnenblumenöl, Distelöl und Sojaöl.

NORSAN hat alle relevanten Informationen übersichtlich zusammengestellt.

Mehr Infos im Artikel zum Thema Omega 3 Kapseln & Fischöl.

Worin ist Omega-3 überhaupt enthalten?

In ausreichenden Mengen sind Omega-3-Fettsäuren (DHA und EPA) in wild gefangenem, fettem Fisch enthalten. In etwa sollte man pro Tag so viel Omega-3 aufnehmen wie in 50 – 200 g Lachs enthalten ist, alternativ über Nahrungsergänzungskapseln 1-4 Gramm Fischöl. Eine gute Quelle für Omega-3 sind auch Sardellen, Sardinen, Heringe und Makrelen.

Omega-3 ist auch in Rindfleisch enthalten, allerdings sind die relativen Gehalte geringer als im Fisch. Feststellbar ist, dass das Verhältnis Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren bei weidegefütterten Tieren vorteilhafter ist. Gras enthält natürlicherweise mehr Omega-3 Fettsäuren als Mais und Getreide, was Tieren konventionell gefüttert wird.

Warum ist Omega-3 so wichtig?

Folgende Abhängigkeiten konnten bisher erforscht werden:

  • Ein Omega-3 Mangel kann ein ein zehnfach höheres Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden, bedeuten.
  • Verminderung des Schlaganfall-Risikos.
  • Wichtig für eine optimale Gehirnentwicklung von Babys – schon in der Schwangerschaft.
  • Versuche bei Alzheimer Patienten zeigen eine Besserung der Kognition und Demenzentwicklung durch erhöhte Zufuhr von Omega-3.
  • Ein Omega-3 Mangel kann bipolare Störungen und Depressionen begünstigen.
  • Schizophrene Patienten weisen einen tendenziell niedrigen Omega-3 Fettsäurespiegel auf.
  • Bei hyperaktiven Kinder und bei Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom kann man niedrigere Omega-3 Fettsäurespiegel feststellen als bei gesunden Kindern.

Woher kommt unser Omega-3 Mangel?

Im Laufe der Evolution kam es zu einer Veränderung in unserer Aufnahme von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Anthropologen schätzen, dass unsere Vorfahren die Fettsäuren im Verhältnis 1:1 aufgenommen haben.

Mit Einsetzen der industriellen Revolution vor etwa 140 Jahren kam es zu einer deutlichen Verschiebung des Verhältnisses. Das lag vor allem am schnellen Fortschritt der modernen Pflanzenöl-Industrie und dem Fakt, dass Tiere plötzlich mit Getreide und Mais ernährt wurden, womit das Fettsäureprofil des Fleisches verändert wurde. Das Futter der Tiere hat somit eine Auswirkung auf die Zusammensetzung des Fleisches (und deren Produkte wie Milch).

Ähnlich sieht es beim Mensch aus – je nachdem was wir in welchen Mengen essen – anteilig sind unsere Essgewohnheiten auch in unserer Körperzusammensetzung wiederzufinden.

Übrigens lag 1935 das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 in der Ernährung noch bei 8:1. Bis 1985 hat sich das Verhältnis auf 10:1 erhöht. Heute liegt das Verhältnis einer durchschnittlichen Ernährung zwischen 10:1 zu 20:1 – stark abhängig natürlich von der Ernährungsweise.

Schadet Omega-6?

Die meisten Menschen nehmen relativ viel Omega 6 Fettsäuren zu sich, da diese in verarbeiteten oder frittierten Lebensmitteln, Margarine oder tierischen Produkten vorkommen können, sofern die Tiere mit Omega 6 haltigem Futter gefüttert wurden.

Auch viele Öle, die von vielen gerne zum Kochen verwendet werden, enthalten eine hohe Menge Omega 6 Fettsäuren. Dazu gehören neben Distel- und Sonnenblumenöl auch Raps- oder Maisöl. Omega 3 Fettsäuren werden vom Großteil der Bevölkerung leider nur in geringen Mengen aufgenommen, da vor allem Fisch (Lachs, Makrele, Thunfisch,…) oder Nüsse – beide sehr Omega 3 haltig –  eher weniger verzehrt werden.

Das Verhältnis Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren verschiebt sich dadurch zu Ungunsten der Gesundheit.

Obwohl wir Fettsäuren unbedingt zum Leben brauchen, kann die Aufnahme von zu viel ungesättigten Fettsäuren, speziell das entzündungsfördernde Omega-6, gesundheitsgefährdend sein. Wissenschaftler machen heutzutage die steigende Menge an ungesättigten Fettsäuren, die wir zu uns nehmen, für eine Vielzahl an Krankheiten verantwortlich:

Alle entzündungsbasierten Krankheiten können hier gelistet werden. Von Übergewicht, Autoimmunerkrankungen, Herzerkrankungen, Insulinresistenz bis hin zu Krebs. Warum ist das so?

Freie Radikale und Antioxidantien

Zum einen verändern sich mehrfach ungesättigte Fettsäuren wenn sie in Kontakt mit Luft, Licht und Hitze kommen. Dabei entstehen radikalische Moleküle. Freie Radikale sind wichtig für Zellreparaturen und das Immunsystem. Aber auch hier kommt es auf die Balance an: Zu viele schaden dem Organismus und schädigen unsere Zellen. Bei den Krankheiten Krebs, hohem Blutdruck sowie Alzheimer können zu viel freie Radikale gemessen werden.

Um diesen Prozess zu stoppen, benötigen wir Antioxidantien, die aber in raffinierten Pflanzenöl leider kaum vorhanden sind. Die billigen Pflanzenöle sind raffiniert um sie von jeglichen Begleitstoffen zu entfernen. Wichtige antioxidative Stoffe wie Vitamin E fehlen in relevanten Mengen. Vitamin E ist ein natürlicher Schutz der Pflanze die enthaltenen Fettsäuren vor der Oxidation zu schützen. Bei billigen Pflanzenöl beginnt der Oxidationsprozess der Fettsäuren, also die Entstehung von Radikalen bereits im Supermarktregal.

Wenn man dieses Fett beim Kochen dann erhitzt, gehen die wenigen übrigen Antioxidantien auch noch verloren. Wir essen damit das schlechteste verfügbare Fett – und zwar in Massen.

Was im Körper geschehen kann ist alamierend: Fette sind wichtig für unsere Zellmembranen, wichtig für ihre Grundstruktur. Wenn wir mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu uns nehmen, machen wir unsere Zellen mehr und mehr angreifbar. Wenn die mehrfach ungesättigten Fettsäuren anfangen zu oxidieren und freie Radikale bilden, kann dies Entzündungsherde im Körper fördern, die zu Krankheiten führen können.

Krankheiten können vermieden werden, wenn wir unsere Zellen mit ausreichend antioxidativen Substanzen ausstatten wie Vitamin E, C, A und anderen zelleigenen Substanzen wie Glutathion. Über eine nährstoffreiche Paleo-Ernährung führen wir dem Körper ausreichend Nährstoffe zu und schützen uns vor potentiellen Schäden, auch vor denen die von mehrfach ungesättigten Fettsäuren ausgehen können.

Da bei Paleo industriell angefertige und bearbeitete Lebensmittel (zumindest für 30 Tage) vom Speiseplan gestrichen sind, ergeben sich weitaus geringere Risiken, zu viel Omega 6 Fettsäuren zu sich zu nehmen, als bei der üblichen westlichen Ernährungsform.

Auch durch den Konsum von Fisch und Meeresfrüchten kann eine adäquate Mengen an Omega 3 Fettsäuren gewährleistet sein.

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Geschrieben von Michaela

Michaela ist die Naschkatze im Paleo360 Team und deswegen immer auf der Suche nach Paleo-konformen Süßigkeiten. Vielleicht hat sie auch deshalb die exzellente Fähigkeit entwickelt, exotische Salate mit diversen leckeren Früchten zu kombinieren. Auch sie ist ein großer Fan von Natur und dem Münchner Alpenvorland. Michaela schläft gerne lang, weswegen ihre Blogposts wohl öfter am Nachmittag veröffentlicht werden. Michaela auf Google+
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30 Kommentare

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  1. Lutz Clausen //

    Es ist für mich einfach nicht nachvollziehbar,dass als Lieferant für Omega 3 Fettsäuren nicht das Leinöl benannt wird,welches nachweisbar den höchsten Anteil an o.a. Fettsäuren enthält.
    Um den wöchentlichen Bedarf an o.a.Fettsäure zu decken müßte man pro Woche mindestens 6 kk Schellfisch zu sich nehmen….alternatriv pro Tag einen Esslöffel Leinöl.
    Aber wahrscheinlich ist dieses zu banal um überhaupt erwähnt zu werden.Schade eigentlich

    Antworten
    • Thomas Oster //

      Dem berechtigenten Einwand von Lutz würde ich noch hinzufügen, dass man den Omega-3 Bedarf sehr simpel und günstig durch Leinsamen decken kann. Die halten sehr lange und sind vielfältig im Essen einsetzbar, z.B. Müsli, Salate, Suppen und andere warme Speisen. Wichtig dabei, die Leinsamen vorher schroten oder mahlen. Geschrotet oder gemahlen im Kühlschrank aufbewahrt halten die mehrere Monate.

      Antworten
      • Silberherz //

        Leinsamen/Leinöl oxidiert sehr schnell. Daher sollte man z.B. Leinöl höchstens in 250ml-Flaschen kaufen, unbedingt im Kühlschrank aufbewahren und lange vor dem offiziellen Ablaufdatum aufbrauchen.

        Leinsamen geschrotet zu lagern, und dann auch noch mehrere Monate, ist aus dem gleichen Grund vollkommen überflüssig und auch ungut, denn gerade oxidiertes, also ranziges Leinöl ist wirklich gesundheitsschädlich. Deshalb auch NIEMALS geschroteten Leinsamen kaufen, meist ist der schon oxidiert, wenn man die Packung öffnet.

        Für alle, die selbst schroten/mahlen – welchen sinnvollen Grund könnte es geben, dies nicht bei jedem Bedarf für die benötigte Menge zu tun? Wozu dann überhaupt selbst schroten?

        Antworten
  2. öla //

    Hallo, danke für den Artikel. Mir ist nicht ganz klar, wie das mit den mehrfach unges. Fettsäuren ist: einerseits steht omega 3 sei wichtig für den körper, andererseits wird betont, die mehrf. ung. fetts. seien schlecht (da entzündungsfördernd und wegen der oxidationsgefahr). Ich weiss, dass omega 6 in dieser Hinsicht viel schlechter ist, aber müsste man bei omega 3 nicht auch aufpassen, dass man nicht zu viel davon nimmt? Es tönt nämlich überall so (nicht nur in d. Artikel), dass omega 3 super sei und man könnte meinen, je mehr desto besser (z.b. auch in Kapseln). Aber besteht da nicht die gleiche Gefahr der Oxidation und der Entstehung der freien Radikalen wie bei omega 6?
    Danke im Voraus für Ihre Antwort!

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Genau – die Qualität des Fettes bzw. der Fettsäuren bleibt wohl entscheidend. Und man kann davon ausgehen, dass die Qualität in frischen Lebensmitteln, entsprechend schonend zubereitet am besten ist – zumindest im Vergleich zu verarbeiteten Produkten.

      LG, Anja

      Antworten
      • öla //

        ja, die art wie das öl gelagert oder verarbeitet wird ist sicher wichtig. Aber auch da: wenn Sie z.B. in einem anderen Artikel schreiben, dass mehrf. unges. fettsäuren nicht über 130 C erhitzt werden dürfen, wegen der umwandlung in trans-fettsäuren dann kann ja Lachs oder all die anderen kaltwasserfische z.B. die so oft wegen ihren hohen gehalt an omega 3-fetts. empfohlen werden, gar nicht gebraten oder zu fest erhitzt werden? (und alle nüsse z.b. auch nicht)…

        Antworten
        • Bribö //

          Schade, dass hierzu keine Antwort verfasst wurde. Mich würde auch interessieren, ab welcher Temperatur beim Kochen von Lachs z.B. die Omega 3 Fettsäuren zerstört werden. Wie kocht man den richtig??

          Antworten
  3. Anna Orlowski //

    Hallo,
    es gibt nur 2 Fettsäuren, als primär essentielle Fettsäure: ALA (Alpha Linolenic Acid typ Omega 3 ) und LA (Linoleic Acid typ Omega 6) die durch Organismus nicht produziert werden und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Nur aber als kalt gepresste Öle. Die EPA, DHA und GLA, AA werden selbs von Organismus erzeugt, nachdem wir die Omega-3 und Omega-6 aufgenommen hatten. Die EPA, DHA GLA und AA sind derivate Fettsäure und werden nur in Mengen produziert, die Organismus braucht. Die dürfen nicht extra aufgenommen werden.

    Dass die Omega-6 entzündugsfördernd ist, ist falsch, alte Studie…
    2009 hat the American Heart Assotiation was anderes festgestellt…

    Antworten
  4. Joachim Dudde //

    Die Aussage zum Hanföl können sie so nicht stehen lassen. Das Verhältnis Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren ist 3:1somit gehört das Hanföl zu den besten Ölen.

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Joachim,

      danke für dein Feedback. Du hast Recht – Hanföl auf eine Stufe mit Sonnenblumenöl und Sojaöl zu stellen ist nicht richtig, die Aussage wurde im Text verbessert.
      Bei der Einschätzung eines Öls ist nicht nur das Verhältnis der o6 zu o3-Fettsäuren hilfreich, sondern u.a. auch deren Vitamingehalt und der Anteil der mehrfach ungesättigten Ölen. Unter den Ölen mit einem hohem Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren kann bspw. Leinöl die bessere Wahl als Hanföl sein.

      LG, Anja

      Antworten
  5. Marty //

    ich verstehe nicht, warum Hanföl schlecht sein soll. mit einem Verhältnis omega 3 zu 6 von 1:3 ist der omega 3 Anteil doch extrem hoch?!

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Marty,

      je nachdem ob man den Omega-6-FS Anteil abwägt oder das Verhältnis der omega-6 Fettsäuren kann bei Hanföl zu unterschiedlichen Aussagen kommen. Ich finde es sinnvoller den Anteil der omega-6-FS (Linolsäure) in der Ernährung zu begrenzen.

      Hin und wieder Hanföl einzubauen ist sicherlich nicht verkehrt. Vorteilhafter ist es vorrangig auf andere Fette und Öle zurückzugreifen.

      LG, Anja

      Antworten
  6. Futzy //

    Dachte, das Hanföl noch besser als Leinöl sei! Für kalte Gerichte zumindest .

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Futzy,

      ich denke für kalte Gerichte ist Leinöl die bessere Wahl- zumindest bezüglich der Fettsäurezusammensetzung. Geschmacklich kann das anders ausfallen :)

      LG, Anja

      Antworten
      • Walter //

        Das Leinöl nur ganz frisch kaufen, am besten in einer Ölmühle. Ganz frisch schmeckt Leinöl noch gut. Ich verwende es
        nur bis zu 4-5 Wochen nach der Pressung
        für alle Salate – und keiner hat sich deswegen mokiert, keiner hat etwas ge-
        sagt. Es gibt im Gebiet Stromberg-Heuchelberg eine sehr gute Ölmühle.
        Viele Grüsse, Hanne

        Antworten
  7. Micha //

    Hey,

    toller Artikel, Michaela!
    Ich habe ihn schon zig mal aufgerufen, um Infos über Fette zu bekommen.

    Ein Frage hätte ich noch:
    Dass man ungesättigte Fettsäuren nicht erhitzen sollte ist ja bekannt. Aber wie verhält es sich mit den Omega3-Fettsäuren im Fisch? Werden die ebenfalls durch Erhitzen zerstört?

    Viele Grüße
    Micha

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Micha,

      puh, das ist eine gute Frage und eine Recherche wert. Spontan weiß ich keine Antwort. Generell empfiehlt es sich Fisch schonend zu erhitzen (z.B. zu dünsten), das beeinflusst die Fettsäuren sicherlich nicht besorgniserregend.

      LG, Anja

      Antworten
      • Micha //

        Hi Anja,

        danke für Deine Antwort.
        Ich konnte leider bisher auch nichts finden zu dem Thema.

        Über die Feiertage habe ich das Niedertemperaturgaren im Ofen ausprobiert.

        Ich hatte 2 schöne Lachfilets bei ca. 60-70 Grad für 3 Stunden im Ofen. 1,5 Stunden hätten wohl auch gereicht. Der Lachs war traumhaft zart und saftig. Nicht so trocken wie aus der Bratpfanne.

        Ich könnte mir vorstellen, dass die ungesättigten Fettsäuren mit dieser Methode erhalten bleiben. Sicher bin ich allerdings nicht.

        Liebe Grüße Micha

        Antworten
        • Hans-Jürgen //

          Tipp zum Lachs
          Den Lachs mit etwas Gewürz vkaum ziehen und dann im Wasserbau bei 80 Grad 15 min ziehen lassen NICHT KOCHEN !!! DANN ist der wirklich schonend gegart

          Antworten
    • cocy //

      Guten Abend,

      Ihre frage darauf habe ich die Antwort dazu. Zu ihrer frage des O3 -Fs. im Fisch,ob sie dadurch zerstört werden durch erhitzen?

      Antwort : Nein, weil es beim Fisch ein anderen crad hat als beim Fleisch ,den Fisch braucht nicht länger von der Zeit her darum zerstört es nichts also kein Grund zur sorge . Alle Vitaminstoffe deren gesunden Fette bleiben weiterhin enthalten .

      Hoffe Diese Antwort war Ihnen hilfreich lieber Micha.

      Antworten
  8. Biggi //

    Vielleicht kann mir PALEO 360 weiterhelfen? Darf man Nüsse wirklich nicht höher als 100 ° erhitzen, um schädliche Transfette zu vermeiden (wird so auf eurem M+N Blog behauptet)? Wie sieht es dann mit Weihnachtspätzchen aus?

    Antworten
  9. Marc //

    Mich würde mal interessieren warum denn das Rapsöl nicht so empfehlenswert für den täglichen Verzehr sei ?
    Meiner Meinung nach kommt doch dessen Zusammensetzung, der des Olivenöles sehr nahe. Wenn ich der Aufschrift vieler Rapsöle Glauben schenke, ist das Verhältniss Omega-3/Omega-6 zwischen 1/2 und 1/3 und somit nicht ideal ?

    Gruß, Marc

    Antworten
  10. Daniel //

    Hey paleo360 Team.

    Vielen Dank für diesen informativen Artikel.
    Ich vermisse nur die Erwähnung von Leinöl, da es doch, soweit ich informiert bin, eine höhere Menge an Omega3 und der wichtigen Ala Form hat als Makrele, Lachs und Co..
    Passt Leinöl nicht in die Paleo Ernährung?

    MfG Daniel

    Antworten
  11. Martin //

    Hallo Michaela,
    nur eine kleine Anmerkung: Auch wenn Kerrygold aus Milch von Weidekühen produziert wird, so handelt es sich doch um ein industriell gefertigtes Lebensmittel. Daher verbietet sich m.E. eine “Werbung” in diese Richtung. Butter von Weidekühen gibt es auch bei lokalen u. regionalen Anbietern (z.B. Demeter-Betriebe). Es gibt keine Notwendigkeit deine Leser in den nächsten Supermarkt zu schicken.
    Gruß,
    Martin

    Antworten

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