4 Ideen für Paleo Nudeln

Paleo Nudeln?? Sind wir verrückt geworden? Nein, sind wir nicht! Wir haben nur keine Lust darauf, auf leckere klassische Nudel-Saucen wie Bolognese oder Pesto zu verzichten. Aber pur essen wollen wir sie auch nicht. Deshalb werden wir öfters mal kreativ damit, wie wir die typische Nudelbeilage mit den Mitteln der Paleo Küche neu erfinden können. Und siehe da: Es gibt Optionen! Paleo Nudeln lassen deine Gerichte deutlich vielseitiger werden, als die ständig gleichen schlappen Weizennudeln. Vorhang auf für unsere Paleo Nudeln aus Gemüse.

Paleo Nudeln

Paleo Nudeln aus Gemüse: 4 Alternativen

1. Paleo Spaghetti aus Gemüse

Was du brauchst

Einen Spiralschneider oder einen Julienne-Schäler. Wir empfehlen die Variante von Gefu, da sie uns schon jahrelang begleitet ohne zu schwächeln.
 

Woraus wird´s gemacht

Variante 1: Zucchini. Achte beim Kauf darauf dass die Zucchini nicht zu dick sind, sonst kannst du sie schlecht im Spiralschneider drehen. Wir rechnen bei der Menge immer mit 1 Zucchini pro Person. Wir lieben Zucchini Spaghetti so sehr, dass wir ihnen einen eigenen Blogpost gewidmet haben, indem du alles zur besten Spiraltechnik nachlesen kannst.

Variante 2: Karotten. Hier brauchst du allerdings recht dicke Karotten, damit dein Spiralschneider greifen kann.

Die Zubereitung

Zucchini Spaghetti kannst du roh essen und die Sauce einfach drüber geben. Dann ist das Essen aber schnell kalt. Du kannst sie auch ganz am Ende kurz in der Sauce mitkochen – nicht zu lange, sonst hast du schnell Brei. Oder du brätst sie kurz in der Pfanne an und verteilst etwas Pesto drüber. Mhhhhh

Karotten Spaghetti solltest du vorher natürlich schälen und dann etwas länger mitköcheln lassen bis sie die gewünschte Konsistenz haben.

Rezepte für Paleo Nudeln

Probiere unsere Zucchini Spaghetti mit Sauce Bolognese. Wenn du nach einem leckeren Pesto suchst, probiere unser Zitronen-Petersilien Pesto oder das Macadamia Koriander Pesto.

Zucchini Spaghetti

2. Paleo Lasagne

Was du brauchst

Eine Küchenreibe (auch Mandoline genannt), denn du brauchst dünne und gleichmäßige Scheiben. Wir haben uns für eine im mittleren Preissegment entschieden, die bisher sehr gut mit unseren diversen Küchenexperimenten mitmacht.

Woraus wird´s gemacht

Hier sind der Fantasie (fast) keine Grenzen gesetzt. Es funktioniert gut wenn du Gemüse wählst, dass etwas fester ist, z.B Süßkartoffeln, frische rote Beete oder Kohlrabi.  Du kannst aber auch “weicheres” Gemüse nutzen, wie z.B Zucchini und Auberginen.

Tipp: Probiere auch mal Apfelscheiben als Lasagne-Blätter.

Die Zubereitung

Schneide mit deinem Gemüsehobel dünne Scheiben und schichte dann deine Lieblings Bolognese Sauce abwechselnd mit den Gemüsestreifen in eine Auflaufform. Je nach Dicke des Gemüses solltest du nach 45-60 Minuten im Ofen deine Lasagne genießen können. Wenn du weniger stärkehaltiges Gemüse nutzt (z.B Zucchini oder Aubergine) kannst du die Zeit im Ofen deutlich reduzieren.

Rezeptideen

Probiere unbedingt unsere Kohlrabi Lasagne und Zucchini Lasagne aus!

Zucchini Lasagne kochen

3. Paleo Fettucine

Was du brauchst

Um die breiteren “Bandnudeln” herzustellen, brauchst du einen Sparschäler, den du nicht mit der geriffelten, sondern der glatten Seite benutzt. Bring außerdem etwas Geduld mit.

Woraus wird´s gemacht

Wie bei den Fettucine sind die Klassiker hier Karotten und Zucchinis.

Die Zubereitung

Schäle die Karotten zuerst ganz normal und schäl dann einfach weiter bis die Karotte aufgebraucht ist. Die Zucchinis brauchst du vorher nicht schälen. Ansonsten gelten dieselben Regeln wie bei den Spaghetti: Lass das Gemüse kurz in der Sauce mitkochen oder dusch es in heißem Wasser ab um es zu erwärmen bevor du es servierst.

Rezeptideen

Paleo Fettucine passen gut zu Currys und in asiatische Salate.

3. Paleo Fantasie Nudeln

Was du brauchst

Du kannst aus Gemüse eigentlich jede beliebige Form ausstechen und als Paleo Nudeln servieren. Wie wäre es mit Sternnudeln oder Herznudeln? Alles was du hierfür brauchst sind Keksausstecher und viel Zeit. Wir empfehlen diese Variante, wenn du Gäste beeindrucken möchtest oder mehr Gemüse in deine Kinder bekommen willst.

Dein Küchentool der Wahl ist wieder der Gemüsehobel (Mandoline). Zusätzlich benötigst du Plätzchenausstecher.

Woraus wird´s gemacht

Wähle hier dieselbe Art von Gemüse wie für die Lasagne: Also tendenziell stärkehaltigere Sorten und Gemüse mit einer größeren Schnittfläche (als z.B Karotten sie haben). Süßkartoffeln, Kohlrabi und rote Beete bieten sich an.

Die Zubereitung

Schäle dein Gemüse und hobel es in dünne Streifen. Dünste es jetzt kurz an, so dass es bissfest ist. Jetzt kannst du ganz leicht die gewünschten Formen ausstechen und zum Rezept deiner Wahl als Beilage präsentieren.

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Geschrieben von Michaela

Michaela ist die Naschkatze im Paleo360 Team und deswegen immer auf der Suche nach Paleo-konformen Süßigkeiten. Vielleicht hat sie auch deshalb die exzellente Fähigkeit entwickelt, exotische Salate mit diversen leckeren Früchten zu kombinieren. Auch sie ist ein großer Fan von Natur und dem Münchner Alpenvorland. Michaela schläft gerne lang, weswegen ihre Blogposts wohl öfter am Nachmittag veröffentlicht werden. Michaela auf Google+
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13 Kommentare

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  1. Sabine Müller //

    Hallo,

    wie wäre es mit einem Butternut-Kürbis als Gemüse-Spagetti? Kommt auch optisch dem “verbotenen” Original nahe …
    Habt Ihr das schon mal probiert?

    LG Sabine

    Antworten
  2. Paola //

    Ich finde Auberginen als Lasagneplattenersatz super. Ist zwar etwas aufwändig, da aber die Bolognese für die Lasagne auch mindestens ne Stunde köchelt passt das. Dafür schneide ich die Aubergine in recht dicke Scheiben, Salze sie von beiden Seiten, warte so 15 Minuten und tupfe das herausgezogene Wasser ab. Danach röste ich die einzelnen Scheiben mit ganz wenig Parmesanöl (oder nur Olivenöl) beträufelt in einer beschichteten Pfanne an. Die Scheiben lassen sich überlappend super als Trennschicht in der Bolognese verarbeiten. Schmeckt uns sogar noch besser als die Nudelvariante und man erhöht den Gemüseanteil.

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    • Anja Wagner //

      Hallo Paola,

      danke für dein Feedback! Ich seh schon, die Küche wird nicht kalt bei dir ;)

      LG, Anja

      Antworten
  3. Petra //

    Ich dünste die Zucchinispaghetti in Fett, evtl. mit einer Zwiebel. Nur mit heißem Wasser übergossen schmecken die mir nicht. Werden auch nicht weich. Und ich lasse auch nicht 1 min lang heißes, gutes Trinkwasser drüberlaufen. Welch eine Ressourcenverschwendung!

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    • Suse //

      Ich hab sie auch schon direkt in der Soße heiss gemacht. Schmeckt auf jeden Fall besser als nur mit heißem Wasser.
      Mikrowelle fun ktioniert auch, mach ich im Büro so.

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    • Vanessa //

      Ich lasse die Zucchini 2-3 Minuten im kochenden Wasser und sie werden superweich…

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  4. Nora //

    Hallo,

    ich habe vor kurzem Zucchini Bolognese gemacht und dabei wie von euch empfohlen die Zucchini-Spaghetti vor dem Servieren mit heißem Wasser “geduscht” und in einem Sieb abtropfen lassen. Trotzdem haben die Zucchini auf dem Teller noch ziemlich nachgewässtert und die Bolognese verflüssigt. Habt ihr einen Tipp, wie man die Nudeln vor dem Servieren noch trockener bekommt?

    Gestern gab es Lasagne mit Spitzkohl-Blättern als Nudelersatz. Wir haben den Kohl vorher kurz blanchiert und dann die Blätter zwischen die Bolognese (“Kohlonese” ;) ) geschichtet. Leider war auch hier nach dem Backen der Lasagne die Soße durch den Kohl sehr wässrig. Geschmacklich finde ich die Idee der Gemüsenudeln allerdings klasse. Kohl geht auch gut :)

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    • Anja Wagner //

      Hallo Nora,

      du kannst die Zucchini-Nudeln gerne noch für etwa 10-20 in den Backofen bei mittlerer Temperatur schieben, so verlieren sie an Flüssigkeit. Eventuell auch die Bolognese dickflüssiger und würziger zubereiten, damit sich die Flüssigkeiten “austauschen”?

      Die “Kohlonese” merk ich mir – coole Namensidee :P

      LG, Anja

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      • Nora //

        Hi Anja,
        danke für die Tipps! Werde ich mal ausprobieren.
        Schöne Ostergrüße

        Antworten
        • Petra //

          Ich finde, die Zucchininudeln noch 20 min in den Backofen stellen verbraucht zu viel Strom.

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