Ingwer

Hierzulande oft noch misstrauisch beäugt, ist der Ingwer in der asiatischen Küche als König der Gewürze bekannt – und das nicht ohne Grund: sein intensiver Geschmack, seine gesunden Wirkstoffe, der Ingwer ist ein wahrer Alleskönner.

Regelmäßig gegessen hält er einige gesundheitlichen Vorteile parat und ist in Kombination mit frischen Lebensmittel (Gemüse, Kräutern, Fleisch, Fisch…) und weiteren Gewürzen wie Kurkuma und Zimt einfach lecker – und ziemlich gesund.

Ingwer kann man in feurigen Tees, in Kokosmilch oder in den verschiedensten Gerichten (z.B. in einer exotischen Fischpfanne) einsetzen. Mit dem Gewürz wird es eindeutig nicht langweilig! Grund genug für uns, ihn genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Herkunft von Ingwer

Niemand weiß genau, woher der Ingwer genau stammt - so lange wird er schon von Menschen genutzt. Seit tausenden von Jahren wird er in Ostasien in der Küche, aber auch als Heilpflanze genutzt. Vermutet wird jedoch, dass er ursprünglich aus Sri Lanka oder den pazifischen Inseln kommt.

Im deutschsprachigen Raum ist Ingwer seit dem 9. Jahrhundert bekannt und findet sich auch in mittelalterlichen Kräuterbüchern.

Heutzutage wird Ingwer hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten angebaut, Hauptproduzenten sind Indien, Nigeria und China. Aber auch bei uns kann die Pflanze wachsen, dazu gleich mehr.

Wann hat Ingwer Saison?

Immer - das ist die gute Nachricht für alle Freunde der scharfen Knolle. Weil wir vom Ingwer die Wurzelknolle nutzen und diese das ganze Jahr über wächst, wird auch jederzeit frischer Ingwer angeboten.

Und wer sich den Gang zum Supermarkt sparen möchte, kann den Ingwer sogar selbst anbauen: Schneide einfach eine gekaufte Ingwerwurzel in ca. 4 cm große Stücke und stecke diese mit der Schnittfläche nach unten in die Erde, so dass noch ein kleines Stück herausragt. Bei warmer Temperatur und ausreichend Licht wird schon bald die neue Pflanze keimen und in der Folge neue Wurzelknollen ausbilden - 8-10 Monate später kannst Du Deinen eigenen Ingwer ernten.

Ingwer: Sorten & Geschmack

Es gibt mehr als 1000 verschiedene Ingwersorten in unterschiedlichen Teilen der Welt, die sich in Farbe, Struktur und Wuchs unterscheiden.

Fast allen von ihnen ist gemein, dass es ihre Wurzelknollen sind, auf die wir es für den Einsatz in der Küche abgesehen haben.

Die gelblich-faserige Ingwerwurzel zeichnet sich durch einen sehr würzigen, brennend-scharfen Geschmack aus. Dieser kommt neben ätherischen Ölen vor allem durch die Gingerole - Scharfstoffe, die für den typischen Geschmack des Ingwers sorgen.

Nährwerte: Wie gesund ist Ingwer?

Wenigen Pflanzen werden so viele gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben wie dem Ingwer - was kaum überrascht, enthält er doch eine Vielzahl von Vitaminen und Nährstoffen! Einen kleinen Ausschnitt davon sehen wir in der Nährstofftabelle:

Nährwertepro 100 g
Kalorien80kcal
Fett0,8 g
Kohlenhydrate18 g
Eiweiß1,8 g
Inhaltsstoffepro 100 g
Kalzium16 mg
Vitamin C5 mg
Eisen0,6 mg
Vitamin B60,2 mg
Magnesium43 mg

Ingwer lagern und einkaufen

Kaufst Du Ingwer im Laden, solltest Du darauf achten, dass die Knolle sich fest und schwer anfühlt. Ist die Knolle schon runzlig und weich, oder hat gar feuchte Stellen, ist sie schon zu alt.

Zu Hause lässt er sich am besten im Kühlschrank lagern, sonst wird die Knolle schnell fasrig und trocken. Lagere ihn am Besten in einem luftdichten Behälter, dann hält er sich gekühlt bis zu drei Wochen im Kühlschrank.

Eingelegt, im Getränk, als Gewürz: Die besten Rezepte mit Ingwer

Ingwer findet sich erstaunlicherweise in auch in vielen Getränken: Von der sommerlichen Limonade, über Ingwertee bei Erkältung bis zum unter Paleolanern nur am Cheatday erlaubten Ginger Ale.

Seine beste Figur macht er aber als Gewürz, deshalb haben wir für Dich unsere Lieblingsrezepte mit Ingwer rausgesucht: