Cheat Day – Sündigen mit positiven Folgen?

Dies ist ein Artikel unseres Gastautors Sebastian.

Cheat Day – der sagenumwobene Tag während einer „cleanen“ Phase der eigenen Ernährung, an dem man alle Hemmungen fallen lassen kann?

Sogenannte „Cheat Meals“ oder ganze „Cheatdays“, an denen herzhaft gesündigt wird, sollen eine Möglichkeit bilden, das Wohlbefinden zu verbessern, das teilweise unter den hohen, selbstgesteckten Zielen zu leiden hat.

Hilft der Cheatday dabei, eine sonst strikte Ernährung besser durchzuhalten? Wie wirkt er sich auf unsere Psyche aus? Gibt es negative Folgen oder zerstört er sogar alle Erfolge der bis jetzt durchgehaltenen „Diät“? Erfahre hier alle Hintergründe und die 10 besten Tipps für deinen Cheat Day.

Bevor du deinen Cheat Day planst – absolviere unsere 30 Tage Challenge!

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Cheat Day - ja oder nein?

Warum einen Cheat Day einlegen?

Wie bereits eingangs erwähnt, ist er als Ablassventil das wahrscheinlich einfachste Mittel für mental stark Beanspruchte. Selbst der stärkste Wille sieht sich angesichts voller Süßigkeitenregale, der unveränderten Essgewohnheiten seiner Umgebung und Freunde oft mit großen Verführungen konfrontiert. Auf mentaler Ebene macht sich schnell das Gefühl „des Verzichts“ breit und das ganze Vorhaben kann unerträglich werden! Die Ursachen dafür müssen aber nicht unbedingt nur mentaler Natur sein, sondern manifestieren sich auch körperlich.

Entzuckerung, Dauerkopfschmerzen, Müdigkeit, Verdauungsprobleme und allgemeines Unwohlsein sind nur einige Wegbegleiter einer Ernährungsumstellung. Gerade wenn die Zeitdauer der neuen Ernährungsweise noch relativ jung ist, ist es völlig normal, unangenehme Begleiterscheinungen zu haben. Die Frage lautet dann nur: Wie gehe ich mit diesen Problemen um? Gebe ich bei der kleinsten Schwierigkeit auf oder fahre ich fort?

Die Rede ist nicht davon, die 30 Tage Challenge abzubrechen! Vielmehr sind die 30 Tage zwar eine nicht zu unterschätzende Zeitdauer für einen Wandel, allerdings im Vergleich zur ein- oder mehrjährigen Paleo-Ernährung doch eher als Einstieg zu werten.
Der Erfolg einer Gewichtsreduktion offenbart sich erst nach einem Jahr Bilanz, wenn die verlorenen Pfunde nicht wieder draufgelegt wurden. Ebenso ist der Erfolg einer Ernährungsumstellung zu bewerten.
Betrachten wir nun nachfolgend, WIE schlimm ein einzelnes Mahl oder ein ganzer Tag schon für das große Ganze sein kann, vor allem wenn man sich danach sofort zurückbesinnt, warum man überhaupt so streng mit sich und seiner Ernährung ist?

Geringe Auswirkungen des Cheat Day auf die Gesundheit

Wer wirklich über einen langen Zeitraum streng nach Paleo gelebt hat und dann einen Cheat Day einlegt, wird es, abgesehen von Lebensmittelunverträglichkeiten, körperlich spüren.

Je nachdem was und vor allem wie viel man entweder an Gluten, Laktose oder raffiniertem Zucker (oder alles zusammen) verspeist, reichen die Auswirkungen von einfachen leichten Blähungen und Blähbauch bis hin zu schwerem Erbrechen und „Flashs“ (rauschartiger Zustand der plötzlichen Überzuckerung, ähnlich eines Trips hervorgerufen durch Konsum illegaler Rauschsubstanzen).

Auch wenn die körperlichen Auswirkungen danach sehr extrem spürbar sein können, sind sie in der Regel jedoch eher kurzweiliger Natur und nach einem Tag wieder völlig abgeklungen. Wer Paleo wie die Meisten von uns erst nach 20-30 Jahren „normaler“ Ernährung bewusst betreibt, weiß, dass es uns bis dahin auch noch nicht umgebracht hat und ein Tag im Leben, zumindest in der Ernährung, ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

WICHTIG: Menschen mit diagnostizierten Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Glutenunverträglichkeit, Laktoseintoleranz,…) oder Autoimmunerkrankungen (Zöliakie, Hashimoto, Morbus Crohn, etc.) müssen aufpassen und sollten die Lebensmittel, auf die sie reagieren, strikt vermeiden!

Starke Auswirkungen des Cheat Day auf die Psyche/Motivation

Anders sieht es hingegen mit den mentalen Auswirkungen aus, die langfristiger Natur sind. Hier vereinen sich zwei Hauptaspekte, die alle das gleiche gemeinsame Ziel haben: Nach einem kurzen Rückfall gestärkt weiterzumachen!

1. Aspekt: „Fast Food“ ins rechte Licht rücken

Ein Cheat Day bedeutet auch ein stückweit die Rückbesinnung auf alte chaotische Tage, an denen ohne zu hinterfragen einfach alles wahllos gegessen wurde. Entscheidend für das WAS waren nicht etwa Nährwerte, wie der Anteil der Kohlenhydrate, sondern hauptsächlich was gut geschmeckt oder worauf man gerade Heißhunger hatte. Wird am besagten Cheat Day nun dieser Versuchung einmalig nachgegeben, resultieren daraus mindestens 2 Effekte: Der erste ist die schlagartige Reduzierung des psychischen Drucks, dem man sich freiwillig solange ausgesetzt hat, bis er unerträglich wurde. Der zweite Effekt ist dann sehr individuell. Bei mir folgt oft die Ernüchterung! Hat man sich vielleicht Stunden, wenn nicht sogar schon Tage vorher die Geschmacksexplosion in Gedanken ausgemalt, schmeckt das Verbotene eventuell gar nicht mehr so großartig wie in der Erinnerung. Schlimmer sogar, es schmeckt im Vergleich zu Selbstgemachtem sogar schlecht!

Persönlich erging es mir so z.B. bei Pancakes. Schmeckten die eigenen noch wunderbar nussig mit einer Apfel-Bananen-Garnitur geschwenkt in Zimt, schwimmend im legendären Ahornsirup-See, waren die gekauften Pancakes am ehemaligen Stand des Vertrauens einfach nur noch fettig, pappig und extrem süß wegen des Nutella-Vanille-Puderzucker-Gemisches.

Der Gedankengang, dass schnell gekaufte und verzehrte Lebensmittel nicht das Optimum darstellen macht sich breit. Hat man dann vielleicht noch 15 Minuten Wartezeit hinter sich und bezahlt am Ende eine hohe Rechnung, zieht das Gehirn schnell den Schluss: Okay, das Essen hätte ich zuhause 1. genauso schnell 2. billiger (in der Masse) und 3. leckerer hinbekommen!
Die Slow Food Mentalität mit all ihren Vorzügen hält wieder Einzug in das Essverhalten und der nächste Gang zur Imbissbude, zum Restaurant etc. liegt wieder außer Reichweite.

2. Aspekt: Abschreckung durch Überfressen

Es ist offensichtlich: Wer von etwas seit Längerem kein Stück mehr gegessen hat und dann am Cheat Day entweder ordentlich oder sogar im höheren Maße als früher zulangt, kann sich den Heißhunger auf dieses Produkt schnell verderben und in Unlust, ja sogar in Übelkeit umwandeln. Ich spreche von einer Immunisierung durch z.B. bewusstes „Überfressen“ an sonst so heiß herbeigesehnten Sünden. Der Cheat Day wird hierbei bewusst genutzt, um dann erfolgreich weiterzumachen. Klingt bescheuert und zu simpel? Ist es auch!

An alle die jetzt aufschreien: Das geht doch nicht! Denen möchte ich folgenden Gedankengang ans Herz legen: Der Körper mitsamt Gehirn und Essverhalten ist programmierbar. Jedem streng fastenden Menschen dürfte dies bekannt sein. Es ist alles eine Frage der Umgewöhnung, wer Hunger auf etwas Süßes verspürt, isst während der 30 Tage Challenge z.B. frisches Obst anstatt industriell gefertigter Süßigkeiten. Wer anstatt den Heißhunger nur kurz zu besänftigen diesen durch Überfressen auch noch unnötig überstrapaziert, bis es körperlich spürbar ist, kann für ein Leben lang geheilt sein. Beispiel gefällig?

Während meiner 1. Unizeit (Ende 2010) hatte ich Heißhunger auf Dunkin‘ Donuts. Zu diesem Zeitpunkt war mir Paleo zwar noch kein Begriff, allerdings war ich bereits sehr sportlich und als Fitnesstrainer aktiv. So beschloss ich, mir für die Vorlesung eine 12er Packung zu kaufen, an der ich bis zur Hälfte auch noch Vergnügen hatte. Ohne auf die Idee des Teilens zu kommen, nahm ich den Rest wieder mit nach Hause. Dort angekommen aß ich noch 2 Stück, bis es wieder nicht mehr ging. Den Rest der Packung ließ ich auf meinem Couchtisch ungefähr 2 Tage lang offen stehen, bis die Fliegen kamen und ich den Rest angewidert entsorgen musste.
Seit diesem Tag bin ich geheilt und laufe problemlos selbst mit dem größten Hunger an Dunkin‘ Donuts vorbei, ohne auch nur in Versuchung zu geraten.

Ein Cheat Day kann helfen. Muss aber nicht.

Ich überlasse euch die Entscheidung, ob ihr an den Cheat Day glaubt oder nicht. Fakt ist, dass er wirklich helfen kann, seine Ernährungsziele langfristig zu verfolgen, ganz nach dem Prinzip „1 Schritt zurück, 2 Schritte vor“. Wichtig sind natürlich die anschließende Selbstreflektion und das schnelle Wiederfinden einer klaren Linie nach dem Cheat Day. Von beispielweise Empfehlungen zu einem Cheat Day/Woche halte ich wenig, das muss jeder individuell entscheiden. Es kann schon ein Cheat Meal/Woche reichen oder ein Cheat Day/Monat, um vorher genannte positive Effekte zu erreichen.

Dieser Artikel ist kein Plädoyer, nun unbedingt einen Cheat Day einlegen zu müssen! Wer diesen nicht als nötig erachtet, hat definitiv kein Problem, sondern kann ganz im Gegenteil stolz auf seine mentale Stärke sein! Dieser Text soll auch die positiven Aspekte beleuchten, die meist nur von dem vorherrschenden schlechten Gewissen überschattet werden. Ich überlasse euch die Entscheidung, ob dieses Ritual für euch Sinn macht und freue mich auf eure Anregungen und Erfahrungen in den Kommentaren!

Cheat Day: 10 Tipps

Nach der Theorie kommt die Praxis mit diesen 10 Tipps unserer Gastautorin Yvonne.

Dass die Paleo-Ernährung zu einem besseren Wohlbefinden führt, bei Krankheiten helfen kann, fit und schlank macht und die für den Menschen optimale Ernährung darstellt, ist bekannt. Und doch ist sie immer noch da, ganz leise: die Stimme, die Pizza, Schokolade und Brot verlangt. Damit diese Stimme nicht zu laut wird und schließlich zu einem „Rückfall“ drängt, führen viele Paleoaner einen sogenannten Cheat Day ein. Warum das sinnvoll sein kann, welche Lebensmittel sich dafür eignen und wie negative Auswirkungen vermieden werden können, soll im folgenden Artikel aufgeklärt werden.

Cheat Day 10 Tipps

Warum einen Cheat Day einführen?

Es ist bekannt, dass die Ernährungsumstellung auf dem Weg zu besserer Gesundheit und Fitness der am schwersten zu bewältigende Teil ist, vor allem auf lange Sicht gesehen. Nach einer gewissen Zeit, in der man sich streng an alle Regeln gehalten hat, kann es passieren, dass der Fokus verloren geht, da sich alle Gedanken nur noch um die verbannten Lebensmittel zu drehen scheinen. An diesem Punkt kann die Einführung eines Cheat Days vor allem auf die Psyche positive Auswirkungen haben, da man sich selbst für eine Woche, in der man sich an alle Regeln gehalten hat, belohnen kann. Aber nicht nur psychische sondern auch physische Vorteile überzeugen viele, einen Cheat Day einzuführen.

Physische Vorteile eines Cheat Days in der Theorie:

1. Gesteigerte Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen

Ein paleo-konformer Ernährungsansatz führt durch die Vermeidung von Zucker, Getreideprodukten und Hülsenfrüchten häufig dazu, dass gleichzeitig die Kohlenhydratmenge geringer gehalten wird. Die verminderte Zufuhr von Kohlenhydraten trägt oftmals zu einer Herunteregulierung der Produktion von Schilddrüsenhormonen bei, die eine wichtige Rolle bei der Regulation des Energieumsatzes spielen. Durch die strategische Zufuhr von Kohlenhydraten an einem Cheat Day kann die Produktion dieser Hormone neu angekurbelt werden.

2. Erhöhung des Leptinspiegels

Leptin ist ein Hormon, das bei der Regulation des Fettstoffwechsels hilft und das Auftreten von Hungergefühlen hemmt. Wenn es nun dazu kommt, dass durch die Paleo-Ernährung in Verbindung mit Sport (sofern nicht genau darauf geachtet wird, ausreichend KH über Süßkartoffeln und Gemüse zuzuführen) mehr Energie verbraucht als zugeführt wird, kann der Leptinspiegel sinken und somit können vermehrt starke Hungergefühle auftreten. Durch einen Cheat Day, an dem die „Speicher aufgefüllt“ werden, kann der Leptinspiegel wieder angehoben werden, was dazu führt, dass der Stoffwechsel für die nächsten Tage angekurbelt wird und weniger starke Hungergefühle auftreten.

3. Gesteigerter Energieverbrauch für 24-Stunden

Wird der Grundumsatz unter der Woche unterschritten, führt das dazu, dass auch der Stoffwechsel heruntergefahren wird (der Grundumsatz wird also gesenkt). Der kalorische Überschuss nach einem Cheat Day führt aber dazu, dass der Grundumsatz des Körpers für kurze Zeit wieder hochgesetzt wird und somit auch der Stoffwechsel angekurbelt werden kann.

Welche Lebensmittel eignen sich NICHT?

Zunächst einmal sollte man sich eine kurze Übersicht über die Lebensmittel verschaffen, die NICHT für einen Cheat Day geeignet sind, da sie negative Auswirkungen auf das allgemeine Befinden haben und/oder die Erfolge der Paleo-Ernährung negativ beeinflussen können:

Alkohol:

Alkohol hemmt bekannterweise die Fettverbrennung, die Verstoffwechselung von Kohlenhydraten und Proteinen und kann zu einer akuten Insulinresistenz führen. Möchte man seinem Körper also etwas Gutes tun, sollte auf Alkohol (in zu großen Mengen) auch an Cheat Days verzichtet werden.

(Zu) stark verarbeitete Lebensmittel:

Wie? Keine verarbeiteten Lebensmittel? Und warum dann überhaupt cheaten? Keine Panik, Burger, Cookies und Kuchen sollen nicht vermieden werden, allerdings sollte das selbstgebackene Stück aus Oma’s Küche dem abgepackten aus dem Supermarkt vorgezogen werden. Nur weil Gelüste gestillt werden müssen, müssen die Zutaten nicht an Qualität verlieren. Ein Burger, der mit hochwertigen, frischen und wenig verarbeiteten Zutaten zubereitet wurde, schmeckt eh besser als ein kalter klebriger Matschburger aus einer Filiale der großen Fast-Food-Ketten.

Welche Lebensmittel eignen sich für einen Cheat Day?

Nachdem jetzt bekannt ist, welche Lebensmittel trotz aller Freiheiten an einem Cheat Day vermieden werden sollten, um den Körper vor zu großen Schäden zu bewahren (zum Beispiel starke Kopfschmerzen nach zu extremem Zuckerkonsum), werden nun die Lebensmittel betrachtet, die sich sehr gut für einen Cheat Day eignen:

Qualitativ hochwertige Produkte:

Wie bereits erwähnt kann Schadensbegrenzung dadurch betrieben werden, dass auf die Qualität der Cheat Produkte weiterhin geachtet wird. Eine Vollkornpasta mit einer Tomatensoße aus biologisch angebauten Tomaten schmeckt sicherlich doppelt so gut wie aus der Fertigpackung und hat gleichzeitig einen höheren Nährwert. Produkte, die noch nicht zu stark verarbeitet sind und Nährstoffe enthalten führen nicht nur zu einem besseren Wohlbefinden, sondern versorgen den Körper auch mit wichtigen Nahrungsbestandteilen.

Fruchtsäfte:

Fruchtsäfte schmecken gut, stillen die Lust auf Süßes und enthalten Vitamine. Am besten eignen sich Fruchtsäfte, denen nicht noch zusätzlich Zucker beigemischt wurde wie frisch gepresste Säfte.

Honig:

Honig ist zwar eine wenig verarbeitete und von Paleoanern daher gerne genutzte Alternative zum Süßen, enthält aber dennoch viel Zucker und wird daher unter der Woche eher in Maßen genossen. Für einen Cheat Day eignet sich Honig allerdings perfekt im Gegensatz zu industriell verarbeitetem Zucker und darf auch gerne in etwas größeren Mengen genossen werden, um die Lust auf Süßes nicht mit einem stark verarbeiteten Lebensmittel stillen zu müssen.

10 Tipps für Deinen Cheat Day

1. Führe erst nach der Umstellung einen Cheat Day ein

Vor der Einführung eines Cheat Days sollte zunächst sollte die 30 Tage Challenge erfolgreich abgeschlossen werden, damit später bei der Wiedereinführung unterschiedlicher Lebensmittel herausgefunden werden kann, bei welchen eventuelle Unverträglichkeiten auftreten. Nach der Umstellung sollten Cheat Days (abhängig auch vom Trainingspensum) nach der 90/10-Regel geplant werden: 90% der Zeit sollte darauf geachtet werden, dass eine reine Paleo-Ernährung eingehalten wird und in den restlichen 10% können Körper und Geist für das Durchhaltevermögen belohnt werden.

2. Plane Deinen Cheat Day im Voraus

Auch ein Cheat Day will geplant sein. Am Besten sollte ein fester Tag in der Woche (oder alle zwei Wochen) gewählt werden, um die Seele baumeln zu lassen und zu genießen (falls man sein Idealgewicht noch nicht erreicht hat, sollte in solch kurzen Abständen dann eher ein Cheat Meal eingenommen werden, also 1 Schlemmermahlzeit). Das schafft Routine und führt dazu, dass man leichter den Überblick behalten kann. Der mentale Vorteil liegt darin, dass der Fokus während der restlichen Woche nicht verloren geht und die Ernährungsumstellung nicht zu einer kurzen Diätphase wird, sondern ganz entspannt langfristig bewältigt werden kann. Plant man den Cheat Day am Wochenende ein, können Feiern und Feste mit Freunden und der Familie ohne schlechtes Gewissen und Verzicht genossen werden.

3. Genieße ohne schlechtes Gewissen

Oft befürchten Paleoaner, die die Umstellung erfolgreich geschafft haben und sich seit längerer Zeit „sauber“ ernähren, dass ein Cheat Day zu Misserfolgen führen kann. Sofort meldet sich das schlechte Gewissen, wenn das Stück Kuchen am Geburtstag doch nicht gemieden werden konnte. Dies führt nicht selten dazu, dass sich Gewohnheiten einschleichen, die die gesunde Ernährung auf lange Sicht mehr gefährden, als ein gut vorbereiteter Tag in der Woche, an dem die stärksten Gelüste gestillt werden können. Es ist daher vor allem für die Psyche enorm wichtig, sich bewusst zu machen, dass ein Tag in der Woche verglichen zu 20 Jahren, in denen täglich „gecheatet“ wurde, ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Wer es schafft, seinen Cheat Day ohne schlechtes Gewissen zu genießen, sammelt neue Motivation für die kommende Woche.

4. Beschränke Dich auf eine Hauptkomponente

Wichtig ist, an einem Cheat Day nicht alles auf einmal nachzuholen, was man unter der Woche vermeintlich verpasst hat. Sinnvoll wäre es, sich pro Cheat Day auf EINE Hauptkomponente (zum Beispiel Getreideprodukte oder Milchprodukte) zu konzentrieren, damit die Reaktionen des Körpers zugeordnet werden können. Bestehen Unverträglichkeiten, sollten die auslösenden Lebensmittel auch an Cheat Days vermieden werden. Diese Trennung kann dann schwierig werden, wenn es sich zum Beispiel um ein Stück Kuchen handelt, das Zucker, Getreide- und Milchprodukte in sich vereint. In diesem Fall könnte der Kuchen ohne Zucker und Milchprodukte selbst gebacken werden, sodass nur die Getreidekomponente verwendet werden muss.

5. Vergiss die Zeit nicht

Wird die Zeit über den Tag ein wenig im Auge behalten, ist die Gefahr geringer, dass eine Mahlzeit vergesen wird und somit „Hungerattacken“ auftreten, die dazu führen können, dass unkontrolliert Mengen an ungesunden Lebensmitteln konsumiert werden. Solange der Hunger gestillt ist, muss nicht unbedingt genascht werden und der Cheat Day kann ganz entspannt überstanden werden, ohne dass ein zur großer „Schaden“ entsteht.

6. Starte mit einem umfangreichen Frühstück

Ein ausgewogenes und reichhaltiges Frühstück ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Cheat Day. Verschiedene Komponenten wie Omelettes, geräucherter Lachs, Obstaufläufe und Müslis stillen gleich zu Beginn die stärksten Gelüste, versorgen den Körper mit Proteinen, Vitaminen und Kohlenhydraten und wirken so eine ganze Weile sättigend und befriedigend. Tim Ferris schwört zusätzlich auf die hungerhemmende Wirkung von Grapefruitsaft vor der Einnahme einer Mahlzeit, was auch von neuen Studien unterstützt wird.

7. Verlier nicht die Kontrolle

Ein Cheat Day verleitet natürlich dazu, alles aufzuholen, was vermeintlich unter der Woche verpasst wurde. Es ist aber enorm wichtig, nicht die Kontrolle zu verlieren. Warum weiter essen, wenn man satt ist? An einem Cheat Day sollte also eine grobe Übersicht behalten werden, was und wieviel schon konsumiert wurde und vor allem sollte mit gesundem Verstand ausgewählt werden, was der Körper (oder auch der Geist) WIRKLICH braucht und was nur aus dem Grund gegessen werden würde, weil es erlaubt ist.

8. Kaufe die Lebensmittel für Deinen Cheat Day nicht im Voraus

Was in den Küchenschränken steht, macht sich auch in den Gedanken breit. Um sich keiner zu großen Verführung auszusetzten, ist es hilfreich, die Cheat-Lebensmittel erst kurz vor dem Cheat Day einzukaufen. Das hat auch den Vorteil, dass die aktuellen Gelüste beim Einkauf miteinbezogen werden können.

9. Vernichte alle Reste

Auch nach dem großen Schlemmen sollten möglichst keine Reste übrig bleiben. Warum sich das Leben schwer machen und sich die Verführung vor Augen halten? Am Besten sollte im Voraus grob eingeschätzt werden, welche Mengen gekauft werden müssen, damit am Ende des Tages nicht zu viel übrig bleibt (und falls einmal doch nicht alles verbraucht werden konnte, gibt’s ja immernoch die lieben Nachbarn). So gelingt der Anfang der nächsten Paleo-Woche ohne Verlockungen viel einfacher – getreu dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“.

10. Triff die bessere Wahl

Nur weil an einem Cheat Day Schummeln erlaubt ist, müssen gute Gewohnheiten nicht geändert werden. Wer seinen Kaffee normalerweise nicht mit Zucker süßt, sollte dies an einem Cheat Day auch nicht tun. Trotzdem: dieser Tag dient zur mentalen Entspannung, deshalb müssen keine neuen Verbote und Zwänge eingeführt werden. Dennoch gilt, sobald bewusst eine Entscheidung gefällt werden muss, sollte man sich, wenn möglich, für die bessere Alternative entscheiden. So kann ganz entspannt Schadenbegrenzung betrieben werden und das schlechte Gewissen hat auch keine Chance.

Fazit: wie können negative Auswirkungen vermieden werden?

Das gefürchtete Unwohlsein bestehend aus Kopfschmerzen, unangenehmem Völlegefühl, Verdauungsstörungen, Leistungsknicks und Übelkeit kann mit den 10 Tipps eingegrenzt und im besten Fall vermieden werden. Konsumiert man zu viele verschiedene Cheat-Komponenten auf einmal, kann dies für den Körper zu viel werden und Unverträglichkeiten oder eine der unangenehmen Nebenwirkungen zur Folge haben. Man sollte sich daher am besten auf eine Hauptkomponente beschränken, auf qualitativ hochwertige Produkte achten und den Konsum von Alkohol eingeschränkt halten, um sich nach einem Cheat Day wie erwünscht fitter anstatt schlapp und krank zu fühlen. Hält man sich an diese Richtlinien, hat das schlechte Gewissen keine Chance, da ein vernünftig geplanter Cheat Day keine negativen (sondern oftmals sogar positive) Auswirkungen auf den Körper hat.

@ Ariwasabi – depositphotos.com

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Geschrieben von Sebastian

Sebastian ist Gastautor bei Paleo360.de, studierter Fitnessökonom und passionierter Fitness Professional. Fast alles in seinem Leben dreht sich um Bewegung, Ernährung und das dazugehörige Wissen. Als ehemaliger Leistungssportler interessiert er sich vor allem für das optimale Zusammenwirken von Paleo & Sport. In der Freizeit darf es zum Ausgleich auch einmal etwas ruhiger sein im eigenen Heimkino. Sebastian auf facebook
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69 Kommentare

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  1. Alex //

    Ich möchte mich zuerst bei Sebastian bedanken für so einen tollen Artikel. Wie Sebastian es schon gesagt hat: EIN CHEAT DAY KANN HELFEN. MUSS ABER NICHT. Und genau deswegen sollte man sich einen kontrollierten Ablauf der einzelnen Cheatmeals einrichten. Denn es kann sein, das man sein Essverhalten manchmal unterschätzt und dann seinen Körper zu einen JoJo Effekt führen kann. Sobald man ein realistisches Ziel hat hat, kann man auch nicht scheitern. Ich habe mir den Artikel über Cheatdays auf http://muskelgainer.de/die-wahrheit-ber-cheat-days/ durchgelesen, und muss sagen das Studien gute Informationsquellen sind.
    Kann ich nur empfehlen.
    Schöne Grüße
    Alex

    Antworten
    • Sebastian //

      Ich danke dir vielmals für dein tolles Feedback Alex!
      Genau, ein Cheat Day kann, muss aber nicht helfen, wie mir mein Kurztrip nach Brüssel vergangenen Samstag wieder verdeutlicht hat.
      Er hat mir insofern geholfen, als dass ich gestern wieder UNBEDINGT normal, also clean/paleo/bulletproof essen wollte. Ich hatte den Anstupser zwar nicht nötig, aber dieser eine Cheatday hat mir umso deutlicher gemacht, dass ich mich gar nicht mehr anders ernähren WILL ;)

      Antworten
  2. Andrea //

    Hallo mal wieder.

    Zu meinem unten stehenden Beitrag muss ich heute was ergänzen:

    Gestern habe ich seit langem mal wieder einen Cheatday gemacht… Und diesmal richtig „böse“ und eben nicht qualitativ hochwertig wie sonst beim Italiener oder so (wie unten erwähnt).

    Angefangen hat es beim Frühstück, es gab helle Semmeln mit Nutella und Honig. Dazu eine Butter-Muss-Schnecke. Ich war soooooo voll und gebläht, dass mir natürlich schlecht war.

    Am Nachmittag hab ich dann nur einen Mandelmilchshake mit Erdbeeren getrunken.

    Abends waren wir in einem neuen Burgerlokal. (Fleisch war aber sehr hochwertig). Ich hab ur fettige Pommes und einen Megaburger gegessen.
    Dazu Cranberry-Limetten-Limonade (natürlich mit Zucker) und als Dessert ein Schokolade-Chili-Brownie mit Vanillezucker-Creme.

    War alles lecker, aber danach konnte man mich rollen und mir war net gut.

    Nachts konnte ich nicht gescheit schlafen und heut morgen bin ich müde und gerädert.

    Also alles in allem freu ich mich soooooo sehr auf meine Paleo-Ernährung ab heute :)

    Das wollte ich nur mal erzählen :)

    Und von wegen „dann hat noch keine wirkliche Umstellung stattgefunden“: Naja, ich weiss auch, dass ich mich nach Alkohol nicht gut fuehle und dennoch passiert es doch jedem mal, dass man zu viel trinkt oder?
    Und an dem Abend war es ja auch lustig.

    Oder spät ins Bett gehen… Am nächsten Tag bin ich müde, aber der Film war so spannend. Da muss man halt auch mal bissl lockerer sein. Ausnahmen bringen einen ja nicht um.

    Aber jeder wie er mag.

    Antworten
    • Arne //

      Hallo Andrea!

      Das ist schon heftig „gesündigt“ und mutig zugleich. Brot esse ich, mit allem was dazu gehört, nur einmal im Quartal und dann aber auch nur, weil ein Döner mit Freunden ansteht. Das der Körper dann seltsam reagiert, ist nichts neues.

      So ergeht es mir z.B. mal, wenn ich nach langer Zeit (bei Bekannten) Nudeln esse. Die Folgen sind am nächsten Tag zu spüren. Und was das mit dem Alkohol angeht. Ja, diese Folgen kennt auch jeder, jedoch bleibe ich der legalsten Volksdroge schlechthin, hart und meide es. Nein, ich bin kein Antialkoholiker sondern betrachte es an Fakten. Über 250.000 Menschen sterben jährlich am Konsum von Alkohol und an Kannabis oder Heroin „nur“ (zumindest registriert) 100.000!!! Nur mal so am Rande erwähnt.

      Die Gefahr bei Cheat-Days sind auch, dass man in alten Gewohnheiten zurückkehrt, obwohl man die Risiken kennt. Gerade in sehr stressigen Zeiten, kann aus einem Cheatday auch mal mehr werden und ehe man sich versieht, ist Paleo erst einmal wieder ad acta gelegt.

      MfG

      Antworten
    • Aline //

      Ich finde das auch ziemlich heftig, was du da alles gegessen hast. man muss ja auch nicht so übertreiben :-)
      ich brauche all diese ungesunden Sachen gar nicht mehr. Für mich ist ein Cheatday schon, wenn ich einfach wesentlich mehr esse als sonst, aber trotzdem gesunde Ernährung oder Paleo.

      Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Andrea,

      genau, Ausnahmen von den Regeln die man sich selbst setzt sind sicherlich wichtig.
      Du hast an deinem Cheat-Day ja echt reingehauen :P Meiner Meinung nach, hast du eine ganz gute Einstellung dazu.

      LG, Anja

      Antworten
  3. Andrea //

    Ich cheate zb wenn ich Essen gehe. Zb beim Italiener. Dann goenne ich mir schon eine Pizza oder leckeres Olivenbrot. Die Gerichte dort sind qualitativ gut und selbstgemacht und ich ess es einfach gern.
    Aber halt nur hin und wieder.

    Bei mir ist es hauptsächlich das Wohlfühlen durch Paleo.
    Seit ich von meiner Laktoseintoleranz weiss, achte ich mehr auf die Reaktionen meines Körpers auf Nahrungsmittel.

    So habe ich alles testen lassen und vertrage lt Arzt und Labor alles, außer halt Laktose.
    Dennoch habe ich so extreme Probleme nach Nudeln und Brot und daher verzichte ich einfach drauf.

    Ich habe einiges an Fett verloren (Hosenbund zu weit), an Gewicht jedoch nur 1kg. Mache allerdings auch viel Sport.

    Meine Haut ist besser, meine Haare fetten weniger und ich habe keine Heißhungerattacken (vor allem im Nachtdienst sonst sehr unangenehm).

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Danke für deinen Erfahrungsbericht, Andrea! Finde deine Herangehensweise an deine Ernährung cool :) Du scheinst dich wohl zu fühlen. LG, Anja

      Antworten
  4. Joachim //

    Komische Sache mit dem Cheat-day. Ich verstehe gar nicht, wie man nach der Entgiftung auf die Idee kommen könnte, wieder Gift zu essen. Ich verzichte durch Paleo nicht. Es ist für mich normal geworden, kein Gift zu essen. Ich bin gar nicht stolz, dass ich es geschafft habe und ich vermisse auch nichts, ich halte es für total abwegig, wieder das zu tun, was ich vorher getan habe. Ich befürchte, wer den Verzicht spürt und Lust auf cheaten hat, sieht die Sache als Diät und nicht als Lebenseinstellung.

    Antworten
    • Caro //

      Meine vollste Unterstützung, das sehe ich genauso. Solange ein Bedürfnis nach cheaten da ist gab es keine echte Umgewöhnung hinzu einer neuen Ernährungsweise, es braucht eine Zeit konsequenter „Entwöhnung“ sonst können sich die Nervenverbindungen im Gehirn nicht neu ausrichten und es bleibt bei den alten „Süchten“. Ich habe nie ein Bedürfnis nach ungesunden Lebensmitteln, die ich einst mal gern gegessen habe, ganz im Gegenteil,

      Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Joachim,

      genau, so wie du sehen es viele. Manchen tut aber ein „Cheat Day“ oder eine „Cheat Mahlzeit“ auch gut. Beides ist doch vollkommen oke – solange sie sich wohl dabei fühlen :)

      LG, Anja

      Antworten
  5. Jenny //

    Hallo :),

    sehr interessanter Artikel. hier habe ich noch einen dazu gefunden :)

    VIele GRüße
    Jenny

    Antworten
    • Sebastian //

      Vielen lieben Dank für die Blumen Jenny! ;-) Wo ist denn der Link zu dem anderen Artikel zum Stöbern?

      LG Sebastian

      Antworten
  6. Evie //

    Ich habe Stück für Stück ohne Challange auf Paleo umgestellt. Da ich nicht abnehmen möchte, lege ich einmal die Woche eine Cheat-Mahlzeit ein, bislang war es Schokolade. Mir hat es nichts ausgemacht, manchmal hatte ich gar keinen Bock drauf und ließ den Cheat-Day sein und manchmal reichten mir schon 2 Riegel Schoki. Mein großes Glück ist, dass ich Brot, Nudeln und Hülsenfrüchte nie besonders mochte und ich schon immer eiskalt an einer Bäckerei oder einer Pizzeria vorbei gehen konnte ohne mit der Wimper zu zucken. Meine große Schwäche und Leidenschaft war die Schokolade!! Ich setze Paleo immer dann aus, wenn ich eingeladen bin, das war während der Weihnachtsfeiertage der Fall. Mir haben die Cheat Meals aber überhaupt nichts ausgemacht, ich kann da weder von Flashs noch von Bauchweh und auch nicht von Erbrechen sprechen, alles ging wie gehabt weiter. Ich finde solche Cheat Days vor allem bei gesellschaftlichen Anlässen sinnvoll, da ich überhaupt keinen Bock habe, mich zu erklären warum und wieso und weil es dann eh superschwierig bis unmöglich ist, sich an das Paleo-Konzept zu halten. Warum nicht gerade dann mal etwas cheaten? So braucht man sich auch nicht ständig zu rechtfertigen, man braucht nicht unhöflich zu sein und kann mal einen Tag in Gesellschaft locker fünfe grade sein lassen.

    Antworten
    • Katja //

      Ich bin zwar noch nicht so lange dabei, hab es aber in der kurzen Zeit auch so gehalten bzw möchte das weiterhin tun. Genau das war nämlich auch mein Gedanke, Feiern und Einladungen genießen zu können und mich nicht ständig rechtfertigen und erklären zu müssen. Dass ich dabei trotzdem nicht übertreiben werde, merke ich jetzt schon, denn wo ich anfangs dachte: „Ach, mit den Milchprodukten wird ich es bald nicht mehr so genau nehmen, ein bisschen Käse auf den Zucchini-Nudeln oder etwas Milch oder Sahne an einer Sauce bringen mich schon nicht um“, da hab ich jetzt wenn es so weit ist immer gar kein Verlangen mehr danach und kann es einfach weg lassen, obwohl ich mich eigentlich darauf gefreut hatte. Schon witzig, was der Körper während so einer Ernährungsumstellung macht…

      Antworten
      • Anja Wagner //

        Hallo ihr beiden – ich denke ihr habt einen guten Weg gefunden euch gesund zu ernähren und es weiterhin praktikabel zu gestalten, auch im sozialen Umfeld :)

        LG, Anja

        Antworten
  7. Arne //

    Ich bin jetzt seit Monaten dabei und benutze den „Cheat Day“ einmal in 14 Tagen. Mir fehlt zu gewissen Momenten mit Freunden einfach ein Stück Käsekuchen usw. ernähre mich danach aber wieder, ohne einen Rückfall in alten Zeiten, Paleo. Wer die ersten 30 Tage schafft und dann weiter Paleo durchhält, der isst für mein dafür halten deutlich bewusster und meidet Junk Food. Keine Heißhunger Attacken mehr zu bekommen um die Mittagszeit oder Abends nach der Arbeit zu verspüren zeigt in meinen Augen, du wirst vorerst nicht mehr rückfällig.

    Wer aber dann mal ein Cheat-Day einlegt, der wird mit erschrecken feststellen wie süss seine geliebte Speise (Kuchen oder Kekse) doch war. Entscheidend ist, wie von anderen Usern hier schon mehrfach betont worden ist, wer die 30 Tages Challenge gemeistert hat (mit all den unangenehmen Nebenwirkungen zu Beginn), der wird nicht mehr zurück in alte Gewohnheiten kehren wollen.

    Antworten
  8. Mary //

    Hallo Zusammen,
    ich ernähre mich seit 2 Wochen nicht nach dem Paleo Prinzip, allerdings low carb, bzw. no carb. Jetzt bin ich am Sonntag zu einem tollen Brunch eingeladen. Natürlich weiß ich um die Möglichkeiten der Eierspeisen, Speck, Fisch, Käse und Co. die ich bei meiner Ernährung ja problemlos essen kann. Mich würde jedoch interessieren, was mit meinem Stoffwechsel passiert (der sich vermutlich bereits in Ketose befindet – habe ich allerdings nicht überprüft) wenn ich am Sonntag nun doch nicht an dem einen oder anderen Kohlenhydrat vorbei gehen kann, und vielleicht auch ein paar Sekt trinke.
    Vielen lieben Dank schonmal. Mary

    Antworten
  9. Kati //

    Hallo Sebastian,
    Ich ernähre mich jetzt seit zwei Wochen low carb. Heute wollte ich einen Cheat day einlegen. Nachdem ich dann aber die erste Portion Nudeln verdrückt hatte, hab ich extreme Schweißausbrüche und Übelkeit bekommen. Mir war auch etwas schwindelig. Jetzt will ich natürlich in Zukunft lieber keinen cheat day mehr machen. Mir wurde aber gesagt, dass bei einer low carb Ernährung der Stoffwechsel runterfährt. Soll ich es also in Zukunft nochmal versuchen, oder soll ich es einfach lassen. Bin etwas verwirrt.
    Lg Kati

    Antworten
    • Anna Martin //

      Hi Kati,
      wenn dir ein Cheat Day nicht gut bekommt, dann lass es einfach.
      Solange du genügend Fett bei deiner Low Carb Ernährung einbeziehst, ist das kein Problem.

      Viele Grüße
      Anna

      Antworten
  10. julia //

    Hallo! Darf ich auch ahornsirup nutzen oder ist das auch zu süß? Lg

    Antworten
  11. Denise //

    Hallo,

    sollte ich in den ersten 30 Tagen auch auf Mandelmilch und Kokosmilch verzichten oder kann ich die zu mir nehmen?

    LG Denise

    Antworten
    • Sebastian Werner //

      Liebe Denise,

      Milchalternativen wie Kokos- oder Mandelmilch sind sogar sehr gern gesehen, voraussgesetzt sie sind ungesüßt (Achtung bei Mandelmilch!) und kommen auch in zahlreichen Rezepten zum Einsatz ;)

      Antworten
  12. Elisa //

    Okay danke, das versuch ich mal, sollte eigentlich auch gut klappen, denn von den anderen paleo Gerichten bin ich ein Fan :)

    Antworten
    • Sebastian Werner //

      Hey Elisa,

      du beschreibst sehr schön meine eigene Erfahrung, dass nach dem Cheat Meal die Ernüchterung eintritt. Anna hat daher vollkommen Recht, es einmal mit paleo-konformen „Cheats“ auszuprobieren, da diese im Geschmack oftmals alles toppen (z.B. Paleo-Pancakes, besser als jeder Eierkuchen, den man kaufen kann oder selbstgebackene Muffins, bei Starbucks etc. wird mir danach immer eher schlecht, weil „getreidiger“ Eigengeschmack)

      Antworten
  13. Elisa //

    Hey, sehr interessanter Artikel! Ernähre mich jetzt auch schon eine zeitlang paleo und genieße schon viele vorteile dadurch ! Ich habe auch eine art cheat-day eingeführt und meistens klappt es auch gut und ich finde danach wieder in die ernährung rein. habe auch bemerkt, dass die „sünde“ auf die man sich die ganze woche lang gefreut hat, dann doch nicht so schmeckt, wie erhofft, leider tritt bei mir dann genau das gegenteil ein und ich bin davon enttäuscht und denke der cheat day ist nicht richtig genutzt und will noch mehr süsskram essen :/ habt ihr vielleicht irgendwelche tipps und tricks wie ich ds ändern könnte ?

    Antworten
    • Anna Martin //

      Hi Elisa,
      vielleicht cheatest du in Zukunft mit Paleo-konformen Cheats? Also Paleo Kuchen, Kekse, dunkle Schokolade,…?
      Dann wirst du hoffentlich auch nicht enttäuscht sein vom Geschmack ;)

      LG Anna

      Antworten
      • Enila //

        Dazu hab ich mal eine Frage. Ich mache nicht bewusst Cheatdays, aber so einmal im Monat kann es vorkommen dass ich totalen Heißhunger auf Nüsse bekomme, die ansich paleo sind. Nur leider sind das dann zu viele und vermutlich esse ich 1,5 bis 2 mal so viel Kalorien wie sonst. Das ist ja dann auch eine Art Cheatday und leider hab ich dann auch ein schlechtes Gewissen. Wirklich gut schlafen tu ich meistens dann auch nicht.
        Mach ich am nächsten Tag einfach normal weiter? Ich hab ja dann etwa 100 Gramm Fettvzu viel aufgenommen. Danke

        Antworten
        • AuroraLife //

          Es ist nie sinnvoll, sich Stress und schlechtes Gewissen wegen so etwas zu machen! Und in dem Fall finde ich es auch wirklich nicht nötig. Wenn du Heißhunger auf diese Nüsse hast, hast du höchstwahrscheinlich einen Mangel an bestimmten Nährstoffen, die darin enthalten sind! Umso wichtiger, dem nachzugehen bzw. darüber nachzudenken, welche Stoffe das sein könnten. Wenn du das eher regelmäßig machen würdest (die anscheinend nötigen Nährstoffe aufzunehmen), hast du nicht diese plötzliche hohe Zufuhr von den dich beängstigenden Fetten. Wenn du dadurch nicht plötzlich viel zunimmst (was ich nicht glaube; wenn du ein gesundes Hungergefühl hast, nimmt man automatisch am Folgetag weniger kcal zu sich, um das auszubalancieren) sehe ich da kein Problem!
          Ein Bsp. von mir. Ich hatte zeitweise viel Heißhunger auf Kakao, bin dann auf die Idee gekommen, dass es am Kupfer liegen könnte, da ich als Vegetarier „gefährdet“ für Kupfermangel bin. Habe dann kleine Dosen Kupfer regelmäßig als Nahrungergänzung eingenommen, dann war das Problem gelöst. Ist natürlich immer sinnvoll, Nährstoffe in ganzer und lebendiger Nahrung einzunehmen, aber in diesem meinem Fall wollte ich das nicht mit Kakao (oder gesunder Schokolade) machen, da ich es wegen Histaminintoleranz schlecht vertrage.
          Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

          Antworten
  14. Susanne //

    Die Bezeichnung Diät kommt von griechisch δίαιτα (díaita) und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensführung“/„Lebensweise“ verwendet. ;-))

    Antworten
  15. Kathrin //

    Ich finde die Diskussionen hier immer sehr interessant, aber was ihr hier alle immer vergesst, oder besser WEN ihr vergesst, dass sind die Leute, die eben aus Allergien oder Unverträglichkeiten heraus sich gar nicht an die strikte 30 Tage Challenge oder angrenzende Ernährung halten können.

    Ich bin sehr allergisch auf alle Nüsse, Eier, viele Früchte je nach Pollensaison, vertrage keine Kokosprodukte.
    Da wird’s schon schwierig. Ich MUSS also quasi schon während der 30 Tage „cheaten“, weil ich sonst kaum was essen kann und das geht einfach nicht wenn man normal arbeiten muss, vielleicht noch Dienstreisen hat und weiterhin Sport machen will.
    wenn ich einfach die Sachen auch noch weg lasse in den ersten 30 Tagen, dann übersäuer ich meinen Körper ja noch mehr als er sowieso schon ist

    also verzichte ich auf Zucker und verarbeitete Getreideprodukte wo es nur geht – aber dann gibt es eben mal Reisflocken mit Reismilch (ist immerhin so süß, dass man eh keinen Zucker braucht), oder Pfannkuchen mit Teffmehl

    Derzeit reagiert mein Körper heftigst, ich hab überall Ausschlag, entzündete Gesichtshaut – ich schiebe es mal NOCH auf Entgiftung, aber wenn es nicht weg geht, dann geht es eben nicht.

    Doktriniert den Menschen doch nichts auf – schliesslich soll man sich auch wohl fühlen

    Antworten
    • rascal //

      Kathrin, es zwingt dich doch niemand nach Paleo zu essen. Wenn du dich auf diesen Seiten aufhälst, hat das doch sicher einen Grund, warum du üerhaupt hier bist. Wenn du so viele Allergien hast und deinen Körper durch Fleisch nicht übersäuern möchtest, ist die vegane oder basische Ernährung vielleicht die bessere für dich. Es ist doch alles freiwillig und wenn du Getreide und Zucker weglässt, ist das doch super.

      Antworten
      • Kathrin //

        Da hast du mich jetzt nicht verstanden.
        Vegane Ernährung ist bei entzündlichen Krankheiten außerdem in den meisten Fällen gar nicht so ratsam wegen des vermehrten Soja-Einsatzes.
        Mir geht es darum, dass gesagt wird „DAS ist Paleo und nichts anderes“!

        Eine problemfreie Ernährungsumstellung funktioniert nur bei Menschen, die grundsätzlich gesund sind.

        Ich ernähre mich momentan paleo – ich kann es eben nur nicht bei Dingen, wo Zb Kokosmehl, Mandelmehl etc verwendet wird. Da nehme ich Teff. Teff ist nicht „streng-paleo“ und dann kommen Menschen um die Ecke und sagen „ja, dann ist das auch nicht paleo“ oder „das geht nicht, wenn du kein Kokos etc verträgst, dann musst du ganz darauf verzichten“

        Aber jetzt rechne mal aus, was über bleibt beim Verzicht auf die von mir genannten Sachen.

        Vielleicht verstehen das aber auch nur Menschen, die starke Vorerkrankungen haben, die sich über die Haut sofort bemerkbar machen…

        Antworten
        • Denise //

          Hi Kathrin, mich würde total interessieren was so alles auf deinem Speiseplan steht. Ich habe nämlich ähnliche Probleme mit Lebensmitteln und picke mir gerade aus allen Bereichen das Beste raus. Das wäre dann so bisschen-vegan-bisschen-paleo-bisschen-fleisch.
          Ei, Milch, Banane und Haselnuss geht für mich zum Bsp. nicht. Da fällt hier leider schon ganz viel weg. Da bietet dann die vegane Küche tolle Alternativen und dazu gibt es trotzdem ein Stück Fleisch :)
          Es ist…nunja…kompliziert und ich verstehe dich so gut.

          Antworten
        • Sebastian Werner //

          Kathrin, mich würde einmal interessieren, wer dich denn damit konfrontiert, das dies und jenes NICHT Paleo sei? Ich meine, ich berate Leute gerne, welche Vorteile Paleo hat, zwinge aber niemandem meinen „Glauben“ auf. Lass‘ dich von solchen Strenggläubigen doch nicht verunsichern. Meistens haben genau diese doch die wenigste Ahnung und befolgen einfach nur strikt ohne zu hinterfragen alles was man ihnen vorsetzt. Für mich war das z.B. mit der normalen Kartoffel so der Fall. Da hieß es immer jaa ne, die Kartoffel ist nicht Paleo, nur die Süßkartoffel..bis dann das whole30 Programm die Kartoffel offiziell als Paleo anerkannte, seitdem geben diese Menschen Ruhe ;-)

          Antworten
    • Sebastian Werner //

      Liebe Katrin,

      ich hoffe, du fühltest dich durch meinen Artikel nicht doktriniert, denn das wollte ich sicherlich nicht erreichen. Klar verzichten die meisten hier freiwillig auf Antinährstoffe und wiederum andere haben wirklich ernstzunehmen Allergien und MÜSSEN bestimmte Lebensmittel meiden.
      Ich finde, du machst das genau richtig! Schließlich sollst du dich ja wohl fühlen und es geht um deine Gesundheit. Auch innerhalb der Paleo-Ernährung sollte es daher erlaubt sein, bestimmte Lebensmittel aus gesundheitlichen Gründen auszutauschen, solange sie jedoch möglichst unverarbeitet sind, haben wir doch alle einen gemeinsamen Konsens.

      Antworten
      • Kathrin //

        Ich hab nicht mehr hier rein geschaut, daher keine Antwort :(
        Is alles gut: bin dutch meinen Umzugsstress wieder in alte Gewohnheiten gerutscht. Hab jetzt zusammen mit meinem Mann wieder angefangen. Hier in den USA bekommt man ja super günstig auch Kochbananen.
        Ansonsten mach ich es jetzt einfach so gut wie ich kann.
        Ich taste mich wieder rein. Manchmal gibt es auch Süßkartoffelchips von Aldi. Da is das Öl evtl nicht paleo, aber ich gab gerade extremen Stress und manchmal is einfach “ Schicht im Schacht“.
        Nicht mehr Stress, als muss. Gewicht verändert sich auch noch nicht…
        Schauen wir mal

        Antworten
    • Matthias68 //

      Hallo Kathrin,

      Ich hab erst vor gut zwei Wochen mit Paleo angefangen. Habe aber vor einem halben Jahr angefangen Chia-Samen zu nehmen. Jeden Morgen lasse ich 2 1/2 Esslöffel in etwas Wasser aufquellen, gieße etwas frischen Obstsaft dazu umrühren trinken. Ich hatte jedes Jahr starken Heuschnupfen mit Augenjucken, verstopfter Nase alles was dazu gehört. Habe von Frühjahr bis Ende Sommer kaum etwas gerochen. Ich weiß nicht woran es liegt aber seit ich den Samen regelmäßig jeden Morgen nehme habe ich keinen Heuschnupfen mehr, nehme keine Medikamente und das beste ich rieche den Frühling und den Sommer wieder, Gerüche die ich jahrelang nicht erlebt habe. Vielleicht kann der Chia-Samen dir auch helfen.

      Antworten
  16. rascal //

    Ich denke auch, dass der Cheat-Day beide Aspekte erfüllt, zum einen die psychologische Rolle und zum anderen den Stoffwechselboost. Aus meiner Sicht muss man sich an einem Cheat-Day aber nicht unbedingt mit allem zustopfen, was man sonst nicht isst. Ich mache es eher so, dass ich an so einem Tag kein Kaloriendefizit habe, sondern auch mal über meine Kalorienzufuhr rüber hinaus schieße, aber trotzdem nur gesunde Sachen einbaue oder eben die KH erhöhe, in dem ich mal paar Kartoffeln mehr esse. Zucker ist bei mir eh tabu, auch an einem Cheat-Day!

    Antworten
    • Sebastian Werner //

      Ich mag deine Ansicht bezüglich der zwei Aspekte psychologisch und Stoffwechselboost. So ein Loading-Day ist auch nicht verkehrt, hängt aber immer damit zusammen WIE und OB du überhaupt abnehmen möchtest. Hast du eher von Mo-So ein kleines Kaloriendefizit von z.B. 200 kcal, sparst du insgesamt 1400 kcal ein, ohne deinem Körper das Signal zu geben, dass er hungert. Natürlich kannst du auch an einigen Tagen mal deutlich drunter oder drüber liegen, im Endeffekt zählt dann nur die Endsumme ;) Ich z.B. eine Zeit lang immer ein leichtes Kaloriendefizit und konnte dadurch beim Training meinem Muskelaufbau nicht wirklich vorantreiben. Dafür benötigt es nun einmal ein leicht positive Energiebilanz und dann war mir ein Tag in der Woche, meistens auch der Ruhetag, ganz recht, um meinem Körper die noch fehlende Energie zuzuführen.

      Antworten
      • rascal //

        Danke Sebastian für die Antwort.
        Ja bei mir geht es eher um Fettabbau. Da ich aber oft nicht auf meine Kalorienzufuhr kam / komme, erlaube ich mir dann auch mal nen Loading Day, damit der Körper nicht denkt, er muss hungern. :-)

        Antworten
        • Sebastian Werner //

          Dann erscheint mir deine Vorgehensweise genau richtig! Leichtes Defizit, ohne zu Hungern. Man darf nicht vergessen, dass jede Gramm Fett 9,3 kcal Brennwert hat, d.h. bei 1kg Fettabbau muss man erst einmal 9300 kcal einsparen! Ich finde das schon viel/beachtlich…

          Antworten
  17. Carobetty //

    Ich halte nicht von solchen Prozeduren, weder von strengen selbst auferlegten Diäten noch von Cheat Days. Eine gesunde Ernährung sollte so zur Gewohnheit werden, dass man sich nichts verkneift, sich nicht selbst etwas auferlegen und daher auch nicht „sündigen“ muss. Dadurch entsteht eine dauerhaft gesunde Ernährungsweise. Funktionieren tut das, wenn man kleine und wenige Veränderungen vornimmt, bis sie zur Gewohnheit geworden sind, dann kommen die nächsten kleinen Verbesserungen. Das ist eine ganzheiltiche und dauerhafte Variante.

    Antworten
    • Sebastian Werner //

      Hallo Carobetty,

      du hast eine sehr gesunde Ansicht bezüglich Kontinuität, die mir sehr zusagt!
      Ich habe 2012 auch angefangen zunächst Brot komplett wegzulassen und bin dann Stück für Stück strenger geworden. Allgemein rate ich meinen Kunden, eine Ernährungumstellung immer in einer Phase mit viel Zeit und Ruhe durchzuführen, z.B. während des heimischen Urlaubs. Persönlich halte ich daher auch den Begriff „Diät“ in Bezug auf Paleo für missverständlich, da es eine dauerhafte Ernährungsweise ist. Eigentlich schade, dass Paleo als etwas „Besonderes“ angesehen wird, wo doch das Konsumieren von unverarbeiteten und natürlichen Lebensmitteln gegenüber „normale“ Ernährungsweisen als Standard gelten sollte.

      Antworten
  18. Annika //

    Ich habe gerade mal seit drei Tagen mit Paleo-Ernährung angefangen. Eine Frage wegen dieses sog. CheatDay`s. Kann man in den ersten Tagen auch etwas mit Käse essen? Oder wie war das nochmal?

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo Annika,

      in den ersten 30 Tagen der Umstellung sollte am besten komplett auf Milchprodukte verzichtet werden! :)

      LG Malika

      Antworten
    • Sebastian Werner //

      Liebe Annika,

      Malika hat vollkommen Recht, Halte dich in den ersten 30 Tagen (der Challenge) sehr strikt an die Regeln, womit Gluten, Milchprodukte und raffinierter Zucker vollkommen tabu sind ;)

      Antworten
  19. Nives //

    Ich ernähre mich seit 1,5 Jahren paleo und mache jeden Samstag einen Cheat-Day. Meistens geht’s mir auch richtig schlecht von dem Zucker-High, aber ich brauch das einfach um wieder daran erinnert zu werden, warum paleo für mich die perfekte Ernährung ist. Außerdem krieg ich so während der Woche überhaupt kein Verlangen nach dem ganzen Mist, weil ich das am Wochenende dann ganz bewusst konsumiere. Das empfinden viele vielleicht als Widerspruch, aber es ist besser all die Gifte komprimiert an einem Tag zu verschlingen als jeden Tag ein bißchen was davon. Ich seh’s einfach als Pause von jeglichen Ernährungsregeln und einfach mal überall zugreifen zu können, ohne schlechtem Gewissen. Ohne dem Cheatday würde es mir schon schwer fallen, langfristig dran zu bleiben, vor allem bei Einladungen oder unterwegs, wo man sich nicht immer aussuchen kann, was man isst. Sobald ich selber koche, geht’s dann wieder zurück in den Paleo-Alltag, hinter dem ich voll und ganz stehe! Achja, beim Abnehmen hat mir diese Taktik übrigens auch sehr geholfen ;)

    Antworten
    • Katrin //

      Klasse.. du machst es genauso wie ich.
      Ich ernähre mich seit Juni 2014 so und liebe es. Ich bin mit der 30 Tage Challange eingestigen und habe danach dann Sa. mir immer das gegönnt worauf ich Lust habe.
      Danach sind mir die anderen tage der Woche dann immer voll leicht gefallen.
      Am 01.01. habe ich dann noch mal für mich die 30 Tage Entgiftung gewählt da über die Feiertage doch ein paar mehr Tage mit kleinen Sünden dabei waren.
      Sa. sind diese dann um und ich freue mich riesig auf ein paar Chips und Sekt. Ich habe für mich damit den tollsten Weg gefunden.

      Antworten
      • Sebastian Werner //

        Hallo Katrin,

        erst einmal herzlichen Glückwunsch, dass du schon seit über einem halben Jahr dabei bist und die zahlreichen, positiven Lebensveränderungen spüren konntest! Meine Freundin hat auch den Samstag auserkoren ;) Nur blöd, dass es bei mir dann eher unregelmäßig der Sonntag wird :P eine sehr strikte Entgiftung hatte ich dann z.B. letzten Oktober-November, die ich mir und 4 Bekannten auferlegt hatte. Das hat zusammen ziemlich viel Spaß gemacht und ich hatte überhaupt keine Schwierigkeiten bei der Umsetzung! Soll heißen, es wird mit jedem „Entzug“ tatsächlich leichter und genauso wie der Cheat Day hilft mir dieser sehr strikte Entzug/30-Tage Challenge dabei, meistens NOCH länger clean zu bleiben, es ist halt nur ein anderer Ansatz ;)

        Antworten
    • Sebastian Werner //

      Hallo Nives,

      der Samstag scheint ja ein sehr beliebter Tag zum cheaten zu sein ;) Du hast Recht insofern, dass es uns einige gesellschaftliche Konventionen quasi unmöglich machen, sauber zu bleiben, ohne erhebliche Nachteile. Meistens backe ich im Vorfeld einige Leckereien und bringe diese zu Einladungen mit, womit ich dann immer das Interesse auf mich lenke und alle probieren wollen. Mittlerweile ist es allerdings nicht mehr mein primäres Ziel, andere von Paleo zu überzeugen in so großer Runde, sondern mache das klang und heimlich durch eigene Einladungen usw. :D Wenn ich koche, ist es IMMER Paleo, was anderes kommt mir gar nicht erst ins Haus.

      Das ein Cheat-Day unbedingt ein Zucker-high sein muss, stimme ich nur bedingt zu. Oftmals sind es gar nicht die süßen Sachen, sondern z.B. richtig ursprünglicher Ziegenkäse aus dem Biomarkt im Paleo-Süßkartoffel-Curry, die mich verführen. Nun vertrage ich auch Milchprodukte ohne Probleme, aber jetzt schweifen wir aus ;)

      Antworten
  20. Susanne //

    Danke für diesen Artikel. Ich bin seit MItte Juli ’15 paleolithisch unterwegs. Man kann manchmal „Sünden“ nicht umgehen. So hatte ich bei einer Einladung Samstag doch einen Teller Pasta. Hat super geschmeckt, sich aber verdauungsmässig gerächt. Ein schlechtes Gewissen hab ich nicht, aber es war ein kurzes Vergnügen, und ich weiss jetzt wieder, dass mir Paleoernährung wirklich gut tut, egal was andere sagen.

    Antworten
    • Sebastian Werner //

      Hallo Susanne,

      gern geschehen ;) Ich hoffe du meinst Juli 14?! Lustigerweise habe ich diesen Artikel im Weihnachtsurlaub geschrieben, kurz nachdem ich mit zahlreichen Leckereien von Oma (die ich auch an einem Tag vernichtet habe, um es lieber geballt zu haben, anstatt auf mehrere Tage verteilt) im Zug von Berlin nach Lübeck das halbe Abteil versorgt habe.
      Verdauungsmäßig hatte ich danach leider auch richtig zu tu, konnte aber Omas mit sehr viel Liebe gebackenen Kekse nicht komplett verschenken, weil Kindheitserinnerungen etc.

      Hier bist du richtig aufgehoben, denn wir sagen dir alle, dass dir Paleo wirklich gut tut!

      Antworten
  21. Daniela //

    Selten habe ich hier einen so schlechten, einseitigen Artikel gelesen. Dem Leser wird suggeriert, dass der Cheatday allein psychische Gründe hat und einem den „Appetit“ auf ungesunde Lebensmittel durch „Überdosierung“ verekeln soll. Grundsätzlich liegt aber der Sinn des Cheatdays darin, dass gerade in der Abnehmphase während man ein Kaloriendefizit hat der Stoffwechsel nicht in den „Sparmodus“ umschaltet, weil weniger Leptin produziert wird. Dadurch dass man am Cheatday auch bewusst mehr Kohlenhydrate zu sich nimmt, nimmt die Leptinproduktion nicht ab und der Stoffwechsel verlangsamt nicht.

    Antworten
    • Mathias //

      Selten so einen blöden Kommentar gelesen… Wer genau sagt noch mal, dass der Sinn des Cheatdays nur im Abnehmen liegen darf? Sorry, dass ich die Aussage deines Gurus irgendwie verpasst habe, aber meiner Meinung nach darf man Cheatdays auch zu anderen Zwecken nutzen ;-) Das ist ein sehr sehr guter Artikel, bringt er doch genau auf den Punkt wie es vielen Menschen geht, die jahrelang Zuckerjunkies waren!

      Antworten
      • Daniela //

        Wer hat denn geschrieben, dass der Sinn des Cheatdays nur im Abnehmen liegt. Ich habe lediglich kritisiert, dass der Artikel einseitig ist, nicht, dass er falsch ist.

        Antworten
      • Sebastian Werner //

        Danke für die Blumen Mathias!
        Mir ist durchaus bewusst, dass ich mit diesem Artikel nur das I-Tüpfelchen dieser Thematik beschrieben habe. Das soll jetzt nach keiner Entschuldigung klingen, aber der Artikel sollte bei ~1000 Wörtern bleiben, die ich mit 1280 schon gesprengt habe, weshalb es wohl eher einen 2ten Teil geben müsste ;)

        Antworten
    • Sebastian Werner //

      Hallo Daniela,

      danke für deine konstruktive Kritik. Ich wollte nicht suggerieren, dass der Cheatday allein psychischer Natur ist. Auch bei ausreichender Versorgung durch stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, Karotten, Pastinaken etc. erfährt der Körper eine Art Entzug, der je nach Tagesform, Schlaf- und Stresslevel in seiner Intensität variieren kann. Als Sportler im hochintensiven Training habe ich von Anfang an darauf geachtet, genug Kohlenhydrate mit Paleo zu konsumieren, was mir anfangs ehrlich gesagt schwer fiel. Generell muss Paleo nicht unbedingt low-carb sein, es kann. Die dadurch eingeschränkte Leptinproduktion ist mir durchaus bewusst, kann aber meiner Meinung weniger verallgemeinert werden als z.B. die psychischen Folgen. Ich versuche in Zukunft meine Ausgangssituation/-position klar zu deklarieren, damit der Fokus des Artikels klar(er) wird, also hab‘ vielen Dank für den Verbesserungsvorschlag, ich nehme mir immer alles sehr zu Herzen!

      Antworten
  22. Tania //

    beim Gedanken an einen Cheat Day wird mir anders! So sind auch Einladungen für mich der Graus seit ich mit Paleo begonnen habe – und das war „erst“ vor 8 Wochen. Es fällt mir extrem leicht, mich paleo zu ernähren. Ich muss mich nicht zwingen, die Ernährungsform „durchzuhalten“, weil ich mich einfach gut fühle dabei. Für mich eine völlig neue Erfahrung bei doch schon sehr vielen Umstellungsversuchen in der Ernährung. Mentale Stärke habe ich nur in den ersten Tagen nach der Umstellung auf Paleo gebraucht. Seither ist es eifach nur Genuss, Wohlbefinden, ja Lebensqualität. Ich bin selbst total erstaunt, dass mir das alles überhaupt keine Mühe bereitet, was natürlich eine riiiiiiesen Bestätigung ist, dass dies für mich der richtige Weg ist!

    Antworten
    • Sebastian Werner //

      Hallo Tania,

      Paleo ist wirklich viel mehr Genuss und Entdeckung als vermeintlicher Verzicht, wie er einem im Freundeskreis oft propagiert wird. Ich wünsche dir natürlich weiterhin maximalen Erfolg beim Erreichen deiner (Ernährungs)ziele! Falls du dann doch vielleicht irgendwann einmal in oben beschriebene Situation gerätst und sei es erst in ein paar Jahren, hoffe ich, dass du die für dich am besten funktionierende Methode dagegen parat hast ;-)

      Antworten
  23. Jenny //

    Ich ernähre mich seit 3 Monaten nach Paleo und bei mir gibt es auch 2-3 Mahlzeiten in der Woche die nicht nach Paleo sind. Das sind dann sowas wie ein Stück Kuchen. Also ich esse mich daran nicht satt sondern z.B. Sonntags anstatt Mittagessen ein Küchenstück. Mir geht es gut dabei, und wenn es dann auch noch Weißwürste zum Frühstück gibt, hat man ja fast schon einen Außnahmetag ;)

    Antworten
    • Sebastian Werner //

      Hallo Jenny,

      erst einmal schön, dass du den Einstieg gemacht hast und durch das wöchentliche Stück Kuchen einen vertretbaren Kompromiss eingehst. Ich kann dir aber natürlich auch gerade in Bezug auf Süßes ein paar tolle Rezepte hier auf der Seite ans Herz legen, die wirklich NOCH besser schmecken als nicht -paleo-konforme. Ich persönlich bin ein großer Fan von Muffins in allen Variationen, da ich auch sehr viel als Trainer unterwegs bin und diese sich besser als ein Stück Kuchen transportieren/lagern lassen.

      Antworten
  24. Katrin //

    Ich kann nur für mich sprechen aber ich muß sagen, dass mir dieser Tag ungemein gut tut und ich mich richtig darauf freue, obwohl ich da gar nicht so über die Strenge schlage.
    Es gibt am Samstag meine geliebten Chips oder mal KäseWürfel mit Weintrauben, Sekt oder Hugo und manchmal auch bisschen schnöcker Sachen

    Antworten
    • Sebastian Werner //

      Hallo Katrin,

      du sprichst sicherlich nicht nur für dich. Viele meiner Kunden, Freunde und Bekannten haben ihrer unterschiedlichsten Varianten entwickelt, mit denen sie teilweise schon seit Jahren erfolgreich sind. Solange man nicht über die Strenge schlägt, würde ich sagen = never change a winning team ;)

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