Gibt es die perfekte Hashimoto Ernährung?

Lasst Nahrung eure Heilmittel sein – diese Aussage formulierte der griechische Arzt Hippokrates bereits etwa 400 vor Christus. Und die Erfahrung kennst du vielleicht: Eine gesunde Ernährung führt ohne Zweifel meistens zu einem besseren Wohlbefinden.

Da stellt sich die Frage: Können auch Hashimoto-Betroffene von einer Ernährungsumstellung profitieren? Immerhin ist es eine Krankheit, die allgemein als nicht heilbar und kaum behandelbar gilt. Erfahrungen zeigen, dass aber doch, neben standardmäßig verschriebenen Tabletten, etwas unternommen werden kann.

Falls du noch mehr über die Autoimmunerkrankung Hashimoto wissen möchtest: Wir haben uns bereits in weiteren Artikeln mit den Grundlagen und den Symptomen sowie der Diagnose der Autoimmunerkrankung auseinandergesetzt.

Hashimoto Ernährung

Gibt es sie – die spezielle Hashimoto Ernährung?

In diesem Artikel erfährst du:

  1. Gluten meiden – ist das die Lösung für Hashimoto-Betroffene?
  2. Wie man eine Ernährungsumstellung sinnvoll angehen kann.
  3. Welche Nahrungsergänzungsmittel bei einer Hashimoto-Thyreoiditis sinnvoll sein können.

Gluten – der Feind in meinem Darm und für das Immunsystem?

Dr. Kharrazian, ein amerikanischer Arzt mit viel Erfahrung in der Behandlung von Hashimoto-Patienten, formulierte die spannende These:


Kein Nahrungsbestandteil ist so ein potenter Auslöser von neurologischen Störungen und Autoimmunität wie Gluten, dem Protein aus Weizen.


Auch Alessio Fasano, ein Forscher der Harvard Medical School, untersucht die Auswirkungen von Gluten auf die Darmbarriere und Autoimmunreaktionen genauer.

Noch ist es nicht eindeutig bewiesen, dass Gluten oder andere Proteine aus Getreide DER Auslöser von Autoimmunerkrankungen sind.

Fakt ist, dass sich viele Menschen besser fühlen können, sobald sie Getreide und Getreideprodukte und damit Gluten meiden. Bis jetzt fiel uns zumindest noch kein Grund ein, der dagegen sprach, Getreide bzw. Gluten für mindestens 30 Tage einfach mal wegzulassen.

Lohnen wird es sich sicherlich auch für dich – sei es aus gesundheitlichen Gründen oder sei es darum, neue Lebensmittel und Rezepte zu entdecken, die Freude am Kochen zu bekommen oder einfach mal Abwechslung in den oftmals eingefahrenen Speiseplan zu bekommen.

Auch bekannt ist, dass Hashimoto-Betroffenen ein höheres Risiko haben an weiteren Autoimmunerkrankungen zu leiden, wie beispielsweise Zöliakie. Für diejenigen ist der Verzicht auf Gluten absolut notwendig. (Zu beachten: Eine sichere Zöliakie-Diagnose ist nur möglich, wenn man nicht bereits auf eine glutenfreie Ernährung umgestellt hat.)

Warum eine Ernährungsumstellung sinnvoll ist

Hashimoto-Betroffene haben oft mit Problemen des Verdauungstrakt zu kämpfen. Aber auch Symptome, die sich in der Haut oder durch andere Befinden äußern, können ihren Ursprung im Darm haben.

Ungünstige Ernährungs- und Lebenstil-Gewohnheiten beeinträchtigen über die Jahre oft die Darmgesundheit. Allergene (oft bestimmte Eiweißstrukturen von Lebensmitteln) können es so leichter haben, das Immunsystem zu aktivieren – und zusätzlich zu fordern. Vermutungen zufolge, sind es genau diese Vorgänge, die Autoimmunreaktionen “anheizen” können.

In Lebensmitteln stecken eine Vielzahl von Allergenen und Stoffen, die einige Menschen nicht vertragen z.B. in Form von Allergien oder Pseudo-Allergien. Die Unverträglichkeiten gegenüber Laktose, Fruktose, Histamin, Gluten und Casein sind allgemein bekannt –  aber auch Inhaltsstoffe von Eiern, Nüssen, HülsenfrüchtenNachtschattengewächsen, Fisch/Meerestieren oder Kaffee können Unverträglichkeits-Reaktionen auslösen.

Vielleicht hast du die ein oder andere Lebensmittel-Unverträglichkeit und kennst die Probleme?

Nicht nur natürliche Stoffe, auch künstliche Zusätze können Probleme bereiten. Dazu gehören unter anderem Pestizide (mit denen pflanzliche Lebensmittel, wie Obst und Gemüse behandelt wurden) oder auch Antibiotika, die unter Umständen in Fleisch und Fisch enthalten sein können. Auch Konservierungsmittel können bei einigen Menschen, selbst in kleinen Mengen, zu Unwohlsein führen.

Die tägliche Ernährung ist meist so vielseitig und voll mit Inhaltsstoffen, dass Unverträglichkeits-Symptome selten einem Lebensmittel direkt zuzuordnen sind. Man weiß damit oft nicht, dass gewisse Sachen nicht vertragen werden – und der Körper bzw. das Immunsystem unnötig “gestresst” wird.

Was bleibt: Tagtägliches Unwohlsein.

Wir zeigen dir im Folgenden Strategien um selber zu testen, auf welche Lebensmittel dein Körper ungünstig reagiert oder welche Lebensmittel gut vertragen werden.

Denn langfristig sollte es darum gehen, die tägliche Nahrung besser zu vertragen, den Körper mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen und eventuell sogar die Symptome bestehender Krankheiten, wie Hashimoto zu lindern.

Die Ernährungsumstellung – wie soll ich herangehen?

Ein großer Schritt um viele Zusatzstoffe zu meiden, ist es auf industriell gefertigte Lebensmittel zu verzichten. Das versteht sich in der Paleo-Ernährung, die auf einer Vielzahl natürlicher Lebensmittel basiert, von selbst.

Die Grundpfeiler der Paleo-Ernährung sind u.a. Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch – diese Lebensmittel enthalten reichlich Nährstoffe und versorgen deinen Körper mit hochwertigem Protein, Fetten und Kohlenhydraten. Durch den hohen Anteil von Gemüse und Obst wirst du mit Ballaststoffe versorgt, welche für deine Bewohner des Dickdarms wichtig sind – den Darmbakterien.

Sowohl ausreichende Nährstoffzufuhr, ein ausbalanciertes Hormonsystem als auch die Interaktion mit den Darmbakterien sind für ein gut funktionierendes Immunsystem und einen gut funktionierenden Schilddrüsenstoffwechsel wichtig.

Du kannst dich besser fühlen, wenn dein Blutzuckerspiegel durch Mahlzeiten und Essenspausen keine große Schwankungen erfährt. Hashimoto Betroffene haben mitunter gute Erfahrung damit regelmäßig, ausgewogene Mahlzeiten bestehend aus natürlichen Lebensmitteln zu essen – die zu einem relativ konstanten Blutzuckerspiegel beitragen.

Sich an den Richtlinien der Paleo-Ernährung zu orientieren ist ein guter Einstieg für eine Ernährungumstellung – Getreide, Milchprodukte und Hülsenfrüchte werden zumindest zeitweise (30 Tage reichen oftmals) vom Speiseplan gestrichen. Die werden einfach durch leckere Mahlzeiten mit naturbelassenen Lebensmitteln wie Gemüse und Obst, aber auch Fleisch und Fisch ausgewechselt.

Dennoch gibt es auch in der Paleo-Ernährung weitere Lebensmittel, die für einige Menschen potentiell ungünstig sein können, da sie zum Beispiel allergische Reaktionen auslösen können. Probiere aber gerne anfangs die “normale” Paleo-Ernährung aus – hast du das Gefühl einige Lebensmittel weiterhin nicht so gut zu vertragen, kannst einen Schritt weiter gehen.

Um Lebensmittel auf ihre Verträglichkeit zu testen, kann man zwei Strategien probieren (wir empfehlen zweitere):

Eine Strategie wäre nach einander gewisse Lebensmittel, von denen man weiß, dass sie von vielen Menschen nicht gut vertragen werden, für einige Tage vom Speiseplan zu streichen. Das Problem: bestehen mehrere Unverträglichkeiten, beispielsweise gegen Eier und Nüsse, bessern sich die Symptome bei dem Verzicht auf Eier kaum, wenn Nüsse weiterhin gegessen werden.

Eine weitere Strategie bietet das Paleo-Autoimmunprotokoll (AIP).

Als Grundlage dient die Paleo-Ernährung, zudem werden weitere Lebensmittel (wie Eier, Nüsse, Samen und Nachtschattengewächse), für einen begrenzten Zeitraum (der sogenannten Eliminationsphase) ausgeschlossen, deren Inhaltsstoffe potentiell zu Problemen führen können.

Immerhin haben relativ viele Menschen eine Allergie/Unverträglichkeit auf diese Lebensmittel – und wissen gegebenenfalls nichts davon. Ungewöhnlich scheint der vorübergehende Verzicht auf Nachtschattengewächse wie Tomaten, Kartoffeln, Paprika und Auberginen. Aber auch Gemüse kann bestimmte Stoffe enthalten (Lektine), die das Immunsystem aktivieren können. Insbesondere rohes Gemüse kann hier das Problem darstellen, gekocht ist es oftmals verträglicher.

Auch Unverträglichkeiten auf Fisch und Meerestiere sowie (rohen) Sellerie und Apfel sind nicht ungewöhnlich. Die jenigen die davon betroffen sind, wissen aber oft von ihrer Unverträglichkeit.

Um so viele typische Allergene wie möglich zu meiden stehen in der Eliminationsphase des Paleo-AIP vor allem Gemüse, Obst, Fleisch, gesunde Fette und Fisch im Vordergrund.

Hat man das Gefühl die Nahrungsmittel der Eliminationsphase gut zu vertragen, kann man nach einer gewissen Karenzzeit (in der der Körper Zeit hatte zu regenerieren) anfangen, nach und nach Lebensmittel wieder kontrolliert einzuführen.

Somit läuft man nicht Gefahr langfristig Lebensmittel zu meiden, die man eigentlich mag und gut verträgt. Wir haben einige passende Rezepte für das Paleo-AIP zusammengestellt.

Mehr Informationen rund um die Schilddrüse und speziell zur Autoimmunerkrankung Hashimoto findest du in unserem E-Book Hashimoto.

Du bist neugierig auf das Paleo Autoimmunprotokoll um deine Gesundheit zu verbessern, aber die Durchführung erscheint dir zu schwierig? Sicher dir unseren AIP Support und wir begleiten dich 12 Wochen lang – mit einem eigenen Kochbuch E-Book, wöchentlichen Ernährungsplänen, Einkaufslisten und allen wesentlichen Infos. Es wird lehrreich, lecker und lustig. Wir helfen dir beim Durchhalten.

Welche Nahrungsergänzungsmittel können sinnvoll sein?

Bekannt ist: Autoimmunerkrankungen und Schilddrüsenfehlfunktionen (Schilddrüsenunterfunktion oder – überfunktion) gehen oftmals mit einem Mangel an bestimmten Nährstoffen einher.

Von daher kann es sinnvoll sein, die Versorgung des Körpers mit folgenden Mikronährstoffen zu überprüfen:

  • Eisen
  • Selen
  • Zink
  • Vitamin D
  • Magnesium
  • Vitamin B12 (und auch andere B-Vitamine)

Besteht ein Mangel können, um die Körper-Speicher der Nährstoffe wieder aufzufüllen, kurzfristig höhere Dosen von Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Denn ist der Nährstoffmangel sehr stark, reicht selbst eine nährstoffreiche Ernährung nicht aus, um diesen zu begleichen.

Auch pflanzliche Extrakte können, laut Experten, Teil der individuellen Therapie bei Hashimoto sein. N-Acetylcystein (eine gut resorbierbare Vorstufe von Glutathion) oder Coenzym Q10 versorgen zudem den Körper mit Bausteinen für die zelleigene, antioxidative Abwehr – und helfen dem aus dem Gleichgewicht geratenem Immunsystem.

Jod und Hashimoto

Der Zusammenhang zwischen Jod und Hashimoto wird kontrovers diskutiert. Viele gehen davon aus, dass die künstliche Versetzung von Salz und Tierfutter mit Jod die Aufnahme des Spurenelements unnatürlich gesteigert hat – was das Risiko an Hashimoto zu erkranken erhöhen kann. Einigen Ärzten zufolge leiden jedoch viele ihrer Patienten an einem Jodmangel – der gleichzeitig mit der Supplementierung von Selen gut behoben werden kann.

Aber auch zu viel der beiden Nährstoffe (zu viel Jod, zu viel Selen) oder ein ungünstiges Verhältnis (zu hohe Jodzufuhr, zu geringe Selenversorgung) kann sich ungünstig auf den Schilddrüsenstoffwechsel auswirken.

Grundsätzlich gilt: die Einnahme jedes Nahrungsergänzungsmittels sollte mit einem Arzt abgesprochen werden. Vor allem Hashimoto Patienten können davon profitieren, auf Jodtabletten zu verzichten.

Hin und wieder jodreicherere Lebensmittel können auch Hashimoto-Patienten genießen. Diejenigen die Wissen, dass sie auf jodreiche Lebensmittel (wie Seefisch, Sushi, andere Gerichte mit Algen) empfindlich reagieren, meiden diese natürlich lieber.

Bei dem Spurenelement Jod ist weder zu viel noch zu wenig gut. Hat der Körper zu wenig Jod, kann er nicht ausreichend Schilddrüsenhormone produzieren. Zuviel Jod kann die Entzündung in der Schilddrüse weiter “anheizen”, anscheinend vor allem dann, wenn gleichzeitig ein Selen-Mangel vorliegt.

Warum Paleo bei Hashimoto sinnvoll sein kann

Jeder Mensch ist anders – auf Grund der individuellen Unterschiede ist es schwierig DIE eine Ernährung festzulegen, die jedem helfen kann und wird. Sich schrittweise an die individuelle Ernährung heranzutasten, kann Teil der Lösung sein.

Der erste Schritt kann sein: 30 Tage Paleo ausprobieren, gerne mit unserer Unterstützung. Einen Schritt weiter geht das Paleo-Autoimmunprotokoll, in der zumindest für eine gewisse Zeit weitere Lebensmittel gemieden werden.

Denn Getreide, Hülsenfrüchte, Milch, Eier, Nüsse, andere Samen von Pflanzen – all diese Lebensmittel enthalten Eiweiß-Strukturen (Allergene), die das Immunsystem zusätzlich fordern können – vor allem dann, wenn die Darmgesundheit beeinträchtigt ist.

Bessern sich die Symptome mit der Ernährungsumstellung und damit mitunter die Lebensqualität, wird man diesen Schritt nicht bereuen. Eine Ernährungsumstellung kann zumindest der erste Schritt einer Lebensstil-Änderung sein, um die Krankheit in den Griff zu bekommen.

Aber gestresste und kranke Körper brauchen oftmals mehr als “nur” eine Ernährungsumstellung und der Umgang mit Stress ist nicht minder wichtig.

Schon kleine Änderungen des Alltags, wie regelmäßige Spaziergänge mit dem Partner oder einem Freund, Akupunktur, mit dem Fahrrad in Ruhe zur Arbeit zu fahren, regelmäßige Meditation, oder sich mindestens einmal die Woche Zeit für Yoga zu nehmen – können helfen, dem Körper und Geist mehr Entspannung und Bewegung zu geben – aber sie sind längst nicht alles.

Wir sind uns bewusst, wie wichtig das Thema Stress Management bei einer Autoimmunerkrankung sein kann – unser fachlicher Fokus liegt aber auf der Ernährung. Wenn du Unterstützung zum Umgang mit Stress und anderen Belastungssituationen im Alltag suchst, schaue gerne einmal bei dem Online-Portal Impulsdialog vorbei.

 

Was für Erfahrungen hast du mit Hashimoto und einer angepassten Ernährung gemacht? Hilft es dir auf Gluten zu verzichten?

Berichte uns gern davon in der Kommentarfunktion!

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Geschrieben von Anja

Anja ist Ernährungswissenschaftlerin und beschäftigt sich schon eine Weile mit dem Paleo-Lebensstil, welcher ihr mehr als nur Energie für Alltag und Sport bringt. Sie weiß, Paleo birgt für jeden die Möglichkeit seine individuelle Ernährung zu finden - mit dem Ziel eines neuen Körpergefühls und langfristiger Gesundheit. Und genau das ist ihre Motivation ihr Wissen an andere weiterzugeben.
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37 Kommentare

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  1. mary //

    hallo, habe Hashimoto, Histamin-und laktoseintoleranz. weiterhin bin ich Vegetarier.
    wie könntet ihr mir weiterhelfen? ( ebook Vegetarier /histaminose geeignet?) ich reagiere mittlerweile so ziemlich auf alles…ich weiss nicht mehr weiter …
    danke

    Antworten
  2. Jiji //

    Ich habe auch noch Histaminintoleranz und daher kommen viele Rezepte für mich nicht in Frage. Wenn ich dann nach Paleo essen würde minus die Lebensmittel die ich nicht vertrage, bleibt irgendwie nicht mehr viel übrig.. Süßes kann ich auch nicht essen. Gibt es noch jemanden in meiner Situation?

    Antworten
  3. Miri //

    Liebe Anja, ich hoffe Sie können mir helfen. Seit ca. 12 Jahren bin hab ich Hashi. Es gab Zeiten da konnte ich nicht mehr mal das Bett verlassen, weil mir alles zu viel war und ich mich matt und müde fühlte… Ich hab wie bei andere gelesen immer nur L-Thy bekommen und es hiess machen Sie Sport und Ernährung umstellen.. jedoch konnte mir keiner sagen wie ich umstellen sollte.. Jetzt habe ich ca 4 Wochen low carb versucht (kein Zucker, Obst und Milchprodukte), Körpergewicht hat sich gar nicht verändert… Verdauung ist und war bei mir immer gut… schlafen tu ich auch nicht wirklich gut, Wassereinlagerung in Händen… Ich möchte mich endlich gut fühlen. .. Die Messwerte bei Dok sind gut aber ich fühle mich einfach matt und schlecht… Stress habe ich genug, aber ich gönne mir auch Auszeiten… Ich möchte einfach mich gut fühlen und wenn 2kg noch runter gehen sollten wäre toll… Was meinen Sie, welche Ernährungsergenzungsmittel wären gut?

    Antworten
  4. Katja //

    Liebe Anja, seit ich 16 bin leide ich unter kre isrundem Haarausfall, seit ich 20 bin hab ich Glatze und kein Haar mehr am Körper. Ausserdem habe ich Vitiligo, aktuell scheinbar rascher fortschreitend, sowie eine noch subklinische Hashimoto Th. mit TSH 4,1 und normwertigen fT3 +4 Werten. Wenn ich das AIP mache, woran würde ich erkennen, ob das AIP bei mir hilft? Habt ihr ds Erfahrungen?

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Wenn sich deine Symptome (Haarausfall, Blutwerte) verbessern, kann man davon ausgehen, dass die Ernährungsumstellung eine Wirkung hat. Gute Besserung, Katja! LG, Anja

      Antworten
  5. easy //

    Ich habe auch hashi. Mit extremen “Schüben”. Ich ernähre mich seit 20 Jahren vegetarisch (auch keine Eier, kein Fisch) und inzwischen zu 80% vegan. Könnte ich zusätzlich die Paleo Ernährungsart dazu kombinieren? Oder könnte ich in eine Mangelernährung kommen? Ich habe zu allem Überfluss auch noch viele Allergien u.a. Nüsse, Gräser,.. :/ LG Easy

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Liebe Easy, normalerweise würde ich dir eine Ernährung nach dem Autoimmunprotokoll empfehlen – das wird für dich sicherlich schwierig. Berufe dich so weit es geht auf natürliche und unverarbeitete Lebensmittel und trau dich gegebenfalls wieder an hochwertige tierischen Produkte heran. Meines Wissens nach ist sonst eine Mangelernährung möglich. LG, Anja

      Antworten
  6. Franz //

    Hallo
    Ich leite eine Selbsthilfegruppe für Hashimoto in Freyung.
    Ich Frage auch immer für unsere Mitglieder. Ich esse keine Milchprodukte und keine Gluten. Butter esse ich schon von kerrygold. Habe aber immer noch eine komische innere Unruhe und manchmal dazu noch Muskelschmerzen.
    Vielleicht sollte ich Butter noch weglassen? Die Fleisch lastige Ernährung
    Lässt bei mir den Harnsäure Spiegel ansteigen. Was kann man machen?
    Micronährstoffe sind aufgefüllt. Cortisol ist am Abend etwas zu niedrig, nehme deswegen Rosenwurzextrakt. Was kann ich sonst noch tun?
    Danke für die Antwort
    Liebe Grüße Franz

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Franz, danke für Vertrauen dich an uns zu wenden. Butter kannst du gerne einmal weglassen und schauen ob für dich Verbesserungen eintreten. Dein Harnsäurestoffwechsel kann auch durch höheren Fruktose Konsum (Zucker, Obst) beeinflusst sein – vielleicht kannst du an dieser Stelle etwas verbessern. Wenn du Fleisch 2-3 mal die Woche in “normalen” Mengen isst, sollte das weniger ein Problem darstellen. Berichte gerne weiter von deinen Erfahrungen. LG, Anja

      Antworten
  7. Lisa //

    Hallo in die Runde,

    ich würde gern ein paar hoffnungsvolle Sätze zu den Hashimoto-Betroffenen sagen. Meine Diagnose kam vor ca. 6 Jahren, nach recht viel Stress und Lebensumstellungen. Habe dann einiges an alternativen Heilmethoden ausprobiert, das – zumindest zeitnah – keine Besserung brachte. Vor circa drei Jahren habe ich meine Ernährung umgestellt (low-carb/Paleo/vielguteFette/wenigbiskeinGluten/schauenwasguttut). Abgesehen davon, dass ich sehr befriedigt bin, so viel und so oft esse wie ich mag, keine Gesichtsveränderungen habe (und auch nicht will), passierte vor einem Jahr Folgendes: Mein Arzt zog in eine andere Stadt. Ich gab meinem neuen die Unterlagen/Werte/Schilddrüsenscan, etc. und teilte ihm mit, dass ich Hashimoto habe. Er hat dann Blutwerte untersucht, neuen Ultraschall gemacht, Antikörper im Blut gemessen und siehe da, nichts mehr. Schilddrüse keine echoarmen Stellen mehr, Normgröße, Antikörper verschwunden, TSH normal … Natürlich gibts keinen “Beweis”, dass es an der Ernährung lag … ab für mich ist es ein glücksbringendes, mutmachendes Ergebnis. Ich bleib dabei und bin sehr glücklich damit. Also, lasst euch nicht erzählen, man kann nichts machen … :)
    Winke in die Runde … Lisa

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Danke für den Erfahrungsbericht, Lisa! :) Das kann anderen Hashimoto Betroffenen Mut machen mal etwas anderes auszuprobieren. LG, Anja

      Antworten
    • Kina //

      Hallo, Ich möchte fragen wie kann ich mit die Lisa einnen kontakt machen? Bitte, Ich möchte Sie fragen wegen Hashimoto, wie hat Sie geschafft die werte in normal Bereich zu bringen auch über Ihre Ernährung. Bitte, wenn Sie Fb haben oder email Adresse , könnten sie mir geben. Danke

      Antworten
      • Lisa //

        Hallo Kina, du kannst mich gern hier fragen, wenn du magst. Im Grunde habe ich aber nicht viel getan: Low carb/Paleo-Ernährung (nicht dogmatisch), regelmäßig Selen und Sport und Vitamin D-Prophylaxe (hochdosiert 20.000 i.E einmal die Woche) über die Herbst-/Wintermonate. Wünsche dir auch gute Besserung!

        Antworten
        • kina //

          Liebe Lisa, kannst du mir bitte in meiner E-Mail Adresse schreiben: kina.butterfly@hotmail.com Ich verstehe nicht so ganz gut über Low carb/ paleo …Ich habe im Internet verschiedene gefunden, aber weiß es ich nicht was am besten für Hashi ist. Keine Weizen, kein milch Produkte, kein Zucker, kein Gluten, kein Café, keine Getreide, ohh ich bin verirrt , was für ein Brot ich essen soll? Kein Nüsse und Samen …usw. Haben sie Selen Tablette genommen? Und Vitamine D- Prophylaxe haben si von Arzt verschrieben bekommen. Bitte, wenn du zeit hast, kannst du mir in meiner email schreiben, was wie essen dürfen und was nicht? Ich habe Probleme mit Hashimoto seit Jahren und fühle mich nicht gut. Ich möchte machen das was du gemacht hast. Danke dir, MFG, kina

          Antworten
          • Kina //

            Hi Lisa, Ich habe gar kein E-Mail von dir bekommen, vlt kannst du mir hier beantworten. Bei low carb kann man milch Produkte, Eier und Nüsse essen, aber nicht bei Paleo. Bei paleo darf man diese Produkte nicht, auch kein Getreide, Reis, Kartoffeln, etc …fast gar nichts außer Fleisch, Obst und Gemüse. Deswegen wollte Ich das du mir eine liste schickst was du gegessen hast und hat es bei dir zum glück geklappt. Was gehört in gutes Fett? Welche Produkte mit Gluten darf man essen? Ich würde sehr dankbar sein wenn du mir beantwortest.

    • Tanja //

      Hallo Lisa, ich freue mich für Deine Entwicklung und kann nur sagen, dass es sich bei mir ganz ähnlich abgespielt hat.
      Meine Hashimoto Diagnose ist etwa 18 Jahre her, ausser L-thyroxin zu verordnen war keiner meiner Ärzte in der Lage mir zu helfen. Das Gefühl nicht mehr richtig zu ticken,
      Unkenntnis und Unverständnis bestimmten meine Arztbesuche, sowie ständiges geschraube an der Dosierung, ohne eine Verbesserung.
      Nach jahrelanger eigener Recherche habe ich meine Ernährung umgestellt ( Anfang diesen Jahres), und bin bei meiner Suche auch auf die Paleoseite gestoßen.
      Durch weglassen von Milch und Gluten,Fertigprodukten und Vermeidung von Industriezucker hatte ich mit einem Mal annähernd normale Blutwerte!
      Blöd für die Pharmazie, gut für mich!
      Dabei hatte der neueste Hausarzt schon richtig gute Ideen, welche Untersuchungen den jetzt noch gemacht werden könnten. (Ich bin Privatpatient😂)
      Also halten wir es mit Hippokrates, und heilen uns selbst ein wenig!

      Antworten
    • Judith //

      Das macht wirklich Mut. Habe heute die Diagnose bekommen und bin noch ganz durch den Wind. Ultraschall-Arzt meinte, es sei chronisch und Hormone bis ans Lebensende und ich habe es wohl schon seit Jahren.
      Und so suche ich nun nach Möglichkeiten, damit umzugehen….

      Antworten
    • Nicki //

      Hallo Lisa ,
      Ich würde gerne mit dir Kontakt aufnehmen , möchte auch eine Ernährungsumstellung für meine Tochter und mich versuchen. Haben beide Hashimoto.
      Können wir uns auch privat hier schreiben?
      LG Nicki

      Antworten
  8. Anika //

    Hallo,
    ich habe leichte antikörpererhöhung im Blut u ernähre mich komplett ohne Getreide/ zucker u Milchp u wenig Obst u viel gemüse u hochwertiges Fleisch/ Fette. Meine Nüsse habe ich jetzt auch gestrichen u es bekommt mir gut;-) Aber ich verliere an Gewicht u bin eh schon sehr schlank. Was kann ich tun um mein Gewicht zu halten?
    Lieben Dank

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Anika,

      mein erster Gedanke ist, dass du, falls du überhaupt Hunger darauf verspürst, mehr Essen kannst – verträgst du bspw. Avocados und Kokosprodukte gut?
      Wende dich ansonsten auch gerne an einen Paleo Coach:
      http://www.paleo-leben.de/coach-finder/

      LG, Anja

      Antworten
      • Anika //

        Hallo Anja,
        vielen Dank. Was meinst Du denn mit Kokosprodukte? Ich nehme tgl das Öl, für alles;-) Was gibt es denn noch? Mit Avocados habe ich mich überfuttert.
        LG Anika

        Antworten
        • Anja Wagner //

          Hallo Anika,

          gibt ja auch noch Kokosflocken und Kokosmus z.B. :)

          LG, Anja

          Antworten
          • Anika //

            Hallo anja,
            vielen dank;-) ich hatte schon gegoogelt;-)

            Mit den fetten muss ich leider ein bisschen aufpassen. Viel vertrag ich nicht. Allerdings geht es mit kokosmilch/ öl. Habe mir jetzt ein paar enzyme bestellt. Das wird mir helfen.

            Habe heute erdmandelflocken ausprobiert;-) Sooooo lecker.

            Ich bin wirklich total am essen, baue aber eben körperfett ab u das gefällt mir nicht.

            Werde versuchen ab morgen weißen reis zu essen u hoffe er gibt mir bisschen substanz.

            Ich arbeite mit menschen die stark übergewichtig sind. (Ca 160 kg)
            Die finden mich mit 173cm u 61 kg natürlich viel zu dünn.

            Allerdings möchte ich auch lieber 1-2 kg mehr wiegen. Gibt es vielleicht doch noch einen tipp.

            Ich esse eigentlich fast alle 2-3 h etwas. Bei Blutzucker ist dabei total konstant. Hunger kommt nie auf;-)
            Liebe Grüße u danke für die unterstützung!

  9. Andrea //

    Hallo! Ich hab auch HT und PCO und hab bis jetzt nur über paleo gelesen und nicht geschafft es umzusetzen. Wie beginne ich? Mit der 30 Tage Challenge oder mit dem AIP oder soll ich gleich das Riesenpaket nehmen? Bin ein totaler Neueinsteiger und noch unsicher. Danke und lg andrea

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Liebe Andrea,

      starte gerne mit der 30 Tage Challenge, dann kannst du dich an die Ernährungsumstellung gewöhnen :)

      LG, Anja

      Antworten
  10. Pia //

    Hallo,
    Mich würde interessieren, ob man Paleo als Vegetarier nicht machen kann oder gibt es da auch eine Möglichkeit?
    Würde das gerne mal testen. Fleisch und Fisch esse ich gar nicht, Ei selten. Sonst eben Hülsenfrüchte, Pilze, Milchprodukte (Käse&Joghurt).
    Viele Grüße

    Antworten
  11. Birgit //

    Bei mir wurde im April Morbus Basedow festgestellt. Nun frage ich mich, ob Paleo auch bei dieser Autoimmunkrankheit helfen kann?!
    Ich freue mich auf ein Feedback!

    Danke, Birgit

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Birgit,

      ich denke, du wirst auf jeden Vorteile haben dich von naturbelassenen Nahrungsmittel zu ernähren – probiere gerne ein paar Paleo-Rezepte aus!

      LG, Anja

      Antworten
    • Christine Lüddemann //

      Am besten ist Ubiquinol von Kaneka. Zu beziehen bspw. über Viabiona.
      Ich nehm das jetzt seit 7 Monaten und mein Energielevel ist viel besser.
      Und natürlich glutenfrei, das A und O bei Hashimoto.

      Antworten
  12. Jacqueline //

    Ich leide selbst an Hashimoto und probiere ab Sonntag die 30 Tage Paleo Challenge aus. BIn mich gerade schon am Vorbereiten. Das 1. Buch habe ich gekauft und gerade bin ich dabei, einen Essens-/Einkaufsplan zu schreiben. Morgen bekomme ich die Ergebnisse des Bluttests auf Zöliakie. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich mit Paleo besser fühlen werde (v.a. wegen des Glutenverzichts).

    Was ich aber zu eurem Beitrag sagen muss.. also bei Hashimoto ist jegliches Jod giftig für den Körper! Manche merken sofort, wenn sie zu jodierte Speisen essen. Auf Jod sollte bei Hashimoto konsequent verzichtet werden. Deshalb ist auch zu viel Fisch bei Hashimoto nicht gut. Sushi beispielsweise sollte man gar nicht essen, denn die Algen enthalten sehr hohe Dosen an Jod.. dahingehend stimme ich mit eurem Artikel nicht überein.

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Antje //

      Das stimmt. So nicht. Man sollte bei hashimoto auf künstlich zugefügtes Jod verzichten, natürliches Jod geht .

      Antworten
    • Anja Neumann //

      Ich habe selber auch Hashimoto und habe mich mit dem Thema Jod auseinandergesetzt. Leider gibt es noch immer die Überzeugung das Menschen
      mit Hashimoto Thyreoiditis (HT)
      auf keinen Fall Jod zu sich nehmen dürften, da sich sonst die Erkrankung verschlimmere. Das stimmt so aber nicht. Denn Jod ist für alle Körperzellen ESSENTIELL, das heist eine Jodvermeidung – zur vermeintlichen
      Entlastung der Schilddrüse – muss andere Organe zwangsläufig in eine Mangelsituation bringen. Die Schilddrüse ist ein chronisch krankes
      Organ, das ihre Funktion, nämlich Schilddrüsenhormone zu bilden, mit der Zeit einbüßt.
      Aus diesem Grunde reagiert die Schilddrüse auf Jod. Sie kann Jod nicht mehr verarbeiten.
      Dies ist vergleichbar mit einem chronisch kranken
      Magen. Er reagiert auch auf verschiedene Speisen und kann sie nicht mehr regelrecht
      verarbeiten. In der Folge treten Symptome auf, wie Magendruck, Schmerzen, Aufstoßen.
      Sind dann die Nahrungsmittel „die Schuldigen“? Wohl nicht.
      Ähnlich verhält es sich mit der Schilddrüse.
      Somit sind die Beschwerden, die viele Hashimoto-Betroffene bei Jodkontakt erfahren real, nachvollziehbar
      und keinesfalls Hirngespinste. Nur: Jodmeidung ist dann die falsche Strategie, sie führt dann nicht nur
      zu einer Funktionseinschränkung der Schilddrüse, sondern auch zu einer Funktionseinschränkung der anderen Jodverbraucher.
      Daher wundert es nicht, dass bestimmte Erkrankungen oft gemeinsam mit HT auftreten, z. B.
      – PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom)
      – Brusterkrankungen (gut- und bösartig)
      – Autoimmungastritis
      – Nebennierenschwäche
      Oftmals Folgen eines langjährig bestehenden Jodmangels!!! Also es macht keinen Sinn jodhaltige Nahrungsmittel zu vermeiden. Im gegenteil! Was man allerdings vermeiden sollte sind Nahrungsmittel die künstlich jodiert wurden…aber da braucht man sich bei Paleo keine gedanken drum zu machen ;-)

      PS: meine Weisheit habe ich von Kyra Hoffmann und Sascha Kauffmann die im Juni das Buch ‘Jod – Schlüssel zur Gesundheit’ veröffentlichen.

      Antworten
      • Anja Wagner //

        Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Und die spannenden Infos :) LG, Anja

        Antworten
    • Anja Wagner //

      Danke für dein Feedback! Das ist richtig, Jod ist in dem Zusammenhang ein kontroverses Thema.

      Viel Erfolg bei der Challenge – berichte gerne wie es dir ergangen ist.

      LG, Anja

      Antworten

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