Die 10 größten Lügen der Lebensmittelindustrie

Dies ist ein Artikel von unserer Gastautorin Nathalie. 

Dieser Artikel deckt auf…

  • …welche Lügen von Industrie & Politik uns immer ungesünder werden lassen.
  • …wie Fettpolster wirklich entstehen.
  • …wer wirtschaftliches Interesse am Aufrechterhalten der größten Lebensmittellügen hat. 

Zurzeit gibt es mehr übergewichtige Erwachsene auf der Welt als Unterernährte. Zivilisationskrankheiten wie Insulinresistenz, Diabetes Typ II, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Schlaganfall, Herzinfarkte, aber auch Osteoporose, Alzheimer, Zöliakie, Hautprobleme, verschiedene Krebsarten und psychische Probleme nehmen weltweit dramatisch zu. Die westliche Gesellschaft wird zwar älter, aber nicht gesünder. Evolutionstechnisch sind diese Krankheiten – auch „metabolisches Syndrom“ genannt – rezent: Sie kamen einher mit der industrialisierten Ernährung.

Luegen Lebensmittelindustrie Paleo

Lightprodukte, „gesundes Vollkorn“, „vitaminangereicherte, cholesterinsenkende“ Produkte und Medikamente sollen passend machen, was nicht passt. Doch die Gesellschaft wird weder gesünder noch schlanker – im Gegenteil.

Es ist also angebracht, gängige Meinungen und fest verankerte Glaubenssätze kritisch zu hinterfragen. Selbstinitiative ist hier gefordert und wer lesen kann, ist dabei ganz klar im Vorteil: Fachlektüre und Metastudien gibt es zuhauf. Man muss sie nur lesen. Denn gefördert wird dieses Wissen nicht … zu viel wurde wohl auf der Basis dieser Glaubenssätze aufgebaut. Machen wir uns auf die Suche nach den größten Lügen, die weiterhin als allgemein gültige Wahrheit angenommen und gedankenlos nachgeplappert werden.

1. Fett macht fett

Fett hat zwar, gewichtsbezogen, die höchste Kaloriendichte im Vergleich zu Eiweiß und Kohlenhydraten, daraus aber zu schließen, dass man Fett weglassen soll um abzunehmen, ist falsch – und sogar gefährlich. Gewisse Fettsäuren sind essenziell: das bedeutet, der Körper benötigt sie und kann sie nicht selbst herstellen. Die Fettphobie der letzten Jahrzehnte verdanken wir H. Ancel Keys, der aus einer statistischen Gegebenheit Rückschlüsse gezogen und mittels guter Kontakte geschickt verbreitet hat – zur großen Freude der Margarine- und später auch Pharmaindustrie. Dank eines hervorragenden Marketings halten sich diese Gerüchte bis heute hartnäckig, obwohl diese These mehrfach und nachhaltig widerlegt ist. Es gibt weder einen kausalen Zusammenhang zwischen Fettkonsum und Übergewicht noch zwischen Cholesterin und koronaren Herzkrankheiten. Problematisch ist heutzutage das Ungleichgewicht der Omega6 zu den Omega3 Fettsäuren. Tierische Fette sind im Prinzip kein Problem – sofern die Tiere korrekt ernährt werden, und nicht in Massentierhaltung mit Mais, Soja und Weizen (Omega 6 und nicht artgerecht!) gemästet werden. (Interessant: Mais, Soja und Weizen werden in der Tiermast genutzt. Gleichzeitig sind sie die weltweit meist verbreiteten Nahrungsmittel auf unseren eigenen Tellern!) Fett ist für den Körper wichtig – vorausgesetzt, es handelt sich um die richtigen Fette.  Man muss „nur“ darauf achten, dass es sich bei den konsumierten Fett um tierische Fette von gesunden, artgerecht ernährten Tieren handelt, und bei Pflanzenölen auf Raps-, Hanf- oder Leinöl zurückgreifen (Anmerkung Paleo360.de: Wir raten von Rapsöl ab – unsere Meinung zu gesunden Fetten). Das ideale Verhältnis von Omega6 zu Omega3 für die Gesundheit ist max 4:1, idealerweise 2:1. Bei industrieller Ernährungsweise liegt man im Schnitt bei 12:1 bis manchmal sogar 25:1!

2. Wer gesund und schlank sein will, soll viel gesundes (Voll)-korn essen

Die Kohlenhydrate aus der Ernährung sind Energielieferanten. Eine andere Funktion haben sie nicht. Punkt. Da der Körper Energie zum Überleben braucht, kann er die Glukose selbst herstellen:  aus dem zugeführten Fett (Ketogenese) und dem zugeführten Eiweiß (Glukoneogenese). Überschüssige Kohlenhydrate werden als Fettreserven in Muskeln und Leber gespeichert. Zuständig für diesen Prozess ist das Insulin. Da wir aber in einem konstanten Überangebot an Kohlenhydraten leben, wird die Bauchspeicheldrüse permanent gefordert und gibt irgendwann einmal den Geist auf. Zahlreiche Studien belegen: die gesundheitlichen Konsequenzen dieser Insulinresistenz sind gravierend.

Ob Haushaltszucker, Fruchtzucker, Pizza, Müsliriegel, Frühstücksflocken, Kekse, Brot (Weißmehl oder Vollkorn): es ist immer Zucker. Ob pur (Traubenzucker) oder langkettig (Stärke). Man jagt den Insulinspiegel in die Höhe und der Körper verlangt nach kurzer Zeit wieder Nachschub. Mehl beeinflusst den Insulinspiegel übrigens mehr als Haushaltszucker, da der Speichel die Mehlstärke bereits im Mund in einfachen Zucker umwandelt, während einfacher Haushaltszucker erst im Magen aufgeteilt wird. Zucker -> Insulin -> Hunger -> Zucker …. Es ist eine Sucht. Brauchen tut der Körper diesen Zucker nachweislich nicht. Volle Reserven führen zu mehr Körperfett und metabolischem Syndrom. Wer meint, morgens nicht auf sein Marmeladen- oder Nutellabrötchen bzw. seinen Streusel verzichten zu „können“ ist bereits perfekt von der Lebensmittelindustrie konditioniert.

Zudem steht insbesondere der Weizen im Verdacht, gravierende Krankheiten wie Zöliakie, Alzheimer, Hautprobleme u.v.m. auszulösen. Unser Weizen hat nämlich kaum noch Gemeinsamkeiten mit dem eigentlichen Urkorn. Heute konsumieren wir eine Mutation aus diesem Urkorn und Gräsern. Entstanden zu einer Zeit, vor etwa 100 Jahren, wo der Mensch mit unterschiedlichen Pflanzenarten experimentierte, um die Produktivität zu steigern und dank Gluten damit backen zu können.

3. Zu viel Fleisch ist ungesund

Diese Aussage ist evolutionstechnisch gesehen falsch. Der Mensch wäre nicht das, was er heute ist, hätte er im Laufe der Evolution nicht angefangen, Fleisch zu essen. Spätestens während der Eiszeiten, wo nichts mehr auf der Erde wuchs, wäre er kläglich verhungert.

Eiweiß ist ein wichtiger Baustein für unseren menschlichen Körper und zudem essenziell: es wird gebraucht und kann nicht selbst hergestellt werden. In keinem anderen Lebensmittel ist Eiweiß zusammen mit vielen anderen wichtigen Nährstoffen so kompakt enthalten wie in Eiern, Geflügel und Fleisch. Es kommt allerdings auf die Qualität an. Entgegen gängigen Behauptungen liefert Fleisch ein sehr ausgewogenes Verhältnis von gesättigten und ungesättigten Fetten, sowie Omega6 zu Omega3 Säuren – vorausgesetzt, man redet von artgerecht ernährten Tieren!

4. Das was drauf steht, ist auch drin

Die Versprechen: Ein Früchtejoghurt oder Fruchtzwerg enthält Früchte. Nutella enthält viele gesunde Nüsse. Viel Milch in einer Milchschnitte oder Kinderschokolade. Ein Müsliriegel enthält gesundes Vollkorn. Natürlich ist das alles sehr gesund…

Die Wahrheit: Industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten vornehmlich (zu viel) billigen Zucker und mehrfach gehärtete, billige, Pflanzenfette (so genannte Transfette) die mittlerweile als gesundheitsschädlich bekannt sind. Hinzu kommen Aromen, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und Farben.

Verlockende Verpackungen mit tanzenden Kühen, grinsenden Hühnern, bunten Früchten, prallen Körnern und der Aufschrift „gesund“ sind reines Marketing. Ein traditioneller Landwirt hätte überhaupt kein Etat für solche Werbekampagnen. Und nötig hat er es auch nicht. Wieso sollte er auf einen frisch gepflückten Brokkoli ein Etikett mit der Aufschrift „gesund“ draufkleben??? Wer es nötig hat, seine Lebensmittel mit einem Etikett zu versehen, auf dem „gesund“ drauf steht, verkauft keine gesunden Lebensmittel!

Wer meint, Joghurt essen zu müssen, der sollte die vollfette (von gesunden Kühen) Naturvariante essen und sich seine Früchte selbst reinmischen. Natürlich die lokalen, saisonalen und keine Erdbeeren im Winter. In der Paleo- Ernährung findet Joghurt keinen Platz, da es damals unmöglich war, wilden Tieren ihre – für die eigenen Kinder reservierte – Milch abzunehmen, ohne dabei Kopf und nicht existenten Kragen zu riskieren.

5. Fettpölsterchen sind doch nur ein Zeichen von Wohlstand

Nicht jeder, der dick ist, ist auch krank. Gleichzeitig ist auch nicht jeder Schlanke gesund. Und wir müssen auch nicht rappeldürr sein, so wie uns das von den Medien gerne suggeriert wird. Der Mensch ist das Ergebnis einer Evolution, die ca. 4 Milliarden Jahre angedauert hat.  Evolutionstechnisch sind wir heute genetisch praktisch identisch mit dem so genannten Steinzeitmenschen, der vor ca. 50.000 Jahren durch die Gegend streifte, sich von Nüssen, Samen, Wurzeln, Beeren und erbeuteten Tieren ernährte. Körner gab es selten und wenn, dann in anderer Form als heute. Zur Nahrungssuche musste er im Schnitt 10-20 Km täglich zurücklegen, kämpfen, klettern, fliehen, …. Die Muskelmasse und Ausdauer eines solchen Jägers und Sammlers waren – im Vergleich zu uns –  enorm. Und trotzdem kamen nur sehr wenige Kohlenhydrate in ihrer Ernährung vor. Egal wie sportlich der eine oder andere von uns heute sein mag, an die Aktivität eines Steinzeitmenschen kommen wir nicht heran. Wozu also diese ganzen Kohlenhydrate? Wie definiert man denn eigentlich Wohlstand? Mehr Geld auf Kosten der Gesundheit?

6. Übergewicht lässt sich mit Medikamenten heilen

Zwei hübsche, schlanke (!) Damen sitzen zusammen an einem Tisch in einem Café. Die eine bestellt sich ein mit Käse belegtes Croissant … Da äußert sich die eine Frau ganz entsetzt „Weißt Du, wie viel Fett das hat? Ich dachte Du bist am abnehmen…?“ Die Andere: „Ach, kein Problem, dank meiner cleveren Vorspeise …“

Mir stehen bei diesem TV-Werbespot die Haare zu Berge! Zum einen suggeriert er (mal wieder!), dass Fett pauschal schlecht ist, zum anderen verschweigt er das gravierende Zucker-Problem in dieser „Mahlzeit“. Und dann wird allen Ernstes ein Medikament (eine „Zauberformel“) beworben, welches lediglich die Fette (wahrscheinlich gesundheitsschädliche Trans-fette, was aber nicht klar differenziert wird) bündelt und diese dann unverarbeitet wieder ausscheidet. Igitt! Es gibt viele solche Medikamente. Sie werden das Problem nicht lösen. Gift und scheinbares Gegengift in einer einzigen Mahlzeit (denn das mindestens genau so gravierende Zuckerproblem wird ja bewusst nicht gelöst) – wie praktisch … für zwei Industriezweige, denen die moralischen Grenzen offensichtlich vollkommen abhanden gekommen sind.

7. Wer weniger Kalorien isst, als er verbraucht, der nimmt ab

Quantitativ gesehen ist diese Aussage korrekt. Wer die Kalorienzufuhr senkt  – meist durch Reduzierung des kalorienreichen Fettes – und vielleicht auch noch anfängt, sich etwas (mehr) zu bewegen, nimmt kurzfristig ab. Qualitativ gesehen:  mit einem reduzierten Fettanteil und einem erhöhtem Konsum von Kohlenhydraten, also Zucker,  hat man permanent Hunger (Insulinschübe) und das Verhältnis von Omega6 zu Omega3 Fetten verschlechtert sich dramatisch. Diese 2 Prozesse fördern das Einlagern von zusätzlichen Fettzellen im Körper. Nach einer ausschließlich kalorienarmen Diät ist man meist dicker als davor. Langfristig machen diese Diäten also dick. Reduziert man hingegen die Kohlenhydrate (die ja ohnehin nicht benötigt werden, da nicht essenziell) und erhöht dafür die Eiweiß und Fettzufuhr (Achtung Qualität!!!), so stehen die Chancen einer nachhaltigen Abnahme wesentlich höher. Bekannte Nebenwirkungen: man wird fitter und gesünder.

8. Diäten wirken, man muss nur diszipliniert sein

Nein, das tun sie nicht! Jedes Jahr im Frühjahr tummeln sich skurrile Bikinidiäten in Zeitschriften, besonders in jenen Blättern in denen die Models z.T. dank Photoshop so dürr sind, dass man sie problemlos faxen könnte. Mit nachhaltigem, gesunden Abnehmen und Interesse am Wohlbefinden ihrer Leser haben diese Zeitschriften nichts zu tun. Es geht um Umsatz! Modediäten erzeugen Mangelerscheinungen gegen die sich unser raffinierter Körper erfolgreich wehrt. Das ist genetisch so von unserem Körper vorgesehen. Der Körper verlangt durch geschickte biologische Prozesse nach „richtigem“ Essen.

9. Zu viel Cholesterin ist schädlich

Auch hier handelt es sich um ein hartnäckiges Gerücht welches durch hervorragendes Marketing  und gedankenloses Weitersagen verbreitet und unterstützt wird. Cholesterin ist lebensnotwendig und seriöse Studien belegen mittlerweile eindeutig, dass es keinen Zusammenhang zwischen hohem Cholesterin und der Ausbreitung unserer Zivilisationskrankheiten gibt. Sie können also getrost Ihre Frühstückseier genießen. Dahingegen wurde eindeutig bewiesen, dass ein konstant erhöhter Insulinspiegel sehr wohl mit diesen Krankheiten im Zusammenhang steht.

 10. Bio ist gesund

Auch das ist nicht immer wahr – haben die Lebensmittelkonzerne doch unlängst die Gelegenheit erkannt, mit dieser Nachfrage Umsatz- und Margen zu steigern. Es gibt mittlerweile viele Bio-Label und eine Handvoll davon ist auch zuverlässig. Dabei darf nicht vergessen werden: Bio hat sich dem Erhalt der Natur und nicht dem der menschlichen Gesundheit verpflichtet! Wenn Kühe mit Bio-Mais oder Bio-Weizen gefüttert werden, so ist das immer noch nicht artgerecht und für uns eine weitere Quelle von Omega6 … man muss also die traditionell geführten Bauernhöfe finden, die Flora und Fauna so pflegen, wie es sich gehört.

So, das waren sie, die grössten Lügen die mir im Zusammenhang mit der Lebensmittelindustrie spontan eingefallen sind – und es gibt mit Sicherheit noch mehr davon. Paleo ist übrigens keine Diät im heutigen Sinne sondern das, was es aus dem Griechischen übersetzt eigentlich bedeutet: eine Lebensart. Wir essen das, wofür wir genetisch gesehen bestimmt sind. Nicht mehr und nicht weniger.

Wer diesen Text auf Plausibilität überprüfen bzw. sich selbst weiter informierem möchte, sollte unbedingt meine (oder die vielen anderen verfügbaren) Informationsquellen durchlesen.

U.a. folgende Bücher/Studien dienten mir als Grundlage für diesen Artikel:

© nicoletaionescu – istockphoto.com

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Geschrieben von Nathalie

Nathalie ist Gastautorin bei Paleo360. Sie ist Anlageberaterin, privat spielen Sport und Gesundheit aber die Hauptrolle. Vor etwa einem Jahr hat sie die Ausbildung Certified Primal Blueprint von Mark Sisson absolviert, so dass gesichert ist, dass sie über profundes Fachwissen in Sachen Paelo und Primal Ernährung verfügt. Sie betreibt hochintensives Functional Training mit Crossfit Elementen. Seit 3 Jahren war sie nicht mehr im Supermarkt, sondern sammelt und jagt ihre Lebensmittel lieber auf dem Wochenmarkt und bei Landwirten. Noch niemals war sie so fit wie heute.
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31 Kommentare

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  1. Sonja Scibetta -Schobel //

    Ich habe die Einträge mit großem Interesse gelesen und bin nur durch „Stöbern“ auf diese Seite gelangt !! Ich bin Multiple Sklerose krank und wollte mich über die Paleo -Ernährung informieren !! Leider kann ich die Einträge nicht immer nachvollziehen , da fehlt mir das nötige Wissen !! Ich werde sie aber auf jeden Fall für mich ausprobieren denn verlieren kann ich nichts , eher gewinnen !!!

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  2. Rico //

    Hallo liebe Leute,

    Also erstmal ne kurze Info an alle die der Meinung sind es besser zu Wissen, wenn ihr sagt das was falsch ist (kann ja möglich sein), dann korrigiert das doch gleich und schreibt die seriösen Quellen dazu.

    Zweitens sollten alle die hier angebotenen Artikel sorgfältig lesen, denn es steht nirgendwo geschrieben das ab sofort jeder Mensch nur noch Fleisch essen soll, es wird immer dargestellt das es ein ausgewogenes Verhältnis sein soll, ja natürlich sind etwas mehr Proteine gut aber es verlangt niemand das ausschließlich mit Fleisch zu essen.

    Drittens sollten die Leute die schreiben das der Körper aus einem Überangebot an Glucose keine Lipide synthetisieren kann vielleicht nochmal richtig recherchieren, denn natürlich macht der Körper das um für den Notfall Reserven zu haben, nur das wir heutzutage keine Notfälle wo wir hungern müssen mehr haben. Ich rede hier bewusst von Glucose denn die ist in kartoffeln sowie im raffienietem Zucker vorhanden bzw. werden die meisten Lebensmittel in Glucose umgewandelt.

    Und Viertens, man sollte sich klar machen das hier online keine fachwissenschaftliches mit Studien belegtes Wissen präsentiert wird sondern ganz oft Erfahrungswerte in Kombination mit durchaus fachlich korrekten Aussagen, dies alles aber so aufbereitet das es jeder versteht, denn mit Fremdwörtern um sich schmeißen und hochkompliziert zu schreiben hilft niemanden, schon gar nicht wenn man darüber nachdenken will und es nicht versteht. Viele wollen einfach nur ein paar Denkanstöße haben und ob diese Ernährung die richtige für jederman ist, kann eh nie abschließend geklärt werden.

    Und zum Thema Kritik, Kritik ist durchaus berechtigt und sollte immer angebracht werden, wenn es grobe Fehler gibt oder wenn eine Formulierung anders besser wäre oder wenn es darum geht, das es noch Fragen gibt die hier unbedingt geklärt werden sollten, aber bitte hört doch auf zu kritisieren wenn es nur darum geht, daß dieser Weg nicht jedermanns weg ist. Das ist denke ich jedem klar und bei der Ernährung ist es immer so, das jeder ausprobieren muss was ihm/ihr schmeckt und was nicht. Nur sollten sich alle mal überlegen, an welchen Stellen wir heutzutage überhaupt noch in der Lage sind auf unseren Körper zu hören?

    Und nicht das ganze hier missverstehen, es geht mir nicht darum jemanden anzugreifen, aber bitte denkt einfach mal darüber nach.

    Ich danke euch

    Mit freundlichen Grüßen

    Rico

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  3. Alexander //

    Super Stichpunkte, Themen und Überschriften.

    Schlechter eingekaufter Artikel ohne Geist und Charakter.
    Schade.

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  4. Carsten //

    Der Bericht ist in vielen Teilen korrekt aber auch in vielen nicht. Es werden genauso Meinungen verbreitet gute die es keine gesicherten Studien gibt Wie von der anderen Seite. Es Word viel Pauschalisiert und oberflächlich behandelt. Das geht besser.

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  5. Evie //

    Es waren die Bücher von Hans-Ulrich Grimm, die mich dazu bewegten, mal genauer hinzusehen, was ich da eigentlich esse? Ich habe „Die Kalorienlüge“ und „vom Verzehr wird abgeraten“ sowie „garantiert gesundheitsgefährend“ gelesen. Habe daraufhin langsam aber stetig meine Ernährung angefangen, umzustellen mit dem Ergebnis, dass ich immer fitter und leistungsfähiger wurde. Einzig meine Kalorienphobie muss ich mir noch abgewöhnen. Ich zähle seit 30 Jahren täglich die Kalorien und arbeite daran, endlich diese blöde Zählerei aufzugeben. Das ist nicht einfach. Ich erwische mich oft dabei, bei der Zubereitung der Rezepte vor dem Fett zurückzuschrecken und nehme manchmal weniger Fett als angegeben. Die Quittung dafür folgt postwendend: nach dem Essen NOCH HUNGER und Unterzuckerung beim Sport. Nehme ich hingegen genug Fett zu mir, bin ich für viele viele Stunden pappesatt und topfit. Die Geschichte mit dem „bösen Fett“ und dem „fiesen Cholesterin“ geht sowieso auf eine gefälschte, unseriöse Studie von Ancil Keys zurück. Diese Studie wurde vor allem von den Margarineherstellern finanziell unterstützt. Ich selbst habe gemerkt, dass kohlenhydratreiche und/oder vegetarische Ernährung definitiv und eindeutig NICHTS für mich sind. Mein Körper bestraft mich mit ständiger Müdigkeit, Schlappheit und übler Laune. Daher mein Motto: Mut zu Fett, denn Fett macht fit! :)

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  6. Marina //

    Eine kleine Anmerkung zu einem Fehler in Punkt 3, dort steht „Eiweiß ist ein wichtiger Baustein für unseren menschlichen Körper und zudem essenziell: es wird gebraucht und kann nicht selbst hergestellt werden.“. Ich bin für den Paleo-Lifestyle und bin ebenfalls der Meinung dass in unserer Gesellschaft etwas schief läuft, dennoch kann ich eine derartige Falschaussage nicht hinnehmen.

    Jegliches Eiweiß das im Körper verbaut wird, wird von ihm selbst synthetisiert!

    Es gibt zwar bestimmte Aminosäuren (Bausteine der Eiweiße) die der Körper aufnehmen muss, diese sind allerdings nur 8 von 21 Stück und größtenteils auch ausreichend in Gemüse vorhanden.
    Sämtliche Eiweiße die über die Nahrung aufgenommen werden, werden in ihre Bauteile (Aminosäuren) zerlegt, aufgenommen und daraus werden eigene Proteine hergestellt.
    Eine derartige Falschaussage lässt mich an der Seriösität dieses Artikels zweifeln, ich bitte hiermit um Korrektur.

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    • Barbara Hollaus //

      Du wiedersprichst dir selbst. Du schreibst einerseits das der Körper sämtliches Eiweiß selbst synthetisiert. Aber anschließed schreibst du: Sämtliches über die Nahrung aufgenommenes Eiweiß wird in die Bestandteile zerlegt und eigenes Protein hergestellt. Tja wenn ich aber jetzt kein Eiweiß über die Nahrung aufnehme, woraus wird dann das Protein gebastelt???? Fazit: ich MUSS über die Nahrung Eiweiß zuführen dass der Körper das Protein das er will herstellen kann. Anders gehts nicht.

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  7. Mel //

    Sehr schön geschrieben und spiegelt auch das wieder was ich an mir selber festgestellt hab. Habe durch Ernährungsumstellung 50 kg abgenommen und habe super Blutwerte obwohl ich mich nicht an die Ernährungsweise halte die als so gesund deklariert wird. Krank bin ich auch in den letzten 2 Jahren nicht geworden, nicht mal eine kleine Erkältung. Was ich aber ehrlich sagen muss wenn ich die Kommentare so lese: jeder Mensch ist anders und für jeden funktioniert eine andere Ernährung besser. Also bitte streitet euch wenn dann mit der Nahrungsmittel Industrie und nicht mit denen die die Missstände aufzeigen. Tiere von artgerechter Haltung, hmm… Hab schon ewig in dieser Region keine Rinder mehr auf der Weide gesehen. Auch sonst reiht sich hier nur Getreide an mais an Raps usw. Der Bauer im neben Dorf hat seine Kühe im stall und nicht jeder von uns kann einen Jagdschein machen und mal eben Wildschwein und co schießen. Dann gibts bald auch kein wild mehr, sondern es würde genauso in Ställen gezüchtet. Soja ist auch nicht jedermanns Sache, zumal es inzwischen auch gentechnisch verändert wurde. Man kann also festhalten das wir eigentlich gar nichts mehr essen könnten, ausser wir bauen alle unsere Sachen selbst an und züchten unsere Tiere selber.

    Mir reicht es schon das solche Artikel einfach die Menschen zum nachdenken anregen, den Rest müssen die selber für sich rausfinden, ob paleo, low carb, vegan oder wie auch immer…

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  8. Philipp //

    Danke für den Beitrag.
    Is eigentlich doof, das etwas so positives wie Paleo so enorm viel Erklärung und Wissenschaft benötigt um glaubhaft zu wirken.
    Die Nahrungsmittelindustrie muss das komischerweise nicht und nur wenige stört es. Es wird einfach fröhlich gegessen.
    Is wie in der Softwareindustrie: Microsoft=alles klar und gute Alternativen dazu müssen sich bis zum Letzten erklären.
    Ich liebe Paleo. Man darf einen Lifestile einfach nicht lebensverkrampfend leben und sollte offen bleiben.

    Antworten
  9. Tim //

    Interessant ist in solchen foren immer wieder, dass kritische stimmen in der regel ignoriert werden und, wie es hier mal wieder der fall ist, nur indirekt in chats mit gleichgesinnten darauf eingegangen wird, anstatt in einen dialog zu treten. wenn man sich unter gleichgesinnten immer wieder gegenseitig bestätigt und kritik nicht zulässt wirds langsam etwas komisch. ich behaupte nicht, dass euch eure diät nicht gut tut, sondern, dass sie nicht auf jeden menschen passt. Es gibt keine absolute weisheit. das hat uns die geschichte glaube ich schon häufig gezeigt.

    Antworten
  10. Peggy //

    Hallo Nathalie,
    ich habe schon so viele wissenschaftliche Abhandlungen und Studien über die Ernährungsevolution des Menschen, Entstehung von Krankheiten in Bezug auf die neolithische Revolution etc. gelesen. Und ich muss sagen, ich finde diesen Artikel, mit seinen kurzen und für jedermann verständlichen Aussagen weltklasse. Gerade weil ich mich andauernd rechtfertigen muss, warum ich dieses und jenes nicht esse. Und mir immer wieder genau die von den Medien propagierten Volksweisheiten an den Kopf geschmissen werden und ich hernach als Verschwörungstheoretikerin da stehe, die die Pharma- und Lebensmittelindustrie verdächtigt uns langsam um zu bringen. Aber genau so ist es. Und das wird hier auf knappe anschauliche Weise ausgesagt. Danke dafür. Ich ernähre mich schon lange low carb und bin so auf diese Seite gestoßen. Ich freue mich immer wieder, dass hier bestätigt wird, was manche schon lange wissen. Allen die jetzt noch alles essen ohne zu hinterfragen, wo das was sie in sich hinein stecken herkommt und mich dann ungeschickt von der Seite für meinen Lifestyle verurteilen, werde ich diesen Artikel empfehlen. Bei Interesse kann man ja weiter recherchieren.
    Zu diesem Zweck lese ich übrigens gerade das von dir angegebene Buch „Weizenwampe“.

    Verbindlichste Grüße
    Peggy

    Antworten
  11. John //

    Liebe Nathalie,

    schöner Artikel. Ich habe allerdings noch eine Anmerkungen: Ich selbst bin Langstreckenläufer und auf Kohlenhydrate angewiesen. Denn auch hier gibt es unterschiedliche Qualitäten, die keine Beachtung gefunden haben: ZUm einen ist der glykämische Index zu beachten, d.h. die Wirkung der Kohlenhydrate auf den Blutzuckerspiegel: hocher GI bei Honig, Weißbrot etc. , niedriger GI Äpfel, Tomaten, Hülsenfrüchte, Nüsse etc. . Als Sportler im Ausdauerbereich bin ich auf beides angewiesen KOhlenhydrate als Benzin und Fett als Diesel. Ein Mensch mit 80 kg benötigt für einen Marathon ca. 3200 kcl. Die kann er nicht aufnehmen, d.h. spätestens ab Kilometer 30 ist der Glykogenspeicher leer. Wenn er jetzt gut trainiert hat springt der Fettstoffwechsel an und er kann die Energie aus dem Fett ziehen, welches ja ausreichend bei jedem vorhanden ist ( man könnte allein durch die Energie im Fett 20 Marathons hintereinander machen. Warum funktioniert das nicht? Der Körper gibt ungern seine Reserven her und greift lieber auf Eiweiß aus der Muskulatur zurück, als auf seine Fettreserven. Die Aufnahme von Kohlenhydraten vermindern diesen Proteinabbau in den Muskeln. Auch als Veganer bin ich auf Kohlenhydrate angewiesen. Wie gesagt, auch hier gibt es gute und schlechte. QUALITÄT ;) .Auch hier ein Tipp von mir: http://www.brendanbrazier.com/

    Ach ja, Bauchspeicheldrüse wird auf extrem belastet durch fetthaltige Nahrung. Wenn ich jeden Tag Fleisch esse, wird sie es mir nicht danken.

    Antworten
    • Frank //

      Für die Fettverarbeitung ist die Leber, insbesondere die Galle verantwortlich(Cave: nicht die Gallenblase produziert die Galle). Wie kommst du also darauf, daß a. die Bauchspeicheldrüse hiervon belastet wird und b. daß Fleisch gleich Fett ist. Z.B. Soja hat einen deutlich höheren Fettanteil als viele Fleischsorten.

      Antworten
      • Thomas //

        Es mehren sich tatsächlich die Anzeichen, dass die Bauchspeicheldrüse durch chronisch fettlastige Ernährung Probleme bekommt, nicht durch kohlenhydratlastige. Auch kann gerade mit einer kohlenhydratlastigen Ernährung (es müssen halt die richtigen Kohlenhydrate sein) Diabetes Typ II gut in Schach gehalten werden bzw. sogar teilweise rückgängig gemacht werden (ich habe selbst zwei Fälle im persönlichen Bekanntenkreis).

        Wie kommst du jetzt auf Soja? Davon war doch nicht die Rede…

        Antworten
  12. Tim //

    Ihr Paleofreunde, die Themen, die Ihr ansprecht sind auch aus meiner Sicht von großer Bedeutung. Fachlich ist Eure Argumentation allerdings genau so ein Bullshit wie die von der Lebensmittelindustrie verbreiteten zurechtgebogenen Ernährungserkenntnisse und die daraus abgeleiteten Empfehlungen. Auch Ihr leitet mit Halb- und Falschwissen Eure Empfehlungen in die Richtung, die Eurer Ernährungsrichtung entsprechen soll. Bestes Beispiel ist, dass Ihr die auch in der Fachwelt immer noch vorherrschende Behauptung verbreitet, dass der Mensch Glucose für die de novo-Lipidsynthese verwendet. Diese Erkenntnisse stammen aus Mausversuchen und sind NICHT auf den Menschen übertragbar. Menschen können aus Zuckern KEINE Fette synthetisieren. Jeder Mensch ist genetisch so einzigartig, dass jeder für sich selbst herausfinden muss wie er sich ernährt. Es gibt KEINE verbindlichen Ernährungsempfehlungen, die für jeden Menschen gelten. Auch die Paleo-Diät kann nur nur für einzelne Menschen „gut“ sein. Die Art und Weise wie Paleo, Veganismus, etc. propagiert werden halte ich persönlich für eine Ausgeburt eines Lifestiles bis hin zu einer ideologischen Verblendung vorwiegend stadtbewohnender Menschen.

    Antworten
    • Barbara Hollaus //

      Ich glaube du hast hier etwas falsch verstanden: nirgends wird behauptet das der Mensch aus Zucker Fette synthetisiert, denn aus Fette und Eiweiß wird Zucker (den man nicht konsumieren braucht/soll)hergestellt und nicht umgekehrt. Paleo ist auch keine Diät für einzelne Menschen sondern eine Lebensform unserer Vorfahren die auch heute für alle geeignet ist. Bei bereits vorhandenen Allergien oder Unverträglichkeiten muss man bei manchen Zutaten Acht geben und variieren, aber sonst ist sie für jeden geeignet sofern man bereit dazu ist.

      Antworten
      • Thomas //

        Und auch das ist Unsinn. Richtig ist, dass der Körper Glucose aus Fetten und Eiweißen herstellen KANN, allerdings wird in Paleo automatisch impliziert, dass dies auch der bessere/gesündere Weg für den Körper ist. Ist es nicht.
        Genau mit solchen aus Halbwissen oder Falschwissen entstandenen Empfehlungen schießt sich Paleo genauso ins Abseits wie viele andere Ernährungsideologien. Auch wenn viele der Paleo-Ansätze durchaus Sinn machen und zu einer Verbesserung des Gesundheitszustands, der Leistungsfähigkeit etc führen (keine verarbeiteten Lebensmittel, viel Gemüse, Tierisches nur aus Bio/Weidehaltung etc), so sind viele Erklärungen der Paleo-Ideologie einfach nicht haltbar.

        Antworten
      • Thomas //

        Was ich vergessen habe: vor allem Punkt 3 (zu viel Fleisch ist ungesund) ist Schwachsinn und zeigt wieder einmal das substanzlose Herleiten von angeblichen Fakten auf Basis von….. nichts.

        Das Argument, dass es kein zu viel Fleisch gibt (und die weiterfolgende Ableitung, dass es ohne Fleisch keine gesunde, artgerechte Ernährung ist), da der Mensch sonst in gewissen Epochen verhungert wäre, ist wieder so ein an den Haaren herbeigezogenes Pseudowissen. Ohne Damals Fleisch zu essen, hätte der Mensch in gewissen Gebieten der Erde damals vielleicht nicht überlebt – das macht Fleisch aber nicht automatisch zur besseren Ernährung. In manchen Gegenden der Welt essen die Leute Lehm, um nicht zu verhungern. Das macht es auch nicht automatisch zur besten Ernährung für diese Menschen.

        Immer diese Eiweiß-Panik… empfohlen werden 0,8g pro kg mageres Körpergewicht (lean body mass). Das sind bei einem 80kg Menschen mit 10% Körperfettanteil 57,6g Eiweiß pro Tag. Das wäre auch ohne Unmengen an Fleisch easy zu schaffen. Der minimum safe intake liegt wesentlich niedriger – um Eiweiß brauchen wir uns nun wirklich keine Gedanken machen. Das ist kein gesundheitsbedrohlicher Umstand bei uns im Westen. Eiweiß ist auch in der üblichen Junk-Ernährung mehr als genügend drin.

        Und wer in der menschlichen Anatomie tatsächlich die Anlagen eines Fleischessers oder Allesfressers sieht, der sollte mal schauen, dass er von seinen Drogen runterkommt und dann mal den Menschen mit allen möglichen Tieren vergleicht… Gebiss, Kieferform, Verdauungsapparat, Klauen etc… vielleicht geht dann ein Lichtlein auf.

        Antworten
    • sigi //

      Tim, ich bin genau Ihrer Meinung. Bin übergewichtig und habe festgestellt, ich muß für mich meine eigene ernäherungsrichtung finden und es klappt. Bei mir muß alles sehr ausgewogen sein. Schwerpunkt Gemüse.

      Antworten
  13. Antje Lücke //

    Hallo, ich habe auch eine (2) Frage dazu. Ich habe vor kurzem angefangen meine Ernährung umzustellen und den Eiweißanteil zu erhöhen. Ich habe allerdings Laktoseintoleranz und muss auf laktosefreie Produkte zurückgreifen.
    Ich möchte nicht komplett auf Milchprodukte verzichten, gibt es dazu Erkenntnisse? Mein Frühstück ist zur Zeit ein Magerquark mit etwas Zitrone und Stevia (?). Auch da würde mich eure Meinung interessieren?

    Antworten
  14. Lilli //

    Hallo,
    es ist heutzutage unglaublich schwierig einen Metzger zu finden der vollkommen Weidenhaltung betreibt. Ich habe mich mit dem Chef eines Biohandels (mit sehr gutem Ruf) unterhalten und selbst der sagt es ist nicht mehr machbar die Tiere nur auf der Weide zu halten. Selbst er fügt seinen Tieren Getreide zu. Jetzt weiss ich absolut nicht wo ich mein Fleisch kaufen soll. Und wenn man bei Metzgern im Umkreis nachfragt schauen die nur doof und verstehen überhaupt nicht was mein Problem mit getreidegefüttertem Vieh ist.
    Wo holt ihr euer Fleisch?

    Antworten
    • Tatiana //

      Hallo – das war einer der Gründe, dass ich den Jagdschein gemacht habe. Ich wollte „sauberes“ Fleisch haben, gleichzeitig nicht die „Drecksarbeit“ des Tötens anderen aufbürden. Seit ich selbst jage, esse ich auch viel weniger Fleisch. Aber hör Dich mal um – es gibt mittlerweile Landwirte, wo man Anteile erwerben kann. Hier bei mir z.B. hält einer die Rinder auf der Weide in Offenhaltung. Gegen Winter dann wird geschlachtet und je nach Anteil bekommt man dann sein Fleisch. Frag mal bei landlive.de nach; da gibt es auch ein Forum für Landwirte. Wegen Wildfleisch einfach Jäger fragen oder auch beim Staatsforst. Manche Forstbetriebe haben eine Eigenvermarktung und der Preis ist wirklich in Ordnung.

      Antworten
    • Barbara Frisch //

      Da gibt es eine sehr einfache Antwort! Kein Fleisch essen. Sehr bald wird es sowieso nicht mehr genug Wasser, Land, etc., geben die Tiere zu erzeugen. Ich glaube auch einfach nicht , dass die Menschen in der Steinzeit immer Fleisch zu essen hatten. Ich bin sicher, dass die Menschen auch dann schon Getreide und Bohnen angebaut haben, die eine ebenso gute Ernaehrungsgrundlage geboten haben, wenn nicht sogar besser. Paleo, die neue Modeernaehrungung für die Privilegierten. Die Fleischindustrie hat ein sehr grosses Interesse solche Ideen zu verkaufen!!!! Oder?

      Antworten
      • Thomas //

        Danke Barbara! Genau so ist es. Abgesehen davon, dass in dem Artikel viel (noch dazu falsch ausgelegtes) medizinisches Halbwissen verpackt wurde, ist auch der von dir genannte Aspekt ganz, ganz wichtig!

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  15. Raphael //

    Und Paleo ist der griechische Ernährungsgott? An Paleo und Crossfit verdient keiner?
    Mit Paleo wird die Weisheit quasi in sich hineingefressen?
    Mal drüber nachgedacht, dass wenn jeder (aber auch nur die, die es sich leisten können) nach Paleo lebt, es nur ein erlauchter Kreis ist? Oder wollt ihr nicht nur die Steinzeit Ernährung, sondern auch den Existenzkampf?
    Ich sage nicht, dass das was hier steht falsch ist, ganzheitliche Lösungsansätze gibt es auch hier nicht. Obwohl es so verkauft wird (und anscheinend nicht schlecht)!

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    • Matthias Föckeler //

      Hallo Raphael,
      Paleo ist zwar kein Gott, aber sicherlich eine gute Lebenseinstellung. Denn also solches darf man Paleo getrost betrachten. Es geht ja nicht nur um die Nahrungsaufnahme, sondern auch um deren Herkunft und das eigene körperliche Wohlbefinden. Und die Erfahrungsberichte zeigen, dass es zahlreiche Menschen gibt, denen es tatsächlich zu einem besseren Leben verholfen hat. Von daher hast du vollkommen recht, was hier steht ist definitiv nicht vollkommen falsch.

      Aber wir erheben auch keinen Anspruch darauf der Weisheit letzter Schluss zu sein. Was für den einen super ist, kann für den anderen gänzlich der falsche Weg sein. Das kann niemand im Vorfeld sagen. Dafür ist jeder Organismus einfach zu unterschiedlich. Daher steht hier die praktische Erfahrung an oberster Stelle! Hast du es denn schon einmal ausprobiert? Und das Ausprobieren muss nicht zwangsweise etwas kosten! Wir bieten lediglich unsere Unterstützung an.

      Die Problematik hinsichtlich der Lebensmittel ist auch uns bewusst. Und glaube mir eines, egal ist es uns nicht! Aber du wirst mir zustimmen müssen, dass es niemals eine Lösung gibt, die alle 100% glücklich machen kann. Aber dennoch darf ein Ideal angestrebt werden – meiner Meinung nach.
      Ich stehe aber zu 100% dahinter, dass Paleo einen Umgang mit Lebensmitteln beschreibt, der eine große Wertschätzung gegenüber den Pflanzen und Tieren ausdrückt, denen wir diese Gaben zu verdanken haben. Das ändert zwar nichts daran,
      dass es viele Menschen gibt, denen derlei Lebensmittel leider nicht zugänglich sind, aber das liegt nicht an Paleo, sondern an dem generellen Stellenwert, den Lebensmittel in unserer Gesellschaft genießen.
      Wie propagieren auch nicht, dass Unmengen an Fleisch konsumiert werden sollen. Das nachhaltigste Fleisch ist noch immer das, was nicht produziert wurde. Aber wenn man sich doch einmal ein Stück erlaubt, sollte das Tier doch unter den besten Bedingungen gelebt haben. Daher auch der Hinweis, dass gerade Wildfleisch eine gute Alternative sein kann.

      Ich hoffe, ich konnte erkennbar machen, dass es uns nicht darum geht einen „erlauchten“ Kreis an Paleoanhängern zu schaffen. Vielmehr wollen wir auf das tolle Potenzial einer solchen Ernährung aufmerksam machen und unseren Beitrag dazu leisten, dass Lebensmittel wieder einen anderen Stellenwert erfahren. Und „Pfennigfuchserei“ kann niemals der richtige Weg sein!

      Wenn Du noch Fragen hast, freue ich mich sehr von Dir zu hören.

      Beste Grüße
      Matthias

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      • Raphael //

        Hey Matthias!

        Danke für deine schnelle und (unerwartet) ausführliche Antwort!

        Zu deiner Frage, ja ich lebe bereits nach Paleo, allerdings schon bevor ich wusste, dass dies Paleo heißt bzw. so genannt wird.
        Ich habe schon früh angegangen einen alternativen Weg der Ernährung zu suchen, ohne dabei zu verzichten bzw. auch meiner Umwelt zu sehr zur Last zu fallen.
        Es muss jmd klar sein, dass das gegenwärtige Ernährungssystem krank ist und ich gehe sogar soweit, zu sagen es ist kriminell!
        Was mich jedoch nachdenklich Macht ist zB (selbsterlebt) die Verherrlichung und Missbrauch dieser Lebensweise von vielen Menschen. Und gerade im Crossfitbereich versucht man das eine mit dem anderen zu verbinden. ;-)
        Nix für ungut!

        MfG

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      • Wolfgang MM //

        Ich verstehe nicht, warum eine Diskussion um wissenschaftliche Rechtfertigung statt findet. Das beste Beispiel für palwo-ifestyle ist meine Geschichte: seit dem 6. Lebensjahr schwer allergisch, Kortison ohne Ende. Ernährung nur über Lebensmittel aus Bio-Laden, Fleisch und Fisch nur durch „Bio-Nachweis“. Erst seit 4 Monaten mit Paleo befasst und dnach gelebt, habe ich keinen Heuschnupfen, keine Allergie gegen Kirschen und Nüsse, keinen einzigen Schub von Hautexzemen. Aasinteressiert mich dann noch der Wahrheitsgehalt der wissenschaftlichen Aussage hinter „paleo“? Man muss nur für sich selbst die richtige Mischung aus den Paleo-Angeboten finden. Paleo kann auch dick machen, wenn man es falsch anstellt. Ich habe aber nach vielen Diät-Versuchen ohne Hungergefühl und Verzicht nebenbei 17 kg in 4 Monaten abgenommen. Mein Blutdruck ist inzwischen viel besser, meine Blutwerte auch. Kritik auf „wissenschaftlichem Niveau“ ist schön und gut, aber die Praxis ist besser.

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        • Thomas //

          Dasselbe kann ich für mich über eine 3-monatige vegane Phase, und seitdem (ist eineinhalb Jahre her) einfach weniger tierisches als früher. Keine Allergien mehr seitdem.

          Eine Bekannte (über 50) konnte ihren Diabetes Typ 2 mit einer (vollwert)kohlenhydratlastigen Ernährung mit sehr wenig Fleisch (1x in 1-2 Wochen) erreichen.

          Da hast deine Beschwerden mit Paleo erfolgreich bekämpft. Freut mich sehr! :)

          Ich kenne noch einige Fälle, die mit einer irgendwie gearteten speziellen Ernährungsform körperliche Beschwerden lindern konnten oder komplett beschwerdefrei wurden.

          Das ist auch okay. Auch Paleo. Nur diese pseudowissenschaftlichen Erklärungen von Paleoanern und der angeblich so artgerechten Ernährung (wtf?!) tun einfach weh. Abgesehen davon, dass ich zumindest in der Praxis in meinem Umfeld sehe, dass Paleo meistens erst recht wieder mit viel Fleisch umgesetzt wird. Und es reden zwar alle, dass Bio und Weidehaltung so toll ist, aber 80% von den verzehrten Tierprodukten sind dann wieder nur aus konventioneller Haltung. Aus der Praxis gesprochen. Im Internet liest sich alles sehr idealisiert, aus der Praxis kenne ich es fast ausschließlich wie beschrieben.

          Und dass das weder gesundheitlich, noch ökologisch nicht wirklich wünschenswert ist (die ethische Komponente lasse ich mal außen vor, Mitgefühl ist halt nicht jedermanns Sache), ich denke, das werden auch Paleoaner diskussionslos anerkennen. Natürlich ist das auch eine Kostenfrage – die Konsequenz ist bloß leider für die meisten, Paleo dann nicht mit weniger Fleisch, sondern mit genausoviel, aber billigerem Fleisch zu betreiben.

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  16. Tatiana //

    Die Sache mit den künstlichen Süßstoffen fehlt noch. Sie bescheren der Leber so viel Arbeit, dass sie zuerst diese abbaut, statt sich um den Fettstoffwechsel zu kümmern. Lightprodukte werden somit extra schwer. Also dann lieber wenig Zucker!

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