Entzündungszeichen im Körper: Diagnose von Inflammationen

Wir kommen gleich zur Sache und stellen folgende Theorie auf: Jeder (chronischen) Erkrankung liegen Entzündungsprozesse zu Grunde. Auch wenn diese Theorie erst sehr erschreckend klingen mag, birgt sie eine große Chance.

Und zwar die Möglichkeit, dass man selber etwas tun kann. Und dass bei weit mehr als den mit bisher Entzündungen assoziierten Erkrankungen wie den Autoimmunerkrankungen (Hashimoto, Multipler Sklerose, Morbus Crohn und Co.)- sondern auch bei vielen Formen von Depressionen und anderen mentalen Leiden, Herz Kreislauf Erkrankungen, Alzheimer, Leaky Gut und sogar Krebs.

entzündungen und inflammation

Entzündungen erkennen, abklingen lassen und vorbeugen: auch für dich möglich

Bisher bekannt und üblich ist die Medikamenteneinnahme (von Cortisol etc.) um Entzündungsprozesse einzudämmen, die Krankheit und die dazugehörigen Symptome zu “bekämpfen”. Dieser Ansatz steht auch weiterhin im Fokus der Forschung und kann vor allem bei akuten Beschwerden sinnvoll sein.

Wer sich wirklich traut Verantwortung für die eigene Gesundheit und vor allem Genesung  zu übernehmen, geht über die Symptombehandlung hinaus, also der “Bekämpfung” der Entzündung – und forscht an der Ursache.

Aus Erfahrung können wir sagen, dass sich so wieder die Möglichkeit eröffnen kann, offen für neue Lösungsansätze, Herr über die eigene Biochemie und damit auch das eigene Leben und Wohlergehen zu werden.

Wie? Das wollen wir in diesem Artikel deutlich machen.

In diesem Artikel erfährst du.

  1. Wie Entzündungsprozesse im Körper entstehen können
  2. Wie man Herr über die eigene Biochemie werden kann  – mittels Ernährung, Kälte, Bewegung und Yoga.
  3. Warum es sich lohnen kann das eigene Leben anzuschauen und sich zu fragen wie zufrieden man gerade ist.

Wie äußern sich Entzündungen?

Klassisch kann man Entzündungen an folgenden Merkmalen erkennen: Rötung, Schwellungen, Schmerzen, Überwärmung und eingeschränkten Funktionen des betreffenden Gewebes. Den Mückenstich, die offene Wunde nach einem Sturz, den wunden Hals bei einer Erkältung – jeder von uns hat sicherlich bereits ein oder mehrere Entzündungs-Erlebnisse in seinem Leben gehabt und kann sich aktiv an die akuten Entzündungsprozesse, der oft und hoffentlich eine Wundheilung folgte, erinnern.

Entzündungsprozesse sind demnach eine ganz normale Funktion unseres Körpers, insbesondere unseres Immunsystems, mit der wir auf verschiedene Reize (bspw. Nahrung, Lärm, Mikroorganismen) aus unserer Umwelt reagieren. Bei einer akuten Reizung folgt der Aktivierung des Immunsystems und weiterer Stoffwechselwege im Körper normalerweise eine Ruhepause. In der Fachsprache ausgedrückt könnte man es so sagen: Der inflammatorischen Phase folgt eine anti-inflammatorische Phase (wobei diese Prozesse sicherlich auch parallel laufen können).

Ist der Reiz ständig und oft auch unterschwellig, also bspw. über mehrere Wochen vorhanden, kann es zu einer dauerhaften Aktivierung des Immunsystems kommen – man spricht von chronischen Vorgängen.

Chronische Entzündungsprozesse im Körper sind oft unsichtbar, die sich eben nicht über klassische Entzündungsmerkmale erkennen lassen. Man kann es sich als Dauerprozesse vorstellen, die keine Ruhe haben bzw. denen die Zeit fehlt um die notwendige Balance im Immunsystem wiederherzustellen.

Es sind Entzündungsprozesse, die weiterhin auf biochemischer Ebene ablaufen, jedoch im Inneren des Körpers und neben einzelnen Organen und Geweben auch den ganzen Körper treffen können. Man spricht neben chronischen Entzündungsprozessen auch von niedriggradiger Entzündung (low grade inflammation im Englischen).

Auch wenn die Entzündungssymptome nicht offensichtlich sind, können sich diese Zustände im Körper durch einige Symptome bemerkbar machen, die bspw. die Verdauung, den geistigen Zustand und das Aktivitätslevel betreffen.

Damit kommen wir bereits zu einem praktischem Hinweis: Um das eigene “Entzündugslevel” zu beleuchten, kann man das eigene Befinden und die eigenen Körpersignale ehrlich hinterfragen (dazu gleich nochmal mehr).

Typische Entzündungswerte und Entzündungszeichen

Welche diagnostischen Marker gibt es jedoch um den Entzündungsstatus des Körpers zu erkennen?

Unter dem Begriff Entzündungswerte bzw. Entzündungsmarker werden in der Labordiagnostik eine Reihe von Blutwerten gemeint. Diese geben dir bzw. dem Arzt Auskunft über chronische bzw. akute Entzündungen im Körper.

Akute Entzündungen können über die Leukozyten Zahl im Blut nachgewiesen werden. Grundsätzlich kann eine chronische Entzündung mit den Marker CRP, hs-CRP, TNF-Alpha oder auch bestimmten Interleukinen wie IL-6, IL-10 gut dargestellt werden. Alles sind Bestandteile des Immunsystems und Teile der Immunantwort. Besonders aussagekräftig wird der Test auf hs-CRP (high sensitive- C-reaktives Protein) in Fachkreisen angesehen, eine Auswertung besprichst du am besten mit jemanden vom Fach.

Labordiagnostische Verfahren geben dir Auskunft über den derzeitigen Aktivierungsstatus des Immunsystems, dir wird quasi eine Momentaufnahme gewisser innerer biochemischer Prozesse geliefert. Doch wie bereits beschrieben, bei aufmerksamer Selbstbeobachtung können gewisse Laborergebnisse “vorhergesehen” werden.

Der Darm und die Haut sind normalerweise die Organe unseres Körpers, die die größte Kontaktfläche bzw. Grenzfläche zu unserer Umwelt darstellen und relativ gut eine Aussage zu unserem Gesundheitszustand ableiten lassen.

Wie gesund fühlt sich deine Verdauung an – wie ist deine Stuhlkonsistenz, hast du oft Durchfall, Blähungen oder Verstopfungen? Wie ist deine Hautbeschaffenheit, hast du viele Pickel und unreine Haut? Hast du Allergien und/oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Die Antworten auf diese Fragen sind bereits alles Hinweise, die auf den Entzündungsstatus im Körper hinweisen können.

Wie entstehen Entzündungen?

Man könnte das Thema Entzündung aus vielen Blickwinkeln, vor allem erst einmal physiologisch betrachten und die Beteiligung der Bestandteile des Immunsystems erklären – und auch die Zusammenarbeit von Lymphozyten, Lysosomen, Fibroblasten und Vorgänge wie Chemotaxis, Phagozytose und Beteiligung von Bestandteilen wie Kollagen. Wir wollen uns gar nicht so auf pathologische  und physiologische Prozesse eingehen (obwohl sich hier faszinierendes Wissen verbirgt), das kann man in vielen anderen Artikeln und Büchern nachlesen.

Wir wollen stattdessen uns auf praktische Ansätze konzentrieren, die helfen können, das eigene Immunsystem wieder auszubalancieren.

In unserer Vorstellung kann man eine Entzündungsreaktion des Körpers auch als eine Stressreaktion ausdrücken – als eine Reaktion auf einen äußeren bzw. inneren Reiz, die die innere Homöostase aus dem Gleichgewicht brachte und nun mittels der Entzündungsreaktion die Homöostase wieder hergestellt wird. Das mag sehr einfach klingen, vereinfacht jedoch die Vorstellung dessen was in unserem Körper passiert und gibt die Möglichkeit die Situation entsprechend einschätzen zu können.

Stressbedingte Reaktionen sind notwendig, es ist unsere Reaktion auf unsere Umwelt. Stress kann sowohl positiver als auch negativer Natur sein. In welchem Maß sich der Stressor auf uns auswirkt, das können wir und unsere körperlichen Zustände selber entscheiden.

Und damit kommen wir zu folgenden Punkt: Chronische Entzündungen können als ein Symptom gesehen werden. Es ist das Zeichen eines Körpers, der ganz normal auf einen chronischen, dauerhaften Input reagiert – und sei dieser emotionaler, psychischer oder auch physischer Art. Der Körper reagiert genau richtig, auf die Einflüsse, die ihn erreichen – welche sich eben dann in den verschiedensten Auswirkungen einer chronischen Entzündung zeigen können. Hier scheint als erster Schritt sinnvoll herauszufinden, welche Einflüsse die Entzündungsprozesse hervorrufen und am Laufen halten, und das scheint für jeden Menschen unterschiedlich zu sein.

Welche Faktoren und welche Reize können Entzündungsvorgänge im Körper fördern?

  • einseitige und mangelhafte Ernährung, angereichert mit allergen und vorrangig entzündlich wirkenden Stoffen – oft im Zusammenhang mit dem Darm-Mikrobiom zu sehen
  • Schlafmangel
  • Bewegungsmangel
  • psychologischer Stress (negative Sicht auf das Leben, Sorgen und Angst vor Umweltchemikalien, der Zukunft, Krankheit und Tod, ein Job, den man nicht magt und man ständig unter Druck/Stress ist, Stress/Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Partner, mit der Familie, Freunden, Bekannten, Umgang mit einem schweren Schicksalsschlag, …)

Wie wir anhand dieser Aufstellung sehen – die Lebensweise, vergangene Erfahrungen, Gedanken und Denkstrukturen und damit verbunden auch Gefühle und Emotionen, können einen Einfluss auf uns haben und darauf wie unsere Biochemie im Inneren funktioniert – und damit einen Einfluss darauf wie wir uns fühlen, welchen Gesundheitszustand wir haben und natürlich wie unser Leben verläuft.

Um mit Entzündungsvorgängen im Körper umzugehen ist teilweise ärztlicher Rat angebracht, entscheide hier gerne eigenverantwortlich an welcher Stelle du stehst.

Wir zeigen im Folgenden praktische Ansätze, die dabei helfen können, den Körper wieder zu einer inneren Balance zu führen.

Was tun bei Entzündungen

Wir sind überzeugt davon, dass der Körper immer dann selber heilen kann, wenn Heilung bzw. Verbesserung des Gesundheitszustandes wirklich angestrebt wird. Sei es nun mit medizinischer Unterstützung oder eben nicht. Wir können mit unseren Handlungen, also mit dem was wir tun (bspw.. essen) oder eben nicht tun (bspw. essen) eine Auswirkung auf das haben was in uns, bspw. an biochemischen Prozessen abläuft.

Was kann helfen?  Wie schafft man sich ein ausgewogenen und ausbalanciert funktionierenden Immunsystem?

Wir stellen vier Möglichkeiten vor, wie du Einfluss auf deine inneren Vorgänge und damit deine Gesundheit in die eigene Hand nehmen kannst.

All diese Wege helfen potentiell dabei sich mit der Ursache der Erkrankung auseinandersetzen, und nicht nur bei der Behandlung eines Symptoms zu bleiben. Such dir ein Gebiet aus, in dem du Potential für dich selbst siehst, es dich quasi anspricht.

1. Darmgesunde und entzündungshemmende Ernährung

Jedes Essen und damit Nahrungsmittel kann einen Reiz, einen Stressfaktor, für uns darstellen. Wir sind überzeugt davon, dass ein gesunder Körper mit allen Nahrungsmitteln gut umgehen kann – umso natürlicher umso besser. Jedoch haben viele Menschen über die Jahre hinweg verschiedenste Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittel und Allergien der verschiedensten Art ausgebildet- welche mit der Entstehung und Aufrechterhaltung von entzündlichen Prozessen im Körper verbunden sein können und damit auch im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen etc. stehen können. Vielleicht hast du auch bereits von der Diagnose Leaky Gut oder auch durchlässiger Darm/gestörte Darmpermeabilität gehört.

Um diese Zustände zu heilen, kann es sinnvoll sein, bestimmte Nahrungsmittel die als besonders entzündlich wirkend gelten, für eine gewisse Zeit zu meiden – um sich selbst, dem Darm und damit der gesamten Physiologie des Körpers eine Auszeit zu gönnen, sozusagen einen Reset. Mit der 30 Tage Challenge und auch dem Autoimmunprotokoll (AIP) bieten wir Lösungsvorschläge für alle die (noch) an einer miserablen Darmgesundheit leiden.

Da wir davon ausgehen, dass der Zustand der Darmbarriere und die Zusammensetzung und Vielfalt der Darmbakterien (Darmmikrobiom) einen großen Anteil an der Ausbildung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien, verbirgt sich dahinter eine gute Nachricht.

Das eigene Mikrobiom und den gesundheitlichen Zustand der Darmbarriere kann man beeinflussen. Was kannst du mit deiner Ernährung tun um deine Darmgesundheit und damit Entzündungsstatus im Körper zu verbessern?

  • eine zuckerfreie Phase einlegen
  • getreide- und milchfreie Zeit einlegen, da hier Substanzen enthalten sind, die den Zustand der Darmbarriere beeinträchtigen können (Gluten, ATIs, Casein bspw.)
  • Omega 3 und Omega 6 Fettsäure Verhältnis in der Ernährung anschauen und verändern
  • Fermentierte Lebensmittel zu dir nehmen (Kombucha, Kefir, Sauerkraut, eingelegte Gurken,..)
  • Kräuter und Wildkräuter in die Ernährung einbauen- sie enthalten viele anti-entzündliche Stoffe, bzw. Stoffe die den Körper bei den inneren Reaktionen unterstützen – gut eignen sich auch Gewürze wie Kurkuma und Zimt
  • Beim essen entspannen, Essen als Ruhepol sehen
  • Dankbarkeit für das Essen und alle am Entstehungsprozess Beteiligten empfinden

Wir finden – alle diese Punkte sind in der Ernährung umsetzbar und auch auf eine angenehme Art und Weise. Dafür stehen wir schließlich auch mit Paleo360 :) 

💪 Wenn du Motivation und Tipps für eine Ernährungs- und Lebensweiseumstellung brauchst  -hol dir deine tägliche Unterstützung in die Inbox mit unserem E-Mail Service der 30 Tage Challenge. 💪 Die Challenge ist auch im Premium Paket enthalten.

Mach mit uns die ersten Schritte  wir unterstützen dich – fühle den Unterschied für dich selbst!

2. Kälte und Atmung

Ein Mann. Eine Methode. Diese beinhaltet eine besondere Atemtechnik und Kältereize – für 4 Tage.

Bereits in dieser Phase senken sich die eingangs beschriebenen messbaren Entzündungsparameter deutlich. Das sagt Wim Hof, ein Niederländer und auch bekannt als “The Ice Man”, ganz deutlich und konnte dies bereits durch wissenschaftliche Studien belegen lassen.

Kann es wirklich so einfach sein, sich durch quasi kostenlose Techniken selbst zu heilen? Dass der eigene Atmung und der Umgang mit Kälte ein Mittel gegen chronische Krankheit und damit Entzündungen darstellt?

Ja!

Durch die bessere Versorgung des Körpers mit Sauerstoff bringen wir wieder Leben in den Körper und Geist. Auch die wissenschaftlichen Untersuchungen der “Wim Hof Methode” lassen vermuten, dass wir die Fähigkeit haben das autonome Nervensystem zu aktivieren und damit auch mehr Einfluss auf das eigene Immunsystem und Hormonsystem haben, als wir derzeit noch glauben mögen.

Wir finden, dass der Niederländer ein großes Tor öffnet, durch das jeder hindurchgehen kann der möchte – und zwar ein Tor, das zur Kontrolle über das eigene Leben und der eigenen Biochemie und damit Gesundheit führen kann.

Dass seine Methode funktioniert zeigt Wim Hof sehr eindrücklich und gibt diese auch sehr offen weiter. Dass es funktioniert, kann man wahrscheinlich auch erst glauben, wenn man es erfahren hat. Wenn du darüber mehr erfahren möchtest, lies im passenden Artikel zur Kälte und Atemtechniken weiter – oder auch direkt auf der Website von Wim Hof.

3. Artgerechte Bewegung

Katy Bowmann, Biomechanikerin und Teil der Movement Bewegung, hat formuliert:

“Illness is typically looked at as physiology gone wrong. I assert here that, in most cases, our physiology is responding exactly as it should to the types of movement we have been inputting. Instead of thinking of ourselves as broken, we should recognize our lack of health as a sign of a broken mechanical environment.”

Frei übersetzt, bedeutet es für uns, dass Krankheit typischerweise so betrachtet werden kann, dass auf physiologischer Ebene etwas falsch läuft. Katy geht jedoch auch davon aus, dass in den meisten Fällen die Physiologie des Körpers genau richtig auf das reagiert, was wir uns zuführen – in Form von Bewegung, Ernährung und Co. Anstelle von uns zu denken, dass etwas in uns falsch läuft, können wir die Zustände des Körpers als Reaktion auf unsere Umgebung wahrnehmen.

Jede Bewegung in deinem Tag hat eine Auswirkung auf dich – und die eigenen eingefahrenen Bewegungs- und Handlungsmuster zu betrachten kann sich lohnen! Um dann genau die Bewegungsmuster herauszufordern, die zu chronischen Entzündungsprozessen beitragen können.

Wir reden hier nicht davon, dass die ultimative Empfehlung ist, dass du mehr Sport treiben sollst – sondern auf die Qualität deiner Bewegung zu achten und wie und wie viel du dich in deinem Alltag bewegst. Es kann durchaus sein, dass dir mehr Bewegung im Tag gut tun wird!

(Gute) Bewegung kann mehrere Vorteile für den Organismus haben. Mehr Muskelmasse verbessert den Stoffwechsel, regelmäßige Bewegung verbessert die Hormonlevel und Sensitivität von und auf Hormone wie bspw. Cortisol, Leptin, Ghrelin und Melatonin. Die Gelenke werden mobilisiert und gestärkt, der Nährstoffaustausch und auch Produktion von Gelenkflüssigkeit gefördert. Und auch folgendes ergibt für uns Sinn: Während das glymphatische System des Gehirns zur Regeneration Schlaf benötigt, braucht das lymphatische System des Körpers Bewegung. Denn nur in Bewegung kann das passive Lymphsystem seiner Funktion voll gerecht werden – indem es Giftstoffe abtransportiert, Nährstoffe transportiert und die Immunzellen zirkulieren und damit ihre Arbeit verrichten lässt. So viel zu einer guten Funktionsfähigeit des Körpers durch Bewegung.

Wir sind auf jeden Fall Fans von guter Bewegung während des Tages an bzw. in der Natur. Für uns gehört Barfuß gehen und laufen und auch das inkooperieren von verschiedenen Sitz- und Ruhepositionen (wie die tiefe Hocke) fest zu einem gutem Bewegungsrepertoire. Für mehr Input zu “gesunden” Bewegungsmustern empfehlen wir auch gerne das Buch “Bewegung liegt in deiner DNA” von Katy Bowmann und den You Tube Kanal von Strong und Flex.

Und auch das passt zum Thema: Vielleicht hast du sogar bereits etwas von dem heilsamen Trend Waldbaden aus Japan gehört. Komm in Kontakt mit der Natur und all den anderen Lebewesen (auch Bakterien) die sich in ihr befinden. Das trainiert dein Immunsystem wieder auf eine natürliche Art und Weise. Dein Stresslevel und das Immunsystem (beispielsweise die Aktivität der natürlichen Killerzellen), der Puls und Blutdruck – all diese Parameter profitieren von der frischen Luft und den ätherischen Ölen die Pflanzen (insbesondere Nadelbäume wie Kiefern, aber auch Blumen) versprühen.

4. Meditation und Yoga

Folgende Betrachtungsweise hat uns echt überrascht: Während die westliche Medizin zehntausende Krankheiten und unterschiedliche Ursachen kennt, kennt die östliche Medizin erstaunlicherweise nur eine Krankheit und deren Ursache – blockierte Energie.

Disharmonische Strukturen im Körper können nach dieser Theorie eben zu den hier angesprochenen Entzündungsprozessen führen. Yoga und Mediation, Traditionen die tief verwurzelt in der östlichen Philosophie sind, können auch uns dabei helfen, zur inneren Harmonie und dabei zu einem Ausgleich von diesen disharmonischen Strukturen beizutragen.

Um den Körper von innen nach außen zu heilen, Disharmonien in Harmonien zu bringen, dazu kann es sich lohnen, die eigenen Gedanken und Gefühle zu erkennen, akzeptieren – und dann auch bewusst zu ändern. Wir glauben daran, dass unsere Körper ein Ausdruck des Unterbewusstseins ist – und der Körper mit dem Geist verbunden ist. Unterdrücken wir also Gefühle und Gedanken dann kann es sein, dass diese eine andere Ausdrucksform annehmen – und das kann sich in einer Krankheit äußeren.

In der Yoga Philosophie hat alles einen Sinn, auch Krankheit und Verletzungen. “Wer weiß wozu es gut ist” – diese Einstellung zu den Dingen und Situationen im Leben kann vieles erleichtern. Es ist eben oft die Sichtweise und der Umgang mit einer Situation, die den Unterschied ausmachen können.

Im Yoga und bei Meditationen geht es viel darum, zu Beobachten und Loszulassen. Auch Gefühle sowie vergangene Situationen und Erlebnisse, die einen belasten, kann man beobachten und loslassen. Damit können Erlebnisse die Macht, die sie immer noch über uns haben, verlieren. Und wir sind frei uns zu ändern – in unserem Denken, Fühlen und Handlungen. Kannst du bereits einschätzen welchen gesellschaftlichen und gelernten Vorstellungen du aufsitzt? Wie Gefühle wie Scham und Schuld dein Leben und auch biochemisches Innenleben beeinflussen? Sich damit auseinanderzusetzen kann sich lohnen, Yoga zu praktizieren und zu meditieren sind unserer Erfahrung definitiv ein Zugang dafür! Wer sich hiervon angesprochen fühlt schaut auch mal ins Buch “Mindbody Code” von Mario Martinez.

Wer mit Yoga beginnen möchte und noch Input zu Theorie und Praxis braucht schaut hier vorbei – Zum Yoga Artikel.

Zur Ruhe kommen, die Gedanken beobachten, sich fokussieren – Meditieren kann jeder! Und die Vorteile sind endlos. Wir stellen dir Techniken und Übungen vor – Zum Meditations Artikel

Es liegt bei dir

Finde heraus, welche Nahrungsmittel dir gut tun, komm in deine Kraft durch bewusstes Atmen und durch Kältereize, meditiere, spüre in dich hinein und vertraue der eigenen inneren Stimme. Jeder trägt einen inneren Arzt in sich, davon sind wir überzeugt und werden wir uns selber immer mehr bewusst.

Wir hoffen wir konnten deutlich machen: Du hast deine eigene Gesundheit in der Hand und trägst auch die Verantwortung für deinen gesundheitlichen Zustand. Wenn man sich dafür entscheidet sind Medikamente oder Ärzte nur ein Abschnitt auf einem vielseitigen Weg der uns zum Heilen führt – das Wissen zur Heilung ist bereits in uns selbst vorhanden, wir brauchen “nur” lernen es zu aktivieren.

Schätze die Symptome des Körpers als Signale, die Änderung verlangen. Dabei reagiert der Körper auf den Input den er über Jahre hinweg bekommen hat, und zwar genau richtig. Unsere Körper “sprechen” zu uns, wenn wir uns die Zeit nehmen ihnen zuzuhören.

An dieser Stelle machen wir auch gerne klar, wir raten niemanden davon ab, Ärzte oder alternative Heiler aufzusuchen. Hilfe jeglicher Art annehmen ist ein wichtiger Teil im Prozess der Gesundwerdung – nur welche Art von Hilfe entscheidet man selber.

Was wir in den letzten Jahren gelernt haben ist, dass man Krankheit unterschiedlich betrachten kann. Wenn man sich auf die Suche begibt kann man auch zu Lösungen kommen. Zum einen kann man in den Kampf gehen – in den Kampf gegen die Krankheit und damit zu gewissen Teilen ja auch in den Kampf gegen sich selbst. Oder man akzeptiert, was eben ist – und macht das Beste aus der Situation. Man schaut sich sein Leben an – was ist bisher falsch gelaufen, welchen Weg könnte ich gehen um zufrieden und glücklich zu sein? Welche vergangenen Denk- und Handlungsstrukturen haben zu meiner derzeitigen Situation beitragen? Lasst euch auf jeden Fall nicht mehr erzählen, dass etwas unheilbar und unverbesserlich ist, solange in euch noch Hoffnung auf Besserung lauert!

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Geschrieben von Anja

Anja ist Ernährungswissenschaftlerin und beschäftigt sich schon eine Weile mit dem Paleo-Lebensstil, welcher ihr mehr als nur Energie für Alltag und Sport bringt. Sie weiß, Paleo birgt für jeden die Möglichkeit seine individuelle Ernährung zu finden - mit dem Ziel eines neuen Körpergefühls und langfristiger Gesundheit. Und genau das ist ihre Motivation ihr Wissen an andere weiterzugeben.
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4 Kommentare

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  1. Anna //

    Man muss auch bedenken, dass manchmal Lebensmittelunverträglichkeiten und “allergische Reaktionen” andere Gründe haben können. Ich habe durch eine Bioresonanz meine Laktoseintoleranz auskuriert und habe seitdem keine Probleme mehr. Aber natürlich ist auch die Ernährung ein sehr wichtiger Faktor.

    LG,
    Anna

    Antworten
  2. Susanne Fischer //

    Vielen Dank, Anja, spricht mir aus der Seele!
    Hie dazu noch ein aktueller Buchtip: “Allergie und Mikrobiota”, unbedingt lesen!! ist ein neues Buch aus dem Haug Verlag, in dem die biologischen Hintergründe der erwähnten Zusammenhänge von leaky gut, stiller, chronischer Entzündung und Schleimhautfunktion mit Mikrobiota und Ernährung (ja, genau, Getreideinhaltsstoffe und Casein! ein Wahnsinn) sehr fundiert beleuchtet werden. Obendrein handelt ein großer Teil dann auch von Möglichkeiten der gezielten Behandlung mit Mikroben.
    Das hat mir sehr geholfen!!!
    @Margitta: es gibt deshalb Blähungen, weil die Mikroben, die diese ” FODMAPS” (= vergärbare Stoffe, die wir gar nicht spalten können) verstoffwechseln anfangs noch nicht auf die verwertung größerer Mengen eingestellt sind. Diese Nahrungsmittel muß man vorsichtig “einschleichen”, am Besten dazu auch Bakterien einnehmen. funktioniert.
    Liebe Grüße!
    Susanne

    Antworten
  3. Margitta Kremmer //

    Hallo, ich lese immer wieder vom gesunden Darm, Probiotika, Kombucha usw. aber wenn ich Topinambur, Inulin oder Kombucha zu mir nehme, dann habe ich Blähungen und Durchfall. Haben Sie einen Rat dazu? Liebe Grüße Margitta Kremmer

    Antworten
    • Birgit //

      Hallo Margitta,
      nimmst du alles auf einmal? Wie viel? Manchmal können wir leider auch “gesunde” Sachen schlecht oder nicht vertragen. Probier dich durch, was dir gut tut.
      Aber du musst, gerade Kombucha, auch Zeit geben. Nicht gleich 1 Liter auf einmal. Fang mit 50 ml/pro Tag an.

      LG,
      Birgit

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