Ketose und Paleo

Der Ketose sagt man nach, wie eine magische Formel für Abnehmen bzw. Gewichtsverlust zu wirken. Auch Menschen die an Epilepsie oder Diabetes leiden, können von dieser Ernährungsform profitieren. Untersuchungen legen sogar nahe, dass eine ketogene Ernährung bei einer Krebserkrankung (zusätzlich zu einer medizinischen Therapie) sinnvoll sein kann.

„Metabolisch unflexibel“ – so könnte man die Stoffwechselsituation in vielen Menschen heutzutage bezeichnen. Durch die typisch kohlenhydratreiche Ernährung der westlichen Welt (mit viel Nudeln, Brot, Müsli und Pizza) ist der Körper auf die Verbrennung von Glucose und Einlagerung von Fett getrimmt. Dass Fett ein super Energielieferant ist, den man tagtäglich nutzen kann – hat der Körper vergessen.

Die ketogene Ernährung kann zu einem neuen Körpergefühl führen und dem Körper helfen zwischen verschiedenen Stoffwechselwegen umzuschalten. Bekannt geworden ist die ketogene Ernährung im Zusammenhang mit der der Atkins-Diät. Ketose ist ein Begriff, der auch oft im Zusammenhang mit der Paleo Ernährung (Steinzeit Diät) verwendet wird. Doch was genau ist Ketose? Welche Lebensmittel sind wichtig? Wie funktioniert das in der Paleo Ernährung? Und für wen ist Ketose sinnvoll?

In diesem Artikel erfährst du:

  1. Warum der Körper in dem Stoffwechselzustand der Ketose so leistungsfähig sein kann.
  2. Wie du Paleo und eine ketogene Ernährung kombinierst.
  3. Welche Nachteile eine ketogene Ernährung haben kann.

Ketose abnehmen

Wie funktioniert Ketose?

Um durch ketogene Ernährung den besonderen Stoffwechselzustand der Ketose zu erreichen, kommt man oft von einem Extrem (kohlenhydratreiche Ernährung) in ein anderes Extrem (fettreiche Ernährung).

Der Körper ist ein anpassungsfähiger Motor mit der Fähigkeit, seinen Energiebedarf aus unterschiedlichen Treibstoffen zu beziehen. Bei einer „typisch deutsch“ kohlenhydratreichen Mischkost ernährt er sich hauptsächlich von Glucose, einem Einfachzucker. Der schnellste und einfachste Weg um Energie zu bekommen.

Kohlenhydrate sind Mehrfachzucker und müssen in ihre Einzelbausteine (Glucose) zerlegt werden. Glucose ist eine lebensnotwendige Energiequelle für unser Gehirn. Das heißt aber nicht, dass Glucose ein essentieller (notwendiger) Bestandteil der Ernährung sein muss. Denn der Körper kann Energie auch aus anderen Stoffen bereitstellen.

Eine Möglichkeit wäre es, die Aminosäuren aus den Proteinen der Muskeln zu nutzen und sie umzuwandeln. Aus evolutionsbiologischer Sicht hätte dies erhebliche Nachteile. Der damit einhergehende Muskel- und damit Kraft- und Schnelligkeitsverlust hätte für unsere Urahnen tödlich ausgehen können.

Der Körper kann einen weiteren Mechanismus nutzen, um das Gehirn mit Energie zu versorgen: Er bildet Ketonkörper. Sie entstehen in der Leber aus Acetyl-CoA, welches wiederum aus dem Fettsäureabbau (Adé, überflüssiges Fettgewebe) und durch die Umwandlung der Fettsäuren zu Ketonkörpern für das Gehirn verfügbar gemacht werden. Der Fettsäureabbau wird u.a. durch das Hormon Glucagon stimuliert, welches von der Bauchspeicheldrüse bei einem niedrigen Blutzuckerspiegel ausgeschüttet wird.

Die Ketose ist auch bekannt als Hungerstoffwechsel, da sie nach einem längerem Hungerzustand eintreten kann.

Nicht nur durch Hunger, auch durch eine angepasste Ernährung kann die Ketose erreichen: Ernährt man sich streng „Low Carb“ (< 50 g Kohlenhydrate am Tag), mit ausreichend Fett ( ~ 80 % des täglichen Energiebedarfs) so wie von hochwertigem Protein kann man seinem Stoffwechsel in die Ketose helfen.

Der Fettstoffwechsel tritt in den Vordergrund und typische Blutzuckerspiegel-Schwankungen fallen weg – man fühlt sich leistungsfähiger und konzentrierter.

Gründe, um die Vorteile einer Ketose auszunutzen gibt es mehrere:

  1. Leistungsfähigkeit, athletische Performance, Konzentrationsfähigkeit, mentaler Fokus
  2. allgemeine gesundheitliche Verbesserungen – wie für Typ 2 Diabetiker oder Übergewichtige
  3. als Form einer therapeutischen Ernährung bei verschiedenen Krankheiten wie Epilepsie, Alzheimer, Krebs, Multiple Sklerose, Diabetes Typ 1

Das hier angesprochene Ketose-Konzept soll vor allem zur Verbesserung der Leistung oder des allgemeinen gesundheitlichen Befindens gelten. Möchte man die ketogene Ernährung aus therapeutischen Gründen nutzen, gelten gegebenenfalls andere Regeln und der Rat eines Experten kann sinnvoll sein.

Ketonkörper entstehen im Zuge des Hungerstoffwechsels

Ketonkörper, das ist ein Überbegriff für drei Verbindungen: Acetoacetat, Aceton und beta-Hydroxybutyrat. Unter einer fettreichen, kohlenhydratarmen Ernährung „ernährt“ sich das Gehirn von genau diesen drei Verbindungen.

Durch Aktivierungs- und Umbauschritte können sie problemlos die Blut-Hirn-Schranke passieren und verwertet werden. Stellt man seine Ernährung so um, dass etwa 80 % der Energie durch Fette zugeführt werden, kann man den Stoffwechselzustand einer Ketose erreichen.

Bei Versuchspersonen, die eine ketogene Diät anwendeten, konnten Wissenschaftler bemerkenswerte Effekte feststellen. Neben einer deutlichen Gewichtsabnahme, einem verbesserten Körpergefühl und höherer geistiger Wachsamkeit, traten auch bei den typischen Blutfetten unerwartete Veränderungen auf. Die Werte verbesserten sich.

Die Forscher vermuten, dass ständige und maßlose Kohlenhydratzufuhr von den Kraftwerken der Nervenzellen – den Mitochondrien – andauernde Höchstleistungen fordert. Sie produzieren dabei Stoffwechsel-Müll, der die „Kraftwerksmotoren“ verstopft, bis sie platzen. Im Fachjargon bezeichnet man das als „oxidativen Stress“.

Speziell für das Gehirn bedeutet eine ketogene Diät: geringerer oxidativer Stress.

Bei vielen Krankheiten spielt oxidativer Stress vermutlich eine entscheidende Rolle. Dazu gehören beispielsweise Alzheimer, Multiple Sklerose oder Parkinson.

Differenzierung: Ketose und Ketoazidose

So viele Vorteile eine Ketose für viele haben mag – für einige kann in bestimmten Stoffwechselsituationen die Bildung von Ketonkörpern gefährlich werden. Ein Warnhinweis:

Die Ketose muss deutlich von dem Begriff der Ketoazidose unterschieden werden. Die Blut-Plasmakonzentration der Ketonkörper bei einer Ketose beträgt zwischen 0,5 und 5 mmol/L und beeinflusst den pH-Wert des Blutes in einem physiologischen Rahmen. Bei einer Ketoazidose hingegen entsteht eine gefährliche Übersäuerung des Blutes.

Fett wird vermehrt abgebaut und es befinden sich viele freie Fettsäuren im Blut. Damit erhöht sich auch die Konzentration von Acetyl-CoA, aus dem Ketonkörper gemacht werden. Dadurch kann eine Azidose entstehen. Azidose ist eine Erniedrigung des pH-Wertes. Zwei der drei oben genannten Ketonkörper dissoziieren, d.h. sie trennen sich, und der pH Wert sinkt. Mehr über den pH Wert des Körpers könnt ihr im Artikel zum Säure-Basen-Haushalt lesen.

Eine Ketoazidose tritt hingegen vor allem bei Patienten mit Diabetes Mellitus Typ 1 auf und entsteht durch ein Ungleichgewicht von bestimmten Hormonen (Insulin, Glucagon oder Cortisol). Die Komplikation ist die Folge eines schweren Insulinmangels, auf die der Körper mit der Auschüttung von Stresshormonen (z.B. Cortisol) reagiert, wodurch verstärkt Glukose in die Blutbahn freigesetzt wird. Der Körper bildet verstärkt Ketonkörper, was zu einer Übersäuerung des Körpers führt. In der Folge kann es zum Austrocknen des Körpers und Entgleisungen des Elektrolyt-Haushaltes kommen.

Auffällig bei Ketoazidotischen Patienten ist der Azetongeruch (riecht wie faule Äpfel) in der Atemluft. Eine unbehandelte Ketoazidose führt zum Koma und damit zum Tod des Patienten! Bei Azetongeruch und einem hohen Blutzuckerspiegel gehört ein Patient unverzüglich ins nächstgelegene Krankenhaus.

Ist Ketose etwas für mich?

Du hast keine Stoffwechselerkrankungen und möchtest

  • mehr Zeit im mentalen Fokus
  • weniger (Heiß-)Hunger verspüren
  • sportlich leistungsfähiger sein
  • mehr Motivation
  • Gewicht verlieren
  • oder dich generell wohler fühlen?

Dann kann die ketogene Ernährung etwas für dich sein!

Der häufigste Grund, eine ketogene Diät auszuprobieren, ist der angestrebte Gewichtsverlust. In Studien wurde bereits gezeigt, dass die Gewichtsabnahme durch eine ketogene Diät höher ist, als bei einer low-carb oder einer kalorienreduzierten Diät. Der Erfolg ruht daher, dass es für den Körper leicht ist, das eigene Körperfett zusammen mit dem durch die Nahrung zugeführten Fett zu verbrennen, sobald er sich einmal auf Fett als primären Treibstoff umgestellt hat.

Eine ketogene Diät kann auch andere positiven Effekte hervorrufen. So wird dadurch z.B. die Insulinsensitivität verbessert, welche durch eine vorherige kohlenhydratreiche Ernährung entstanden sein kann.

Seit den 1920er Jahren findet die Diät Anwendung bei Epilepsie Patienten. Epilepsie ist eine Erkrankung des Gehirns, die wiederholte Anfälle verursacht. Manche Leute sind geborene Epileptiker, andere entwickeln die Erkrankung aufgrund einer Verletzung oder Infektion des Gehirns. Wissenschaftler sind sich nicht sicher, warum Ketose so vorteilhaft für Patienten mit Epilepsie ist, aber dass die Therapie wirkt, ist unumstritten.

Weiter wird vermutet, dass manche Patienten durch Ketose Migräne erfolgreich bekämpfen konnten und auch die Behandlung bei Gehirntumoren steht in der Diskussion. Es zeigt sich deutlich, dass eine ketogene Diät für bestimmte Personenkreise gesundheitliche Vorteile bringen kann.

Paleo und Ketose – so funktioniert es

Paleo und Ketose liegen nicht allzu fern auseinander. Paleo baut auf gesunden Kohlenhydraten auf und ist keine typisch kohlenhydratarme Ernährung. Dennoch Paleo kann man ähnlich der ketogenen Diät mit einen relativ hohem Fettanteil in der Nahrung und gleichzeitig einen geringen Kohlenhydratkonsum gestalten.

Wenn du neugierig bist, ob die Vorteile einer Ketose gegenüber den eventuellen Nebenwirkungen überwiegen, probiere es doch einfach aus.

Hochwertige Fette, tierische Produkte wie Fleisch und Fisch, Innereien und viel verschiedenes Gemüse stehen auf dem Speiseplan. Für einige sind Milchprodukte mit einem Fett-Anteil ein sinnvoller Bestandteil einer ketogenen Ernährung. Wir raten zumindest dazu für 30 Tage Milchprodukte wegzulassen.

Die Nährstoffverteilung um in die Ketose zu kommen kann so aussehen:

  • etwa 50 g Kohlenhydrate pro Tag, bei einigen muss die tägliche Kohlenhydratmenge niedriger liegen, andere kommen mit mehr aus.
  • Eiweißzufuhr etwa 1 g pro Kilogramm Körpergewicht
  • die restliche Energie aus hochwertigen Fetten beziehen, etwa 70- 80 % der Energiezufuhr.

Für die Zusammensetzung gibt es kein Standardrezept – du findest für dich deine persönlichen Wohlfühlwerte, auch anhand deiner Vorlieben. Denn wie so oft in der Ernährung: Jeder Mensch ist unterschiedlich und die ketogene Ernährung muss individualisiert werden. Nicht jeder fühlt sich mit einer ketogenen Ernährung wohler oder ist leistungsfähiger.

Vielleicht sind genau gesunde Kohlenhydrate der Makronährstoff, auf den dein Stoffwechsel steht?

Für viele bietet es sich an, nicht dauerhaft in der Ketose zu sein – sondern dies zyklisch zu gestalten. So kann an einigen Tagen die Kost kohlenhydratbetonter sein (z.B. an denen mit sportlichen Aktivitäten), an anderen richtet man sich nach ketogenen Mahlzeiten. Auch im Zusammenhang mit dem Prinzip des intermittierenden Fastens ergibt eine ketogene Ernährung Sinn.

Es gibt einige Tricks, die dir bei der Fehlersuche helfen wenn du nicht in den Stoffwechselzustand der Ketose kommst:

  • manche vertragen mehr, andere weniger Kohlenhydrate am Tag – 50 g Kohlenhydrate pro Tag ist ein Richtwert, aber sowohl nach unten als auch nach oben anpassbar – hier hilft eine genaue Dokumentation der Kohlenhydratzufuhr und des persönlichem Befindens.
  • Kohlenhydratzufuhr sollte eher aus nicht-stärkehaltigem Gemüse wie grünem Gemüse und grünen Salaten stammen .
  • keine zu hohe Proteinzufuhr, da diese auch den Kohlenhydrat-Stoffwechsel (Gluconeogenese) aktivieren können und der Ketosezustand so schwerer erreicht wird.
  • Die Aminosäuren Lysin und Leucin sind rein ketogene Aminosäuren und fördern die Ketonkörperproduktion. Supplementiert man mit ihnen, kann die Proteinzufuhr etwas erhöht werden, ohne dass man aus dem ketogenen Zustand kommt.
  • Mittellangkettige Fettsäuren wie sie in Kokosöl enthalten sind, sind ebenfalls sehr ketogen und sollten vermehrt aufgenommen werden.
  • Um Ketose zu testen, eignen sich Ketosticks. Sie analysieren die Ketonkörper im Urin und ändern dementsprechend ihre Farbe. Besser und genauer ist die Bestimmung der Ketonkörper im Blut über ein entsprechendes Messgerät.
  • um in die Ketose zu kommen, kann es helfen sich in einer Ausdauer-Sporteinheit auszupowern – und damit die Glykogenspeicher zu leeren.

Startet man mit einer ketogenen Ernährung muss man sich auf eine gewisse Umstellungsphase einstellen – manche benötigen vier bis sechs Wochen um in die Ketose zu gelangen. Grund-Rezepte haben wir parat, auch für Vegetarier. Gerne kann man die Rezeptvorschläge mit fettreichen Lebensmittel ergänzen. So wird die Umstellung leichter – und lecker.

Egal ob Shakshuka, paleofreundliche Pizza, Chili con Carne Omelett, Zucchini-Lasagne, Lammkeule oder bunter Salat mit Steak-Streifen – eine Leben in der dem Stoffwechselzustand der Ketose kann total lecker sein.

Die Risiken und Nebenwirkungen einer ketogenen Diät

Befindet man sich dauerhaft in der Ketose kann dies individuell zu negativen Auswirkungen führen – vor allem wenn die Ernährung wenig abwechslungsreich und die Lebensmittelauswahl nicht bedacht ist. Vor allem diejenigen unter euch, die aus gesundheitlichen Gründen eine ketogene Diät ausprobieren wollen, machen dies am besten mit Unterstützung und/oder medizinischer Aufsicht.

Die typischen Kritikpunkte einer ketogenen Ernährung

  • zu wenig Ballaststoffe
  • eine fettreiche Ernährung kann eine ungünstige Zusammensetzung der Darmbakterien fördern.
  • zu wenig Gemüse (und damit fehlende Mikronährstoffe)
  • eine eingeschränkte Lebensmittelauswahl
  • negative Beeinflussung des Hormonstoffwechsels

Auch mit Paleo kann man den Speiseplan einer ketogenen Diät mit entsprechenden Lebensmittel gut zusammensetzen – in dem man ausreichend Gemüse auswählt ist oft auch die Versorgung mit Ballaststoffen und ausreichend Mikronährstoffen gewährleistet. Je nachdem wie bunt man sich an der Gemüse-Palette und den verschiedenen Fleisch- und Fisch-Arten bedient ist die Lebensmittelauswahl wesentlich vielfältiger, als so manch andere Speisepläne einer typischen „Mischdiät“. Auch Organe von Tieren zuzubereiten, kann sinnvoll sein.

Wer dauerhaft in der Ketose ist, kann seinen Hormonstoffwechsel, wie den der Schilddrüse negativ beeinflussen. Dauerhaft niedrige Insulin-Spiegel können zum Beispiel die Sensitivität der Zellen für Insulin herabsetzen. Besser ist wie beschrieben, die ketogene Diät als ein zyklisches Konzept anzuwenden und nicht dauerhaft in der Ketose zu sein.

Das passt sowieso besser in viele sportliche Konzepte wie Crossfit. Insbesondere die schnellkräftige Muskulatur (Typ-2 Fasern), die ein Kraftsportler aufgebaut hat und weiter aufbauen möchte, benötigen hin und wieder etwas mehr Kohlenhydrate.

Insbesondere Sportler mit intensivem Ausdauer-Training können von der Ketose profitieren. Sprinter hingegen werden kaum einen Vorteil durch die Ketose haben, da sie in erster Linie Kreatinphosphat und Glucose zur Energiebereitstellung von ATP nutzen.

Typ 1 Diabetiker sollte ohne medizinische Aufsicht/Beratung von einer ketogenen Diät absehen. Ein absoluter Insulinmangel kann dazu führen in den Zustand der Ketoazidose zu verfallen.

Wer an Typ 2 Diabetes leidet und Medikamente wie Metformin einnimmt, sollte zumindest von einer stark kohlenhydratarmen Ernährung im Alleingang absehen – da die Kombination zur Übersäuerung des Blutes und Belastung der Nieren kommen kann. In Zusammenarbeit mit einem Arzt können aber auch Typ 2 Diabetiker von einer ketogenen Ernährung profitieren.

Schwangere Frauen und solche, die es werden wollen, sollten eine unbegleitete oder schlecht vorbereitete ketogene Ernährung vermeiden. Während einer Schwangerschaft benötigt eine Frau sehr viele Nährstoffe, um vor allem die Entwicklung des Fötus zu fördern. Eine niedrige Kohlenhydratzufuhr mit gleichzeitig niedriger Nährstoffzufuhr wäre kontraproduktiv. In Hinblick auf Gestationsdiabetes kann eine kohlenhydratreduziertere Ernährung  jedoch sinnvoll sein.

Weitere Nebenwirkungen von Ketose können sein:

Oftmals treten einige dieser Nebenwirkungen nur in der Umstellungsphase auf, die auch bei jedem unterschiedlich lang sein kann. Vor allem allgemeine Symptome wie Müdigkeit und Stimmungsschwankungen können in dieser Phase typisch sein.

Hast du Fragen zur ketogenen Diät? Wer hat persönliche Erfahrungen mit einem Stoffwechsel in der Ketose?

Kommentiert einfach unter dem Artikel!

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© Portumen

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Ketose und Paleo, 4.39 / 5 (142 votes)

Geschrieben von Anna

Anna ist Ernährungswissenschaftlerin und interessiert sich sehr für den Stoffwechsel und seine vielfältigen Mechanismen. An Paleo begeistert sie vor allem die neu gewonnene Energie für Geist und Körper. In ihrer Freizeit läuft und wandert sie viel, auch das Klettern und Bergsteigen gehören zu ihren größten Hobbies. Ihr Traum ist es, einmal einen Sommer lang auf einer Alm zu arbeiten. Anna auf Google+
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77 Kommentare

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  1. Barbara //

    Hallo Anna

    Seit 2 Wochen ernähre ich mich jetzt nach Paleo und befinde mich somit in der Hälfte der 30 Tage Challenge. Mir geht es grundsätzlich sehr gut damit. Nun habe ich aber Beschwerden einer Blasenentzündung und deshalb meinen Urin getestet. Der Urin zeigt eins positives Ergebnis für eine Blasenentzündung und auch erhöhte Leukozyten. Was mich aber beunruhigt ist, ist das das Keton sehr hoch anzeigt, ich also Keton im Urin habe (falls man das so formulieren kann). Jedenfalls deutet dies ja auf Fettabbau hin, falls ich dies richtig verstanden habe. Mein Urin ist nun auch sehr sauer, obwohl ich sehr viel Gemüse zu mir nehme. Ich nehme an, dass die Fettzellen den Urin so sauer machen. Aber ein saurer Urin wäre ja nicht das Ziel einer guten Gesundheit oder?

    Meine Sorge ist nun, dass ich mich durch die Paleo-Ernährung unwissentlich in Ketose befinde und dies negative Folgen auf meine Gesundheit haben kann. Ich esse jedoch 3x täglich (Morgens, Mittags und Abends).

    Muss ich an meiner Ernährung etwas ändern? Muss ich mehr Kohlenhydrate zu mir nehmen?

    Ich wäre sehr froh um eine Antwort, da ich nun doch sehr verwirrt bin =)

    Liebe Grüsse
    Barbara

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Barbara,

      suche dir gerne ärztliche oder ernährungswissenschaftliche Unterstützung, wenn du Bedenken hast. Aus der Ferne ist es leider schwer zu beurteilen, wo individuelle Verbesserungsmöglickeiten sind :/ Süßkartoffel und Wurzelgemüse, aber auch Obst enthalten gesunde Kohlenhydrate die du gerne zu dir nehmen kannst.

      LG, Anja

      Antworten
  2. Susanne //

    Wie kann das nur sein, Heute bin ich 6 Wochen unter 10 gr. Kohlenhydrate und bin morgens, laut Ketostix, nie in Ketose Wenn ich mal am späteren Nachmittag bin, dann in ganz leichter Ketose und in diesen 6 Wochen 1 einziges mal ein bisschen lila. In 6 Wochen genauster Einhaltung der KH habe ich gerade mal 1.5 Kg. abgenommen. Bin 90 Kg. weiblich und 64 jährig. Vorher habe ich 4 Monate mit täglich 540 Kalorien und 1 Tag in der Woche normal gegessen 2 Kilo zugenommen. Was läuft da nur falsch??

    Antworten
    • Sarah //

      Kein Wunder, wenn du vorher nur 540 Kalorien am Tag gegessen hast.. Damit liegst du ja deutlich unter deinem Grundunsatz und hast wahrscheinlich deinen Stoffwechsel runtergefahren. Man sollte schon darauf achten, dass man nicht unter seinem Grundunsatz isst ..

      Antworten
  3. janina //

    Hallo mein Name ist janina … ich bin 32 Jahre , habe ein Kind , wiege 70 Kilo bei 168 . Ob das jetzt so gut ist oder nicht – ich fühle mich nicht wohl. Ich habe nun 8 Wochen Low carb hinter mir – keine Gewichtsabnahme ! Nun habe ich 2 Wochen intermetiertes Fasten hinter mir – keine Gewichtsabnahme …. nun probiere ich es ganz hart- Zucchini Huhn und Champions morgens mittags und abends- habe ich aus einem Migräne buch- weil die hab ich auch. Nur – nach 3 Tagen kann ich es schon nicht mehr sehen…… kann mir jem helfen? Lieben gruss janina

    Antworten
  4. Christoph //

    Hallo zusammen,

    ich habe hier selbst vor einem Jahr eine Frage gepostet und super Antworten bekommen und seit dem einiges dazugelernt und daran möchte ich euch teilhaben lassen, vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen und es beantwortet teilweise Fragen aus den Kommentaren.

    Alles was ich scheibe hat für mich persönlich gut/schlecht funktioniert. D.h. nicht, dass es für andere gut funktioniert. Ist also nur meine persönliche Erfahrung.

    Grundsätzlich: Ich ernähre mich noch immer Paleo, aber mit Milchprodukten. Gemeinsam mit Sport habe ich mit der Zeit gemerkt, dass mir Milchprodukte (Cafe Latte, Magertopfen, Magerjoghurt) entscheidend beim Wohlbefinden helfen und auch super beim Abnehmen helfen und gut zu meinem Sportprogramm passen (Crossfit + Freeletics), sowie den Muskelaufbau unterstützen.

    Ketose hat für mich auch eine Zeit super funktioniert, aber, das war bei mir der entscheidende Punkt, nicht zu gut mit anstrengendem Sport.

    Wichtig ist, dass man sich fragt welche Ziele man verfolgen will. Will man gesund essen, dann ist man mit Paleo sowieso richtig beraten, dann braucht man aber keine Ketose. Will man abnehmen (das war mein Anreiz zum Beginn mit Ketose), dann gibt es bessere Möglichkeiten wie ich im letzten Jahr gelernt (nachgelesen und praktisch probiert) habe. Ketose bringt wie bei einigen Krankheiten einige Vorteile, dann macht Ketose natürlich durchaus Sinn, war aber für mich sehr anstrengend.

    Für all jene, die Ketose nicht aus gesundheitlichen Gründen ausprobieren, sondern zum Abenhmen so wie ich:

    Grunsätzlich gibt es hier einfachere Varianten abzunehmen, also die anstrengede Form der Ketose. Das hat bei mir ganz gut funktioniert solange ich keinen Sport gemacht hatte. In Kombination mit intensivem Sport, und eventuell sogar allgemein, gibt es aber bessere Varianten wo man sich einfach nur Paleo ernährt und mit einer höheren KH Menge. Im Gegensatz, viele nehmen sogar mit mehr KH besser ab.

    Grundsätzlich braucht man zum Abnehmen ein Kaloriendeffizit, egal ob mit oder ohne Ketose. Durch Ketose ergibt sich das oft automatisch, weil natürlich vieles eingeschränkt ist (außer man verwendet sehr viel Fett wie Nüsse usw … alles zweifelhaft gesund und kein Problem, aber es behindert das Abnehmen). Auch durch Paleo ergibt sich bei vielen schon automatisch dieses Kaloriendeffizit. Bei mir war das nicht der FAll, ich habe mein Deffizit immer mit STudentenfutter ausgeglichen, ohne dass ich es gemerkt hatte, bzw. mit Obst. Somit kam auch kein großes Abnehmen zu stande, oder war bald wieder dahin.

    Was hilft also, ein Ernährungstagebuch. DAs ist für mich bisher der wichtigste Punkt, grob die Kalorien zählen und aufschreiben (http://www.myfitnesspal.com/). Es geht nicht darum genau zu wissen wie viele Kalorien, sondern später über die Wochen sagen zu können, ob man zu viel gegessen hat und zugenommen hat, oder weniger und abgenommen hat. Genaue Infos gibts dann in guten Büchern wie diesem (nicht vom Bild abschrecken lassen „Ernährungsstrategien in Kraftsport und Bodybuilding: Optimaler Muskelaufbau, beschleunigter Fettabbau, gesteigerte Kraftleistung“) -> für mich persönlich das fundierteste Buch bisher zum Thema Abnehmen und Muskelaufbau, wissenschaftlich aufgebaut.

    Von diesem Buch bin ich dann über die Zeit zu diesem hier gekommen: „Bigger Leaner Stronger“ und darin werden praktisch funktioniernede Konzepte zum Abnehmen/Muskelaufbau beschrieben. Das verfolge ich aktuell und funktioniert tadellos und ich kann abnehmen ohne auf viel verzichen zu müssen, indem ich mich großteils Paleo ernähre, Ausnahmetage mache wo ich alles essen kann, auch kein Paleo, und hin und wieder baue ich auch an anderen Tagen ein Eis/Schokolade ein. Alles kein Problem, solange man halbwegs im Bereich jener Kalorien bleibt, die man essen soll um sein Ziel zu erreichen, also entweder Gewicht halten, abnehmen oder zunehmen (Muskelaufbau).

    Im Prinzip sehr simpel. Ich wünschte nur ich hätte diese Informationen schon vor ein paar Jahren gefunden und daher auch jetzt der Eintrag hier. Vielleicht hilft das wem.

    Christoph

    Antworten
    • olivier //

      hallo christoph

      deinen kommentar unterschreibe ich so wie er ist👍😊. ich lebe nach genau deiner ausführung und fühle mich mit 43 besser als mit 20.im nächsten leben fange ich damit schon früher an….aber leider hatten wir damals das heutige wissen noch nicht…😂😂😂

      die wörter kalorienzählen und kaloriendefizit hören viele nicht gerne und verbinden diese mit fanatikern…

      …aber es ist wie du sagst: abnehmen tut man halt wirklich nur, wenn man seine kalorien im griff hat…

      Antworten
  5. Markus //

    Thema: If-Then (wenn, dann)
    https://www.psychologytoday.com/blog/the-science-success/201108/how-keep-love-making-you-act-fool

    Habe kürzlich diesen Artikel gelesen und wenngleich es dort um das Thema Liebe geht, finde ich es das Konzept If-Then interessant.

    D.h. man überlegt sich, wenn man sich so fühlt, was macht man dann.

    Mein Problem mit der Ketose sind Desserts, die ich liebe. Und wenn ich Lust auf etwas Süsses habe, dann fehlt mir (derzeit) noch diese Wenn-Lust-Dann-X-Alternative.

    Ein Glas Wasser trinken, stillt auch nicht mein Hunger auf Süsses, sondern ich werde eher „schwach“.

    Hat einer von Euch hier eine gute Idee oder eine gute Lösung, die er praktiziert?

    Antworten
    • Jens //

      Hallo Markus,

      das war auch mein Problem…. Ich löse es mit Mascarpone, Doppelrahmstufe und geringen Mengen 40% Quark. Dazu ein paar Flavor-Drops mit Geschmack oder sehr geringe Mengen an Beerenobst (20-30g). Ich komme beim Frühstück so auf unter 10g KH. Alternativ kannst Du in geringerer Menge da auch ein Dessert daraus machen :-)

      Antworten
  6. Claudia //

    Mit gutem Kokosöl bist Du auf der richtigen Seite, man muss ja auch nicht alles mitnehmen..wie zum B. MCT-Öl. Mir persönlich tut es einfach unglaublich gut, weil es sofort Energie liefert. Du kannst im Netz Deinen Energiebedarf ausrechnen und dann hast Du auch eine Zahl für Eiweiß, an der Du Dich erstmal orientieren kannst.

    Antworten
  7. Evelin //

    Hallo zusammen,
    seit 4 Monaten ernähre ich mich nun Paleo , fühle mich wohl damit und habe auch schon erste persönliche Ziele erreicht.
    Nun bin ich soweit das ich das Ganze gerne noch ein bisschen voran treiben will und habe begonnen mit dem 1 Wochen Ketogen Plan – allerdings bin ich gescheitert. Wahrscheinlich habe ich mir auch vorab zu wenig Informationen eingeholt und bin ein bisschen leichtfertig an die Sache rangegangen. ABER ich will es unbedingt nochmal versuchen, deswegen benötige ich eure Hilfe. Ich esse unheimlich gerne Obst, vorallem Heidel- bzw Beeren allg. Wieviel davon ist denn am Tag erlaubt und welches Obst eigenet sich während der dieser Zeit ? Gibt es eine Faustregel um mir das Konzept der Ketogenen Ernährung ein bisschen einfacher darzustellen, also was ist erlaubt was sollte ich vermeiden ?
    Wie sieht es aus mit Sport während dieser Zeit – denn aktuell gehe ich jeden Tag 30 Minuten laufen, 1x Mal die Woche zum Schwimmen, 1x Mal die Woche zum Kangoo Jump und 1x die Woche zu EMS. Kann ich das so beibehalten ?
    Was ist wenn ich Hunger bekomme und dank der ganzen Vorgänge im Körper, sich die Gedanken nur ums Essen drehen, gerade wenn man Zeit hat darüber nach zu denken.
    Fragen über Fragen.

    Ich freue mich auf eine Antwort von euch.

    Liebe Grüße Evelin

    Antworten
    • Claudia //

      Liebe Evelin,

      ich bin ein Laie, aber ich sag Dir wie ich es mache. Hab lang gebraucht um mich zurecht, und meinen eigenen Weg, zu finden in der Flut der Informationen und Geschichten..Ernähre mich seit 7 Monaten paleo und nun seit kurzem stets ketogen. (Nchweis über die Ketostix)
      Wobei ich mit Hilfe der Ketostix während der 7 Monate stichprobenartig festgestellt hab, dass ich fast immer in Ketose war, allein durch Paleo. Falls Du die Ketostix noch nicht kennst, kannst Du sie Dir in der Apotheke kaufen. Die Auswertung (Urintest) der Teststreifen ist einfach, Verfärbung (ins Rosa)=Ketose.
      Ich trage was ich esse in ein kostenloses, interaktives Ernährungstagebuch ein, das rechnet mir automatisch aus, wieviel KH,Eiweiße und Fette in meinem Essen oder Trinken drin stecken.
      Der Grund weshalb ich gerade so streng mit den KH bin ist, dass ich eine Erkrankung hab, die mit ketogener Ernährung vielleicht sehr gut therapiert werden kann. Mir geht es jetzt schon sehr sehr gut damit.
      Aber warum möchtest Du noch eine Schaufel drauflegen? Du ernährst Dich paleo, also super gesund, und machst ganz viel Sport. Deine Lebensweise müsste ausreichen, auch um Deinen Köper zu formen.
      Liebe Grüße Claudia

      Antworten
      • Markus //

        Liebe Claudia!

        Das klingt interessant.
        Ich habe es bisher leider erst ein paar Mal geschafft, in die Ketose zu kommen (da ich offensichtlich zu viele KH esse).

        Welche Daten (KH, Eiweiss, Fett in Gramm) zeigt denn Dein Ernährungstool an, wenn Du in der Ketose bist?

        Jedenfalls bewundernswert, dass Du offensichtlich sehr konsequent bist, was für mich als Dessert-Liebhaber schwierig ist …

        Antworten
        • Claudia //

          Lieber Markus,

          danke für das Kompliment!
          Ich hab zu Panna Cotta jetzt eine Fernbeziehung ;) Aber ich werde Ausnahmen immer wieder machen.
          Ich esse im Moment pro Tag um die 30g Kh, das heißt wenn dann nur ganz dunkle Schokolade, kaum süßes Obst (vor allem Him- und Heidelbeeren-eine Handvoll) Vielleicht 200-300g Gemüse, was selbst nur wenig KH enthält, wie Brokkoli, Salat usw., Eiweiße esse ich um die 50-70g und Fett (Kokos,MCT-Öl,Ghee, Olivenöl und Butter) immer weit über 100g. Damit geht es mir gut und ich bin kraftvoll und satt.
          Ich habe eine ganze Zeit gebraucht um klarzukommen, vor allem mit der Rechnerei. Was ich neulich erst erfragt bezieht sich auf die Ketose. Man kann in Ketose sein und dabei nicht abnehmen.

          Wenn Du einfach schneller in die Ketose kommen willst, kann ich Dir MCT-Öl sehr empfehlen. Zusammen mit reduzierten KH kannst Du damit recht schnell in die Ketose kommen.
          Vielleicht trägst Du einfach mal in so ein Tagebuch ein, was und wieviel Du isst, dann kannst Du in der Auswertung lesen, was Du zu viel hast.
          Liebe Grüße Claudia

          Antworten
          • Markus //

            Danke, Claudia.

            Ich habe bei Wikipedia gesehen, dass Kokosfett grossteils aus MCT besteht und habe mir via Amazon 5 Kilo (!) :-D Bio-Kokosöl gekauft, weil mir das gesünder erscheint als ein chemisch hergestelltes „reineres“ MCT-Produkt.

            Der grosse Unterschied bei mir ist dann auch, dass ich viel mehr Eiweiss esse. Ich werde das mal etwas reduzieren und dafür mehr Fett futtern …

  8. Claudia //

    Seit Herbst 2015 bin ich auf dieser Seite als Leserin unterwegs und hab meine Ernährung umgestellt.
    An dieser Stelle vielen Dank für die guten Infos und die tollen Rezepte! Ich hab mittlerweile gelernt, dass man sein Leben ändern kann und dass man ist was man isst. Ein ,Aha‘ für mich zum B. war, dass es nichts Verwerfliches hat auf das Frühstück zu verzichten. (Ich frühstücke sehr gern, aber nicht wenn ich noch keinen Hunger bzw. Appetit hab und ich vor Müdigkeit noch gar nicht scharf sehen kann ;) Mir kam das immer wie eine Drohung vor: ,Das Frühstück ist die wichtigste Malzeit!‘ Ging mir noch nie so.
    Mit gutem Gewissen und angenehmen Gefühl im Bauch starte ich meinen Tag mit einer Tasse Butterkaffee mit Ghee, Kokosöl und Honig (muss sein) plus Zimt. Dann esse ich ab 12 oder 1.
    Mehr oder weniger konsequent habe ich seit Oktober letzten Jahres 14 kg abgenommen. Das heißt allein durch die bewußte Ernährung, ohne mehr Bewegung als vorher.
    Meine Fragen sind eher allgemein. Man kann sich ja dumm und dusselig lesen..

    1. Angenommen ich bin immer in Ketose (über den Nachweis) muss ich denn dann überhaupt auf eine Makroverteilung der Nährstoffe achten? (Vorausgesetzt die wenigen KH bestehen nicht aus weißem Zucker, die Eiweiße aus Kuhmilch und die Fette aus Mineralöl ; sondern sind wertvoll)
    2. War ich nicht ohnehin die ganze Zeit mehr oder weniger in Ketose, wenn ich Körperfett abgebaut hab, ohne sportlich aktiver geworden zu sein?

    3. Darf man nicht eigentlich behaupten, dass Paleo (gesund generiert) eine ketogene Ernährung ist?

    Lieben Dank
    Claudia

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Claudia, danke für das Lob und cool zu hören, dass du dich mit deiner Ernährung wohl fühlst.

      Wenn du dich so wohl fühlst, musst du nicht auf die Makroverteilung achten – auch bei einer ketogenen Ernährung nicht. Wenn die Teststreifen angezeigt haben dass du in der Ketose warst, dann war das sicherlich so. Zum Abnehmen ist aber nicht unbedingt eine Ketose notwendig – von daher kann ich deine Frage nicht genau beantworten. Paleo kann, muss aber keine ketogene Ernährung sein. Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil der Paleo-Ernährung – aber dann aus gesunden Quellen!

      LG, Anja

      Antworten
      • Claudia //

        Liebe Anja,

        vielen Dank für die Antwort!
        Alles Gute und liebe Grüße
        Claudia

        Antworten
  9. Victoria //

    Hallo,
    ich hätte eine Frage bezüglich ketogener Diät im Zusammenhang mit Diabetes und Krebs.
    Mein Vater ist an Krebs erkrankt und erhält bald eine 8-wöchige strahlentherapie. Ich habe gelesen, dass diese Diät bei der Therapie sehr unterstützend sein kann.
    Allerdings ist er Diabetiker und sehr schlank.
    Wäre katogen demnach optimal?
    Liebe Grüße, Vici

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Liebe Victoria,

      die ketogene Ernährung kann hilfreich sein – sollte aber in dem Fall mit einem Arzt abgesprochen sein!
      Ich wünsche deinem Vater und dir alles Gute.

      LG, Anja

      Antworten
    • Anna Wesener //

      Empfehlung: den Arzt nach Fasten vor / während der Chemo fragen. Es gibt neue medizinische Untersuchungen, die belegen: Chemi wird nach Fasten besser vertragen Und: Chemo wirkt dann besser und tiefgreifender Alles Gute!

      Antworten
  10. Carsten //

    Das mit dem Durst ist eigentlich nur zu Beginn. Im Laufe einer stabilen Ketose gibt sich das.

    Antworten
  11. Sonja //

    Liebes Paleo-Team,
    ich lebe nun etwa 7 Monate nach Paleo und habe in der Zeit 16 Kilo abgenommen. Ich komme mit der Umstellung sehr gut zurecht, nun habe ich doch eine Frage: An einzelnen Tagen habe ich ein sehr extremes Durstgefühl, obwohl ich bereits über den Tag verteilt regelmäßig trinke. Kann dies an der Ketose liegen? Das Durstgefühl lässt sich dann kaum stillen. Es fühlt sich so an, als ob selbst das Trinken mehrerer Gläser Wasser dagegen nicht hilft. Der Mund, die Lippen und auch die Haut im Allgemeinen fühlt sich zu dieser Zeit dann sehr trocken an. Am nächsten Tag ist es meist wieder vorbei. Mich hätte nun interessiert, ob es hierfür vielleicht eine Erklärung gibt, vielleicht eben einen Zusammenhang mit der Ketose?

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Sonja,

      von einem Zusammenhang Durst und Ketose habe ich noch nichts gehört, kann dir deine Frage damit leider nicht beantworten. :/ Vielleicht hat jemand anderes damit bereits Erfahrungen gemacht.

      LG, Anja

      Antworten
    • Regina //

      Hallo, mir geht es genauso. Ich könnte auch ständig trinken, mach es dann auch.3-4 Liter pro Tag. Ich glaube, da man keine KH zu sich nimmt, kann die Flüssigkeit im Körper nicht gespeichert werden. LG

      Antworten
      • Sonja //

        Hallo Regina,
        vielen Dank für deine Antwort. Es ist interessant, dass es dir genauso geht. Das könnte natürlich gut sein, dass es mit dem Verzicht auf Kohlenhydrate einen Zusammenhang gibt.

        Viele Grüße

        Sonja

        Antworten
  12. Nicky //

    Hallo,
    ich habe am Montag mit meiner Ketogenen-Diät angefangen. Ich betreibe Intensiv Kraftsport /Bodybuilding und mache das um meinen KFA zu senken. Nun lese ich hier, dass man die Proteinzufuhr ebenfalls niedrig halten soll, da der Körper daraus sonst Glucose macht und man den Ketosezustand so schwerer erreicht. Aber wenn ich mir überlege was ich nun nur noch essen sollte (Ich meine die Auswahl der Lebensmittel) um überhaupt In Ketose zu kommen, stelle ich doch fest, dass es vorwiegend Lebensmittel sind die viel Fett und Eiweiß aufweisen, allerdings natürlich keine KH. Wie soll ich denn da die Proteinzufuhr niedrig halten? Das klingt so widersprüchlich.

    Antworten
  13. Evie //

    Ich beobachte an mir auch ein lustiges Phänomen: Bei mir funktioniert Low Carb (bzw. derzeit Aktins) sehr gut, aber nur, wenn ich Kalorien zähle, d.h. weniger Kalorien zu mir nehme. Eigentlich heißt es ja, dass man im ketogenen Zustand ja Fett verbrennen und abnehmen sollte und dass man meist bei Low Carb die Kalorien nicht zählen muss. Ich muss aber gleichzeitig noch auf die Kalorien achten. Hm, interessant? Zumindest zähle ich SATT die Kalorien statt mit dauerknurrendem Magen und übelster Laune rumzulaufen, wie das bei Mischkostdiäten der Fall war. Die habe ich dann schon nach 3 Tagen abgebrochen: der HUNGER war einfach so quälend. Interessieren würde mich aber trotzdem, warum manche Menschen trotz Ketose auch Kalorien zählen müssen, um abzunehmen?

    Antworten
    • Uli //

      Hallo Evie, mir geht es genauso. Aber die Rechnung ist ganz einfach, nur wenn du weniger Energie zu dir nimmst als du verbrauchst kannst du abnehmen. ich bin seit 12 Wochen in der Ketose und hab 10 kg abgenommen. Ich habe die Kalorienanzahl langsam gedrosselt bis ich gemerkt habe das ich Gewicht verliere. Aber ich habe nicht jeden Tag die gleiche Kalorienmenge sondern gleiche sie mit meinen Aktivitäten ab.

      Antworten
  14. Markus //

    Ich verstehe, dass mir eine ketogene Ernährung beim Abnehmen helfen würde.
    Mein Problem: Die Lust auf Süsses! :-(

    Ich habe mir aus etwa 3/4 Kokosfett, knapp 1/4 Kakao sowie etwas Stevia und Zimt eine Art Schokoladenersatz gemischt, aber dennoch schaffe ich es kaum, in die Ketose zu kommen.

    Hättest Du einen Tipp?
    Danke!

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo Markus,

      die Sucht nach Süßem (bzw. Zucker) lässt normalerweise ganz schnell nach, wenn du deinem Körper einige Tage Pause davon gönnst :)
      Mach quasi einfach mal einen kalten Entzug und lass Honig, Stevia und Co. ein paar Tage konsequent weg! Du wirst sehen auf einmal brauchst du es gar nicht mehr ;)

      LG Malika

      Antworten
  15. Sylv //

    Hallo Anna,
    wie viele Kohlenhydrate, Fisch und Fleisch sollte ich pro Mahlzeit zu mir nehmen, wenn ich abnehmen möchte und später – wenn ich mein Gewicht halten möchte, bei einer Körpergröße von 1,67 cm?

    Antworten
  16. Antje //

    Hallo ich habe den Meta Check gemacht und da kam raus, dass mein Körper mehr Fett und Kohlenhydrate verstoffwechselt, dagegen Eiweiße nicht so gut. Ist dann Paleo trotzdem was für mich? Und wie soll ich das handeln?
    Ganz lieben Dank für Deine Hilfe! Liebe Grüße Antje

    Antworten
    • Anna Martin //

      Hi Antje,
      Paleo ist total variabel, du kannst ja statt viel Eiern und Fleisch einfach mehr stärkehaltiges Gemüse (Kürbis, Süßkartoffeln) essen, wenn du magst und das ganze mit guten Fetten kombinieren.
      Ich denke, jeder sollte Paleo so anwenden, wie es für ihn am besten passt.

      viele Grüße
      Anna

      Antworten
      • Antje //

        Hallo Anna, vielen Dank für Deine liebe Antwort. Ich denke so langsam blick ich durch. Ich denke ich muss für die 30 Tage einen Plan erstellen. Dann fällt es mir leichter, denke ich. Ich werde sicher nicht die einzige oder andere Frage haben.
        Lieb’s Grüßle Antje

        Antworten
  17. Ruth //

    Schönen guten Tag,

    können Sie mir bei meinem Problem helfen, ich bin Veggi und möchte abnehmen.
    Es fällt mir schwer, nach der vielen Info, und ich weiß nicht was und wieviel ich essen darf.
    Gemüse ja, aber wieviel Kokos- oder Mandelmilch (habe ich das überlesen)?

    Wo finde ich Tages-Rezepte, die für mich ideal wären?

    Herzlichen Dank und schöne Grüße aus dem badischen Karlsruhe

    Ruth

    Karlsruhe feiert in 2015 das 300jährige
    Stadtfest – Herzlich Willkommen

    Antworten
    • Anna Martin //

      Hi Ruth,
      konkrete Mengenangaben zu machen ist natürlich immer schwer. Kokosmilch kannst du ja klasse zum kochen verwenden, ich denke, da kannst du selbst sehr gut einschätzen, wieviel dran muss, damit es schmeckt. Wenn du alleine kochst, reichen meist 1-2 EL für eine Portion (wenn du beispielsweise ein Curry kochst). Mandelmilch würde ich vielleicht zu Müsli essen (ich denke da an eine Schale mit ca. 200 ml Mandelmilch). Beim Wunsch des Abnehmens würde ich dir empfehlen, nicht zu viele Nüsse zu essen. Außerdem kannst du versuchen, den Paleo Snacks (Kuchen, Brot, …) nicht zu oft zu verfallen. Ansonsten denke ich, dass du mit Paleo von selbst abnehmen wirst. Da sehe ich keine Problematik.

      Viele Grüße
      Anna

      Antworten
  18. Andrea //

    Habe dazu eine Frage, ernähre mich schon seit einem halben Jahr LowCarb (zwischen 20-60g Kohlehydrate am Tag) Viel Fleisch und Salat und Gemüse. Bin auch auch der Ketose (gestern 5.0) aber ich nehme absolut lein Gram Körperfett ab :-( Bin schon kurz vorm aufgeben… Mach e2-3 mal die Woche Sport, aber es hilft nichts, ich wiege 111Kg, da müßte sich doch was tun :-( Wenn ich andere lese, die nehmen 4-5 Kg im Monat ab ohne Sport und essen auch viel mehr Sachen wo ich schon nicht esse, weil ich denke da sind zuviele KH drin :-( bin echt verzweifelt!! Was mache ich falsch?

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo Andrea,

      leider habe ich da auch keinen speziellen Rat. Ich würde dir Vorschlagen dich von einem Arzt beraten und untersuchen zu lassen, möglicherweise hast du Stoffwechselprobleme oder vielleicht bist du allgemein ein Stoffwechseltyp der bei Fett und Proteinen schnell Fett ansetzt, mit KH aber super klar kommt.

      LG Malika

      Antworten
      • Andrea //

        Danke Malika für deine Antwort, werde auf alle Fälle zum Arzt gehen. Weil das ist echt deprimierend :-(

        Antworten
        • Abigail //

          Hi Andrea, ich kenn das Problem. Hast du deins schon gelöst? Wie ist der aktuelle Stand?

          Liebe Grüße
          A.

          Antworten
    • Stefan-Ro //

      Hi Andrea
      Ich persönlich halte von dauerhafter Ketose gar nichts. Sobald du den Stoffwechsel zum Hungerstoffwechsel zwingst, (ketogen mehr als 2-3 Tage) fängt er erst an dir das Leben richtig schwer zu machen. Wenn einer wie wir, einen evolutionstechnisch gesehen, sehr effizienten Stoffwechsel hat, wird dieser uns gerade im Hungerstoffwechsel seine enorme Leistungsfähigkeit demonstrieren. Dieser Mechanismus hat vielen bei tatsächlichen Hungersnöten das Überleben gesichert und beschert uns heute unser hohes Durchschnittsgewicht. Leider dauert die Umstellung zum normalen Energieverbrauch viel länger als als die Umstellung zum hungern, nämlich ca. 2-3 Monate.
      Der wünschenswerte Effekt, den man mit ketogener Ernährung erreichen möchte, ist nicht hungern, sondern dem Körper die Fähigkeit zurückzugeben zwischen diesen Stoffwechselarten möglichst schnell hin und her zu schalten. Hier zu empfehle ich Intermitted Fasting. Zwischen den Fastenintervallen sollte man sich Paleo/Primal konform ernähren, aber reichlich. „Du hast gerade einen oder zwei Tage hungern müssen und jetzt endlich wieder Beute gemacht. Also iss dich satt!!!“ Achte auf deinen Kalorienbedarf, ist dieser nicht gedeckt, wird dein Körper ständig unterversorgt und schaltet ins Notprogramm und die Folge ist: Leistungsdefizit, schlechter Schlaf, Unausgeglichenheit etc. Fülle die fehlenden Kalorien mit guten Fetten auf. Vermeide Fructose. Sie hat um ein vielfache höhere Fähigkeit Körperfett zu bilden als Haushaltszucker. Friss die Hälfte ist eine Erfindung derer die mit diesem Problem nichts am Hut haben und meines Erachtens die dümmste Aussage die man machen kann. Deine grundsätzliche Körperstatur geben deine Gene vor. Man kann aus einem Pitbull keinen Windhund machen und andersrum gehts auch nicht. Aber dauerhaft hungern lässt man keinen der beiden, das wäre ja unmenschlich.

      Antworten
      • Andrea //

        Danke Stefan für deine Antwort, aber ich hungere ja definitiv nicht, die Ketose kommt ja nur, weil ich keine KH zu mir nehme. Stehe nie hungrig vom Tisch auf ;-)

        Antworten
    • Karin //

      Liebe Andrea, evtl. Bist Du ja ein Kohlenhydrat Typ- ich bestimme immer mit der Prognos meridiananalyse genau, welche Lebensmittel für Dich Energie geben und von weichen Du abnimmst –
      Ruf mich gerne an 04532-281631 lg Karin

      Antworten
    • Judith Tubbesing //

      huhu, ist zwar schon alt, aber mal von gesundheitlichen gründen wie schilddrüsenerkrankung etc abgehsehen, hast du bedacht das wenn du jetzt auf einmal mit sport anfängst das du muskelmasse aufbaust und fett ab und das muskelmasse einfach mehr wiegt?
      statt nur auf dein akteulles gewicht zu achten würde ich 1. ein maßband nehmen und umfang messen und vergleichen und 2. im trainigsstudio evtl oder beim arzt dann körperfett messen zu lassen und so zu schauen ob du fortschritte machst.
      ich könnt mir vorstellen das es bei dem gewicht eben sonst eine weile dauert bis wirklich was zu sehen ist?:)

      Antworten
  19. Regina //

    Wie lange benötigt der Körper, sich an Paleo zu gewöhnen und beginnt mit der Fettverbrennung? Ich bin jetzt zwei Wochen dabei und mir geht es gut mit Paleo. Leider habe ich noch nicht abgenommen.

    Antworten
    • Sascha //

      Hallo Regina.

      14 Tage sind noch nicht wirklich lange. Machst du die 30-Tage Challenge? Dein Körper/ Stoffwechsel braucht schon etwas für die Umgewöhnung. Außerdem ist jeder Mensch etwas anders als der andere.

      Paleo heißt nicht zwingend das man abnimmt. Es kommt auch hier etwas darauf an, wie man sich im Rezepte Regal bedient. Wenn dein Ziel Gewichtsverlust ist, solltest du auch hier möglichst auf Zucker verzichten, bzw. weniger zu dir nehmen. Sprich Trockenobst, Obst, Honig sind nicht so förderlich.
      Zwar sollst du keine Kalorien zählen, aber Dokumentation zur Selbstkontrolle kann nicht schaden. Und Sport, Sport, Sport.

      Grüße Sascha.

      Antworten
  20. Gebby //

    Ich finde den Artikel durchaus interessant, aber im ersten Absatz stehen 2 Sätze die mich ein wenig irritieren und später kontradiktiert werden:

    „Glucose ist eine lebensnotwendige Energiequelle für unser Gehirn. Bekommt es keine mehr, sterben wir.“

    Das ist ja doch ein wenig extrem formuliert, zumal das Gehirn nach einer gewissen Zeit und bei Glucose-Mangel, seine Energie aus Ketokörper bezieht so wie später im Artikel erläutert.
    Ansonsten bin ich ein großer Anhänger der Paleo-Ernährung. Praktiziere es schon seit mehereren Monaten und fühle mich gut dabei. Keine Heißhungerattacken mehr.

    Ich hab mich auch eine Weile mit dieser Ernährungart auseinander gesetzt, aber war immer besorgt wegen der Menge von ungesättigten Fettsäuren, die man bei dieser Ernährung zu sich nimmt. In einem Monat hab ich einen Bluttest und dann schauen wir mal wie meine Fette so stehen.

    Liebe Grüße, Gebby

    Antworten
    • Markus //

      Hallo Gebby

      Ich bin da ganz deiner Meinung.
      Denn Fette und Eiweiß sind im Gegensatz zu Kohlehydraten Lebensnotwendig (sonst stirbt man).
      Und was mir an diesem eigentlich guten Beitrag außerdem ein bisschen seltsam vorkommt ist der Passus.
      “ Doch für gesunde Menschen birgt sie auch einige Risiken
      (Typ1 Diabetiker=gesunde Menschen?)

      Warum vor allem Typ 1 Diabetiker von einer ketogenen Diät absehen sollen,

      Antworten
    • Markus //

      Hallo Gebby

      Ich bin da ganz deiner Meinung.

      Denn Fette und Eiweiß sind im Gegensatz zu Kohlehydraten Lebensnotwendig (sonst stirbt man).

      Und was mir an diesem eigentlich guten Beitrag außerdem ein bisschen seltsam vorkommt ist der Passus.

      “ Doch für gesunde Menschen birgt sie auch einige Risiken
      Warum vor allem Typ 1 Diabetiker von einer ketogenen Diät absehen sollen“

      soll das heißen
      (Typ1 Diabetiker=gesunde Menschen?)

      Ist etwas irreführend und auch die „anderen negativen Auswirkungen auf „gesunde Menschen traten bei mir nur in der Umstellungsphase auf .

      Neben den sehr vielen Vorteilen dieser Ernährungsform ist (was mich betraf) der einzige Nachteil das man mit der Lust auf Kohlehydrate
      Brot, Kartoffeln,Nudeln ,Teigwaren etc.
      fertig werden muss.

      Alles in allem ist es Schade das so wenige Menschen (wie auch ich bis vor einem Jahr) die tatsächlichen Zusammenhänge zwischen Fettleibigkeit und dem Nummer 1 Verursacher( Kohlehydrate) nicht kennen.
      Aber da sich mit diesen Ernährungsformen Ketogen, Paleo etc. eben nicht viel Geld machen lässt wird die Menschheit wohl weiterhin auf dem für die Industrie profitableren Low Fat Trip gehalten.
      (und somit scheinbar paradoxer Weise leider immer weiter verfetten).
      mein Fazit.
      Ich kann diese Form der Ernährung nur empfehlen.
      Und alle (gesunden Menschen) die bedenken haben sollten sich die Frage stellen wie die Menschen bevor es Ackerbau gab, bzw. die Eskimos heute, ohne Kohlehydrate überleben konnten bzw. können.
      lg Markus

      Antworten
    • Bumblebee //

      @ Gebby // 22.01.2015
      Wie sind Deine Blutfettwerte?
      Sind ja doch recht viele ungesättigten Fette, die aber anscheinend nicht viel ausmachen sollen. Seltsam

      Antworten
  21. Christoph //

    Hallo. Ich finde den Artikel wirklich sehr interessant und hätte noch ein paar Fragen dazu. Ich habe erst mit dem 30 Tage Programm angefangen und bin daher sowieso noch Paleo Neuling.

    1) Etwas das mir noch komplett unklar ist, aus welchen Lebensmittel ich so viele Fette beziehen kann. Kokosöl und Avocados sind mir schon bekannt. Aber da man Nüsse nur in geringen Mengen konsumieren soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht, mit welchen Lebensmittel ich auf ca. 70% Fettanteil kommen soll. Da würde ich mich sehr über eure Hilfe freuen.
    2) Etwas das sich mir auch noch nicht ganz erschließt, ist der Einbau von „Cheat Days“. Ich habe mich bisher schon ähnlich zu Paleo ernährt, allerdings doch mit Milchprodukten, Hülsenfrüchten, etc., aber ohne Mehlprodukte, Zucker, etc. Also sagen wir mal ich war bisher am Halben weg zu Paleo. Zusammen mit Training (Crossfit ca. 3-4 Mal pro Woche) habe ich hier für mich den Weg gefunden ca. 5-6 Tage brav zu essen und dann einen Cheat Day zu machen mit vielen Nüssen (soweit ich bisher verstehe, aber halt zu viele davon, was bisher meine Resultate gehemmt hat). Sind Cheat Days in der Ketose auch erlaubt, oder hemmen diese die Ketose, machen sie wieder Rückgängig. Oder machen Cheat Days alle 7 Tage doch Sinn ? Ich frage deshalb, da man ja 3 Tage braucht um alle Kohlenhydrate in der Eingewöhnungsphase im Körper aufzubrauchen. Würde so ein Cheat Day dann bedeuten ich mache meine Ketose wieder für 3 Tage null und nichtig ?
    3) Ich habe für mich nach dem Sport angefangen immer einen Proteinshake zu trinken und einen großen Latte Macchiate. Ein Ritual für mich um mit Milchzucker wieder die Reserven nach dem Sport aufzufüllen. Da Milchprodukte bei Paleo/Ketose nicht „erlaubt“ oder förderlich wären, wäre es vorteilhaft damit aufzuhören. Wie füllt man dann seine Reserven auf, oder sollte man darauf bei der ketose überhaupt verzichten ? Machen die Kohlenhydrate nach dem Sport die Ketose wieder rückgängig/hemmen diese, oder kann die dann nachdem 8 Stunden Fenster essen wieder starten, da die Kohlenhydrate gleich vom Körper verbraucht werden (weil nach dem Sport ?)

    Ich würde mich wirklich sehr über eure Hilfe/Antwort freuen, da diese Fragen für mich in den verschiedenen Blogs bisher leider unbeantwortet blieben.

    DANKE !!!!!

    Antworten
    • Stefan-Ro //

      Hallo Christoph

      Zu 1.) Die besten Erfolge und Erfahrungen habe ich im Zusammenhang mit Intermittent Fasting erreicht. Hierbei relativiert sich auch der Kalorienbedarf und somit die zu aufnehmende Fettmenge. Von einer dauerhaften Ketosen Ernährung würde ich persönlich abraten.

      zu 2) Innerhalb eines Ketosen Zustandes bedeutet jeder „Cheat“ gleich „Fang von vorne an“
      Bei der normalen Ernährung nach Paleo würde ich mir keinen festen Tag als Cheat Day festlegen, da sich das dann als Belohnung manifestiert. (Belohnung, Suchtverhalten etc.) Wenn du mit Freunden oder bekannten unterwegs bist dann lebe und gönn‘ dir auch mal was, versuchte deinen Alltag nach Paleo auszurichten, denn Ausnahmen gibt es genug.

      Zu 3.)
      Du brauchst keine Kohlenhydrate. Nicht vor, während und nach einem Crossfit WOD, das ist der Clou an der ganzen Sache. Das geht nicht von jetzt auf gleich, du musst deinem Körper Zeit lassen um den Fettstoffwechsel zu optimieren, aber dann gehts auch während einem WOD. Das einzige Unterschied ist, du brauchst mehr Sauerstoff. Um die selbe Menge Energie aus Fett als aus Glucose zu erzeugen braucht der Körper 10mal mehr Sauerstoff. Also kannst dir die Maske sparen ;-)

      Aber gewöhne dich erstmal an die Paleo Ernährung, wenn das klappt, reduziere die stärkehaltigen Kohlenhydrate und wenn das auch funktioniert kannst du dich mit der Ketose versuchen. Meiner Meinung nach ist Ketose nichts für Beginner.

      Antworten
      • Christoph //

        Hallo Stefan,

        vielen Dank für deine Antwort und Erklärungen. Das hilft mir schon ein gutes Stück weiter.

        Bisher läuft das mit der Ketose ganz gut. Ich bin noch am Rausfinden worauf ich genau achten muss.

        Hin und wieder habe ich noch Kopfschmerzen und ich muss erst ermitteln ob das davon kommt, dass ich zu viele Früchte esse und aus der Ketose rausfalle (oder in einem störenden Zwischenbereich bin), oder ob es ist weil mir Nährstoffe fehlen.

        Laut Ketostix falle ich nicht wirklich aus der Ketose, aber so genau kann man das sicher nicht messen.

        Bei den Cheat Days habe ich es erstmal zu gemacht keine Kohlenhydrate zu essen, sondern einfach eine weit größere Kalorienmenge über Fett, d.h. trotzdem ketogen, aber halt mehr Enerigie. Das scheint ganz gut funktioniert zu haben.

        Danke,

        Christoph

        Antworten
    • Sascha //

      Hey Christoph. Ich versuche dir mal ein paar Antworten zu geben.

      1) Bevorzugte Lebensmittel sind vor allem fettiger Fisch und Fleisch. Schau mal in den Bodybuilding Foren, da gibt es unmengen Tipps und Rezepte. Beispiel aesir-sports.

      Akribische Dokumentation ist bei der Ketose unerlässlich.

      2) In der Ketose gibt es keine Cheatdays. Diesen Zustand zu erreichen und vor allem auch zu halten ist enormer Aufwand. Ganz so leicht wie es im Artikel rüber kommt, ist es leider nicht. Ich spreche da aus Erfahrung. Jeder noch so kleine Ausrutscher kann die Ketose beenden.

      3) Wie in Punkt 2. Keine Ausrutscher.

      Man sollte die Ketose nicht als dauerhafte Lösung sehen. Sie hilft, wenn man sie erreicht, aber es wird stetig schwerer und deshalb betreiben viel sie auch nur ein paar Wochen lang. Oft ist es das Ziel einfach unter 10% oder noch viel weniger Körperfett zu kommen. Sonst ist den meisten der zeitliche und finanzielle Aufwand einfach zu groß.

      Hoffe ich konnte dir etwas helfen.

      Gruß Sascha

      Antworten
      • Christoph //

        Danke Sascha,

        deine Antwort hilft mir sehr weiter, vor allem die Information, dass man das nur über einen „kurzen“ Zeitraum so betreibt.

        Hin und wieder habe ich noch Kopfschmerzen und ich muss erst ermitteln ob das davon kommt, dass ich zu viele Früchte esse und aus der Ketose rausfalle (oder in einem störenden Zwischenbereich bin), oder ob es ist weil mir Nährstoffe fehlen.

        Laut Ketostix falle ich nicht wirklich aus der Ketose, aber so genau kann man das sicher nicht messen.

        Bei den Cheat Days habe ich es erstmal zu gemacht keine Kohlenhydrate zu essen, sondern einfach eine weit größere Kalorienmenge über Fett, d.h. trotzdem ketogen, aber halt mehr Enerigie. Das scheint ganz gut funktioniert zu haben.

        Danke,

        Christoph

        Antworten
  22. Elisabeth //

    HALLO.
    ICH BIN IN DER 3. WO DER CHALLENGE ABER SO WIRKLICH PURZELN DIE PFUNDE NICHT. BISHER 2 kg WOBEI WIEDER EIN KG DRAUF IST. OKAY ICH HABE ALL DIE LECKEREIEN PROBIERT ESSE NUSSE UND TROCKENOBST. OB ES DARAN LIEGT?
    HATTE AUCH MAL SCHOKIAUSRUTSCHER. TRINKE WENIG WASSER.LIEGT ES DARAN?

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo Elisabeth,

      für ein optimales Ergebnis und wirklichen Erfolg, sollte es keine Ausrutscher geben, da der Körper sich ja noch nicht umgestellt hat und so ein „Ausrutscher“ die bisherigen Erfolge sehr schmälern kann! Man fängt danach zwar nicht komplett bei Null an, aber es wirft einen doch wieder weit zurück!
      Von Nüssen sollte man am Tag nicht mehr als eine Handvoll essen (20-30 g) und auch Trockenobst steckt voller Fruchtzucker!
      Verzichte beim Abnehmen also weitestgehend auf Nüsse, Trockenobst, stärkehaltiges Obst wie Bananen und stärkehaltiges Gemüse wie Süßkartoffeln!

      LG Malika

      Antworten
      • Elisabeth //

        Hallo Malika
        vielen Dank für deine Antwort.
        ich finde es außerdem schwierig auszurechnen wie viele Kohlenhydrate ich schon zu mir genommen habe oder wo wie viel drin sind…also immer zu wissen ob ich unter 100 bin..
        Gibt da noch einen tipp? Kalorien zählen muss ja angeblich nicht sein..

        VG

        Antworten
        • Stefan-Ro //

          Hi Elisabeth
          Der essentielle Part an der Challenge ist die Reduktionsdiät der „angeprangerten“ Lebensmittel, um eventuelle Unverträglichkeiten auszuschließen. Glaub mir wenn ich dir sage, dass ich auch immer gedacht habe, dass es mir Gut gehe bevor ich mir Paleo angefangen habe, aber du wirst das nach einer erfolgreichen Challenge neu definieren. Zum Thema Zucker: Jegliche Steigerung des Blutzuckerspiegels stimuliert die Morphinrezeptoren im Gehirn, also um das Kind beim Namen zu nennen, es handelt sich hierbei um Suchtverhalten. Deshalb fällt es am Anfang einfach so schwer damit aufzuhören. Wenn du es über die 30 Tage schaffst, auf Zucker jeglicher Art zu verzichten, wirst du damit beginnen ein ganz anderes Verhältnis zu Nahrung und Essen zu entwickeln und es wird von Tag zu Tag leichter.
          Zum „ausbleibenden“ Abnehmeffekt:
          Gib dir und deinem Körper etwas Zeit. Dein Stoffwechsel macht eine enorme Umstellung durch. Zucker ist Staatsfeind Nr. 1 und Fructose also der „gute“ Fruchtzucker lässt die Fettpolster erst so richtig wachsen, deutlich mehr als Haushaltszucker! Das war auch von der Natur so gewollt. Wenn im Sommer und Herbst die Früchte reif waren, müssten die Fettreserven für den Winter angelegt werden. Also Obst und vor allem Trockenobst nur in maßen.

          Antworten
  23. Claudius //

    Da jeder Typ 1 Diabetiker mit Insulin behandelt werden muss (sein Körper produziert ja keines mehr), ist der Hinweis, dass Typ 1 Diabetiker ohne Insulinbehandlung auf die Ketose verzichten sollen ein wenig sinnlos.
    Vermutlich ist es sinnvoll, dass ein Typ 1 Diabetiker, der sich in der Remissionsphase (kurz nach der Erkrankung, kann manchmal kurzzeitig auf Insulin verzichtet werden) keine Ketose-Diät macht.
    Ansonsten würde ich behaupten, dass sich die Aussage mit dem Verzicht auf Typ 2 Diabetiker bezieht.

    Antworten
  24. Udo //

    Zwischen der nachweisbaren Ketose und der Glukoseabhängigkeit des Gehirns steht die Möglichkeit, durch niedrige KH-Zufuhr und viel Bewegung die Ketolysefähigkeit des Gehirns zu erreichen, ohne eben wirklich in Ketose zu kommen. Man erreicht dadurch den Wegfall des Hungergefühls und eine sportliche Ausdauerfähigkeit ohne KH-Zufuhr.

    Antworten
  25. Tessa //

    Liebe Anna, hättest Du einen Tipp wo man Lysin und Leucin kaufen könnte? Danke!

    Antworten
  26. Carsten //

    Hallo und danke für den interessanten Artikel.
    Das Sportler zwangsläufig Kohlenhydrate für Ausdauerleistungem o.ä. benötigen, kann ich so nicht unterschreiben! Ich lebe ketogen und spiele leistungssportlich Handball! In Ketose erziele ich bessere sportliche Leistungen als mit Kohlenhydraten! Die Regenerationszeiten haben sich dadurch ebenfalls verkürzt.

    Antworten
    • Torben //

      Das kann ich nur bestätigen (Laufen & Kraftsport)! Am Anfang war es zwar eine Umstellung und mir hat zunächst Kraft und Energie gefehlt, nach ein paar Wochen ging es aber steil bergauf. Meine Kraft- und Ausdauerleistung hat sich deutlich gesteigert, ebenso wie meine Regenerationsphase.

      Antworten
      • Monika Höse //

        Hallo Torben,
        lebst du immer noch ketogen und bist du mit deinen sportlichen Leistungen nach wie vor zufrieden? Es gibt ja einige widersprüchliche Meinungen zu Ketose, deshalb würde es mich interessieren, ob man mit langzeit-ketogener Ernährung sein Fitnesslevel halten kann ohne sich zu plagen. Würde mich freuen, wenn du antwortest. Danke!

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  27. Mi Vu //

    Hallo Anna,
    danke für den tollen Artikel!
    Ich ernähre mich weitgehend paleo (es gibt immer noch manchmal cheatdays :/ ) und habe auch viel von den Stoffwechselsachen an der Uni gelernt.

    Meine Frage: Wenn ich Kohlenhydrate auf ca. 100g/Tag beschränke, ansonsten meist Gemüse und Proteine esse (also wenig Fett, da ich dieses nur aus Leber und gelegentlich Butter, in großen Mengen beziehe), alles mit viel Oliven- oder Kokosöl zubereitet, befinde ich mich dann teilweise auch in der Ketose?
    Oder beliefere ich meinen Körper gerade so mit genug KHs um kein Mangel zu erleiden, aber mit einem gesunden Blutzucker-/Insulinspiegel? (in Hinsicht auf Überforderung der Pankreas und Leber und der Insulinsensibilität)

    Das interessiert mich nämlich sehr, da ich überzeugt von der Fettverbrennung bin!! Nun ist es vermutlich schwer für den Körper dauernd hin- und her zu wechseln zwischen Zucker- und Fettstoffwechsel.

    ich bin also denke ich mal durchschnitts Paleoaner – befinden sich diese nun teilweise in Ketose, und versorgen lediglich ZNS, Erys und Niere mit Glucose – oder beziehen wir unsere Energie rein aus Zuckeroxidation + Gluconeogenese?

    Deine Meinung ist mir sehr wichtig, da ich schon laange darüber nachdenke und nicht so recht weiß, wer mir da eine Antwort geben kann…

    Lieber Gruß,
    Mi

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  28. Eva //

    Hallo Anna,

    also irgendwie brauche ich noch ein wenig Nachhilfe, sorry. In Deinem Artikel siehst Du von einer hohen Proteinzufuhr ab, weil der Körper diese ggf. in Glucose umwandelt, was ja auch sehr logisch ist, (habe schließlich aufmerksam und mit viel Interesse Deinen tollen Artikel gelesen). Heißt das also, dass sowohl die Proteine als auch (ganz klar) die Kohlenhydrate (ca. 50g) sehr stark reduziert werden müssen, damit der Körper in einen ketogenen Zustand gerät? Heißt das also, dass ich bei der ketogenen Diät nicht nur weitesgehend die Kohlenhydrate aussparre, sondern auch sehr stark die Proteine einschränke? Und bleibt es bei der Ketogenen Diät tatsächlich der Muskelaturverlust aus, der oft bei den Radikaldiäten den berühmten Jojo bescherrt, weil der Körper tatsächlich nur noch auf die Fettsäuren zurückgreifen kann? Und wie lange brauche ich ca., um in einen ketogenen Zustand zu kommen? Brauche ich nach einem kleinen Ausrutscher dann genauso lange, um wieder in ihn hineinzukommen? Ich ziehe gerade das intermittierende Fasten durch (Essenszeit von 14:00 bis höchstens 23:00) Uhr und verzichte auf die wenig komplexen Kohlenhydrate. Esse aber dafür dann sehr, sehr viel Gemüse und eine mittelgroße Portion Fleisch oder Eier. Bringe ich mich somit also selbst um den gewünschten ketogenen Zustand? Hast Du einen Link für mich, mit dessen Hilfe ich ein Gefühl entwickeln kann, wieviel g Kohlenhydrate meine Gemüseberge so ca. beinhalten? Ich selbst fühle mich sehr, sehr gut mit dem intermittierenden Fasten, allerdings haben meine Blutwerte (vor einem Monat) einen sehr niedrigen Blutzuckerspiegel bescheinigt und meine Nebenniere produziert laut Hormontest zu wenig Cortisol, muss ich daher von dem intermittierenden Fasten Abstand nehmen, da ich sonst Gefahr laufe in eine Ketoazidose zu geraten? Eigentlich geht es mir nämlich in der Woche Zwei mit dem intermittierenden Fasten und der Paleo-Ernährung sehr gut und ich leide nicht unter Schwäche und Heißhungerattacken, eine ganz neue Freiheit, super!

    Würde mich über eine Antwort von Dir sehr, sehr freuen

    Liebe Grüße und vielen Dank für die professionelle Unterstützung

    Eva

    Antworten
  29. Manni //

    Hallo..ich bin ein typ 1 diabetiker und mache seit 4 wochen eine ketogene..was mir halt auffällt ist das ich immer mal wieder insulin spritzen muss um nicht über 200 zu kommen..trotz viel sport ist es sehr schwer…lg

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    • Siggi //

      Hallo Manni,

      wie lange bist du schon Diab und wie behandelst du? (1x Basal, 2x Basal, Pumpe?). Ich habe erst vor ein paar Tagen losgelegt, aber mache die HCG-Diät (d.h. unterstützt mit Gonadotropin), da ich trotz Typ 3 Diab (behandelt wie Typ 1), durch mein Essverhalten übergewichtig bin.
      Bisher hatte ich eher die Probleme mit Hypos, muss aber dazu sagen, dass mein Basalbedarf auf Grund meiner unausgewogenen Ernährung und dem daraus „angefressenen“ Übergewicht, recht hoch „war“. Für die Proteine und Fette aus Fleisch und Fisch spritze ich einen verzögerten Bolus, was mir mit der Pumpe natürlich leichter fällt als jemand, der die ICT mit einem Pen durchführt.
      Was isst du denn so? Vielleicht hast du für etwas eine Vorliebe, die dir die BZ-Werte hochtreibt.

      Gruß
      Siggi

      Antworten
  30. Thomas //

    Hallo!

    Ich bin ca. seit 2 Monate in Ketose bzw. ernähre mich Ketogen. Der Übergang zur Ketose war nicht einfach aber mittlwerweile fühle ich mich wieder fit und kann auch wieder mit leichtem Sport anfangen. Allerdings bin ich mir nicht sicher wie gesund die Ketose ist. Da man ja nur sehr wenige Kohlenhydrate essen darf/kann ist auch die Gemüsezufuh und somt die Vitamin- und Mineralienzufuhr eingeschrenkt. Wisst ihr etwas darüber ob die verzehrten Mengen an Gemüse ausreichen um während einer Ketose gesund zu bleiben? Wisst ihr vielleicht auch etwas darüber was passiert wenn ich wieder anfange vermehrt (80-120g) Kohlenhydrate zu essen? Mein Plan ist mit der Ketose mein Wunschgewicht zu erreichen und danach so langsam wieder vermehrt gesunde Kohlenhydrate zu essen und mehr Sport zu treiben.

    Liebe Grüße,
    Thomas

    Antworten
    • Anna Martin //

      Hallo Thomas, da dein Körper jetzt primär auf Fett als Energielieferant läuft, wird es sicher einige Zeit dauern, bis er sich wieder auf Kohlenhydrate umgestellt hat. Ich denke, die beste Option wäre es, den Kohlenhydratkonsum moderat und langsam zu steigern. Ich denke, dann hast du keine Probleme, dein Gewicht zu halten. Ich würde dir empfehlen, ca. 50-100 g Kohlenhydrate pro Tag zu essen. Danach kannst du die Zufuhr weiter steigern (mit 100-150 g Kohlenhydraten kannst du i.d.R. dein Gewicht halten. Abhängig von Körpermasse und Aktivitätslevel ist das ideal. Der Wert Orientiert sich an dem Kohlenhdratkonsum unserer Vorfahren, wenn diese durch Obst und stärkehaltiges Gemüse ausreichend Kohlenhydratquellen zur Verfügung hatten. Sollte mit regelmäßiger sportlicher Aktivität kombiniert werden, um die beste Entwicklung von Muskelmasse und Körperfettanteil zu gewährleisten.

      Da du nach ausreichender Nährstoffzufuhr gefragt hast: Ich bin der Meinung, dass das Obst und Gemüse, das man bei einer ketogenen Diät isst (in Kombination mit ausreichend Fett und Proteinen) ausreicht, um gesund und vital zu sein.

      Viele Grüße
      Anna

      Antworten
  31. Jessie //

    Also ich finde Ketogene Diät sehr interessant, jedoch finde ich sie im Zusammenspiel einer paleo Ernährung sehr schwer. Bei einer Ketogenen Diät wird stark auf eiweisreiche Nahrungsmittel gesetzt. bspw. wird in einem Buch geraten viel Käse zu essen. Vor allem schafskäse und butterkäse Das funktioniert ja mit Paleo nicht.
    Habt ihr vielleicht nähere Infos wie die zwei Ernährungsweisen zusammenpassen?

    Vielen Dank für eure Hilfe.
    Lg Jessie

    Antworten
    • Anna Martin //

      Hallo Jessie,
      ja du hast Recht, Käse fällt bei Paleo weg. Allerdings gibt es zahlreiche andere eiweißhaltige Lebensmittel, die man essen kann. Eier, Fleisch, Fisch oder Nüsse sind nur einige Beispiele. Paleo und Ketose passen sehr gut zusammen, da der Kohlenhydratanteil in der Ernährung i.d.R. geringer ist, als bei einer typisch westlichen Diät. Im Artikel kannst du ja nachlesen, welche Lebensmittel eingeschränkt verzehrt werden sollen, um den ketogenen Zustand zu erreichen. Weiterhin spielt der hohe Fettanteil bei Paleo eine zentrale Rolle, um die Ketose zu fördern. Aus diesen zwei Gründen bin ich der Meinung, dass Paleo und Ketose wunderbar funktionieren.
      Viele Grüße

      Anna

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