Tiere essen oder Veganismus: wer übernimmt wirklich Verantwortung?

Für unsere Gesundheit, für unsere Gesellschaft, für unsere Umwelt – Wir essen Fleisch für den Planeten! 

Ok, das war die Phrase um deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Was wir wirklich anstreben ist dass der Wahnsinn um die Diskussionen ein Ende finden kann, ob es nun besser ist Fleisch zu essen, oder sich vegetarisch oder gar vegan zu ernähren.

fleisch essen oder veganismus

Fleisch essen, Vegetarier sein oder Veganismus – was ist die beste Ernährung für den Planeten?

Denn statt sich in endlosen Diskussionen zu verlieren und uns Argumente an den Kopf zu werfen, warum die eine Ernährungsweise besser und die andere schlechter ist, wollen wir zusammen die Fragen stellen, die tatsächlich zu nachhaltigen und regenerativen Veränderungen auf diesem Planeten führen können. 

  • Was können wir tun, damit alle Menschen und Lebewesen auf der Erde die Möglichkeiten bekommen, ein artgerechtes und erfülltes Leben führen zu können?
  • Wie ermöglichen wir es, Lebensmittel und Lebewesen wieder in einen natürlichen Kreislauf zu überführen, damit unsere Böden auf der ganzen Erde wieder fruchtbarer werden und Regionen sich selbstständig ernähren können, damit Menschen ihre Unabhängigkeit wieder finden können?

Um diese Fragen zu beleuchten gehen wir davon aus, dass der Mensch ein sogenannter Allesfresser ist (was nicht bedeutet, dass er alles essen muss, was er essen könnte). Und, dass es für die Mehrzahl der Menschen nicht notwendig ist, langfristig eine bestimmte Ernährungsweise anzustreben, um physisch und psychisch gesund zu sein. Zudem ist die Grundlage unserer Sichtweise pro-menschlich, Veränderungen sollen dabei helfen, dass der Mensch sich entwickeln kann, sein Potential leben kann – im Einklang mit sich und seiner Natur.

Wir sind eindeutig dabei, wenn es darum geht etwas verändern zu wollen und sind auch bereit an Veränderungen mitzuwirken – also auch bereit, Verantwortung für das hier Geschriebene zu übernehmen.

Mit diesem Artikel wollen wir herausstellen, warum eine vegane Ernährung, auch wenn wir diese Form der Ernährung respektieren, keine langfristig sinnvolle Verhaltensweise ist.

Folgt man einer veganen Ernährung kann man heutzutage leicht behaupten, positives für unsere gesundheitliche Zukunft, das Tierwohl und für den Planeten Erde zu tun. Das persönliche gute Gefühl etwas getan zu haben ist genährt. Doch führt der Denkansatz einer veganen Ernährung wirklich zu den Veränderungen und der Entwicklung, die man gerne sehen möchte?

In diesem Artikel erfährst du einige Gedanken von uns zum Thema und wir wollen mit euch in den Austausch treten – gerne in den Kommentaren.

Gesunder Boden, gesunde Pflanze, gesundes Tier

Die derzeitige Landwirtschaft ist maßgeblich an Umweltschäden beteiligt – Trinkwasser, Luft, Böden, Tiere, Pflanzen und Menschen tragen dabei die Konsequenzen der Praktiken auf und neben dem Acker. Auch die Massentierhaltung steht in der Kritik.

Eine Schlussfolgerung einer einfachen Betrachtungsweise wäre: Um als Verbraucher etwas mit zu verändern isst man kein Fleisch und tierische Produkte mehr. Doch für langfristig sinnvolle Veränderungen muss das ganze Ökosystem angeschaut werden.

Eine holistische Sichtweise macht es möglich die Welt umfassend zu betrachten. Und eben auch unsere Nahrungsmittel-Produktion und die Landwirtschaft kann man als Ganzes und nicht nur in ihrem Einzelbestandteilen betrachten.

In der Viehhaltung ist Allan Savory ein Vorreiter der holistischen Sichtweise. Er entwickelte das holistische Management in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Er schlussfolgerte aus seinen Beobachtungen in Simbabwe, dass die fortschreitende Wüstenbildung durch Beweidung mit Tieren aufgehalten werden kann.

Ja, genau – Viehhaltung kann man sich für ein gesundes Ökosystem zu Nutze machen. Da die Tiere durch die Bewegung, den Druck auf den Boden und den Ausscheidungen die gesunde Entwicklung des Ökosystems fördern können. Somit fördern sie auch natürliche Kreisläufe von bspw. Nährstoffen. In Form von organischer Masse kann auch Kohlenstoff wieder in den Boden Einzug halten (was nicht nur wegen der Debatte um Kohlenstoffdioxid interessant ist).

Die Natur als Ganzes betrachten. Die Natur als Verbündeten sehen. Den Leitsatz “Weniger ist mehr” anwenden. Sich die natürlichen Prozesse zunutze machen und auf effiziente Synergien mit der Natur setzen. Mit der Natur arbeiten, anstatt gegen sie. Das sind wenige Worte die das Prinzip des holistischen Managements beschreiben können.

Und bei einer gesunden Landwirtschaft befinden sich die Tiere nicht nur oberhalb des Bodens – sondern auch im Boden. Bakterien, Pilze und weitere Kleinstlebewesen stellen sicher, dass der Boden ein Reservoir von Leben ist, welcher natürliche Stoffkreisläufe (ja, auch den des Kohlenstoffs!) fördert und nährt und damit die Grundlage für  gesunde Pflanzen und Tiere bietet.

Und ein gesunder Boden ist eben ein Boden voller Leben. Und dieser kann wiederum das Leben auf der Erde fördern!

Es gibt demnach landwirtschaftliche Lösungsansätze, die wieder einen natürlichen Kreislauf zwischen Tier, Pflanze und Boden herstellen können und auch aus guten Gründen Viehhaltung mit einbeziehen. Das Tolle: Diese landwirtschaftlichen Ansätze sind nicht nur im eigenen Selbstversorger-Garten und in der Permakultur anwendbar, sondern auch auf großen und konventionell genutzten Flächen.

Leben und Tod

Noch bis vor wenigen Jahrzehnten sah man Tiere als Automaten, die auf ihre genetische Programmierung reagieren. Für viele ändert sich das: heute respektieren wir sie immer mehr als denkende und fühlende Wesen und als dem Menschen gleichwertiger. Ist der Mensch nicht auch einfach ein Tier?

Dass bei der Bewirtschaftung eines Feldes mit Pflanzen auch viele Lebewesen ums Leben kommen, wird oft leider außer Acht gelassen. Und wer entscheidet, dass ein Leben einer Maus mehr oder weniger wert ist als das Leben einer Kuh? Mit einer rein pflanzlichen Ernährung geht man demnach nicht dem Tod von tierischen Lebewesen aus dem Weg (je nachdem, was man natürlich für sich als Lebewesen definiert).

Und doch ist es weiterhin durchaus normal, das Leben einer Kuh als mehr wert als das Leben einer Maus oder eines Regenwurms einzuschätzen.

Wir hinterfragen aber gerne warum das so ist und an welchen Kriterien wir diesen “Wert” festlegen.

Muss das Tier ein zentrales Nervensystem haben? Spielt die Größe eine Rolle? Können wir überhaupt ein Tier über das andere stellen – oder gar über die Pflanzen stellen? Und können wir anerkennen dass wir vieles noch nicht verstanden haben, u.a. da wir in der Forschung gewisse Fragen noch nicht gestellt haben?  Möglicherweise sehen wir in einiger Zeit auch die Pflanzen ganz anders an. Inzwischen können wir zumindest nicht mehr ausschließen, dass Pflanzen auch ein Schmerzempfinden haben könnten.

Solange wir essen, geht damit die Tötung von Lebewesen einher. Sei es während des landwirtschaftlichen Prozesses oder auch während der Verdauung in Mund, Magen und Darm.

Wir vermuten sogar, dass das ein oder andere Tier bei der Bewirtschaftung eines landwirtschaftlichen Feldes grausamer um das Leben gekommen ist, als in einer verantwortungsvoll geführten Schlachterei.

An dieser Stelle möchten wir Temple Grandin, eine Dozentin für Tierwissenschaften und Spezialistin für den Entwurf von kommerziellen Viehhaltungen, aus ihrem Buch “Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier” (S. 316) zitieren

Ich weiß noch, wie ich nach der Entwicklung meines Schlachthof-Systems den Blick über den Hof schweifen ließ, in dem Hunderte von Tieren in Gehegen standen. Ich fühlte mich ganz bedrückt, weil ich soeben eine hocheffektive Schlachtfabrik entworfen hatte. Und Kühe sind die Tiere die ich am meisten liebe. Damals wurde mir klar, dass keines dieser Tiere existieren würde, wenn sie der Mensch nicht gezüchtet hätte. Seitdem weiß ich, welche Verantwortung damit einhergeht: Wir schulden ihnen ein anständiges Leben und einen anständigen Tod. Ihr Leben sollte so unbelastet wie möglich sein, und genau das ist mein Job

Ganz klar, die Schlachtung eines Tieres ist kein schöner Prozess. Und: Jedem Lebewesen sollte mit Respekt begegnet werden.

Der Tod gehört für uns zum Leben dazu. So sehr man das eigene Leben und das Leben der anderen würdigen kann – so ist auch der Tod ein Prozess, den man so würdevoll wie möglich gestalten kann.

Menschen, Tiere und Pflanzen – alle verdienen ein so artgerecht wie mögliches Leben und einen möglichst überraschenden, schmerzfreien und damit auch würdevollen Tod. Auch in der Landwirtschaft.

Respekt als Grundlage für das Leben

Es ist heutzutage generell üblich, dass in Berichten und Aktivitäten von Menschen wie Politikern, Umweltschützern, besorgten Bürgern etc. mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen gearbeitet wird.

Landwirte werden für die heutigen landwirtschaftlichen Zustände und ihre Folgen an den Pranger gestellt. Auch vor dem Konsumenten machen die Schuldgefühle keinen Halt – Fleisch isst man heutzutage selten ohne nicht einmal Schuldgefühle gehabt zu haben.

Schuldgefühle können verursachen, die Verantwortung abgeben. Eine Art und Weise, die wahrscheinlich viele von uns aus ihrer täglichen Kommunikation mit anderen, aber auch mit sich selbst kennen. Aus dieser Erfahrung erkennt man wahrscheinlich: wirklich voran bringt diese Technik nicht.

Statt mit Schuldzuweisungen zu arbeiten, könnte man sich auch mit Respekt begegnen.

Und Respekt gehört unter anderem denjenigen, die unser Essen bereits Jahrzehnte lang produzieren – den Bauern und allen Nahrungsmittelproduzenten.

Auch wenn die derzeitige vorherrschende Massentierhaltung (und der damit einhergehende Fleischkonsum) und die sogenannte konventionelle Landwirtschaft langfristig nicht sinnvoll sind und sichtbare Probleme mit sich bringen, die es zu lösen vermag – sie erfüllt derzeit ihren Zweck. Sie ernährt uns beispielsweise!

Bauern sind eben die Menschen, die mit relativ geringem Aufwand unsererseits konstant Lebensmittel liefern – sei es Fleisch, Gemüse oder Obst oder andere Produkte aus dem Supermarkt. Oder könntest du mit Sicherheit sagen, dass du dich selber ernähren könntest, wenn ab morgen die Bauern keine Lebensmittel mehr bereit stellten?

Wir haben es geschafft, dass nur noch ein geringer Anteil der westlichen Weltbevölkerung damit beschäftigt ist, überhaupt Nahrung herzustellen. Das war bis vor einigen Jahrzehnten noch anders. Anstatt mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen zu arbeiten, wäre auch eine Möglichkeit, die Menschen, die an der Produktion von Lebensmitteln beteiligt sind und ihre Arbeit, wertzuschätzen. Und bei beobachteten Problemen, die unsere heutige Landwirtschaft und Viehhaltung mit sich bringt, es eher mit konstruktiver Kritik und konstruktiven Feedback zu versuchen.

Probleme können so respektvoll offenbart werden – und dies kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Erkenntnisse und Verständnis hervorzubringen – und damit auch lösungsorientiert an Veränderungen zu arbeiten statt Verteidigungsmechanismen hervorzurufen.

Anderen Menschen Vorwürfe zu machen für ihr Verhalten und was alles falsch läuft hat wahrscheinlich selten zu langfristigen und gewünschten Änderungen geführt. Respekt, Verständnis und konstruktive Kritik bzw. konstruktives Feedback sind für uns die bessere Basis für ein (kooperatives) Miteinander und das Angehen von Lösungen.

Auch in der Debatte um das Tierwohl.

Fleisch und Gemüse essen für die Gesundheit

Fleisch essen ist heutzutage nicht nur ein Statussymbol sondern gehört eben zu unseren Verdauungsmöglichkeiten, die mit der Salzsäure, der Menge an proteolytischen (eiweißspaltenden) Enzyme und eben auch der Länge des Darms erklärbar sind.

Doch wie sieht es mit den gesundheitlichen Gründen Fleisch zu essen aus?

Die Menschen, die sich inzwischen wohler fühlen kein Fleisch oder auch tierische Produkte zu essen – klar, die gibt es. Das hängt wohl auch mit der Gewohnheit, dem Zustand der Physiologie – insbesondere Verdauung und der Zusammensetzung der Darmbakterien zusammen.  Aus ähnlichen Gründen verzichten jedoch Menschen auch auf Gemüse- und Obstsorten.

Fleisch hat viele wertvolle Bestandteile und ein gesunder “normal” funktionierender Darm hat potentiell die Fähigkeit Fleisch zu verdauen.

Ist dies jedoch ein Grund Fleischkonsum uneingeschränkt zu empfehlen?

In Zeiten in denen verschiedene Ernährungsformen angepriesen werden und viele von sich behaupten, die beste zu sein, wollen wir dich dazu ermutigen durch Ausprobieren und eine offene Einstellung selber herausfinden, was für dich derzeit richtig ist (damit sind Änderungen über die Zeit eingeschlossen).

Klar, auch wir empfehlen eine Ernährungsform, versuchten jedoch von Anfang an weder starr noch unkritisch unser Wissen und unsere Erfahrungen mit Paleo zu teilen.

Eine allgemeine Aussage zur Wirkung von Lebensmitteln – auch bezüglich Fleisch- für alle zu treffen wäre wohl auch zu vermessen! Wenn dich eine vegetarische oder auch vegane Ernährungsweise anspricht – probiere es gerne für dich aus.

Unserer Meinung nach muss jedoch auf Fleisch weder aus gesundheitlichen noch aus ethischen Gründen verzichtet werden. Unsere persönliche Strategie ist, dass wir es für sinnvoll erachten, auf das Maß des eigenen Fleischkonsums zu achten – und sich zu erkundigen woher das Fleisch kommt, das man isst.

Alles ist miteinander vernetzt

Auch wenn sich das witziger liest, als es tatsächlich ist: Um moderne Massentierhaltung zu sichten brauchen wir nicht unbedingt in Tierställe schauen- sondern einfach in Großraumbüros. Das Problem der “eingesperrten Tiere” ist näher als wir denken. Wir glauben einfach, dass wir einen generellen Lebenswandel brauchen. Und dafür stehen wir auch mit Paleo360 – und beispielsweise der 30 Tage Lifestyle Challenge.

Wir haben alle dazu beigetragen, dass die Landwirtschaft so ist, wie sie ist. Produzent und Konsument stehen im Zusammenhang. Ist es nicht an der Zeit sich dieser Verantwortung bewusst zu werden?

Eine holistische und ganzheitliche Sichtweise, entsprechendes Weidemanagement, Fokus auf die Bodenbiologie, respektvolles Miteinander -das sind nur weniger der vielfältigen Lösungsansätze für die heutigen Probleme.

Veganismus ist jedoch keine Lösung. Jedoch ist auch bedenkenlos Fleisch zu essen keine Lösung. Denn: Vor allem ist einfach so weitermachen wie bisher keine Lösung.

Wir wollen voller Zuversicht und Hoffnung auf die Zukunft blicken.

Für eine Veränderung der Art und Weise wie wir leben und miteinander umgehen, für eine Veränderung in der Landwirtschaft, und auch der Art und Weise wie wir Unternehmen führen,… – dafür braucht es Menschen. Menschen mit Tatendrang.

Und wir brauchen die Verantwortung für Veränderung auch nicht an die derzeitigen Entscheidungsträger der Länder abzugeben.

Wer daran interessiert ist, seinen Beitrag zu positiven Veränderungen z.B. in der Landwirtschaft zu leisten, an Lösungen interessiert ist und diese umzusetzen, Machtspiele außen vor zu lassen und narzisstische Wesenszüge in den Hintergrund treten zu lassen und mit uns arbeiten möchte – der schreibt uns gerne in die Kommentare.

Wenn du bereits an tollen verändernden landwirtschaftlichen Projekten mitwirkst, von denen wir wissen sollten, teile uns das natürlich auch mit!

Hier gerne weiterlesen:

Temple Grandin – Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier. Eine Autistin entdeckt die Sprache der Tiere. – Ullstein Verlag

Earthfort – Möglichkeit zur  Bodenanalyse und Wissen rund um einen gesunden Boden

Allan Savory

An Animals Place – Michael Pollan

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Geschrieben von Anja

Anja ist Ernährungswissenschaftlerin und beschäftigt sich schon eine Weile mit dem Paleo-Lebensstil, welcher ihr mehr als nur Energie für Alltag und Sport bringt. Sie weiß, Paleo birgt für jeden die Möglichkeit seine individuelle Ernährung zu finden - mit dem Ziel eines neuen Körpergefühls und langfristiger Gesundheit. Und genau das ist ihre Motivation ihr Wissen an andere weiterzugeben.
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7 Kommentare

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  1. Cecilia //

    Hallo,
    vielen Dank für den Artikel. Ich frage mich nur, wie soll es möglich sein, alle Menschen mit Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren zu ernähren? Dafür fehlt einfach der Platz. Von daher denke ich, dass es Vegetarier bzw. Veganer geben muss, ansonsten ist das nicht möglich.

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  2. cmueckter //

    Danke für diesen tollen Artikel, der mir aus der Seele spricht.

    Ich bin der Meinung, Fleisch essen ja – aber in Maßen und von artgerecht gehaltenen Tieren.

    Früher haben die Steinzeitmenschen auch nur dann Fleisch gehabt, wenn sie ein Tier erlegen konnten. Das haben sie dann haltbar gemacht, wenn mal kein frisches Fleisch da war.

    Wir müssen dringend weg von der Massentierhaltung. Da werden die Tiere unnötig gequält und mit Antibiotika und sonstigem Mist vollgepumpt.

    Ich kann mich noch erinnern – als ich Kind war, haben meine Eltern z.B. die Koteletts halbiert und jeder hat eine Hälfte bekommen. Der Rest war Gemüse oder Salat und Kartoffeln.

    Es hat uns nicht geschadet und wir sind alle groß geworden.

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    • Anja Wagner //

      Super, danke für das freundliche Feedback! Unseren Konsum – in diesem Fall Fleisch – zu überdenken halte ich auch für vorteilhaft :) LG, Anja

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  3. Michael //

    Hey Anja,

    was spricht denn gegen Vegetarismus, außer das der menschliche Körper Fleisch verdauen kann. Als “Allesesser” ist doch auch eine ganz vegetarischen bzw. fast veganen Ernährung (90/10) möglich, ohne dem Körper zu schaden oder? Zur Not B12 zuzuführen ist für mich das kleinere Übel.
    Warum also nicht den Tieren und der Umwelt zuliebe verzichten?
    Das Böden dank der Tiere weniger erosionsgefährdet und fruchtbarer sind mag vielleicht ein Argument für entsprechende Länder sein, aber ist doch überhaupt nicht zur deutschen (Massen-)Tierhaltung.

    Gruß,
    Micha

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    • Anja Wagner //

      Hallo Michael – danke für deinen Kommentar! Meines Erachtens spricht nichts gegen eine vegetarische Ernährung und wir halten es durchaus für sinnvoll seinen Fleischkonsum zu bedenken. Dennoch ist meines Wissens nach ein Fleischverzicht der Tiere und Umwelt zuliebe nicht notwendig – es gibt eben landwirtschaftliche Lösungen, die die derzeitig vorherrschenden Tierhaltungs-Modelle verändern könnten und eben auch eine omnivore Kost für die Menschen weiterhin möglich macht.

      LG, Anja

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  4. Robert //

    danke für den ausgezeichneten artikel! vielleicht sollten wir low-carber mehr auf das gemeinsame mit den veggies achten!

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    • Anja Wagner //

      Hallo Robert – viele Dank für den Kommentar! Ja, letztendlich ist die Intention oft überschneidend, nur die Herangehensweise und Erklärung ist anders. LG, Anja

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