Glutenunverträglichkeit – Test und Diagnose

Zöliakie, Weizenallergie und Glutensensitivität – ist das in Verruf geratene Gluten wirklich in allen Fällen der „Übeltäter“ dieser Krankheiten? Oder gibt es noch weitere Getreidebestandteile, auf die wir mit Unverträglichkeiten reagieren können? Und durch welche Tests können die Krankheitsbilder bei einem Arzt diagnostiziert werden?

Kaum ein anderes Protein ist so bekannt wie das Getreideprotein Gluten und glutenfrei zu leben liegt seit einiger Zeit sogar im Trend. Behauptungen zufolge erhöht der Verzicht auf Gluten die Gesundheit und hilft beim Abnehmen. Es existiert sogar die Meinung, dass Gluten für jeden schädlich sein kann. Wissenschaftlich sind die Aussagen nicht im vollen Maße haltbar, dennoch kann eine Glutenunverträglichkeit zu zahlreichen, unspezfischen Symptomen führen.

Fakt ist, dass es für an der Glutenunverträglichkeit Zöliakie erkrankte Personen absolut notwendig ist auf glutenhaltige Getreide und Getreideprodukte zu verzichten, andernfalls haben sie mit schweren gesundheitlichen Problemen zu rechnen. In den letzten Jahren bemerkten jedoch immer mehr Menschen, dass sie von einer glutenfreien Ernährung profitieren, indem sich unspezifische Symptome, wie ständige Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfälle, verbesserten, obwohl eine Zöliakie durch einen Arzt ausgeschlossen wurde.

Betrachten wir die Sachlage um Gluten von Grund herauf: Wie ist ein Getreidekorn aufgebaut und welche Funktionen übernehmen Gluten und weitere Inhaltsstoffe?

Glutenunverträglichkeit

Gluten – ein Proteingemisch in Getreide

Bestehend aus Mehlkörper, Keimling und Schale enthält ein Getreidesamen alle Bestandteile um einen Sämling beim Wachstum zu unterstützen. Kommt ein Samen mit ausreichend Wasser in Kontakt werden Enzyme aktiviert und eine neue Pflanze aus energieliefernden Kohlenhydraten (beispielsweise Stärke oder anderen Polysacchariden), Speicherfetten und aufbauenden Speicherproteinen (beispielsweise Gluten) entsteht. Neben den Makronährstoffen Kohlenhydraten, Fett und Protein enthält ein Samen zahlreiche Mikronährstoffe, die für das Wachstum einer neuen Pflanze notwendig sind. Da einige Mikronährstoffe an Phytinsäure, einem Speichermolekül der Pflanze, gebunden vorliegen, können diese bei Verzehr durch den Menschen nicht mehr so gut verwertet werden.

Die Proteine des Samens sind vielfältige Gemische aus strukturähnlichen Proteinen und dienen der wachsenden Pflanze als Aminosäurequelle. Den Großteil der Speicherproteine in einem Getreidesamen stellt Gluten dar und ist natürlicherweise in Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel, Spelt, Triticale, Emmer, Kamut und Grünkern enthalten. Die Getreide Hafer und Buchweizen sind übrigens von Natur aus glutenfrei, können jedoch im Verarbeitungs- und Verpackungsprozess mit glutenhaltigen Getreiden in Kontakt kommen.

Weitere Proteine in Getreide sind sogenannte Resistenzproteine, wie beispielsweise Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATIs). ATIs spielen eine Rolle für das Heranwachsen einer neuer Pflanze, unter anderem durch Abwehr von Schädlingen und damit als Fraßschutz.

In den letzten Jahrzehnten sind verschiedene Krankheitsbilder, insbesondere die Zöliakie, Weizenallergie und Glutensensitivität, im Zusammenhang mit Getreidebestandteilen bekannt geworden. Zusammengefasst werden sie unter dem Begriff einer Glutenunverträglichkeit oder Glutenintoleranz. Wie häufig eine Glutenunverträglichkeit in unserer Bevölkerung auftritt ist schwierig abzuschätzen, da offizielle Angaben meist von einer höheren Dunkelziffer ausgehen.

Zöliakie – Gluten veranlasst eine Schädigung der Darmzotten

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die von einer entzündlichen Reaktion der Darmschleimhaut nach dem Kontakt mit Gluten gekennzeichnet ist. Werden die Darmzotten im Verlauf einer Zöliakie-Erkrankung immer weiter zerstört, kann der Körper nicht mehr genügend Nährstoffe aufnehmen und es kann zu Mangelerscheinungen kommen. Neben Beschwerden im Verdauungstrakt, können Symptome einer Zöliakie Gewichtsverlust, häufige Müdigkeit, Knochen- und Gelenkschmerzen, Blutungsneigungen, Flüssigkeitsansammlungen und Muskelkrämpfe sein.

Als erste Testung sollte bei Verdacht auf Zöliakie die Bestimmung der Transglutaminase IgA-Antikörper oder Endomysium-IgA-Antikörper erfolgen. Um die Krankheit sicher festzustellen, ist es wichtig ist, dass die Diagnostik bei glutenhaltiger Ernährung erfolgt. Gesichert wird der Befund durch eine Biopsie der Darmschleimhaut.

Personen mit Zöliakie müssen streng auf Gluten verzichten um schwerwiegende Beschwerden zu vermeiden, da selbst geringe Mengen eine Reaktion des Immunsystems auslösen können.

Weizenallergie – typisch sind allergische Symptome

Eine Weizenallergie kann neben Gluten auch durch andere Proteinbestandteile des Weizens ausgelöst sein. Bei einer Weizenallergie spielt – ähnlich wie bei der Zöliakie – das Immunsystem eine Rolle. Der Körper reagiert dabei nicht auf körpereigene Proteine, wie es bei einer Autoimmunreaktion der Fall ist, sondern mit einer Freisetzung bestimmter Stoffe, die eine allergische Reaktion hervorrufen.

Die Symptome einer Weizenallergie können vielfältig sein. Neben Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen treten Symptome auf, die uns auch bei einer allergischen Reaktion, wie Heuschnupfen (Kribbeln in Mund und Rachen, juckende Nase, Asthma und Hautausschläge) begegnen können.

Der Arzt kann, nach Ausschluss einer Zöliakie, eine Weizenallergie mit der Verfolgung eines Beschwerdetagebuchs, dem Nachweis spezifischer IgE-Antikörper und einem Hauttest (Pricktest) nachweisen.

Wird weder eine Zöliakie noch eine Weizenallergie diagnostiziert, jedoch lassen die Beschwerden mit dem Einhalten einer glutenfreien Ernährung sofort nach, kann eine Glutensensitivität als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden.

Glutensensitivität – eine Glutenunverträglichkeit?

Das Krankheitsbild der Glutensensitivität (oder auch Weizensensitivität) existiert noch nicht sehr lange und ist mangels fehlender diagnostischer Verfahren nicht bei allen Ärzten anerkannt. Seit Mitte diesen Jahres wurde die Gluten- bzw. Weizensensitivität  jedoch als offizielle Krankheit aufgelistet.

Ob Gluten wirklich der Auslöser einer Glutensensitivität ist in Fachkreisen noch unklar. Nach dem Kenntnisstand der Wissenschaft wurde die Glutensensitivität  zunächst „Nicht-Zöliakie-assoziierte Glutensensitivität“ benannt. Es wird vermutet, dass Resistenzproteine wie ATIs bei der Entstehung von Beschwerden nach Weizenverzehr beitragen können, so dass der konkrete Begriff derzeit „Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität“ lautet. Der Begriff schließt ein, dass sowohl Gluten, als auch weitere Inhaltsstoffe des Weizenkorns wie ATIs an dem Beschwerdebild beteiligt sein können. Der Einfachheithalber bleiben wir bei dem Begriff Weizensensitivität.

Symptomatisch überschneidet sich die Weizensensitivität mit der Zöliakie in Form von Durchfällen, Bauchschmerzen, sowie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Knochen- und Muskelschmerzen. Auch das Hautbild kann von einer Weizensensitivität beeinflusst sein. Typische Antikörper, wie der Arzt sie bei einer Zöliakie oder Weizenallergie feststellt, können bei einer Weizensensitivität nicht nachgewiesen werden. Auch die Darmschleimhaut ist oftmals intakt oder nur geringfügig verändert. Die Diagnose der Weizensensitivtät erfolgt somit nach dem Ausschluss einer Zöliakie und Weizenallergie, da noch keine weiteren zuverlässigen Marker zur Testung der Krankheit bekannt sind.

Wird eine Weizensensitivität vermutet, rät der Arzt zunächst auf Weizen und weitere glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten. Verbessern sich die Symptome nach einiger Zeit kann Gluten, im Rahmen einer „Gluten Challenge“, wieder kontrolliert eingeführt werden. Somit kann austestetet werden ob und wieviel Gluten (oder andere Bestandteile des Getreides) vertragen werden.

Eine lebenslang strenge glutenfreie Ernährung, wie bei Zöliakiepatienten, ist wahrscheinlich nicht notwendig. Ältere glutenhaltige Getreidesorten wie Einkorn, Emmer und Kamut werden übrigens oftmals besser von Personen mit einer Weizensensitivität vertragen. Grund hierfür können deren geringere Gehalte an ATIs sein.

Warum treten Krankheiten in Zusammenhang mit Weizen und Gluten immer häufiger auf?

Weizen gehört neben Mais und Reis zu einem Hauptnahrungsmittel der Welt und ist ein wichtiger Energielieferant für viele Menschen. Des Weiteren haben die Nährstoffe, insbesondere Gluten, gut nutzbare Eigenschaften. Zusammen mit Wasser bildet das „Klebereiweiß“ Gluten formbare Teige, aus denen Brote, Kuchen und andere Gebäcke hergestellt werden können. Gluten wird zudem in einer Vielzahl von industriellen Lebensmitteln eingesetzt, wodurch es für Personen mit einer Glutenunverträglichkeit schwierig sein kann das Protein vollständig zu meiden.

Durch die steigende Bedeutung des Weizens in der Welternährung wurden durch Züchtungen die Produktivität und Schädlingsresistenz der Pflanzen und Backeigenschaften der Mehle gesteigert. Die natürlichen Züchtungen veränderten unter anderem der Anteil der Proteine Gluten und ATIs in dem Getreidekorn. Die westliche Ernährung ist zudem, oft unbewusst, reich an getreidehaltigen Mahlzeiten. Nicht selten gibt es zum Frühstück Müsli, zum Mittag Nudeln (wir haben übrigens tolle Paleo Nudeln Alternativen) und am Abend Brot. Ein gesunder Körper ist in der Lage mit gewissen Mengen an Gluten und ATIs umgehen, kann jedoch mit dem Anteil des Getreides in der westlichen Ernährung „überfordert“ sein.

Naturvölker nutzen unter anderem das Ankeimen und Fermentieren von Getreide vor dem Verzehr. Durch diese Techniken werden Weizen und andere Getreidesorten verträglicher und nahrhafter, da beispielsweise Proteine (wie Gluten und ATIs) und Phytinsäure abgebaut werden können. Die Vorbereitung von Getreide dieser Art findet heutzutage kaum mehr Einsatz.

Ein weiterer Punkt des Auftretens vermehrter Unverträglichkeiten könnte ein geändertes Körper- und Ernährungsbewusstsein der Menschen sein. Unspezifische Symptome wie Blähungen und unregelmäßiger Stuhlgang wurden oftmals mit dem fortschreitenden Alter oder genetischer Veranlagung in Verbindung gebracht. Heute sind wir jedoch mehr darauf bedacht, die Ursache von Beschwerden ausfindig zu machen, die in einem übermäßigen Konsum von Weizen liegen kann.

Ab sofort ohne Brot und Nudeln? Probiert es mit Paleo aus!

Wir empfehlen allen, auch denjenigen die wissentlich nicht an einer  Zöliakie, Weizenallergie oder einer Weizensensitivität leiden, Getreide für mindestens 30 Tage zu vermeiden. Probiert die Paleo-Ernährung aus und absolviert die 30 Tage Challenge – denn mit Paleo können Symptome von Unverträglichkeiten verschwinden, an die man sich bereits gewohnt hatte und als normal empfand.

Was denkt ihr, warum Unverträglichkeiten gegenüber Getreide immer häufiger auftreten? Welche Erfahrungen habt ihr mit einer Glutenunverträglichkeit gesammelt? Kennt eurer Arzt das Krankheitsbild der Glutensensitivität (oder genauer: Weizensensitivität)?
Lasst es uns wissen und kommentiert unter dem Artikel!


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Geschrieben von Anja

Anja ist Ernährungswissenschaftlerin und beschäftigt sich schon eine Weile mit dem Paleo-Lebensstil, welcher ihr mehr als nur Energie für Alltag und Sport bringt. Sie weiß, Paleo birgt für jeden die Möglichkeit seine individuelle Ernährung zu finden - mit dem Ziel eines neuen Körpergefühls und langfristiger Gesundheit. Und genau das ist ihre Motivation ihr Wissen an andere weiterzugeben.
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29 Kommentare

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  1. Christkindchen //

    Ein wichtiger Faktor bei nicht angeborener Glutenunverträglichkeit ist die gestörte Zusammensetzung der Darmflora. Ich bekam massive Probleme mit Gluten nach der wiederholten Einnahme von Breitspektrum-Antibiotika. Nach ca 6 Monaten Gluten-Abstinenz waren die Beschwerden weg. Es kam aber zu einem Rückfall mit sehr viel heftigeren Symptomen (Schwindel, Müdigkeit, schwere Gliedmaßen, Sekundenschlaf am Steuer), so daß ich jetzt konsequent glutunfrei lebe. Auf meiner Darmschleimhaut entwickelte sich eine chronische Entzündung, die die Darmwand für Stoffe durchlässig macht, die eigentlich nichts im Blut zu suchen haben, und den Körper regelrecht vergiften.

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  2. Natascha //

    Ich ernähre mich seit ein paar Monaten (mit mehreren Unterbrechungen) sehr kohlenhydratarm (ketogen), nehme also auch kein Gluten zu mir. Zuletzt habe ich eine Woche lang wieder Brot usw. gegessen. Da mir das aber überhaupt nicht gut tut, lasse ich das seit 2 Tagen wieder weg. Ich habe das nicht explizit ausgetestet, aber mit kohlenhydratarmer Ernährung geht es mir generell viel besser. In 3 Wochen wird mir Blut abgenommen, um auf eine Glutenunverträglichkeit zu testen. Sollte ich vorher lieber wieder Gluten zu mir nehmen, um das Ergebnis nicht zu verfälschen? Oder reicht der einwöchige Ausrutscher als Nachweis für eventuelle Antikörper?

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    • Anja Wagner //

      Hallo Natascha,

      mag sagt, dass es bis zu einem halben Jahr dauern kann, bis die Auswirkungen von Gluten verschwunden sind. Ob der „Ausrutscher“ ausreicht, kann ich dir leider nicht sagen :/ Ich würde wahrscheinlich weiter auf Gluten verzichten, wenn es mir wissentlich Probleme bereitet und ich genug Essens-Alternative habe.

      LG, Anja

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  3. Simone //

    Hallo zusammen,
    ich ernähre mich seit 5 Monaten ohne Gluten, nachdem ich das Buch Weizenwampe gelesen hatte.
    Ich litt seit meinem 14. Lebensjahr an starkem Heuschnupfen und habe etliche Therapien ausprobiert, nichts hat mir geholfen. Heute bin ich 44 Jahre alt und mein Heuschnupfen ist weg!
    Nach nur sehr kurzem Verzicht auf Gluten. Mit dieser durchschlagenden Wirkung habe ich nicht gerechnet.
    Nach 30 Jahren der erste Sommer ohne juckende Augen und Schnupfnase;-)
    Ich kann es nur jedem empfehlen!
    Viele Grüße

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    • Anja Wagner //

      Hallo Simone,
      danke für deinen Erfahrungsbericht :) Schön zu hören, dass sich der Heuschnupfen diesen Sommer erledigt hatte!

      LG, Anja

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  4. Sandra //

    Hallo… Ich hatte fast jeden Tag Kopfschmerzen, meine Glieder schmerzten und ich war ständig krank. Ich kam durch Zufall zu dem Buch die Weizenwampe und seit dem geht es mir immer besser. Seit 1,5 Jahren lebe ich nun so. Muss aber zugeben das ich am Anfang sehr viel Maisprodukte verzehrt habe. So gelang mir die Umstellung leichter den nach 1 zwei 2 Wochen hatte ich ganz schön einen Tiefpunkt. Heute muss ich sagen, führe ich ein neues Leben… Ich habe nur noch ganz selten Kopfschmerzen… Wiege 6 kg weniger.. Gehe zum Sport.. Und an all das war früher nicht zu denken. 👍😉
    Liebe Grüße Sandra

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    • Anja Wagner //

      Hallo Sandra,

      danke für deinen Erfahrungsbericht! Schön, dass es dir besser geht.

      LG, Anja

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    • Barbara //

      Hallo Sandra
      Ich habe soeben Deinen Bericht gelesen. Auch ich ernähre mich nach Paleo. Das Buch die Weizenwampe habe ich auch gelesen. Mir geht es gesundheitlich sehr gut, mein Hautbild und mein Schlaf hat sich verbessert. Einfach mehr Lebensqualität:-)

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  5. caro //

    Bis heute ist mir unbekannt, ob ich eine nachgewiesene Unverträglichkeit habe oder nicht. Ich hatte letztes Jahr einen Dauerschmerz links am Unterbauch verspürt. Ich war bei sämtlichen Ärzten und habe sogar eine Endoskopie machen lassen- alles ohne Erfolg. Keine konnte mir sagen was ich habe??! Nachdem meine Mutter sich schon lange nach Paleo ernährt, bin ich letztendlich auch darauf gekommen. Seitdem sind die Schmerzen verschwunden. Wenn ich als mal eine Pizza sündige verspüre ich den schmerz wieder. Ein Arzt kann mir leider nicht weiterhelfen. Ich denke ich bin von einer Unverträglichkeit betroffen.

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    • Anja Wagner //

      Hallo Caro,

      schön, dass es dir mit einer Ernährungsumstellung besser geht! :)

      LG, Anja

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    • Simon Hirschhofer //

      Da geht es dir ähnlich wie mir. Bei mir gehen aber auch Mais, Reis, Milchprodukte (auch ohne Laktose, sprich Käse) und Hülsenfrüchte nicht. Auch auf Lauchgewächse aller Art (ausser lange gekochte Zwiebeln) reagiere ich ziemlich empfindlich.
      Niemand weiss warum, aber ich weiss, dass es so ist – Paleo hilft eindeutig!

      Vielleicht sagt dir dieser Wikipedia-Eintrag etwas: https://de.wikipedia.org/wiki/Reizdarmsyndrom

      Mir ging nach dem Lesen ein RIESENGROSSES Licht auf…

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  6. ChW //

    Hallo, in dem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, ob Einkorn(mehl) Paleo kompatibel ist? Das hat sich ja angeblich schon in Özis Magen befunden und soll sehr wenig Gluten haben, ja sogar von vielen Allergikern vertragen werden. Kann mir jemand dazu eine Einschätzung geben? Danke!

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo!

      Zöliakie-Patienten sollten so wohl von Einkorn und anderen Mehlen, die potentiell Gluten enthalten, absehen.

      Ich denke (Vollkorn)-Mehle sind generell am verträglichsten wenn die daraus hergestellten Teige für einen gewissen Zeitraum fermentiert wurden. Diese sind aber (noch) nicht Paleo.

      LG, Anja

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  7. Lena //

    Hallo Zusammen,
    vor ca. 4 Jahren wurde bei mir eine Glutenunverträglichkeit erkannt – mein Hausarzt ist hier wirklich top gewesen, da direkt die richtigen Tests gemacht wurden und es innerhalb kürzester Zeit diagnostiziert wurde. Daraufhin habe ich komplett 2,5 Jahre auf Glutenprodukte verzichtet und kann jetzt sogar auch mal wieder ein Stück Brot oder auch eine halbe Pizza (wenn ein Cheat-Day ist :)) essen – absolut ohne Schwierigkeiten.
    Auf Gluten zu verzichten fällt auch überaus nicht schwer, da ich mich aufgrund dieser Diagnose bereits vor langer Zeit mit dem Thema Ernährung beschäftigt habe und dort schon die Paleo-Ernährung für mich entdeckt habe. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist auch ganz ohne Glutenprodukte möglich, auch so, dass man nicht das Gefühl hat, man würde auf etwas verzichten. Den Großteil der glutenfreien Produkte kann man geschmacklich sowieso nicht empfehlen, von daher einfach am besten direkt umstellen – außer man ist gerade bei italienischen Freuden zu Besuch und es gibt die leckere Pizza nach dem Rezept der Mamma, da darf man dann mal eine Ausnahme machen.

    Viele Grüße & viel Spaß mit Paleo
    Lena

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Lena,

      danke für das Teilen deines Erfahrungsberichts! Du hast anscheinend einen gesunden Umgang mit Getreideprodukten gefunden und weißt was dir gut tut!

      LG, Anja

      Antworten
  8. Simon Hirschhofer //

    Ich lebe auch seit etwa 3 Jahren Getreidefrei. Zuerst hab ich da ziemlich was vermisst, da ich sehr gerne koche und selbst gemachte Pasta auf meiner Top-Liste stand.
    Als ich dann gemerkt habe, dass ich beim Sport keine Krämpfe mehr hatte und Bauchschmerzen ausblieben behielt ich das bei. Erst später bin ich dann darauf gekommen, dass man diese Art der Ernährung Paleo nennt.
    …Und mit dem Kochen ist es so – meine Küche war noch nie kreativer, denn wer etwas überlegen muss, der hat mehr Ideen :)

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Simon,

      danke für deinen Bericht :) Das stimmt – wirklich erstaunlich wie kreativ die Küche ohne Getreide wird :P

      LG, Anja

      Antworten
  9. Sandra //

    Hallo
    Toller Bericht! Danke! Ich verzichte seit 1,5 Jahren auf Gluten. Habe ganz leicht Gewicht verloren, meine Haut ist besser geworfen, meine Gelenkschmerzen besser aber das wesentliche ist, dass ich nicht mehr unter ständigen Kopfschmerzen leide. Als mal kommt es vor, dass ich es aus versehen doch esse. Gerade wenn man essen geht, ist es kaum zu vermeiden außer man fragt. Aber da haben Leute selten eine Ahnung von was ich rede 😉und dann kommen alle Symptome wieder. Um mich an alles zu gewöhnen, habe ich aber oft die Mais Versionen gegessen. Ok vielleicht nicht die beste Lösung aber nur so für mich möglich gewesen . Als ich feststellte, was so eine Umstellung mit einem machen kann, fing ich an, noch mehr mich mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen. Für mich war es einer der besten Entscheidungen es mal zu lassen. Verzicht ist für mich das falsche Wort denn ich erhalte endlich ein Leben ohne Schmerzen.
    Gruß

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Sandra,

      danke für das Lob :) Und toll zu hören, dass du nun ein Leben ohne Schmerzen genießen kannst :)

      LG, Anja

      Antworten
    • Simon Hirschhofer //

      Gerade die Erfahrung mit der Haut habe ich auch gemacht: Zwar habe ich immer noch trockene Haut, aber das war vor der Umstellung viel schlimmer. Ich hätte mir nie gedacht, dass Getreide, respektive Gluten so viel im Körper anrichten.

      Antworten
  10. Pia //

    Ich habe vor drei Jahre nach dem Verzehr von Weizen und anschließendem Sport immer wieder eine heftige allergische Reaktion die teilweise über drei Tage anhielt. Arbeitsfähig war ich während der Zeit nicht. Meine Lymphknoten waren heftig angeschwollen. Ich war bei zig Ärzten und schlussendlich bei einem Spezialisten. Diagnose: anstrengungsinduzierte Weizenallergie meine Hausärztin hatte davon noch nichts gehört. Seit ich mehr darüber weiß kann ich viel besser damit umgehen. Vielleicht hilft es ja weiter, da die Diagnose teilweise sehr schwer ist. Viele grüße

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Pia,

      jeder Erfahrungsbericht hilft weiter :)
      Danke dir fürs Teilen!

      LG, Anja

      Antworten
  11. Heady //

    War mit lange nicht sicher ob ich Getreide vertrage, ein sehr ungutes Gefühl für das ich eine Lösung gesucht habe. Eine einfache und schelle Möglichkeit sich auf Glutenunverträglichkeit auszutesten bietet der Test von kiweno! Einfach nach Hause bestellbar.Hab die Resultate innerhalb einer Woche in einem Onlineportal gehabt und hatte recht – mittlere Unverträglichkeit bei Gluten! Nicht nur das – leider auch Milch! Das fällt mir fast noch schwerer als auf Weizenprodukte zu verzichten! :/

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Heady,

      schön, dass es dir besser geht :) Mit unseren Rezepten fällt dir bald das Meiden von Milch auch nicht mehr schwer ;)

      Die online bezogenen Tests können wir nicht empfehlen. Sie zeigen oft vermehrt falsch-positive Ergebnisse an (Unverträglichkeit obwohl man sie sie gar nicht hat).

      LG, Anja

      Antworten
      • Heady //

        Danke Anja, bin schon beim Suchen von Rezepten, sehr fein. :)

        Der Test selbst war nicht online, sondern ich habe mir mit dem Testkit ein paar Blutstropfen zu Hause abgenommen und dann die Ergebnisse in einem speziellen Ernährungsportal erhalten. Das fand ich eigentlich eher praktisch. Hab den Test vor Jahren schon mal beim Arzt gemacht und da hat mich das genervt dass ich immer daheim auf dem Befund schauen musste. Jetzt hab ich sie halt immer bei mir, kann nachschaun wann ich will.
        Die falsch-positiven Ergebnisse könnte ich jetzt nicht bestätigen. Bei mir kam eben Gluten und Milch heraus – beides hatte ich geahnt! Aber ja, da wirds auch Unterschiede bei den Anbieter geben. Da wird schon viel Schindluder getrieben.

        Antworten
  12. Selina //

    Hey
    Also mein Arzt hatte null Ahnung davon. Er dachte er kann mir einer reindrücken mit ner magenspiegelung weil alles was ich hatte kam laut seiner Aussage vom Stress. Naja war wohl sehr peinlich für ihn als zöliakie rauskam.
    Schade für ihn, nun hat er ein Patient weniger. Sofort Arzt wechseln

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Selina,

      hauptsache du weißt nun was Sache ist! Wünsche dir gute Besserung!

      LG, Anja

      Antworten
  13. Ulli //

    Ob mein Arzt die Krankheitsbilder kennt?
    Vielleicht hatte ich mit meinem Arzt einfach Pech, denn er sagte zu mir, daß ich wahrscheinlich eine Zöliakie habe, aber von ihm keine Hilfe bei einer Diagnose zu erwarten hab. Da ich arbeitslos bin würde ich wohl zur Arge laufen um einen Zuschuß zu beantragen, das will er verhindern.
    Es ist ihm gelungen. Mittlerweile lebe ich seit 15 Monaten nach Paleo, bin meine Beschwerden los und so fit wie lang nicht mehr.
    Vielleicht liegt es manchmal am Dickschädel der Ärzte, das die Krankheit nicht erkannt wird.

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Ulli,

      dir geht es besser – schön! :) Ärzte sind eben auch keine perfekten Menschen – schade aber, dass einige Menschen darunter leiden müssen.

      LG, Anja

      Antworten

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