Mein Paleo Erfolg: Nach Bandscheibenvorfall wieder skaten können

Aus der Reihe der Paleo360 Erfolgsgeschichten.

Tim hatte eine steile Karriere vor sich. Doch leider brachten all seine Stunden vor dem Computer ein Problem mit sich: Höllische Rückenschmerzen und einen Bandscheibenvorfall. Auch eine anschließende Operation und Reha konnte seine Probleme nicht lösen. Er verlor seinen Job und konnte sich kaum noch bewegen… Wie er das Ruder wieder herumriss, erzählt sein Trainer Tamay.

“Der Schönste Moment für Tim war, als er im Sommer das erste Mal wieder Skateboard fahren konnte. In der tiefen Hocke, ohne Rückenschmerzen, obwohl er im Winter noch nicht sicher war, ob er das überhaupt jemals wieder machen könnte.” – Tamay

Bandscheibenvorfall in den Griff bekommen

MOVE Paleo – Wieder ohne Schmerzen bewegen

Statt meiner eigenen Erfolgsgeschichte möchte ich euch heute die Geschichte von Tim, einem Kunden von mir, erzählen. Ein extremer Fall, der allerdings zeigt, was möglich ist, wenn wir uns wieder wie menschliche Wesen bewegen, statt uns im Käfig der „modernen Lebensweise“ einzusperren.

Aber alles der Reihe nach.

Ich bin Tamay Jentjens, Mobility Coach aus Berlin. Das heißt Spezialist für Bewegungsablauf und Korrigierende Bewegungen. Ich bin Profisport Mobility Coach von Marathonläufern, Fußballspielern, Crossfit Athleten & Co. und sorge dafür, dass sie ihren Sport ohne Schmerzen und Verletzungen möglichst lang auf dem höchsten Leistungslevel ausführen können.

Aber ich arbeite auch mit Menschen, die von starken körperlichen Schmerzen aufgrund von Haltungsschäden geplagt sind und helfe ihnen, diese durch natürliche Bewegung wieder in den Griff zu bekommen. Häufig in wenigen Monaten.

Nicht so lange bis die Schmerztablette aufhört zu wirken, sondern für immer. Meine Methode ist so einfach wie alt, jedoch total in Vergessenheit geraten. Das Prinzip ist die Bewegung wie vor 10.000 Jahren. Vereinfacht gesagt heißt es, den Körper wieder in seine natürliche Haltung und Position zurückzubringen, für die er gemacht wurde.

Tims Geschichte beginnt mit einem herben Rückschlag

Tim ist ein ambitionierter 29 jähriger junger Mann. So einer wie ihn die Schwiegermutter gern hat. Früher viel Skateboard gefahren, hat eine Ausbildung und ein Studium zum Bachelor hinter sich und arbeitet stolz in einem schnell wachsenden Startup in Berlin. Eine 60 Stunden Woche in einer leitenden Position – nicht schlecht für einen 29 jährigen Berufseinsteiger.

Karriereaussichten? Extrem gut.

Doch dann schlägt sein Körper zurück. Erst mit heftigen Rückenschmerzen, dann mit einem Bandscheibenvorfall, einer folgenden Operation und Reha. Als Tim nach 4 Monaten wieder arbeiten könnte, ist der Job weg. Nur die Rückenschmerzen sind geblieben.

Er hatte keine Lust mehr sich zu bewegen, wollte den ganzen Tag nur im Bett liegen, aber selbst das war mit Schmerzen verbunden.

Bandscheibenvorfall im Alter von 29 Jahren. Ja genau, das heißt, dass ein Körperteil, welches für eine Betriebsdauer von 110 Jahren ausgelegt wurde, nach nicht einmal einem Viertel der Nutzung aufgibt. Was ist hier falsch gelaufen?

Der ganz normale „moderne“ Lebensstil

Tim lebt den heutzutage ganz normalen, sogar sozial angesehenen, „modernen“ Lebensstil eines jungen Mannes. Arbeitet viel, geht 2-3 mal pro Woche zum Sport, schaut abends Game of Thrones. Und genau hier liegt das Problem. Von 16 wachen Stunden, verbringt er 90% im Sitzen.

Arbeit, Sofa, Essen Am Tisch, Surfen auf dem Mac – alles im Sitzen.

Wieso ist das ein Problem? Der Körper passt sich auf alles an. Geben wir ihm Sitzhaltung passt er sich eben darauf an und verkürzt einige Muskeln, die uns dadurch einfacher (mit weniger Muskelspannung also weniger Energieeinsatz) und bequemer sitzen lassen.

Vor allem sind das die Hüftbeuger, die Muskeln, die uns so schön in ein Hohlkreuz ziehen und die Bandscheiben gegeneinander quetschen. Bei jedem von 10.000 Schritten am Tag.

Wieder und wieder bis das Material irgendwann spröde wird und bricht. Wie eine Metallklammer, die zu oft gebogen wurde. Das geht ziemlich lange gut, irgendwann bricht sie aber durch.

Der Weg: Raus aus den Schmerzen

Tim hat angefangen sich um seine Haltung und Bewegungen zu kümmern. Das Ziel war, seinen Körper wieder aufzurichten und in eine Position zu bringen, in der der Körper völlig verspannte und überreizte Muskeln wieder los lassen und heilen kann.

Wir haben das durch Stretches, Rollübungen auf Bällen und Faszienrollen, Stärke und Konditionsübungen aber vor allem auch durch Haltungstraining und Motorenkontrolle-Training hinbekommen. Manche Muskeln in seinem System waren so steif, dass sich Nerven eingeklemmt oder entzündet haben. Man gibt diesen Muskeln wieder etwas Platz zum atmen und entspannt sie z.B. durch Selbstmassage mit einem Ball und kleinen aber kontrollierten Bewegungen in einer guten Haltung.

Dadurch schafft es der Körper, die eigenen Heilungsmechanismen wieder anzuwerfen. Die gelöste Muskulatur an einer Stelle bedingt dann auch wieder die Stellung eines Gelenks, welches bei der Bewegung einen anderen harten Muskel wieder in die Entspannung bringt.

Durch die stetige Bewegung (z.B. jede Stunde aufstehen und einige Bewegungen ausführen) und das tägliche Mobilisieren am Abend, werden auch Muskeln und Lymphsystem wieder ans Laufen gebracht und es können Schadstoffe abtransportiert und Gewebe wiederhergestellt werden.

Zauberei war das Ganze wahrlich nicht. Tim musste konstant jeden Tag 15-30 Minuten investieren und das für mehrere Monate, bis sich sein Körper wieder erholt hatte. Das hört sich viel an, jedoch nicht wenn man überlegt, dass sich dieser Schaden in mehr als zehn Jahre in seinem Körper angesammelt hat.

Das erste Mal wieder Skateboard Fahren

Der Schönste Moment für Tim war, als er im Sommer das erste Mal wieder Skateboard fahren konnte. In der tiefen Hocke, ohne Rückenschmerzen, obwohl er im Winter noch nicht sicher war, ob er das überhaupt jemals wieder machen könnte.

Das Leben hat ihn heute zurück und er liebt Bewegung wieder. Aber er hat eines verstanden: Der Körper ist für Bewegung gebaut und muss in Bewegung gehalten werden. Er ist ein unglaublich robustes System, das wir für viele Jahre vernachlässigen können. Aber eben nur für eine gewisse Zeit.

Ich habe Tim vor kurzer Zeit für diesen Artikel noch mal gefragt, was er am besten an seinem Mobility Training fand. Er sagte, dass es für ihn heute ein Werkzeugkasten für Schmerzen und schlechte Haltung ist. Er hat nun die Werkzeuge an der Hand, mit denen er an den schmerzhaften Stellen selbstständig arbeiten kann. Immer dann, wenn er es braucht.

Und das möchte ich auch jedem hier mitgeben. Lasst uns etwas Werkzeug ins Haus holen, um unseren Körper wieder zu reparieren und zu warten, bevor er irgendwann zusammenbricht. Wir fahren unser Auto auch nicht so lange bis es kaputt geht und versuchen es dann zu flicken. Der TÜV wartet es regelmäßig, damit wir den schief stehenden Reifen erkennen, bevor er abfällt und wir mit 100 km/h in die Leitplanke rauschen.

Lasst uns das auch für unseren Körper und den Körper unserer Kinder machen. Das ist Mobiliy. Ein bisschen Werkzeug für den Körper. Wer mehr darüber wissen möchte, den lade ich ein, mich auf YouTubeFacebook oder auf meiner Webseite zu besuchen. Dort gibt es jede Menge kostenlose Videos, Infos und Artikel. Aber bitte nur im Stehen lesen und Videos schauen ;)

Tamay

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Schreib uns eine E-Mail mit deiner Geschichte und Bildern. Wir freuen uns, wenn du mit deiner eigenen Erfahrung andere motivierst auf einen langfristig gesunden Lebensstil umzustellen.

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Geschrieben von Fabian

Fabian wandert gerne in der Natur, schwitzt bei Crossfit und entspannt bei einem guten Roman (von Paulo Coelho). Er ernährt sich natürlich Paleo und liebt asiatisch. Sein Ziel ist, seine Mitmenschen zu inspirieren bewusster zu essen und zu leben.
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Ein Kommentar

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  1. Christoph //

    Hallo Tamay!
    Vielen Dank gleich mal für die zahlreichen Tipps. Werde mir deine HP genau ansehen, sieht auf den erstn Blick (auch deine Videos) sehr hilfreich aus. :-)
    LG Christoph

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