Intermittierendes Fasten und Paleo: Ein Abnehmen-Konzept

Der Wunsch des Abnehmens geht bei vielen Leuten mit dem Start der Paleo Diät (Steinzeit Ernährung) einher. Manche kombinieren die Ernährungsumstellung mit einem weiteren Ernährungsprinzip, bei dem der Gewichtsverlust im Fokus steht: Intermittierendes Fasten (Intermittent Fasting) . Hierbei wird vor allem auch ein hoher Fettverlust angestrebt, was für viele Menschen zusätzlich eine Motivation ist. Was das Konzept besagt, welche Evidenz es für den Erfolg gibt und wie Paleo dazu passt, werdet ihr in folgendem Artikel erfahren.

Intermittierendes Fasten – was ist das?

Die Bezeichnung „Intermittent Fasting“ teilt sich in zwei Wörter. Fasting bedeutet „Fasten“, also keine feste Nahrung aufzunehmen, das leuchtet ein. Intermittent kommt vom lateinischen Wort „intermittere“ und bezieht sich auf den Fastenzyklus. Es heißt übersetzt so viel wie „periodisch“ oder „unterbrochen“. Zusammengefasst bedeutet intermittierendes Fasten also, in bestimmten Zyklen zu essen und zu fasten. Es gibt unterschiedliche Formen, die je nach Alltag und Wohlbefinden selbst gewählt werden können. In der Regel umfasst diese Fastenphase zwischen 16 und 24 Stunden. Wichtig ist dabei nur, dass der Fastenzeitraum nicht durch die Aufnahme von Kalorien in jedweder Form unterbrochen wird. In der Essensphase gibt es keine Vorgaben zur Kalorienaufnahme.  Einige zeitliche Ansätze für den Fasten/Essen-Rhythmus sind zum Beispiel:

  • Das Essensfenster: Viele Methoden beruhen darauf, sich jeden Tag einen Zeitraum zu schaffen, in dem man Nahrung aufnimmt, den Rest des Tages fastet man. Das Essensfenster kann variabel gelegt werden. Manche „Intermittent Faster“ wählen hierbei 8 Stunden (z.B. von 13 bis 21 Uhr), andere 5 Stunden (z.B. von 17 bis 22 Uhr) oder sogar nur 4 Stunden. Je nach Alltag der jeweiligen Person kann das Essensfenster gewählt werden. Die 8 Stunden Essen und 16 Stunden Fasten Methode ist gerade bei Bodybuildern sehr beliebt. Sie nennen dieses Prinzip „Leangains“.
  • 24 Stunden Rhythmus:  Man isst 24 Stunden lang, wonach es einem beliebt. Darauf folgen 24 Stunden Fastenzeit. Plant man gut, schafft man es, jeden Tag mindestens zwei Mahlzeiten zu essen. Ein Rhythmus von 13 Uhr bis 13 Uhr beispielsweise erlaubt es, an einem Tag Frühstück und Mittagessen, am folgenden Tag Mittagessen und Abendessen zu sich zu nehmen.
  • Eat-Stop-Eat: Dieses Prinzip beinhaltet ebenfalls die 24 Stunden Fastenphase, wobei diese nur 1-2 Mal pro Woche eingelegt wird. Daher ist dieses Konzept äußerst flexibel und man schafft es, durch gute Planung auch hier, jeden Tag mindestens eine Mahlzeit zu essen.
Intermittierendes Fasten

Die Essensphase wird beim intermittierenden Fasten frei gewählt

Aber warum wird dieses Konzept praktiziert? Es gibt wissenschaftliche Analysen, die die deutlich positiven Effekte herausstellen. Tierische Organismen wurden hierfür lange untersucht.

Tierstudien zeigten deutliche Effekte des periodischen Fastens

In Tierstudien konnte belegt werden, dass sich durch intermittierendes Fasten die Lebenserwartung der Tiere erhöhte, im Vergleich zu Tieren, die konventionell ernährt wurden. Auch die Rate an altersbedingten Krankheiten war bei Tieren mit Fastenperioden geringer. Es zeigte sich auch, dass die Fasten-Tiere widerstandsfähiger gegenüber Toxinen waren als ihre „ad libitum“ (nach Belieben) gefütterten Artgenossen, zudem hatten sie deutlich reduzierte Blutzucker- und Insulinspiegel im Blut, gleichsam einen niedrigeren Blutdruck. Das Tumorwachstum sowohl von implantierten als auch induzieren Tumoren war stark erniedrigt und sogar ein Effekt auf das Herz der Tiere wurde festgestellt: Die gefasteten Versuchstiere hatten ein reduziertes Schlaganfallrisiko und eine höhere Überlebensrate bei chronischer Herzinsuffizienz als die Tiere der Kontrollgruppe. Ein weiterer interessanter Aspekt ist die nachgewiesene Wirkung auf kognitive Fähigkeiten der Versuchstiere, welche sich durch das Intermittent Fasting verbesserten. So verblüffend diese Effekte auch sind, muss man allerdings einräumen, dass der Startzeitpunkt des Intermittent Fasting die Effekte deutlich beeinflusst, sodass beispielsweise ältere Tiere nicht mehr so stark von dem Konzept profitieren als wenn das Tier bereits nach wenigen Lebenswochen periodischem Fasten ausgesetzt wird.  Inwieweit die Versuche an Tieren auf den Mensch übertragbar sind, kann man nicht eindeutig sagen, da es sich um sehr unterschiedliche Organismen handelt.  Am Mensch gibt es bisher nur wenige nachweisliche Effekte, da es sehr schwierig ist, Langzeitstudien zu generieren (ein Mensch lebt ja sehr viel länger als eine Maus). Einige Daten von Muslimen in den Ramadan Monaten beispielsweise geben deutliche Hinweise, dass sich das Fasten positiv auf die Blutfettwerte auswirkt (HDL, also das „gute Cholesterin“ steigt; LDL, das“schlechte Cholesterin“ sinkt). Woher jedoch die Effekte des zyklischen Fastens kommen, ist Wissenschaftlern noch immer nicht ganz klar. Es gibt vielerlei Ansätze zur Erklärung.

Was bewirkt die Fastenphase im Körper?

Man ging lange Zeit davon aus, dass die positiven Effekte des Intermittent Fasting ausschließlich in der Reduzierung der Kalorien bedingt sind. Denn auch in den Essensphasen, wo so viel wie gewünscht verzehrt werden kann, neigt weder der Mensch noch das Tier in der Regel dazu, sich zu „überfressen“. Das bedeutet langfristig eine geringere Kalorienaufnahme als bei „normalen“ Essensumständen. Doch es gibt weitere Vermutungen für die Auswirkungen des intermittierenden Fastens. Die reduzierte Energieaufnahme führt demnach zu einer Reduzierung des oxidativen Stresses im Körper. Der Wechsel im Körper zwischen katabolen und anabolen Prozessen  (Ab- und Aufbau von Körpersubstanz) äußert sich vermutlich in einer verbesserten Reparatur geschädigter Zellen. Des Weiteren ist die Insulinsensitivität durch das Wechselspiel Fasten und Essen betroffen. Bei Nahrungsaufnahme schüttet der Körper Insulin aus, welches über eine lange Signalkaskade Transkriptionsfaktoren inaktiviert, die für eine lebensverlängernde Wirkung verantwortlich gemacht werden. Man nennt diese Transkriptionsfaktoren FOXO Proteine. Werden die FOXO Transkriptionsfaktoren also durch das Fasten aktiviert, versetzen sie die Zellen in eine Art Ruhezustand und verlangsamen den Zellzyklus, was sich förderlich für die Lebenserwartung auswirkt. Und wo wir gerade bei Insulin und seinen Wirkungen sind. Es ist ebenfalls nachgewiesen, dass die Insulin-Signalkette dazu führt, dass unser Erbmaterial schneller „verbraucht“ wird. Die Enden der Chromosomen verkürzen sich bei jeder Zellteilung und diese wird durch einen hohen Insulinspiegel angeregt. Kurz gesagt bedeutet also der Nahrungsverzicht einen niedrigen Insulinspiegel und damit eine verbesserte Insulinsensitivität und längere Lebenserwartung. Und noch ein letzter Punkt: Mit dem Fasten geht auch die Herstellung von antioxidativen Enzymen Hand in Hand, die uns helfen, uns gegen oxidativen Stress zu wehren. Dieser kann sowohl durch Umweltgifte oder Strahlung als auch falsche Ernährung entstehen. Schützen uns die antioxidativen Enzyme, so altern die Körperzellen nicht so schnell. Ein Effekt der beispielsweise in der Diskussion steht, neben der lebensverlängernden Wirkung auch das Hautbild zu verbessern.

Paleo und Intermittent Fasting

Viele beginnen mit Paleo, um abzunehmen. Die Paleo Ernährung ist sehr gut kombinierbar mit anderen Abnehmkonzepten, denn die gesunden und ausgewählten Lebensmittel der Steinzeit Ernährung können durch gezielten Einsatz rasche Effekte auf das Gewicht haben. Nicht nur Ketose und Paleo sind eine gute Kombination für den Gewichtsverlust, sondern auch der periodische Essen/Fasten Zyklus des Intermittent Fasting ergänzt sich mit Paleo fantastisch. Wie auch Ketose sorgt das intermittierende Fasting für die vermehrte Bildung von Ketonkörpern während der Zeit des Fastens. Mehr dazu könnt ihr im Ketose Artikel lesen. Weiterhin vereinen Paleo und Intermittent Fasting ein grundliegendes Konzept: Die Anlehung an die Lebensumstände unserer Vorfahren. Die Nahrungsmittel bei Paleo werden nach dem Vorbild unserer Urahnen ausgewählt, so kommen reichlich Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Eier und Nüsse auf dem Teller. Bei Intermitent Fasting wird die Nahrungskarenz imitiert, der auch die Steinzeitmenschen oftmals ausgesetzt waren, wenn nicht jeden Tag ausreichend Nahrung zur Verfügung stand. Wenn man das Prinzip intermittierendes Fasten ausprobieren möchte, sollte man sich die Zeit so einteilen, dass die Essens- und Fastenphasen gut in den Alltag passen. Wie kann das Ganze in der Praxis aussehen?

Ein beispielhafter Tag beim intermittierenden Fasten

Hier ein Beispiel, wie der Tag eines berufstätigen intermittent Fasters aussehen könnte, der nach dem Prinzip 24 Stunden Fasten/ 24 Stunden Essen und sein Essensfenster von 9 Uhr bis 9 Uhr gelegt hat:

  • 7:00 Uhr: Aufstehen
  • 8:00 Uhr: großes ausgewogenes Frühstück
  • 9 Uhr: Fastenphase beginnt
  • Die Fastenphase ausnutzen: Während Kollegen Essen gehen, kann man weiterarbeiten, Sport treiben oder sonstige Aufgaben erledigen
  • 22:30 Uhr: Schlafenszeit
  • 7:00 Uhr: Aufstehen
  • 9:00 Uhr: Essensphase beginnt und dauert bis um 9 Uhr des Folgetags

Wichtig für die Fastenphase ist es, komplett auf feste Nahrung zu verzichten. Erlaubt sind allerdings:

  • Wasser (während der Fastenphase unbedingt viel trinken)
  • Kräutertees
  • Kaffee (schwarz)

Es kommt stark auf die betreffende Person an, welcher Zyklus am geeignetsten ist. Es gibt Leute, die schnell Hunger bekommen, anderen fällt es leichter, lange nichts zu essen. Und weitere Faktoren sind entscheidend. Mache ich viel Sport? Esse ich bei den Mahlzeiten viel oder eher wenig? Wie gut habe ich mich unter Kontrolle?

Seid ihr neugierig geworden und möchtet das Konzept intermittierendes Fasten mal testen? Oder habt ihr es sogar schon ausprobiert und könnt eure Erfahrungen teilen? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

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Geschrieben von Anna

Anna ist Ernährungswissenschaftlerin und interessiert sich sehr für den Stoffwechsel und seine vielfältigen Mechanismen. An Paleo begeistert sie vor allem die neu gewonnene Energie für Geist und Körper. In ihrer Freizeit läuft und wandert sie viel, auch das Klettern und Bergsteigen gehören zu ihren größten Hobbies. Ihr Traum ist es, einmal einen Sommer lang auf einer Alm zu arbeiten. Anna auf Google+
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63 Kommentare

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  1. Tanja //

    Hallo zusammen,
    Ich möchte gerne so 20-25 Kg abnehmen. Natürlich auch so schnell wie möglich =).
    Ich habe mich schon mit vielen Ernährungsformen auseinander gesetzt. Vor ca. 2 Jahren habe ich mit der Dukan Diät ca. 35 Kilogramm abgenommen. Diese Art der Diät war mir aber zu einseitig und ich komme da auch irgendwie nicht mehr rein. Die Ernährungsform nach Paleo finde ich sehr interessant und kann mir auch gut vorstellen diese langfristig zu verfolgen. Vor ein paar Wochen habe ich auch ein Buch von Felix Klemme gelesen, welches mich nochmal in meinem Denken über diese Ernährungsform bestätigt hat. 3-4 mal die Woche versuche ich Sport in meinen Alltag mit einzubauen. Das intermitierende Fasten 8/16 ist auch sehr interessant. Dieses würde ich gerne mit der Paleo Ernährung kombinieren um schnell und langfristig Erfolge zu sehen.
    Bin Ich mit meinen Gedanken auf dem richtigen Weg oder was würdet Ihr mir raten?
    Schonmal vielen lieben dank! Über ehrliche Meinungen würde Ich mich sehr freuen.

    Tanja

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    • Anja Wagner //

      Hallo Tanja,

      mein Gefühl sagt mir, dass du auf dem richtigen Weg bist :) Starte einfach und versuche das Wissen, was du dir die letzte Zeit angelesen hast anzuwenden und einfach mal auszuprobieren. Anders machen wir es auch nicht ;) Hin und wieder über längere Zeitperioden zu fasten kann total sinnvoll sein, auch wenn du Gewicht verlieren bzw. langfristig gesund sein möchtest!
      3-4 mal die Woche Sport ist gut. Versuche generell mehr Bewegung in deinen Tag einzubauen, wenn es möglich und notwendig ist. Das ist oft mehr wert als „nur“ Sport.

      LG, Anja

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  2. ian tomei //

    ist es eigentlich kontraproduktiv komplexe Kohlenhydrate während der Essenszeit während des intermittierendem Fastens zu sich zu nehmen ? oder nur wenn man abnehmen will ?

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    • Anja Wagner //

      Hallo Jan,

      gesunde Kohlenhydrate in Form von (Süß)Kartoffeln, Wurzelgemüse etc. sind auch während des IF ein sinnvoller BEstandteil einer abwechlungsreichen Ernährung.

      LG, Anja

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  3. Mari //

    Hi, ich möchte das auch ausprobieren! Finde das mit dem 24h-Rhythmus gut.. Hierzu stelle ich mir folgende Frage:
    Ich esse also Frühstück und Mittag und ab 13 Uhr beginnt das Fasten. Am nächsten Tag um 13 Uhr esse ich dann Mittag und abends Abendessen..
    Und dann?
    Esse ich dann am nächsten Morgen wieder Frühstück und dann Mittag und ab 13 Uhr wieder nix?
    Oder wie genau stellt sich dieser Rhythmus dann ein?
    Ist es ratsam, das durchgehend so zu handhaben oder in Epochen?

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Mari,

      ich kann mir vorstellen, dass ein Fastentag (max 2) pro Woche sinnvoll sind. Von daher könntest du nach den 24 h wieder in einem anderen Rhythmus essen.

      LG und viel Erfolg beim Ausprobieren!

      Anja

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  4. Jane //

    Hallo,

    Ich praktiziere jetzt schon 2 Monate IF (18/6), fast täglich mit Essenszeiten zwischen 12 und 18 Uhr! um 12 dann Haferflocken mit magerquark und viel Obst (also Riesen müsli quasi) und abends dann unterschiedlich (Gemüse, Salate, Pasta aber auch mal Burger und ein Eis) ich habe kein Gramm abgenommen leider. im Gegenteil mir kommt vor als hätte ich wieder ein kg drauf:( woran könnte das liegen? Ich schaffe es seit 2 Jahren nicht abzunehmen. Hab vor 2 Jahren mit dem rauchen aufgehört und 10 kg drauf und die sind so hartnäckig…kein Gramm will runter gehn!:( und bei anderen Diäten (kalorienreduzieren/lowcab/ect) hatte ich nach ner Zeit immer riesen Heißhunger und dann bald wieder alles drauf!

    Hat jmd ein Tipp für mich?

    LG

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    • Gisela //

      Heißhunger mit Obst oder mit Extra-Bewegung (am besten gleich raus an die frische Luft ) begegnen. TIPP: Verzichte auf sämtliche weizenmehlhaltigen Produkte sowie auf Haferflocken: Kartoffeln sind die beste Wahl – auch zum Frühstück.

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  5. Steffi //

    Hallo zusammen,

    ich habe in der letzten Woche mit dem intermittierendem Fasten begonnen. Ich brauche vor der Arbeit meinen KAffee und diesen trinke ich mit ungesüßter Mandelmilch. Dies ist somit meine erste „Nahrung“ – das ist meist gegen 7 Uhr. Um 12.30 Uhr esse ich mit meinen Kollegen in der Kantine zu Mittag. In der letzten Woche habe ich meist noch um kurz vor 15 Uhr etwas gegessen und danach nicht mehr. Ich habe parallel Sport (freeletics) gemacht und am Wochenende an einem 10km-Lauf teilgenommen. Ergebnis: neue Bestzeit.
    Am Wochenende, speziell am Sonntag, habe ich die Fastenzeiten nicht mehr eingehalten, einfach auch, um den Köper nicht an diese 16/8-Regel zu gewöhnen.
    Seit Montag bin ich wieder dabei. Ich trinke nach wie vor gegen 7 Uhr meinen Kaffee, frühstücke dann auf der Arbeit und esse gegen 12.30 Uhr Mittag. Danach gibt es seit dieser Woche nichts mehr d.h. meine Fastenzeit beträgt ca. 18h und die Essenszeit ca. 6h. Mein bisheriges Fazit nach 4 Tagen:
    Ich bin abends total müde und fühle mich erschöpft. Freeletics habe ich in dieser Woche noch gar nicht gemacht (mit ein Grund: eine Verletzung am Knie). Ich mache täglich 100 Squats und Bauchübungen und bin kurze Zeit später total müde. Bisher habe ich mich morgens eher zurück gehalten was das Frühstück angeht, weil ich in der Zwischenzeit oft gelesen habe, dass viele auf nüchternem Magen unglaublich viel Energie haben und Leistungsstark sind. Heute Morgen aber gab es bei mir einen Pancake ohne Mehl mit Banane und Kiwi und zudem noch ein paar Mini-Tomaten. Ich war danach wirklich satt. Fühle mich super, voller Energie.
    Ich denke, dass man immer auf die Signale seines Körpers achten und sich nicht von Aussagen Fremder beeinflussen lassen sollte. Heute Abend wollte ich mal wieder zum Sport gehen – mal sehen ob mich nicht wieder die Müdigkeit einholt ;)
    Kann es aber nur empfehlen: ich hatte auch den Eindruck, dass ich nicht mehr zwischen Hunger und Appetitt unterscheiden konnte. Seitdem ich Paleo mit intermittierendem Fasten kombiniere, esse ich viel bewusster und merke endlich wieder ein Sättigungsgefühl. Essen aus Gewohnheit oder Langeweile (bzw. nach Feierabend) kann man sich so perfekt abgewöhnen. Es fühlt sich großartig an!

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Steffi, cooler Erfahrungsbericht, danke dafür! Viel Erfolg weiterhin mit Paleo und beim Sport :)
      LG, Anja

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  6. Daniela //

    Hey, ein schöner Artikel!
    Ich habe das IF schonmal ausprobiert über einige Wochen, aber ich finde das sooo schwer in meinem Job (Erzieherin). Morgens wird überall gevespert, mal gibts Geburtstagskuchen, nachmittags das gleiche Spiel und abends möchte ich wirklich schön für mich und meinen Freund kochen und das genießen (ist meine Quality-Time^^)
    Ich habe schonmal auf FB geschrieben, dass ich ab August weniger und woanders arbeiten werde… dann versuche ich es nochmal, vielleicht sogar 24/24. Denn dass es ein gutes Gefühl gibt – das habe ich schon gemerkt :)

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo Daniela, im August mit IF zu starten, wenn die Lebensumstände anders sind klingt nach einem guten Plan! :) Liebe Grüße und viel Erfolg!

      Antworten
  7. Ei //

    Hallo
    ich ernähre mich ca seit ca 7j. Nach paleo und seit einem
    Jahr esse ich nach dem I.fasting.. Nun mein zeitfenster sind : 20.00 letzte mahlzeit – 12.30/13.00uhr am fasten und dann am essen..bis 20.00.. Morgens nehm ich oft
    Ein bulletpr.coffee jedoch
    Meistens nur mit purem mctoil..& nur wenn Ich am Morgen ein training tag hab (2mal die woche) geb ich ghee dazu oder wenn ich am tag zuvor
    Im essenszeitfenster nich genug essen konnte (wegen arbeit etc) oft gibts an trainingsfreien tagen auch nur normalen coffee zum frhstück.. Je nach lust (#bulletproofjunkie😏😅😎) nur hab ich das gefühl dass ich irgendwie stehen bleibe.. Habe sicher bissl bodyfat reduzieren können aaber… Ich will noch mehr..Das ernährungsmodel bekommt
    Mir gut nat. Gibts manchmal ausnahmen.. Bzw ich ess shon nach 15std.
    Oder dann gibts eben tage dann ist das esszeitfenster nur 5h ..
    Wie lange kann man sich mit interm.fasting ernähren.. Bzw sollte man.
    Ich mein abwechslung ist ja gut aber merke ist ziehmlich schwer da raus zu kommen.. Nur shon da
    Zb es zeitsparend ist am
    Morgen nur nen b.proofcoffee zu machen.. Any ideas oder advices?

    Antworten
    • Anja Wagner //

      Hallo :)
      Leider weiß ich nicht genau was deine Frage ist. Dass es gut ist etwas mehr Abwechslung, auch in dein Frühstück zu bringen hast du schon selber festgestellt ;) Für einige Zeit das IF aufzubrechen lohnt sich ev auch um festzustellen dir es so gut tut.
      Bzgl neuer Frühstücksideen schau dich gerne einmal hier um:
      http://www.paleo360.de/rezepte/fruehstueck/
      Toll zu hören wie lange du dich schon Paleo ernährst!
      LG, Anja

      Antworten
    • Stefan-Ro //

      Hallo

      Auf jeden Fall musst du die Fastenintervalle unterbrechen. Dein Stoffwechsel stellt sich innerhalb von 4-6 Tagen auf die geringere Kalorienmenge ein und lernt damit Haus zuhalten. Bei der ersten und zweiten Mahlzeit nach der Fastenphase darf die Mahlzeit ruhig mal üppig ausfallen, damit der Körper auch ganz schnell merkt, dass die Hungersnot vorbei ist. Bei der 1. ist es meist schwierig gleich eine große Portion zu essen, aber bei der 2. ist das meist kein Problem. Wenn du nach dem Fasten mit normalen Portionen (gleich oder weniger entsprechend deinem täglichen Kalorienbedarf) weiter isst, wird dein Körper sich nicht ganz sicher sein ob die Hungersnot vorbei ist, oder ob es sich nur um einen „zufälligen Nahrungsfund“ handelt. Also ruhig mal deftig und genügend, um für klare Verhältnisse zu sorgen. ;-)

      Solltest du dich weiter unterhalb deiner eigentlichen Kalorienmenge ernähren wirst du es kaum merken, kein Hunger kein Magenknurren, keine Konzentrationsschwächen, aber längere Regernerationszeiten nach dem Training und vl nicht mehr ganz so wach und fit. Den Stoffwechsel wieder auf Normalbetrieb also wieder auf deine übliche Kalorienmenge umzustellen dauert 2-3 Monate. Fasten sollte ein wiederkehrender Reinigungsprozess und kein dauerhafter Zustand sein, richte dir z.B 1-2 Tage fasten pro Monat ein, oder gehe nach den kirchlichen Fastentagen, oder dem Mondkalender. What ever. Das mittelalterliche Fasten erlaubte eine Mahlzeit am Tag also ein 24 h Fastenintervall, auch ich fahre damit ganz gut.

      Antworten
  8. Gisela //

    HALLO, ich habe einfach das Essen- fenster ab 17.00 – 20.00 Uhr gelegt u insgesamt in einem 1/2 Jahr 20 kilo abgenommen, quasi nebenbei… werde diese Ernährungsform beibehalten.Gruesse Gisela

    Antworten
    • Daniela //

      Und was genau haste dann gegessen?
      Auch süsses zu dir genommen?
      Wie sah es mit Sport aus?
      Lg

      Antworten
      • Gisela //

        Hallo Daniela,
        ich habe Obst, Gemüse, Reis, Kartoffeln, Mozzarella di Buffalo, Heumilch-Käse aus Österreich… u eben keinen Zucker, o zuckerhaltigen LM gegessen und auch 1 x wöchentlich BioRIND o BIOHUHN gegessen. Dieses Fasten ist zwar anstrengend, aber es lohnt sich…Wenn ich Kopfschmerzen o irgendwie Unterzucker gefühlt habe, esse ich APFEL o mache mir einen „Detox-Wohlfühl-Saft“ aus Gurke mit Weintrauben u Ingwer o ä …
        Sport: täglich „walken“ mit meinen Hunden mind. 1 1/2 h u im Sommer im See Schwimmen (1h) möglichst täglich.
        Lg Gisela

        Antworten
        • Stefan-RO //

          Hi Daniela

          Leider kannst du mit diesem Speiseplan den ketogenen Zustand nicht erreichen.
          Reis und Kartoffeln bestehen in erste Linie aus Stärke was so ziemlich das gleiche ist wie Zucker. Zudem steigert Kartoffeln auf Grund eines Enzyms untypisch stark den Blutzuckerspiegel. (Deshalb neben Paleo/Primal Fans lieber Süßkartoffeln, außer bei Ketose, da natürlich auch nicht). Und mit Weintrauben hast du so ziemlich das fructosereichste Obst der Welt ausgesucht. Wenn du an die Grenze zum ketogenen Zustand gekommen bist, der sich Anfangs mit Kopfschmerzen äußert, darfst du auf keinen Fall etwas außer Fett zu dir nehmen. Möglichst MCT reich. Um so leichter es deinem Körper fällt in Ketose überzugehen, um so weniger werden auch die Kopfschmerzen. Wenn du dich LowCarb ernährst wirst du den Übergang in Ketose kaum mehr merken.

          Antworten
  9. Vs //

    Hallo zusammen,
    Ich habe mir hier den Artikel und einige Kommentare durchgelesen und nun folgende Frage:
    Wird nicht immer von allen Seiten gesagt, dass man nicht hungern soll bei einer Diät, weil man sonst irgendwann einen Jojoeffekt hat?! Das Fasten ist doch im Prinzip das selbe? Wenn ich jeden Tag nur ein Mal esse hungere ich den Rest des Tages. Natürlich gewöhnt sich der Körper daran, sodass es irgendwann leichter fällt, aber sollte man irgendwann mit dem Fasten wieder aufhören (und ich denke das machen viele, da es aus gesellschaftlichen Gründen auch einfach schwer ist z.B. dauernd zu fasten wenn die Freunde essen gehen) dann wird man sicherlich wieder schnell viele Kilos zunehmen…. ?! Also frage ich mich gerade wie gesund und sinnvoll das wirklich ist…. ?

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Das ist alles immer eine Frage der Energie-Bilanz, solange du nicht mehr Energie zuführst als du verbrauchst, nimmst du auch nicht zu, egal wieviele Mahlzeiten du nun ist. Du könntest auch 6 kleine Mahlzeiten essen. Die Essenspausen tun dem Körper, wie oben beschrieben aber gut und sind deswegen empfehlenswerter :)
      LG Malika

      Antworten
  10. Michaela //

    Ich praktiziere gerne das Dinnercancelling mit seinen positiven Effekten, wobei ich es auf die warme Jahreszeit einschränke! Bekannter Effekte sind guter Schlaf und gründlich Zeit zum Reinemachen für den Körper zum Krebszellen ausscheiden, Hormonpapst Prof. Huber bezeichnet es als Beautykur für Arme!
    (bitte mit Paleowissen ergänzen) http://www.drhuber.at/hormonkosmetik/aging/dinnercanceling.html

    Antworten
  11. Aneta //

    Als ich nach Deutschland angereist bin wog ich 54 kg. Durch die essen umstelung und vor allem unregelmäßige Mahlzeiten habe ich in laufe des jahres auf 90 kg zu genommen.
    Ich könnte mich nicht mehr in Spiegel ansehen…. dann habe ich mein Tages Ablauf zum Ordnung gebracht.

    Ich habe angefangen genau so zu essen wie ich von zu Hause gewohnt war. 5 mal am Tag immer der gleiche Uhrzeit und immer kleine Portion. Am anfang hatte ich Hunger gefüllt. Nach ein Monat hat sich das Problem gelöst. Nach 3 Monate habe ich mein gewicht um 26 kg reduziert.

    Ich habe Jahre lang dem essen still behalten und der Gewicht.
    Seit ca ein Jahr habe ich nur Nachtschichten. Ich haben innerhalb letztes Jahres wieder zugelegt. 80 kg :(

    Ich versuche wieder mit fasten und essen immer um der gleiche zeit. Da ich erst um 6 Uhr morgens schlafen gehe versuche ich mit Frühstück zwischen 13 und 15 und mit Mitaggesen zwischen 19 und 21.

    Hoffe es ist möglich der innere Uhr umzustellen.

    Antworten
  12. Stephan //

    Jetzt, wo ich den Artikel und die Diskussionen darüber lese fällt mir folgendes ein……

    Ich bin in der Zeit von 2000 bis 2006 in Thailand in einem buddhistischen Kloster als Mönch gewesen. Bei uns gibt es seit Buddhas Zeiten die strenge Regel: Nahrungsaufnahme nur in der Zeit zischen Sonnenaufgang bis Mittags, wo die Sonne am höchsten steht. Das machte ein Zeitfenster von ca. 6.00 bis 12.00 Uhr!
    Da der Mönch aber keine Speisen aufheben darf und in der Regel keine Kühlgeräte für Speisereste hat, geht er nach dem Morgengebet auf Almosengang.
    Um es kurz zu machen, wir aßen fast ausschließlich nur 1 Mahlzeit am Tag. Am Anfang dachte ich noch, ich muss mir ordentlich den Bauch vollschlagen, um bis zur nächsten Mahlzeit am nächsten Tag gesättigt zu sein, doch die Erfahrung lehrte mich, dass man dann den Rest des Tages mit verdauen beschäftigt ist und man kaum Energie für den Alltag hat. Man gewöhnt sich eigentlich auch sehr schnell daran, nur noch eine Mahlzeit zu essen und fühlt sich wirklich wie ausgewechselt und völlig energiegeladen.

    Habt also herzlichen Dank für diesen Gedankenanstoß, denn nun werde ich das Prinzip wieder regelmäßig, zumindest ab und zu in meinen Paleoweg mit einbauen.

    Antworten
    • Stephan //

      Was mir weiterhin dazu noch einfällt:

      Der Almosengang bedeutete für mich damals, einen Fußweg von meist 1-2 Stunden bis zum nächsten Dorf / Stadt zu laufen, denn ich wohnte im Waldkloster. Außerdem ist es strenge Regel, den Almosengang stets Barfuß zu absolvieren.

      Diese Sitte kommt also der Steinzeitkultur sehr nahe……….. Barfuß und langer Weg zur Essensbeschaffung! Warum also nicht mal den nächsten Einkauf zu Fuß und bei einem weiter weg gelegenen Markt machen? Das bringt Bewegung und eine völlig andere Verbindung zu den Nahrungsmitteln, die man sich erbeutet!

      Antworten
  13. Chang Noy //

    Das Hört sich sehr Interessant an fange heute damit an. ich will damit 15 Kg abnehmen hab jetzt 95,3 kg Werde dann hier berichten.

    Antworten
  14. Conny //

    Das liest sich super spannend! Ich habe jetzt zwei Tage jeweils 16 Stunden gefastet, esse morgens und Mittag und verzichte auf das Abendessen. Ich habe keinen Hunger und fühle mich extrem wohl dabei. Vielleicht habt ihr mir damit endlich DAS „Heilmittel“ gegen abendliche Langeweile-Fressattacken gebracht. Vielen Dank dafür!!!

    Antworten
  15. Leo //

    Hey, wie sieht es mit selbstgemachter Gemüsebrühe aus ohne Festes beim Fasten?

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    • Stefan-Ro //

      Grundsätzlich Ja. selbstgemachte Fleisch oder Gemüsebrühe stellt durchaus eine vertretbare Alternative dar. Dabei sollte man aber darauf achten, möglichst gras gefüttertes und fetthaltiges Rindfleisch zu verwenden, da in diesem der höchste Anteil von ca. 10% an MCT Fetten enthalten ist. Mittelkettige Fette (MCT) können in der Leber sehr schnell zu Ketonen verarbeitet werden, und helfen somit das erreichen der Ketose zu beschleunigen. Zum Vergleich sollte man aber erwähnen, dass in Kokosfett ca. 60 % MCT Fette enthalten sind.

      Wenn dich, in einem Fasten-Intervall eine nicht zu bändigende Hungerattacke überfällt, sollte man darüber nachdenken diese gegebenenfalls einen oder zwei Tage zu verschieben. Es könnte ja sein, dass dein Immunsystem momentan sehr beansprucht wird, ohne dass du es anderweitig merkst. Oder du, auf Grund von sportlicher Betätigung, einen hohen Regenerationsbedarf hast.

      Mit Paleo-gerechter Ernährung wird das allgemein vorherrschende Suchverhalten bei konventioneller Kost, auf ein Minimum reduziert.
      Bereite dich kurz auf ein Fasten-Intervall vor, indem du auf stärkehaltige Kohlenhydrate verzichtest.

      Gehe selbstbewusst und siegessicher in ein Fasten-Intervall, außer den oben genannten Gründen, gibt es keinen logischen Grund, der eine Hungerattacke auslösen kann. Wenn du aber die Minuten zählst bis zum Ende, sollte du vielleicht deine Einstellung zum Intermitted Fasten überdenken.

      „Yes we can“ ist zu wenig. „We will do it now“ sollte der Leitgedanke sein. ;-)

      Antworten
  16. Nancy //

    Ich habe jetzt zweimal 18h gefastet. Das letzte nachmittags 18uhr und dann wieder 12uhr. Hat sich super angefühlt-nur hatte ich da beide male das Problem dann den Tag die ganze Zeit Hunger zu haben. Das ist echt anstrengend. Geht es jmd. genauso?? Wird das irgendwann besser? (PS dabei habe ich dann 12uhr ausreichend viel gegessen ). Bin dankbar für jeden Tipp!

    Antworten
    • Stefan-Ro //

      Wenn du dich auf die Fastenphasen vorbereitest, solltest du auch den Fruchtzucker auf ein Minimum reduzieren.
      Also Obst und sonstige „gesunde“ Süßmacher wie Honig bereits vorher reduzieren. Jeglicher Anstieg des Blutzuckerspiegels aktiviert die Morphinrezeptoren in deinen Gehirn und macht dir das Fasten schwerer.
      Die noch übrigen aufkeimenden Hungergefühle bekämpfe ich meistens mit Bulletproof Coffee. Distanziere dich auch von üblichen Gewohnheiten, wie z.B. der Mittagspause. Teste Powernapping oder geh einkaufen, aber am besten keine Lebensmittel. Ausreichend Trinken nicht vergessen. 1/3 der benötigten Flüssigkeit nimmt man üblicherweise über die Nahrung auf und der durch den leeren Magen verursachte Hungerreiz wird auch gelindert.

      Antworten
    • Sascha //

      Hallo. Ich faste jetzt seit Juni’14 täglich 14-16h. Den Hunger habe ich auch, nur kann ich damit umgehen. Wenn er zu stark wird, trinke ich eine Tasse Kaffee oder Tee. Dann habe ich ungefähr 1h „Aufschub“. Dazu kommt dann meist 0,5l Wasser. Man muss sich mit dem Hunger arrangieren, anders geht es leider nicht.
      Ich komme damit auch gut klar, wenn ich mich schlicht ablenke. Sport, bloggen, oder die Arbeit helfen da auch.
      Wichtig finde ich auch, wenn der Hunger sich nicht zügeln lässt, brich die Fastenphase ab. Kommt einfach vor.

      Grüße Sascha

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    • Nancy //

      Danke Sascha und Stefan-Ro. Den bulletproof coffee werde ich auf jeden fall probieren!
      Ich habe mich leider etwas falsch ausgedrückt. In der Fastenphase ist alles super! Danach, nach der ersten Mahlzeit, nach dem Fasten habe ich die ganze Zeit Hunger. Also wenn ich wieder ab 13Uhr esse, habe ich in einer Stunde schon wieder Hunger. Und so ist dann der ganze Tag NACH dem Fasten.

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      • Stefan-Ro //

        Bei der ersten und zweiten Mahlzeit nach der Fastenphase darf die Mahlzeit ruhig mal üppig ausfallen, damit der Körper auch ganz schnell merkt, dass die Hungersnot vorbei ist. Bei der 1. ist es meist schwierig gleich eine große Portion zu essen, aber bei der 2. ist das meist kein Problem. Wenn du nach dem Fasten mit normalen Portionen (gleich oder weniger entsprechend deinem täglichen Kalorienbedarf) weiter isst, wird dein Körper sich nicht ganz sicher sein ob die Hungersnot vorbei ist, oder ob es sich nur um einen „zufälligen Nahrungsfund“ handelt. Also ruhig mal deftig und genügend, um für klare Verhältnisse zu sorgen. ;-)

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  17. Sandra //

    Hallo zusammen,

    ich habe festgestellt, dass es mir wesentlich besser geht, wenn ich ausschließlich am Abend etwas esse. D.h. ich frühstücke nicht, nasche keine Snacks zwischendurch, mittags eventuell einen frischen Fruchtsaft, viel Wasser und Tee. Ich habe dadurch keinen Hinger und fühle mich fitter, energiegeladener und klar. Das wäre demnach doch eine Art 24 Std täglich Fasten, richtig? Bremst das nicht den Stoffwechsel aus?

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    • Stefan-Ro //

      Ich komme ebenfalls mit dem Essen am Abend besser zurecht. Ich denke mal, da der Körper nachts am meisten regeneriert, ist die Nahrungsaufnahme abends meiner Meinung nach am sinnvollsten. Den Fruchtsaft würde ich weglassen. Der enthaltene Fruchtzucker wirft dich bestimmt einige Zeit aus der erkämpften Ketose.
      Wie Anna in einem Artikel bereits beschrieben hat, fängt der Körper nach 3-4 Tagen an, auf „Hungersnot“ umzustellen und den Kalorienbedarf zu senken, indem er den Stoffwechsel verlangsamt. Die Umkehrung dieses Prozessen dauert hingegen mehrere Monate. Also sollte man nicht mehr als 4 Fastentage hintereinander legen. Ich hab momentan folgendes Intervall. Mo und Di 24 Std. Fastenphase und Mi-So normale Ernährung nach Paleo.

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  18. Andreas //

    Kaffee ist ja demnach während des Fastens erlaubt. Gilt das auch für den Bulletproof Kaffee? Wie schaut das während intensiver Kraftsporteinheiten aus. Wäre da eine Einnahme von reinen Aminosäuren in Wasser gelöst zulässig?

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    • Stefan-Ro //

      Meiner Meinung nach ist Bulletproof Kaffee in Ordnung. Ich verwende zu den Fastenphasen z.B Kokosfett, da sich aus den hohen Anteil an mittelkettigen Fetten, viel leichter Ketone bilden lassen, als z.B. bei Ghee(Butterschmalz). Vor und nach Kraftsport nehme ich BCAA’s, da diese nicht verstoffwechselt werden müssen, haben sie keinen Einfluss auf die Ketose und fördern das Leistungsfähigkeit im Training und die Regeneration. Aber außerhalb der Fastenphasen, würde ich dann doch wieder auf gesunde Paleokost setzen, und die Supplemente auf die nötigsten reduzieren.

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  19. Linda //

    Hallo :)
    Das klingt ja super interessant! Nur kurz zum Verständnis:
    Wenn ich bei der 8/16 Methode um 11 Uhr Frühstücke, 15 Uhr „Mittag“ esse und um 19 Uhr Abend esse und dann wieder bis 11 Uhr pausiere, dann bin ich gut dabei, oder? :)

    LG, Linda

    Antworten
    • Malika Stenger //

      Hallo Linda,

      ja, wenn du bis 19 Uhr fertig mit dem Abendessen bist schon. Solange du im 8 Stunden Zeitfenster isst, passt alles :)

      LG Malika

      Antworten
      • Linda //

        Liebe Malika,

        danke, dass Du´s noch erwähnst… da wär ich dann nach meiner Logik nur bei 9/15 rausgekommen ;)

        LG, Linda

        Antworten
  20. nina //

    Hallo, wie ist das denn mit sport? Ich mach 6x die woche sehr intensiv sport, meist abends. Nimmt die leistungsfähigkeit nicht ab?
    Vielen dank für den artikel, sehr spannend und ausführlich geschrieben.

    Antworten
  21. Dominica //

    Die 16/8 Variante klingt für mich als Spät/gar-nicht-Frühstückerin ja grds. ganz interessant, aber greift der Stoffwechsel dann in der Fastenphase nicht auf mein Muskeleiweiß zurück? Die ist ja einfacher zu verstoffwechseln als der „Reservespeck“?

    Antworten
    • Lars Müller //

      Hi Dominica, nein, der menschliche Körper ist darauf ausgelegt sich an schwierige Umweltbedingungen anzupassen. Da sich der Mensch in der Evolution nicht immer (auch heute leider nicht überall) einem Nahrungsmittelüberfluss gegenübersah, sondern Perioden des Hungers keine Seltenheit waren, entwickelten sich “Schutzmechanismen”. Zum Beispiel der so genannte Aminosäurepool, einem körpereigenen Speicher von Aminosäuren, der dafür sorgt, dass die Muskulatur selbst bei Eiweißmangel genügend Baustoffe erhält. Natürlich immer im Rahmen seiner Möglichkeiten.
      Da beim intermittierendem Fasten in der Regel für maximal 24 Stunden keine Nahrung zugeführt wird, reicht der Aminosäurepool aus, um diesen Zeitraum locker zu überbrücken.

      LG
      Lars

      Antworten
      • Dominica //

        Ah… Danke Dir! Dann probier ich das vllt mal aus, eine Paleo-Mahlzeit weniger, die ich planen muss. :)

        Antworten
    • Casi //

      Studien bewiesen dass erst nach 16h fasten zu 50% Glykogen aus den Muskeln genommen wird, nach 24h fasten sind es fast 100%. du kannst als Ergänzung BCAAs oder amino liquid nehmen, achte aber darauf dass in den liquide nur aminosäuren sind und keine versteckte Fruktose Glukose. du willst den Blutzuckerspiegel ja sehr sehr niedrig lassen :)

      Antworten
  22. Alexandra77 //

    Ich habe auch Zeiten, in denen ich einfach zuviel und zu oft esse. Zyklisch bedingt oder auch durch Stress.
    Dann tut mir sehr gut, wenn ich ab 16 Uhr das Essen komplett einstelle und ab 8 Uhr am nächsten Morgen wieder esse. Frühstück, Mittag, um halb 4 nochmal eine Kleinigkeit und dann nix mehr.
    Nicht nur das Gewicht hört auf in die Höhe zu schnellen, sondern ich schlafe besser, sehe besser aus und bin Abends leistungsfähiger.
    Heute gehts wieder los. Ich führe Intervalle von 14 Tagen am Stück durch und dann jeweils 3 Tage die Woche. Man hat ja auch noch ein soziales Leben. Samstag Abend, Essen mit Freunden „Nein, ich esse nicht ab 16 Uhr…..“ Verständnislose Gesichter sind garantiert :-).

    Antworten
  23. Gabriele //

    Welche Erfahrung habt ihr mit IF und Magenknurren gemacht? Meine Diäten scheitern nämlich immer daran, dass mein Magen knurrt und das kann ich mir aus beruflichen Gründen nicht leisten. Für jede Hilfe/ Tip dankbar

    Antworten
    • Lars Müller //

      Hallo Gabriele, wie viele Stunden fastest du denn? Hast du schonmal einen Bulletproof Coffee ausprobiert?

      Antworten
      • Gabriele //

        Lars, ich hab noch nicht angefangen, aber mir erscheint die Methode 16/8 sehr verlockend und machbar. Nur, wie gesagt, Magenknurren zwischen 11 und 16 Uhr geht nicht. Was hat es denn mit dem Kaffee auf sich?

        Antworten
  24. Eva //

    Wie steht Ihr dazu, das Frühstück ausfallen zu lassen, schließlich gilt es als die wichtigste Mahlzeit des Tages? Ich kann problemlos bis 14:00/15:00 ohne Essen auskommen und lasse daher auch regelmäßig das Frühstück ausfallen, das mich immer zu schnell in einen Fress-Modus katerpultiert. Wenn ich bereits mit dem Frühstücken anfange, legt sich bei mir eine Art Schalter im Kopf um und ich bin den ganzen Tag auf Essen fixiert. Anders, wenn ich auf das Frühstück verzichte, dann ess ich über den Tag verteilt weniger. Jetzt wurde ich aber von einem Experten gescholten, dass das unregelmäßige Essen den ganzen Hormonhaushalt durcheinander wirbelt und vor allem das Frühstück nicht ausgelassen werden darf, ich bin verunsichert, wie seht Ihr das? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Liebe Grüße Eva

    Antworten
    • Carolin Schlumprecht //

      Liebe Eva,

      Ich würde sagen, solange du merkst, dass es dir dabei gut geht und eigentlich sogar besser, kann überhaupt nichts dagegen sprechen. Wenn du möchtest, kannst du dir ja folgenden Artikel auch noch dazu durchlesen. Das könnte ganz hilfreich sein:
      http://www.paleo360.de/gesundheit/ketose-und-paleo/
      Generell ist es immer besser auf seinen eigenen Körper zu hören, als nur stur die Fachmeinung zu befolgen:)

      Liebe Grüße, Caro

      Antworten
  25. Leonard //

    Hey, ist es auch okay gesund; wenn man jeden Tag IF macht in Form von 16/8. also 8 Stunden essen und 16 Stunden fasten mit Paleo und das jeden Tag?

    Antworten
    • Nico Richter //

      Hi Leonard,
      ganz ehrlich praktiziere ich es ganz ähnlich. Unter der Woche IF 16/8 und am Wochenende dann sehr unterschiedlich, auch oft abhängig von Treffen mit Freunden etc. Ich kann bisher keine negativen Folgen feststellen und mir geht es super. Allerdings würde ich ab und an mal etwas „Unregelmäßigkeit“ in deinen Speiseplan einbauen um den Körper auch mal wieder „Stress“ auszusetzen, so dass er es nicht verlernt mit häufigerer Nahrungsaufnahme klarzukommen.
      Hoffe das hilft dir weiter!
      Nico

      Antworten
      • Leonard //

        Danke:) Und geht das auch mit Cheatday bzw. ketogener Diät klar. Mache 5x pro Woche Sport
        (Ringtraining,Tabata) und mein Ziel ist es halt Körperfettanteil zu senken! Whole 30 habe ich schon 1x durch und war auch effektiv. Jetzte hab ich es schleifen lassen und habe auch pro Woche 1 Cheatday, wobei ich das auch eher unregelmäßig machen will und nicht jede Woche. Und dazu halt Paleo mit wieder eingeführte Milchprodukte ( sie tuen mir gut ) passt das so? Und halt die Frage zur Ketogenen Diät, ob die etwas für mich wäre, wegen dem vielen Sport und ob man dabei auch IF machen kann oder wäre das zu viel?

        Antworten
  26. Carsten //

    Hallo!
    Wie oft in der Woche kann/sollte man das IF machen? Wie sind die Empfehlungen? Jeden Tag oder nur 2-3 mal die Woche?

    Vielen Dank!

    Antworten
    • Anna Martin //

      Hallo Carsten,

      je nach dem, wie es in deinen Alltag passt, kannst du deinen Fasten-Rhythmus wählen. Durch Ausprobieren wirst du sicher schnell feststellen, ob dir 2-3 Fastentage pro Woche gut tun, oder du beispielsweise die 24-Stunden-Periode vorziehst. Das ist sehr individuell gestaltbar.

      Liebe Grüße

      Anna

      Antworten
  27. Christoph //

    Hallo,

    danke für den ausführlichen Artikel. Klingt schon mal interessant und einen Versuch wert.

    LG Christoph

    Antworten
  28. Torsten Fleischer | Personal Trainer Berlin //

    Hallo,

    aus eigner Erfahrung, ich hatte vorletzte Woche einen 14tägigen Testlauf, kann ich nur Positives berichten. Voller Energie, einem klaren und entscheidungsfähigen Kopf und regelmäßigen Bewegungseinheiten, stets nur wenn ich Hunger hatte, bin ich optimal durch diese Zeit gegangen. Meine längste Fastenzeit waren 34 Stunden – das resultiert aus einer stets späten ersten Mahlzeit (so zw. 10-12:00) – da meine Fastenzeit immer um 0:00 begann, ergaben sich längstens 34h.

    Ich kann es nur jedem empfehlen.

    Beste Grüße.

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