Ist Milch gesund oder ungesund?

Ist Milch gesund oder ungesund? Ist Milch bei Paleo erlaubt, oder sollten wir darauf verzichten? Über kaum ein anderes Thema wird so stark diskutiert.

Einige lassen Milchprodukte komplett weg, andere beschränken sich auf Fette (so wie Ghee, Butter und fetten Quark), wieder andere setzen auf (Roh)Milchprodukte von Weidetieren.

In diesem Grundlagenartikel werden wir die wichtigen Aspekte und Fragen zum Thema Milch klären: Was steckt alles in Milch drin: Welche Bestandteile sind gesund, welche ungesund?

Was hat es mit der Laktoseproblematik auf sich, wie verhält es sich mit Allergien? Und wie sieht es mit den verschiedenen Produkten und Verarbeitungsformen bei Milch aus? Das sind nur einige der vielen Punkte, die Du in diesem Artikel erfährst.

ist Milch gesund

Für wen ist Milch gesund – und wer sollte lieber verzichten?

Ist Milch Paleo?

Als erstes steht bei diesem Thema natürlich die grundsätzliche Frage im Raum: Ist Milch eigentlich Paleo?

Man geht davon aus, dass der Mensch vor ca. 12.000 Jahren begonnen hat, Milch auch nach dem Säuglingsalter zu vertragen.

Das liegt daran, dass sich die genetische Mutation durchgesetzt hat, auch im fortschreitenden Alter noch das Enzym Laktase zu produzieren, das uns hilft, den Milchzucker (Laktose) zu verdauen.

12.000 Jahre – das klingt zwar viel, ist aber im Vergleich zur gesamten Dauer der Menschheitsgeschichte ein sehr kurzer Zeitraum. Und genau hier knüpft ja der Paleo Gedanke an. Im Sinne von Paleo werden Lebensmittel verzehrt, auf die unser Körper bestmöglich ausgelegt ist.

Insofern ist die Antwort auf die eingangs gestellte Frage: Nein, eigentlich ist Milch nicht Paleo — eigentlich, denn: die Paleo-Idee beinhaltet auch den Gedanken der evolutionären Anpassung an die Ernährung. Das ist z.B. auch einer der Gründe, warum Getreide aus Paleosicht problematisch ist. Bei Milch gilt dieses klare Nein allerdings nicht, hier scheint die Anpassung unterschiedlich zu sein.

Problem 1: Laktoseintoleranz 

Laktoseintoleranz war in den letzten Jahren fast schon ein Hype-Thema, wenn man sich die Anzahl laktosefreier Produkte im Supermarktregal anschaut. Die tatsächliche Verbreitung von Laktoseintoleranz unterscheidet sich regional sehr stark und bewegt sich zwischen 5% in Nordeuropa und 90% in manchen asiatischen und afrikanischen Ländern.

Das Phänomen als solches gibt es schon lange – aber erst durch den hohen Milchverzehr vieler Menschen kommen die Auswirkungen zu tragen.

Bei der Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Unverträglichkeit des Milchzuckers Laktose. Der Körper kann das Enzym Lactase, das zum Verdauen von Laktose benötigt wird, nicht (oder nicht mehr) in ausreichenden Mengen selbst herstellen. Wird die mit der Nahrung aufgenommene  Laktose als Folge fehlender oder verminderter Produktion des Verdauungsenzyms Laktase nicht verdaut, spricht man von Laktoseintoleranz.

Es entstehen ähnliche Symptome wie bei der Milchallergie auch: Verdauungsprobleme, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und so weiter. Die Beschwerden treten etwa 15 Minuten bis zwei Stunden nach dem Verzehr des Milchprodukts auf.

Der Unterschied zur Milchallergie ist, dass die Laktoseintoleranz nicht vom Immunsystem ausgeht: Sie wird deshalb als „nicht immun vermittelt“ bezeichnet.

Der Begriff Laktoseintoleranz wird nur dann verwendet, wenn eine Symptomatik besteht. Treten keine Symptome auf, handelt es sich um eine Laktosemalabsorption. Viele bemerken ihre Laktoseintoleranz nicht, weil Symptome wie Müdigkeit, Magenbeschwerden und Schlappheit oft nicht der Ernährung zugeschrieben werden.

Um festzustellen, ob eine Laktoseunverträglichkeit besteht, sollten jegliche Milchprodukte für etwa 30 Tage vermieden werden. Interessant: Bei Kindern ist das Problem weit weniger ausgeprägt, denn bis zum Alter von etwa 2 produziert der Körper Laktase, das Laktose-Spaltungs-Enzym.

Menschen, die starke Probleme mit der Laktoseverdauung haben, sollten naheliegenderweise auf Milch verzichten. Wie viel Laktose man tatsächlich produziert und ob die Menge ausreicht, um den Milchzucker komplett zu verdauen, ist allerdings individuell sehr unterschiedlich. Schon geringe Symptomatiken können auf prinzipielle Probleme hindeuten.

Problem 2: Kuhmilchallergie

Eines der potentiellen Probleme mit Milch und definitiv ein Zeichen dafür, dass man sie nicht verträgt, ist die Kuhmilchallergie.

Generell werden bei einer Allergie vom Körper eigentlich unproblematische Stoffe als schädlich betrachtet. Dadurch ausgelöst aktiviert er sein Immunsystem. Dieses reagiert oft heftig und mit unterschiedlichen Folgen auf den allergieauslösenden Stoff. Im Falle einer Kuhmilchallergie sind das zumeist die Proteine in Milch (z.B. Casein und Whey). Diese Proteine sind auch als kreuzallergen zu Gluten bekannt – das heisst: wer auf das eine allergisch ist, reagiert auch auf das andere.

Die Symptomatik einer Kuhmilchallergie ist oft sehr unspezifisch. So können sich Krankheitsanzeichen beispielsweise an der Haut (extreme Trockenheit, unspezifische Hautausschläge, Nesselsucht), im Magen-Darm-Trakt (Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung) oder an den Atemwegen (häufiges Husten, Asthma, Bronchitis, chronischer Schnupfen und/oder Atemnot) zeigen.

Die Symptome können dabei in sehr unterschiedlicher Intensität und teilweise in Verbindung miteinander auftreten, was eine Diagnose auch für den Arzt zusätzlich erschwert.

Eine echte Kuhmilchallergie betrifft in den meisten Fällen eher Babys und Kleinkinder unter fünf Jahren. Diese Tatsache macht es oft schwer, eine Milchallergie schnell zu diagnostizieren, weil die unspezifischen Beschwerden häufig gar nicht als Symptome erkannt werden.

Verdauungsprobleme oder Spucken in den ersten Lebensmonaten sind ja zunächst einmal nichts Ungewöhnliches. Außerdem können sich Babys und kleinere Kinder noch nicht so gut artikulieren oder die Symptome beschreiben.

Eine Kuhmilchallergie klingt in 80 % der Fälle bis zum fünften oder sechsten Lebensjahr wieder ab, wenn eine sogenannte Eliminationsdiät (zum Beispiel Paleo-Ernährung) nach Erkennen der Allergie eingehalten wird. Dabei werden milchhaltige Lebensmittel und deren Bestandteile aus dem Ernährungsplan gestrichen.

Tritt eine Kuhmilchallergie im Erwachsenenalter auf, so sind die Heilungschancen eher gering. Es kann unter Umständen davon ausgegangen werden, dass die Kuhmilchallergie eines der Anzeichen dafür ist, dass der Körper allgemein auf die verhältnismäßig neue „Zivilisationsnahrung“ evolutionsbiologisch noch nicht eingestellt ist.

Problem 3: Casein & Autoimmunerkrankungen

Casein ist das Hauptprotein in Milch und Milchprodukten. Weil es von unserem Körper als fremd wahrgenommen wird, ist es einer der Faktoren, die zu Milchallergie beitragen können.

Darüber hinaus steht es auch im Verdacht, enzündungsfördernd zu sein — und ist damit für alle, die eine Autoimmunerkrankung haben, hochproblematisch und sollte unbedingt gemieden werden.

Nach neueren Studien kann hierbei allerdings zwischen zwei verschiedenen Sorten unterschieden werden: dem A1- und dem A2-Beta-Casein.

In gewisser Menge sind beide in jeder Form von Milchprodukten enthalten. A1 kommt jedoch vor allem in Kuhmilch vor, während etwa Milch von Ziege oder Schaf hauptsächlich A2-Casein enthält.

Während die gesundheitlichen Probleme, insbesondere Entzündungen, wesentlich mit A1-Casein in Verbindung gebracht werden, scheint A2-Milch nach neueren Erkenntnissen besser für Menschen geeignet zu sein, die Probleme mit Milch haben.

Das bedeutet, dass Ziegen- oder Schafsmilch für Allergiker oder Autoimmunkranke als Ersatz für Kuhmilch in Frage kommen könnte.

Problem 4: Milch und Insulinspiegel

Trinken wir Milch, wird durch enthaltene Wachstumshormone, Milchzucker und Proteine der Insulinspiegel im Blut schubweise erhöht —  und zwar überproportional zum enthaltenen Zucker- und Proteinanteil.

Begünstigt wird dieser Schub zusätzlich durch die in der Milch enthaltenen Wachstumshormone, über die du im nächsten Abschnitt mehr erfährst.

Dies führt zum Einen zu kurzfristig starken Schwankungen im Insulinspiegel. Langfristig kann ein erhöhter Insulinspiegel zudem die Entwicklung einer Insulinresistenz (der Vorstufe zu Diabetes Typ 2) begünstigen. >>Mehr zum Thema Zucker und Insulinspiegel.

Milch & Wachstumshormone: gut oder schlecht?

Milch enthält Wachstumshormone (eines davon ist das sogenannte IGF-1). Sie sind eigentlich für die Kälber, werden aber auch in unserem Körper hormonell wirksam. Sie fördern beispielsweise die Insulinausschüttung. Insulin ist ein aufbauendes Hormon, das den Körper veranlasst, Speicher anzulegen – ob in Fett- oder Energieform entscheidet der körpereigene Energieumsatz.

Während sich z.B. Kraftsportler, die Masse aufbauen wollen, über diese Tatsache freuen mögen, ist es für diejenigen, die Abnehmen möchten, nicht von Vorteil.

Darüber hinaus stehen die Wachstumshormone im Verdacht, beispielsweise das Risiko für Brust- und Prostatakrebs zu erhöhen und Akne zu fördern.

Hier muss allerdings angemerkt werden, dass Milch zugleich Stoffe enthält, die krebsvorbeugend wirken – inwieweit sich diese Effekte gegenseitig möglicherweise aufheben, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.

Der Calcium-Mythos

Im Zusammenhang mit Milch taucht immer wieder das Thema Calcium auf: Milch ist reich an Calcium und sei deshalb wichtig in unserer Ernährung, damit wir den täglichen Bedarf decken können.

Und tatsächlich: Milch enthält vergleichsweise viel Calcium. Doch der Schluß, dass sie deswegen unentbehrlich sei, ist falsch.

Denn das Calcium in Milch ist für uns schwerer zu verwerten als Calcium aus anderen Quellen. Zum Vergleich: Während wir 65% des Calcium aus grünem Gemüse wie Kohl oder Brokkoli nutzen können, liegt dieser Wert bei Milch lediglich bei 32% — also der Hälfte.

Hinzu kommt, dass wir für die Verwertung von Calcium auch auf Vitamin D und Vitamin K angewiesen sind. Der Vitamin D-Gehalt von Milch ist abhängig von der Jahreszeit – also davon, wie viel Sonne die Kuh abbekommt. Vitamin K hingegen ist nur in Weidemilch zu finden, und wiederum in grünem Gemüse, was zur besseren Verwertbarkeit des Gemüse-Calciums beiträgt.

Ziehen wir zusätzlich noch in Betrachtung, welche potentiellen Probleme der Milchkonsum mit sich bringen kann und welche anderen gesunden Stoffe auf der anderen Seite in Gemüse enthalten sind, wird klar: Der Calcium-Mythos ist definitiv kein Grund, Milch zu trinken.

Welche Milch ist am”gesündesten”?

Wir haben oben einige potentielle Probleme angeführt, die im Zusammenhang mit Milch stehen bzw. stehen können. Risikogruppen, die an Autoimmunerkrankungen, Allergien oder Insulinsensitivität leiden raten wir deshalb vom Milchkonsum dringend ab.

Für diejenigen, die zu keiner der „Problemgruppen“ gehören und die Milchprodukte vertragen, kann der Verzehr trotzdem unter bestimmten Umständen Sinn ergeben: Beispielsweise für diejenigen, die Gewicht zulegen bzw. Muskelmasse aufbauen wollen oder ihren Proteinbedarf nicht nur aus Fleischprodukten stillen wollen.

In diesem Fall wollen wir Dir einige Hinweise und Tipps an die Hand geben, damit Du auf die richtigen Produkte setzt:

  • Achte auf jeden Fall darauf, dass die Milchprodukte von grasgefütterten Weidetieren stammen. Sie sind nicht nur vitaminreicher als Milch von Kühen, die mit Gen-Soja gefüttert wurden, sondern haben ein besseres Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren. Sie enthalten zudem konjugierte Linolsäure, die für die Gesundheit förderlich sein können und bspw. der Krebsentstehung entgegenwirken kann.
  • wie bereits oben erwähnt, kannst Du Milchprodukte von Ziegen und Schafen als Alternative in Betracht ziehen, weil sie hauptsächlich A2-Beta-Casein und weniger vom problematischeren A1-Casein enthalten. Zudem ist deren Laktose-Gehalt geringer.
  • fermentierte Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder Kefir haben mehrere Vorteile: Sie enthalten u.a. gute Bakterien, die unsere Darmflora unterstützen. Außerdem wird durch den Fermentierungsprozess ein Großteil der Laktose abgebaut, was sich positiv auf unsere Insulinantwort auswirkt.
  • auch das Tierwohl sollte für uns Paleolaner immer ein wichtiger Aspekt sein: Und dass Tiere, die  – vielleicht sogar beim Bauer nebenan – weiden dürfen und mit Gras/Silage gefüttert werden, artgerechter gehalten werden als diejenigen, die von der Hightech-Milchindustrie mit Sojaschrot und Antibiotika gemästet werden, liegt auf der Hand

Fazit: Ist Milch gesund oder ungesund?

Milch – ein komplexes Thema mit vielen Facetten, bei dem selbst die Wissenschaft unterschiedliche Argumente liefert. Wir tun uns schwer damit, jetzt pauschal zu sagen, ob Milch gesund oder ungesund ist.

Paleo-Dogmatiker werden zurecht darauf hinweisen, dass wir Milch erst seit 12 000 Jahren konsumieren und die Probleme wie Laktoseintoleranz oder Allergien darauf hinweisen, dass wir mit unserem Steinzeitorganismus einfach nicht für Milch gemacht sind.

Als Pragmatiker sehen wir aber auch, dass es viele gibt, für die Milchprodukte unproblematisch sind und man die Vorteile wie Masseaufbau, Darmflora, Proteine und Omega-3-Fettsäuren nutzen kann.

Deshalb empfehlen wir allen, die mit Paleo anfangen, am Anfang auf jeden Fall einen Monat komplett auf Milchprodukte zu verzichten. Wer nicht zu einer Risikogruppe gehört, der kann dann aber versuchsweise Milchprodukte wieder einführen und ausprobieren, wie er darauf reagiert — in jedem Fall aber mit qualitativ hochwertigen Produkten.

Wir sind gespannt auf eure Meinungen zu diesem kontroversen Thema!

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Geschrieben von Michaela

Michaela ist die Naschkatze im Paleo360 Team und deswegen immer auf der Suche nach Paleo-konformen Süßigkeiten. Vielleicht hat sie auch deshalb die exzellente Fähigkeit entwickelt, exotische Salate mit diversen leckeren Früchten zu kombinieren. Auch sie ist ein großer Fan von Natur und dem Münchner Alpenvorland. Michaela schläft gerne lang, weswegen ihre Blogposts wohl öfter am Nachmittag veröffentlicht werden. Michaela auf Google+
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65 Kommentare

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  1. Hans //

    Hallo,
    ich finde den Beitrag über Milch sehr interessant und stelle fest, dass es immer noch Menschen gibt, die das Märchen von der gesunden Milch glauben.
    In diesem Zusammenhang würde ich gerne wissen, ob Büffelmozzarella aus “A1 oder A” -Milch hergestellt wird.

    Viele Grüße
    Hans

    Antworten
  2. Ley //

    Ich bin der Meinung, dass Laktoseintoleranz, genau wie zum Beispiel Übergewicht im Allgemeinen ein Problem oder Phänomen der Neuzeit ist. Durch die übertriebene gesunde Lebensweise und auch übertriebene Hygiene sind manche Menschen einfach anfälliger für Krankheiten und Allergien.

    Meine Eltern hatten eine Landwirtschaft, Milch wurde und wird noch immer täglich komsumiert. Auch spielten und arbeiteten wir täglich im Dreck und waren nie krank. Das Wort bzw. die Krankheit Laktoseintoleranz, kannte ich bis vor ca. 5 Jahren noch gar nicht, ich wusste nicht das man gegen Milch allergisch sein kann. Uns wurde gesagt, das tägliche Glas Milch macht dich groß und stark und das tat es auch.

    Meine Gedanke bezüglich der Milch ist auch folgender: Wir werden ja mit Muttermilch groß gezogen, also warum sollte dann Milch ungesund sein?

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    • Biggi //

      Leider verbraucht unser Körper u. a. Calcium, um die Milch überhaupt verarbeiten zu können. Spinat wurde auch jahrelang als gesund angepriesen, bis man feststellte, dass ein Rechenfehler die Ursache war. Und wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die außer Muttermilch jahrelang Milch trinken (sollen). Das sollte einem zu Denken geben.

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  3. Selina //

    Liebes Paleo-Team,

    wie steht ihr denn zu Stutenmilch? Sie wird ja empfohlen bei Stoffwechselproblemen, unregelmäßigem Stuhlgang, Hautproblemen, zu hohem Cholesterinspiegel, bei Gelenksteifigkeit, Beschwerden bei Krebserkrankung und bei Menopausebeschwerden.
    Und rein theoretisch ist sie der menschlichen Muttermilch ja ähnlich – bezogen auf die hohen Albumin- und Globulinwerte sowie des hohen Mineralstoffgehalts und des Gehalts an hochwertigen ungesättigten Fettsäuren.

    Ist das eine bessere Alternative als Kuhmilch?

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  4. Angelika //

    Es gibt einen guten Artikel bei Julia Tulipan zu den durchaus vorhandenen Vorteilen von Rohmilch.
    Ich selber habe den Milchkonsum drastisch eingeschränkt, mag aber nicht auf gelegentlichen Käse und Sahnegenuss verzichten.

    Andererseits sollte man sich, wenn die Milch sooo giftig ist, schon auch mal fragen, warum sie z.B. bei diversen Vergiftungen eingesetzt wird und warum Lackierer bis heute Extra-Portionen von Milch erhalten, um Schadstoffe zu binden und aus dem Körper zu befördern.

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Angelika, danke für deine Hinweise und den Input! LG, Anja

      Antworten
    • Marc //

      Sie wird sicher nicht bei Vergiftungen oder Lackierern eingesetzt weil sie so gesund(heitsfördernd) ist, sondern weil sie schlichtweg eine Emulsion aus viel Wasser und etwas Fett ist. Dadurch können fettlösliche Schadstoffe von der Milch aufgenommen werden. Das hat aber 1. gar nichts mit irgendwelchen gesunden Inhaltsstoffen zu tun und wurde 2. auch schon häufiger als falsche Maßnahme bemängelt.

      Antworten
  5. anon //

    Hormone, Impfungen und genmanipuliertes Essen usw, wird alles von der Milch absorbiert. Alle Milch Produkte enthalten Parasiten bzw. Parasiteneier. Ist also der beste weg auf dauer nen Körper und Darm zu verschleimen/verstopfen. Also wer regelmäßig Milchprodukte zu sich nimmt brauch sich nicht zu wundern wenn er irgentwann ne Parasitenkolonie im Darm hat.
    Wer sich sein eigenes Grab schaufeln möchte, der muss halt weiter Milchprodukte verzehren wie es die meisten in unserer Gesellschaft tun.
    Ps: Die Parasiten werden sich freuen, deswegen auch die “Unverträglichkeit”.
    Wer mehr darüber wissen möchte der sollte sich dieses youtube video anschauen.
    https://www.youtube.com/watch?v=DtwAG1n95Dc

    MfG

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    • Ley //

      Entschuldige bitte, aber wer hat dir denn diese Horrorgeschichten erzählt? Verstopft den Darm? Parasiten bzw. Parasiteneier? Man soll bitte nicht alles glauben was die Pseudowissenschaftler im Internet verbreiten…

      Ich bin knapp 40, trainiere seit 20 Jahren und trinke seit 20 Jahren täglich mindestens 1 Liter Milch, dazu noch Hüttenkäse, Topfen, Griechischer Joghurt. Ich bin kerngesund, mache 5 mal die Woche Crossfit und KDK.

      Milch ist gesund und macht dich stark!

      Antworten
  6. jana //

    Hallo, im Artikel wird nicht darauf eingegangen, dass es einen massiven Unterschied gibt zwischen pasteurisierter und Rohmilch.. ich empfehle bei westonaprice.org nachzulesen (Suchfunktion benutzen – raw milk), es gibt dort einige gut belegte Artikel über die Wirkung von Roh- vs. pasteurisierter Milch.
    Mein Körper kommt prima mit frischer Rohmilch zurecht,reagiert aber ziemlich stark auf Supermarktmilch.

    Antworten
  7. NRWler //

    Hormone, Impfungen und genmanipuliertes Essen usw, wird alles von der Milch absorbiert. Alle Milch Produkte enthalten Parasiten bzw. Parasiteneier. Ist also der beste weg auf dauer nen Körper und Darm zu verschleimen/verstopfen. Also wer regelmäßig Milchprodukte zu sich nimmt brauch sich nicht zu wundern wenn er irgentwann ne Parasitenkolonie im Darm hat.
    Wer sich sein eigenes Grab schaufeln möchte, der muss halt weiter Milchprodukte verzehren wie es die meisten in unserer Gesellschaft tun.
    Ps: Die Parasiten werden sich freuen, deswegen auch die “Unverträglichkeit”.

    Antworten
  8. Werner Bock //

    Mich interessiert wie viel von den Hormonen in der Milch über das Verdauungssystem in den menschlichen Körper gelangen. Ich bin Ex-Milcherzeuger und erinnere mich, dass viele meiner Kühe mal Vaginalausfluss hatten. Der Tierarzt führte das auf die Luzerne zurück, da Leguminosen Phytohormone enthalten. Der Biobetrieb nebenan füttert viel Luzerne. Kann es sein, dass die Milch dann mit weiblichen Hormonen angereichert ist? Und wirken diese dann gegen meine Männlichkeit?

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    • Anja Wagner //

      Gute Frage – vorstellbar ist die Situation. Zudem ist es sicherlich auch von der Verdauung abhängig, in wie fern “Unerwünschtes” in unseren Körperkreislauf eintreten und den Stoffwechsel beeinflussen kann.
      Liebe Grüße, Anja

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  9. Christian //

    Ich lese immer wieder, dass der Mensch erst seit 12000 Jahren Milch trinkt. Worauf stützt sich diese Behauptung? Warm Milch nicht Paleo sein sollte, erschließt sich mir sowieso nicht. Der Steinzeitmesch war sicherlich ein Vollverwerter der Tiere, die er erlegt hat und alleine aufgrund seiner durch das Nomadendasein begründeten Lebensweise hat er sicherlich alles gegessen und getrunken, was Energie brachte. Ich denke nicht, dass sie nach Erlegen eines Tieren mit Milch gedacht haben “also ich esse ja fast alles, aber das weiße flüssige Zeug, dass kipp ich mal lieber weg”. Ich denke, die haben alles gegessen und getrunken von dem sie wußten, das sie davon nicht tot umfallen.

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Danke für deine Hinweise, Christian! Wie im Artikel erwähnt, raten wir dazu auf die Qualität bei Milchprodukten zu achten. LG, Anja

      Antworten
  10. juergen.hab //

    Servus,
    macht es einen Unterschied (Lactose, also Zucker-anteil-mässig), ob die Milch direkt von der Kuh kommt?
    Ernähre mich Paleo/ketogen und habe hier, wo ich hergezogen bin, die Möglichkeit Milch direkt frisch vom Bauern zu zapfen/kaufen.
    Ich vertrage Milchprodukte gut – mir geht’s um den Kohlenhydrat/Zucker-Anteil…oder genau gleich wie bei gekaufter (pasteurisierter) Milch?
    Danke im Vorraus. LG

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Gute Frage – ich denke, dass man davon ausgehen kann, dass sich der Laktosegehalt wenig unterscheidet. Gegebenenfalls ist der Laktosegehalt in frischer Milch etwas geringer, da der Fettanteil oft auch höher ist (und damit der wässrige Teil etwas niedriger – in dem die Laktose ja gelöst ist).

      LG, Anja

      Antworten
  11. Herbert //

    Hallo Ihr Lieben,
    ein sehr guter Beitrag um das Hickhack über die Milch zu entdröseln. Ich bin auch der Ansicht, dass Milch einer fremden Spezies nicht zwangsläufig für unsere Spezies gesund sein muss. Wer braucht schon Kuh-Hormone und unsere Vorfahren tranken ganz sicher keine Milch. Wenn die versucht hätten, einer jungen Wisentmutter die Milch zu klauen, die für´s Wisent-Kälbchen gedacht war, dann hätten die vor einem größeren Problem gestanden ;))

    Der Link, der zu den “umfassendsten Studien über Milch der letzten Jahre” führt, funktioniert leider nicht. Könnt Ihr das korrigieren? Die Quellen interessieren mich, und vermutlich viele andere Leser doch sehr. VG

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Herbert, danke für dein Feedback! Im Artikel findest du nun einige Quellen zu den jeweiligen Aussagen verlinkt. LG, Anja

      Antworten
  12. Sebastian //

    Servus an alle und ein dickes Lob an die Seite und die vielen Tipps! Ich möchte auf Paleo versuchsweise umsteigen, da low-carb, vegan, atkins usw. alle nicht bei mir funktioniert haben. Ich möchte abnehmen und trainiere 2-3 Mal die Woche für ca 30-45 Minuten, aber es passiert nichts. Mich würde interessieren, ob es eine Möglichkeit gibt, Kräuterquark für Paleo herzustellen. Ich liebe Kartoffeln mit Quark und es ist mein absolutes Lieblingsessen, welches bestimmt 5-6 Mal im Monat auf dem Speiseplan steht. Ich würde es extrem vermissen. Hat jemand eine Idee? Danke im Voraus :)

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Sebastian,

      danke für das Lob!
      Probiere Quark gerne einmal für einen Monat wegzulassen :) Danach kannst du ihn ja wieder einführen, wenn du ihn wirklich zu sehr vermisst.

      LG und viel Spaß mit Paleo,
      Anja

      Antworten
  13. Nora //

    Hallo zusammen,

    Ich bin ganz neu hier und habe eine Frage an euch.
    Ich liebe Milch und Joghurt/Quark. Ich lese immer, dass man auf fermentierte Produkte und auf Weidehaltung achten soll. Habt ihr für mich ein paar Produktempfehlungen, gerade für fermentierten/probiotiotischen Joghurt? Wäre nett, wenn ihr mir helfen würdet :)

    Antworten
  14. Maren //

    Hallo, ich habe nun ein Rezept gefunden , mit Zuchini Schiffchen , Tomaten und Schafskäse
    Warum denn nun Schafskäse 😜

    Antworten
  15. Anne //

    Ich habe mir einen Milchkefirpilz besorgt und setze meinen Kefir selber an (der gekaufte wird nicht aus dem Pilz gewonnen sondern aus Fermenten und ist längst nicht so lecker). Kefir ist sehr bekömmlich, da er so gut wie keine Laktose enthält und ersetzt bei mir Joghurt & Quark. Käse esse ich dennoch weiterhin. Ich hab da zum Glück keine Probleme.

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Anne,

      stimmt – selbstgemachter Kefir ist oft vorteilhafter als gekaufter und wie ich finde: auch leckerer.

      LG, Anja

      Antworten
  16. Evie //

    Das ist das Einzige, worauf ich weiterhin bestehen werden: Meinen Milch-Kaffee mit einem kleinen Schuss Bio-Ziegenmilch drin! Auf den verzichten? NO WAY! Da lasse ich nicht mit mir “verhandeln” :)) Auch ab und an Rohmilchkäse und Bioquark bleiben weiterhin auf meinem Speiseplan. Allerdings halte ich mich mit denen stärker zurück…

    Antworten
    • Angelika //

      Da gebe ich dir recht. Ich nehme auch deutlich weniger Milchprodukte zu mir, wie früher. Aber Quark und noch seltener mal griechischer Joghurt müssen einfach sein, zumal ich meinen Eiweissbedarf nicht nur aus Fleisch, Fisch und Eiern decken will. Auch Kokosmilchjoghurt oder Kefir sind nicht wirklich Alternativen zumal der Eiweissgehalt dabei zugunsten von Fett auf der Strecke bleibt.

      Ich habe aber auch bei einem 30 Tage-Verzicht von Milchprodukten keine positiven Veränderungen und bei der Wiederaufnahme keine negativen Veränderungen bemerkt. Ist also wohl für mich auch ganz o.k.

      Antworten
      • Anja Wagner //

        Hallo Evie und Angelika,

        ich denke, ihr seid gut an die Sache herangegangen: Milchprodukte für 30 Tage meiden und dann langsam wieder einführen um zu testen ob man sie verträgt.

        LG, Anja

        Antworten
        • Evie //

          Hallo Anja,
          ich frühstücke halt sehr gerne Bioquark. Mich macht der richtig lange satt und ich esse gerne Quark und Joghurt zum Nachtisch, als Ersatz für Süßes. Bin leider eine unverbesserliche Naschkatze. Ohne Milchprodukte (mit einem TL Honig) und jetzt die Paleo-Brote hätte ich es NIE und NIMMER geschafft, endlich von den Süßigkeiten loszukommen und meine Naschsucht zu besiegen. Seit ich erst auf Atkins dann auf Paleo umgestiegen bin, nasche ich nicht mehr aus Stress oder Frust.

          Antworten
  17. Christiane //

    Hallo!
    Ich weiß, ich habe mich vor längerer Zeit mal sehr niedergeschlagen hier gemeldet.
    Aber: Ich bin dabei geblieben, habe mich quasi nur an die gröbsten Grundlagen von Paleo gehalten (weil ich einfach eine miserable Köchin bin) und wisst ihr was?
    ich habe bisher schon 11kg abgenommen. Ausserdem werden meine Zähne besser (auch wenn sie vorher nicht schlecht waren) meine Haut wird besser (einmal im Monat schlägt sie trotzdem noch aus) und auch sonst fühle ich mich unglaublich gut!
    Heute habe ich Mandelmilch entdeckt, es steht Bio drauf, ohne Zucker. Habe zugegriffen und gerade zum “Abendbrot” ein las davon getrunken. Ich wusste nicht, dass Mandelmilch so lecker ist! Es kommt meinem großen Bedürfnis, etwas milchiges zu essen / trinken sehr entgegen.
    Trotzdem muss ich eingestehen, dass mir Käse noch fehlt. Aber nun, man kann nicht alles haben.
    Ich danke euch nochmal von Herzen, ich bleibe dabei, Paleo ist meins! Ich will auch endlich vollwertige Gerichte kochen, bis Weihnachten will ich das draufhaben. ;)
    Danke, danke, danke!

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Christiane,
      schön, dass dein Durchhalten mit so tollen Erfolgen belohnt wurde! :) Viel Erfolg weiterhin!

      Laut Artikel übrigens:
      “Es gibt also gute Gründe, Milchprodukte nicht völlig zu verbannen, sondern in Maßen mit einzubinden.”

      Wenn du Käse so sehr magst und ihn auch verträgst, kannst du doch hin und wieder welchen essen :)

      LG, Anja

      Antworten
    • Marina //

      Hallo Christiane,dein Beitrag ist zwar schon älter aber eine Frage in der Hoffnung auf Beantwortung: Wo gab es die Mandelmilch? LG

      Antworten
  18. Gabriele //

    Hallo, ich habe eine Frage zum Thema Milchprodukte. Ich vertrage keine Kuhmilch und habe mir Soja als Alternative gesucht. Nur beim Käse ist es schwierig. Da nehme ich Ziegen-oder Schafskäse. Ist das auch nicht erlaubt oder geht es rein um Kuhmilch?
    Danke
    Gabriele

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo Gabriele,

      bei Ziegen- und Schafsmilch gibt es die im Artikel genannten Probleme auch fast alle, aber solange du sicher bist, nicht laktoseintolerant zu sein, kannst du hochqualitative Käseprodukte (mindestens Bio-Produkte, am besten weidegefüttert) ohne Probleme in deinen Ernährungsplan einbauen!

      LG Malika

      Antworten
  19. Topolina //

    Hallo zusammen ich lese zur Zeit sehr viel auf dieser seeeehhr spannender Homepage. Meine Frage wo kaufe ich ungesüßte Mandelmilch bei uns in Zürich noch nicht gefunden evtl. in einem Bioladen? Danke….

    Antworten
  20. Haylee //

    Hallo!
    Ich habe erst vor ein paar Tagen mit meinen ersten 30 Tagen paleo angefangen und tue mir momentan wirklich noch sehr schwer rauszufinden was nun paleo ist und was nicht. Leider gibt es online und auch in verschiedenen Büchern immer wieder Widersprüche… Wie sieht es zum Beispiel mit Butterschmalz aus? Ghee habe ich ausprobiert, die schmeckt mir aber einfach leider nicht… Und Speck bzw Speckwürfel? Ich finde nur welchen mit Zucker blöderweise

    Antworten
    • Anna Martin //

      Hi Haylee,
      das Wissen, was genau Paleo konform ist, wirst du sicher mit der Zeit erlernen. Ein paar Lebensmittel sind in der Grauzone. Speckwürfel würde ich dir nicht empfehlen, solang die nicht von Tieren aus artgerechter Haltung stammen. Butterschmalz kannst du gerne ausprobieren, ich sehe darin tendenziell keine schädlichen Auswirkungen. Allerdings, wenn du auf alle Milchprodukte komplett verzichten willst, dann schau dir doch mal folgende Öle und Fette zum Kochen an: http://www.paleo360.de/gesunde-ernaehrung/gesunde-speiseoele-fette/

      Antworten
    • Munchner //

      Hi Haylee,
      wenn Du in facebook bist, komm doch in die Gruppe “Paleo-Ernährung”. Da wird Dir geholfen. Nein. ganz im Ernst. Ist eine Super-Community.
      Grüße der Münchner

      Antworten
  21. Angelika //

    Zum Glück habe ich bislang keinerlei Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Vertrage auch sehr gut Mich.
    Paleo steigert sich nach und nach in meiner Ernährungsform die derzeit ungefähr 70:30 Logi/LowCarb und Paleo ist.
    Folglich nutze ich auch zunehmend Milchalternativen wie Nuss- und Mandelmilch und Kokosmilch die ich sehr gern mag. Momentan reift grad mein erster selbstgemachter Joghurt aus Mandel- und Kokosmilch. Weiß also noch nicht, ob er gut geworden ist und wie er schmeckt.

    Milch ist somit definitiv noch ein fester Bestandteil bei mir in Form von Joghurt, besonders aber Quark, Sahne und Käse auf den ich auch nur sehr schwer verzichten kann. Allerdings achte ich auf gute Hofherkunft und Bio möglichst Demeter.

    Zumindest noch, ist für mich die Vorstellung ohne Quark, Käse und Schafskäse zu leben kaum vorstellbar, während ich Getreide und Zucker sehr erfolgreich bannen konnte, ohne das mir deshalb was fehlen würde.

    Antworten
  22. Diana //

    Darf ich nach der Bildquelle fragen? Was bzw welcher Stall wird dort gezeigt?

    Antworten
  23. Milou //

    Hallo,

    ich ernähre mich Paleo, allerdings esse ich täglich Magerquark und Jughurt, was mir vom Arzt verschrieben wurde, da ich Cortison in Form von Tabletten einnehmen muss. Gibt es für Quark und Jughurt eine Alternative wenn man als Langzeitmedikation Cortison einnehmen muss und Osteoporose vorbeugen muss/will?

    Danke und liebe Grüße

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  24. Rüdiger //

    Hallo miteinander,

    hab hier noch nichts zur sehr interessanten China-Studie gefunden (keinerlei tierische Produkte):

    http://www.amazon.de/China-Study-wissenschaftliche-Begr%C3%BCndung-Ern%C3%A4hrungsweise/dp/3864010012

    “So empfiehlt die amerikanische Ärztekommission PCRM (The Physicians’ Committee for Responsible Medicine) die rein pflanzliche vegane Ernährung als die gesündeste Ernährungsweise und begründet dies auch logisch nachvollziehbar: “Vegane Ernährung, die keine tierlichen Produkte enthält, ist sogar gesünder als vegetarische Ernährung. Vegane Ernährung enthält kein Cholesterin und sogar weniger Fett, gesättigte Fettsäuren und Kalorien als vegetarische Ernährung, weil sie keine Milchprodukte und Eier enthält. Die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass die gesundheitlichen Vorteile zunehmen, wenn die Menge der Nahrung aus tierlichen Quellen in der Ernährung verringert wird, was die vegane Ernährung zur gesündesten insgesamt macht.” Professor Dr. T. Colin Campbell von der Cornell Universität fasst diesen Sachverhalt so zusammen: “Die überwiegende Mehrheit aller Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Formen von degenerativen Erkrankungen können mit der Durchführung einer pflanzlichen Ernährung einfach verhindert werden.” Auch die Aussage des renommierten deutschen Ernährungswissenschaftlers, Prof. Dr. Claus Leitzmann, ist eindeutig: “Studien mit vegan lebenden Menschen, die weltweit, aber auch von uns durchgeführt wurden, zeigen, dass Veganerlnnen im Durchschnitt deutlich gesünder sind als die allgemeine Bevölkerung. Körpergewicht, Blutdruck, Blutfett- und Cholesterinwerte, Nierenfunktion sowie Gesundheitsstatus allgemein liegen häufiger im Normalbereich.”

    Was sagen denn die Paleo-Experten zur China-Studie?

    Grüße
    Rüdiger

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    • Saskia //

      Was Paleoanhänger zu deinem Beitrag sagen bezüglich der angeblich besten Ernährnung VEGAN ! Ganz einfach : Ich kann mich auch schwanger nach Paleo ernähren und ebenso meine Kinder versorgen. Aber Vegan ist in der Schwangerschaft und bei Kindern definitiv nicht angebracht und es wird sogar davor gewarnt. Komisch oder (ich hoffe man hört den Sarkasmus raus). Also liebe Veganer es ist schon merkwürdig, dass Ihr Zusatzmittelchen benötigt um nicht an Mangelerscheinungen zu leiden und die Paleoaner nicht. Wie erklärt Ihr also das :-) LG

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  25. Jule //

    Noch etwas, da ich hier einige Kommentare lese: Wikipedia ist nicht immer eine verlässliche Quelle!!!

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  26. Jule //

    Tja, ich gehöre wohl zu den wenigen hier, die dennoch MIlchprodukte zu sich nehmen in Form von Kefir (selbstgemacht), Butter, Joghurt, Quark. Sonst würde ich nicht auf meinen Fettgehalt etc. kommen. Kokosöl ist teuer und ich esse es lieber mal pur, oder wenn ich Paleo-Eierkuchen mache. Bei pikanten Gerichten schmecke ich das Kokosöl durch. Nicht so mein Fall.
    Die konventionelle Milch ist definitv nicht zu empfehlen, aber ich halte sie für besser, als Getreide & Co.

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    • Rüdiger //

      Ja, ich denke auch, wenn schon Milchprodukte dann als Rohmilch, Rohmilchkäse, Rohmilchbutter, Rohmilchquark, Schweden- oder Buttermilch (aber nicht aus dem Supermarkt, sollte schon Demeter sein) oder halt wirklich guter Naturjoghurt (möglichst selbstgemacht).

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  27. Münchner //

    Hallo,

    ich habe mal ein Frage zu Hüttenkäse, sprich Körnigen Frischkäse. Ich liebe körnigen Fischkäse. Wie auch immer, er ist sicher nich Paleo. Aber er soll nicht die negativen Eigenschaften wie Milch haben, . Z.B. Durch Milch (-produkte) wird Insulinspiegel gesteigert und die Fettverbrennung gestoppt, aber anscheinend durch krönigen Frischkäse nicht.
    Kann jemand dazu was sagen?
    Grüße aus Muc

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    • Münchner //

      Noch ein Nachtrag aus wikepedia:
      “Pasteurisierter (Mager-)Milch werden Milchsäurebakterien, Calciumchlorid und unter 0,2 % Lab zugegeben und anschließend für 12 h (bei 22 °C) bis 4 h (bei 30 °C) dickgelegt. Ersteres Verfahren wird als Kaltsäuerung, zweites als Warmsäuerung bezeichnet. Die Milchsäurebakterien (z. B. Lactobacillus lactis ssp. lactis oder ssp. cremoris) bewirken durch eine Absenkung des pH auf ca. 4,7 in Verbindung mit dem Lab, dass sich eine Gallerte bildet. Diese Gallerte wird anschließend mit einer Käseharfe in kleine Würfel geschnitten und bei 50–55 °C für etwa 1 h gebrannt. Unter Brennen versteht man in der Fachsprache, dass sich aufgrund steigender hydrophober Wechselwirkungen das Caseinnetzwerk in Gallertwürfeln zusammenzieht und die in der Gallerte eingeschlossene Flüssigkeit – das Serum – aus der Gallerte freigesetzt wird. Der Gallertwürfel verfestigt sich dadurch und die Trockenmasse wird erhöht. Die Erwärmung auf Brenntemperatur muss langsam erfolgen, damit sich die Gallertwürfel nicht lediglich äußerlich verfestigen (d. h. innerhalb der äußeren Schicht der Gallertwürfel vernetzen sich die Caseinkomplexe zu rasch und bilden eine Haut um die Gallertwürfel – in der Fachsprache coating genannt) und damit einen weiteren Wasseraustritt verhindern. Nach dem Brennen und ausreichendem Serumaustritt werden die entstandenen Gallertkörner noch mehrmals gewaschen und so Säuren, Salze und Milchzucker aus dem Korn entfernt. In einem abschließenden Schritt werden die Körner mit einer Soße vermischt. Die Sauce besteht aus fermentierter Sahne und Salz und dient der Aromatisierung der Körner.”

      Das macht einiges klar. Körniger Frischkäse hat viel Casein und kein Milchzucker. Letzteres bestätigt meine Vermutung, dass Hüttenkäse den Insulinspiegel nicht in die Höhe treibt.
      Wenn man Casein verträgt, ist Hüttenkäse/Körniger Frischkäse eigentlich ein sau gutes Lebensmittel, auch wenn es nicht Paleo ist.

      Noch ein Nachtrag zu Casein ;) :
      “Durch die Erhitzung, Säurezugabe oder verstärkt durch Zugabe des Enzyms Pepsin findet ein Teilabbau des Caseins statt, was Käse und Quark leichter verdaulich macht als Rohmilch.

      Casein kann bei Menschen als Allergen wirken und sehr heftige, sogar lebensbedrohliche Reaktionen auslösen. Eine Allergie auf Casein ist recht selten zu beobachten. Diese ist nicht mit einer Laktoseintoleranz zu verwechseln, bei der es sich um eine enzymbedingte Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker handelt.

      Die Verdauung von Casein geht sehr langsam vonstatten. Sie kann bis zu acht Stunden betragen. Diesen Vorteil machen sich Sportler (insbesondere Bodybuilder) zu eigen, um (beispielsweise über Nacht) eine Aminosäureversorgung über mehrere Stunden zu erreichen.

      Weiterhin scheint es, dass manche Menschen Casein (ebenso wie auch Gluten, d. h. Getreide-Klebereiweiß) nicht vollständig verdauen können, und dass die in diesem Fall zurückbleibenden unverdauten Peptide, auch Exorphine genannt, auf das Gehirn und Nervensystem dieser Menschen eine Opioid-artige Wirkung entfalten.”

      Sprich für Sportler sehr gut, wenn man es verträgt.

      Antworten
  28. Steffi //

    Hallo, ihr erwähnt mit keinem Wort die laktosefreien Produkte. Wie sieht es damit aus? Als laktoseintolerante Person kann man aber zum Beispiel ohne Probleme Produkte aus Ziege oder Schaf zu sich nehmen. Wäre das dann erlaubt? Ich habe gerade meine ersten 31 Tage Paleo hinter mir und fühle mich auch super. Ich versuche jetzt ein wenig auszulotsen wie ich das auf Dauer weier machen kann. Was mir am meisen fehlt ist Kaffee mit Milch (sorry Mandelmilch im Kaffe ist grauenhaft!) oder einfach mal ein Feta im Salat zur Abwechslung.

    Könnt ihr mir auch nochmal erklären warum Kürbis und Kumara erlaubt sind? Laut Nährwerttabellen haben die alle den gleichen KH Anteil wie Kartoffeln.

    Lieben Dank!

    Antworten
    • Anna Martin //

      Hallo Steffi, bei laktosefreien Produkten handelt es sich um hochgradig verarbeitete Lebensmittel, deshalb sind sie nicht Paleo-konform. Wie streng man auf individueller Basis mit den Paleo-Empfehlungen umgeht, muss persönlich entschieden werden. Wer gerne den Feta im Salat hat, sollte sich nicht zwingen, ihn immer wegzulassen, solange er keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen hat. Und die Milch im Kaffee ist auch kein Muss. Hast du mal Bulletproof-Coffee probiert? Vielleicht ist diese Variante für dich geeignet. Sehr lecker schmeckt auch Kaffee mit Kokosmilch und bei Bedarf etwas Honig. Oder du probierst ihn schwarz und süßt ihn nur ein wenig? Vielleicht findest du noch eine Variante, die dir schmeckt, sodass die Milch gar nicht mehr notwendig ist.

      Zu den Kohlenhydraten: Bei Paleo geht es nicht um den Kohlenhydratanteil eines Nahrungsmittels, sondern um die gesundheitlichen Effekte. Kürbis enthält zwar viel Stärke (was nicht schlecht ist, aber vor allem beim Wunsch des Gewichtsverlustes relevant wird), ist jedoch sehr reich an vielen Nährstoffen. Selbes gilt für Süßkartoffeln. Warum weiße Kartoffeln oft in der Kritik stehen, kannst du hier nachlesen: http://www.paleo360.de/gesunde-ernaehrung/kartoffeln-und-paleo/

      Ich hoffe, das alles hilft dir weiter. Viele Grüße
      Anna

      Antworten
  29. Mone //

    “Milchprodukte sind hoch allergieauslösend, da Proteine wie z.B. Casein von unserem Körper nicht aufgenommen werden können.”

    Meine Frage dazu: Die ganzen Kraftsportler schwören auf Casein abends (Magerquark etc.) … wenn ihr hier schreibt, dass der Körper das gar nicht aufnehmen kann, warum tun sie das dann?

    Viele Grüße
    Mone

    Antworten
    • Christina Fisch //

      Hallo Mone,
      vielen Dank für deinen Kommentar, ich habe den Satz leicht korrigiert, da Casein zwar sehr schlecht von unserem Körper aufgenommen wird, allerdings doch in kleinen Mengen.
      Das Problem mit Casein ist, dass es für den menschlichen Körper sehr schwer zu verdauen ist. Das liegt an dem hohen Anteil der Aminosäure Prolin, womit unsere Verdauungsenzyme so ihre Probleme haben. Das hat zur Folge, dass die Verdauung sehr lange dauert und dadurch über einen längeren Zeitraum immer wieder ein bisschen was in den Körper gelangt. Ein Teil kann allerdings gar nicht aufgenommen werden und wird einfach wieder ausgeschieden. Diese lange Verdauungszeit nutzen Kraftsportler aus, um möglichst lange mit Protein versorgt zu sein (zum Beispiel Nachts, wenn sie keine Nahrung zuführen können). Ein Teil wird also aufgenommen und das ist für Kraftsportler sicherlich besser als gar nichts.

      LG
      Christina

      Antworten
      • Münchner //

        Hi Christina,
        immer wieder hört man, dass gerade Lebensmittel, die länger verdaut werden müssen, gut sind. Vorteile wie z.B. Insulinspiegel schießt nicht in die Höhe, macht länger satt usw. .
        Wenn Casein länger verdaut wird, ist es doch auch von vorteil, dann hat der Körper mehr davon. Z.B. über Nacht ist der Körper dann mit Eiweiß versorgt.
        Natürlich, wenn man davon ausgeht, dass man Casein vertragen kann.
        Grüße aus Muc

        Antworten
      • Münchner //

        Hi Christina,
        noch ein Nachtrag. Wenn man Milch nicht vertragen kann, heißt es lange nicht, dass man Casein nicht verträgt. Vielleicht hat man Laktoseunverträglichkeit, sprich man verträgt kein Milchzucker.
        Also wäre Körniger Frischkäse für eine gute Versorgung von Casein perfekt, da dem Körnigen Frischkäse durch die Herstellung so gut wie der Milchzucker entzogen wird :)
        Grüße aus Muc

        Antworten
  30. PMI //

    Ich wollte erwähnen das ich auf Grund eurer Aussage, Studien zu dem Thema Casein gesucht habe. Ich habe nirgends eine Studie gefunden die eure Behauptung stützt. Persönlich kann ich auch nur von guten Erfahrungen mit Casein berichten. Bitte sagt mir doch wo die Studien zu eure Behauptung sind.

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