Rezepte mit Kartoffeln

Ja, auch wir Paleos kochen gerne mit Kartoffeln. Richtig gelagert und zubereitet sind sie gesundheitlich auch bedenkenlos genießbar. Wir raten, Kartoffeln in Papiertüten dunkel zu lagern. Verfärbte und grüne Stellen schneidet man besser großzügig aus, da sich an den grünen Stellen und Keimen das Nervengift Solanin findet. Die geschälte Knolle ist allerdings ungefährlich. Probier unseren Kartoffelsalat oder das Kartoffelgratin aus! Und auch süß schmecken Kartoffeln, wie unsere Zwetschgenknödel beweisen.

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Alles was man über Kartoffeln wissen muss

Sie ist nicht nur in Deutschland das beliebteste Gemüse, von dem stattliche 57 Kilo pro Jahr und Kopf verzehrt werden, sondern gehörte auch weltweit zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln: die Kartoffel – auch unter dem Namen Erdapfel, Grundbirne und „Zitrone des Nordens“ bekannt. Letzteren schicken Beinamen verdankt der Erdapfel seiner überraschend hohen Dosis an Vitamin C.

Kartoffeln haben zu Recht ihren festen Platz in unserem Speiseplan und kommen hierzulande in allen erdenklichen – gesunden und weniger gesunden – Varianten auf den Teller: als Pommes Frites, Ofenkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Kartoffelgratin oder Kartoffelchips, um nur einige zu nennen. 2008 wurde von der UNO gar das internationale Jahr der Kartoffel ausgerufen, um die enorme Wichtigkeit der Knolle für die Ernährung in Entwicklungsländern zu betonen.

Herkunft der Kartoffel

Wie auch Tomate, Aubergine und Paprika gehört die Kartoffel zur Familie der Nachtschattengewächse. Mehrere wilde Vorformen des Erdapfels kamen laut Untersuchungen bereits im Jahre 13000 vor Christus in Lateinamerika vor. Kultiviert wurde die Kartoffel dann erstmals 7000 vor Christus im Chilca-Tal.

Nach Europa kam sie aber erst im 16. Jahrhundert. Zuerst in Spanien und England verbreitet, kam sie später auch in anderen europäischen Ländern an. In Deutschland begann der Kartoffelanbau um 1700.

Zunächst primär in Kräutergärten verwendet, erreichte die Kartoffel nach dem dreißigjährigen Krieg dann ihren den Status als Nutzpflanze.

Wie wichtig die Kartoffel als Grundnahrungsmittel war, mussten vor allem die Iren Mitte des 19. Jahrhundert bitter erfahren: Die Tatsache dass mehrere Kartoffelernten einem Pilz namens "Phytophthora infestans" zum Opfer fielen, verursachte zwischen den Jahren 1845 und 1849 eine große Hungersnot. Der durch die "Kartoffelpest" verursachten "Great Famine" fielen viele Iren zum Opfer.

Der Kartoffelpilz vernichtete auch der damals kultivierten Kartoffelsorten. Trotz dieser Einbußen existieren heute weltweit immer noch etwa 5000 verschiedene Sorten des Erdapfels und jährlich werden weltweit stattliche 3000 Millionen Tonnen Kartoffeln angebaut. Nach Weizen, Reis und Mais rangiert die Kartoffel somit auf vierter Stelle der am häufigsten angebauten Nutzpflanzen.

Wann ist Kartoffel - Saison?

Gelagerte Kartoffeln kann man bei uns das ganze Jahr über kaufen. Frisch geerntete hiesige Exemplare bekommt man zwischen Juni und Oktober.

Kartoffel-Kenner kaufen von Juni bis August „neue Kartoffeln“, die zumeist fest kochend und vorwiegend festkochend sind. "Mittelfrühe" Exemplare gibt es ab Anfang August. Diese Kartoffeln zeichnen sich durch ihren feinen Geschmack und die gute Lagerfähigkeit aus.

Späte Ernten im September und Oktober bestehen zumeist aus mehligen Kartoffeln, die besonders gut für die Lagerung bis zur nächsten Ernte geeignet sind.

Kartoffeln: Sorten & Geschmack

Man unterscheidet Kartoffeln anhand ihrer Konsistenz und Kocheigenschaft in festkochende, vorwiegend festkochende und mehlige Sorten. Je nach Rezept eignen sich die Varianten unterschiedlich gut.

Es gilt: je mehr Stärke eine Kartoffel enthält, desto weicher wird sie nach dem Kochvorgang. Festkochende Kartoffeln bleiben auch nach der Zubereitung "in shape" und zerfallen nicht. Gut eignen sich festkochende Exemplare daher für Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln. Mit am bekanntesten ist bei uns die „Sieglinde“, eine besonders schmackhafte festkochende Kartoffel-Sorte. Gourmets verspeisen vor allem die Sorte "La Ratte", die auch mit Schale genossen werden kann.

Vorwiegend festkochende Kartoffeln machen sich gut als Pellkartoffeln, Pommes Frites oder in Eintöpfen. Der Star in dieser Kategorie ist die "Laura", eine besonders leckere rote Kartoffelsorte.

Beliebt im Kartoffelbrei oder in Suppen sind mehlige Kartoffeln. Sie eignen sich auch hervorragend für die Herstellung von den traditionellen Klößen oder Knödeln. Populäre mehlige Kartoffel-Sorten sind "Melina", "Freya" oder auch "Bintje" – die 2012 zur Kartoffel des Jahres gewählt wurde.

Neben der Beschaffenheit unterscheiden sich Kartoffeln auch in Größe und Farbe. Vom rosa, rot, lila bis hin zu blau meliert und schwarz gibt es Kartoffeln in allen möglichen Schattierungen. Besonders optisch bereichern diese Kartoffeln so manches Gericht, geschmacklich unterscheiden sie sich jedoch nicht wesentlich voneinander. Bekannte Bunte Sorten sind zum Beispiel der „Blaue Schwede“ oder der die „Rote Emmalie“.

Kartoffeln haben eine milden,  je nach Sorte mehr oder weniger erdigen Geschmack, der aber so dezent ist, dass die Verarbeitung von Kartoffeln denkbar vielfältig ist.

Nährwerte: Wie gesund sind Kartoffeln?

Gesunde Menschen können Kartoffeln bedenkenlos verzehren und als gesunden und glutenfreien Kohlenhydratlieferanten in ihren Speiseplan integrieren. Alle diejenigen, die an einer Autoimmunerkrankung oder Darmproblemen leiden, sollten Nachtschattengewächse wie Kartoffeln jedoch reduzieren oder (zumindest teilweise) ganz meiden. Kartoffeln beinhalten nämlich sogenannte Glykoalkaloide, welche im Verdacht stehen, die Darmgesundheit zu beeinträchtigen. Glycoalkaloide sind toxische Stoffe, die Pflanzen zum natürlichen Schutz vor Fressfeinden produzieren.

Davon abgesehen liefern Kartoffeln Vitamin C, viele B Vitamine und gelten als Quelle für Kalium, Kalzium und Magnesium. Gänzlich cholesterinfrei sind die Knollen zudem beliebt bei Diäten.

Kartoffeln sollte man vor dem Verzehr unbedingt kochen: Rohe Exemplare kann der menschliche Darm aufgrund der enthaltenen Stärke nicht verdauen – erst der Kochvorgang verändert sie Stärke so, dass wir die Kartoffeln gut vertragen.

Nährwertepro 100 g
Kalorien77 kcal
Kohlenhydrate17 g
Protein2 g
Kalium421 mg
Kalzium12 mg
Magnesium23 mg
Eisen0,8 mg
Vitamin C19,7 mg
Vitamin A2 IU
Vitamin B60,3 mg

Kartoffeln einkaufen und lagern

In den Einkaufskorb gehören trockene, feste und glatte Kartoffeln. Keine gute Wahl sind grüne, angekeimte, schrumpelige, beschädigte oder feuchte Kartoffeln! Hier lohnt es sich zweimal hinzuschauen.

Um die Aufnahme von Keimhemmungsmitteln zu vermdeiden, mit denen vor allem konventionelle Kartoffel-Sorten behandelt sind, ist es ratsam, Kartoffeln aus biologischem Anbau zu kaufen, vor allem wenn man die Schale mitessen möchte.

Bei der Lagerung mögen Kartoffeln es kühl, aber nicht zu kühl: Bei Temperaturen unter 4 Grad wird die Kartoffelstärke in Zucker umgewandelt und die Kartoffeln schmecken nicht mehr. Daher die Erdäpfel besser nicht im Kühlschrank aufbewahren! Ist es allerdings wärmer als 10 Grad, bekommen die Kartoffeln schnell Keime. Am liebsten mögen es Kartoffeln in einer Kiste im Keller.

Tipp: Frühkartoffeln sollten bald verzehrt werden, spätere Sorten kann man länger lagern.

Wie bereitet man Kartoffeln zu?

Vor dem Kochen Kartoffeln gut abwaschen und Triebe oder grüne Stellen entfernen. Sind die Kartoffel-Triebe mehr als einen Zentimeter lang, sollte man eine Kartoffel nicht mehr essen, da in den Trieben der giftige Stoff Solanin enthalten ist. Kochen sollte man am Kartoffeln am besten ganz und ungeschält in etwas Salzwasser. So bleiben die meisten Nährstoffe enthalten.

Kartoffeln sind in der Küche grenzenlos kreativ einsetzbar! Neben Klassikern wie Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Ofenkartoffeln oder Kartoffelgratin lieben wir im Sommer zum gerillten Gemüse besonders Folienkartoffeln.  Auch süße Kartoffel-Gerichte wie Kartoffelpuffer mit Apfelmus oder Zwetschgenknödel lassen uns im Kartoffel-Himmel schweben!

Pommes Frites und Kartoffelchips sind zwar lecker, sollten am besten jedoch selbst gemacht werden, um den Verzehr von zu vielen ungesunden Transfetten und Zusatzstoffen möglichst zu verhindern.

Die besten Kartoffel Rezepte

Hand aufs Herz – auch wenn Kartoffeln wirklich kreativ einsetzbar sind, schmecken uns manchmal einfach die Klassiker am besten! So lecker wie früher bei Oma und Mama und auch noch Paleo-freundlich: Wir haben drei alte Bekannte neu für euch aufgelegt!