Kurkuma

Gelb leuchtend, lecker und mit einer Menge potentieller Vorteile für deine Gesundheit: das umschreibt das Gewürz Kurkuma gut. Viele kennen Kurkuma als den Hauptbestandteil von Curry. Doch auch reines Kurkuma-Pulver peppt Gerichte gehörig auf!

Und auch die Gesundheit dankt uns den Verzehr von Kurkuma. Denn dieser hat unter anderem entzündungshemmende Eigenschaften, die besonders dem Darm (z.B. dank eines positiven Einflusses auf die Darmbakterien/das Mikrobiom) und unserem Immunsystem zugute kommen.

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Alles rund um Kurkuma

Ein Gewürz das nicht nur toll schmeckt, eine aufregende Farbe hat, sondern ganz nebenbei auch noch bei beinahe allen Krankheiten die Heilung unterstützen soll - Gibt es nicht? Doch! Für alle die das Gesamtpaket wollen: einfach Kurkuma kaufen.

Zu recht als Königin der Gewürze bezeichnet, ist Gelbwurz wirklich eine Powerpaket, das nicht nur Depressionen lindern soll, sondern sogar bei der Krebsbehandlung eingesetzt wird. Man kann das gelbe Gewürz also guten Gewissens schlemmen.

Wo kommt Kurkuma her?

Die Ursprünge der Kurkuma-Pflanze liegen wahrscheinlich in Indien und Südostasien. Schon vor 5000 Jahren wurde sie dort offenbar als heilige Pflanze verehrt. Vor allem in der traditionellen Chinesischen Medizin und in der Ayurveda-Heilkunde hatte Kurkuma aufgrund seiner Heilwirkungen schon früh einen hohen Stellenwert. Aufgrund seiner leuchtend gelben Farbe war Kurkuma auch als Färbemittel für Textilien früh bekannt.

Nach Europa kam Kurkuma erst später, vermutlich im 14. Jahrhundert durch Marco Polo, der die dem Ingwer ähnliche Wurzel von einer seiner Reisen mitbrachte. Zunächst wurde Kurkuma bei uns nur als Zierpflanze und zum Würzen von Speisen verwendet. Die besonderen heilenden Eigenschaften des Gelbwurzes, wie der Kurkuma auch genannt wird, gewannen hierzulande erst ab etwa den 1950er Jahren an Bedeutung.

Heute wird Kurkuma bei uns zur unterstützenden Behandlung von Herzerkrankungen oder Depressionen verwendet. Auch als Färbemittel ist Kurkuma immer noch im Umlauf, getarnt unter dem Namen E100 und zu finden in zahlreichen industriell verarbeiteten Produkten wie Margarine oder Wurstwaren.

Die Kurkuma-Pflanze gedeiht in tropischem Klima und so ist Indien mit 120 000 bis 180 000 Tonnen jährlich auch heute noch Kurkuma-Hauptproduzent. Um die 80 Prozent der weltweiten Ernte werden allerdings auch dort verwendet.

Wann hat Kurkuma Saison?

Egal ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter -  Kurkuma ist bei uns alljährlich erhältlich. Sei es in getrockneter oder gemahlener Form oder in Form des sognannten „Fingers“, dem getrockneten Teil der Kurkumawurzel.

Selten findet man hingegen frische Kurkumawurzeln bei uns im Handel. Wenn dann sollte man aber in jedem Fall zugreifen, denn frischer Kurkuma ist ein besonderer Genuss.

Kurkuma: Sorten & Geschmack

Es gibt heute um die 80 verschiedenen Kurkuma-Sorten, die alle zur Familie der Ingwergewächse gehören. Kurkuma-Pulver wird aus den Wurzeln der Kurkuma-Pflanze gewonnen. Die Kurkumapflanze ist ein schilfähnliches Gewächs, deren Wurzel zylindrisch geformt ist.

Aufgrund seiner Farbe hat Kurkuma auch die Beinamen gelber Ingwer, Gelbwurz oder Safranwurzel bezeichnet.

Im Handel findet man Kurkuma in verschiedenen Varianten. Neben der pulverisierten Form und der frischen oder getrockneten Kurkumawurzel bekommt man Kurkuma auch in Form von Kurkuma-Extrakt, oder zu diversen Kapseln, Pillen und Tabletten verarbeitet. Diese Präparate sollen etwa entzündungshemmend und blutdrucksenkend wirken. Da solche verarbeiteten Präparaten aber viele andere Zusatzstoffe enthalten, sollte purer oder wenn möglich frischer Kurkuma immer das Mittel der Wahl sein.

Kurkuma schmeckt vor allem als frische Wurzel besonders intensiv: bitter, leicht pfeffrig und ähnlich wie Ingwer. Die frische Kurkumawurzel duftet wie eine eine Mischung aus Ingwer und Orange.

Nährwerte: So gesund ist Kurkuma

Kurkuma ist eine wahre Powerknolle und wird oftmals als Allheilmittel gepriesen. Zu verdanken haben wir das dem Curcumin, dem wichtigsten Inhaltsstoff der Kurkuma-Pflanze. Curcumin ist nicht nur für die schicke Farbe des Kurkumas verantwortlich, sondern hat auch auf unsere Gesundheit Einfluss.

So wirkt Curcumin wirkt nicht nur entzündungshemmend, schmerzstillend und entgiftend, auch bei einer Bandbreite an Erkrankungen soll der Verzehr von Kurkuma helfen. Das gelbe Gewürz kann unter anderem die Behandlung von Diabetes, Alzheimer, Osteoporose und Darmerkrankungen wie Morbus Crohn sinnvoll unterstützen. Es gibt zahlreiche Studien, die vor allem die Heilwirkung des Curcumins bei Krebs bestätigen. Sogar die deutsche Gesellschaft für Onkologie empfiehlt Kurkuma ausdrücklich.

Auch die im Kurkuma enthaltenen ätherischen Öle wirken sich positiv auf den Organismus aus und sollen etwa gegen Magenkrebs schützen.

Was für den Körper gut ist, kann für die Psyche nicht schlecht sein: So wirkt Kurkuma in hochdosierter Form zu guter Letzt sogar gegen Depressionen. Studien belegen, dass sich die Symptome bei Menschen mit schwerer Depression durch die Einnahme von Kurkuma verbesserten.

Nährwertepro 100 Gramm
Kalorien354 kcal
Kohlenhydrate65 g
Protein8 g
Fett10 g
Kalium2525 mg
Kalzium183 mg
Eisen41 mg
Magnesium193 mg
Vitamin C26 mg
Vitamin B61,8 mg

Kurkuma: Einkaufen und Aufbewahren

Wer von der gesundheitlichen Wirkung des Kurkuma optimal profitieren möchte, sollte unbedingt Bio-Kurkuma kaufen. Leider wird konventionell angebauter Kurkoma oft bestrahlt und ist zudem mit Pestiziden belastet. Laut eines Tests der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2011 waren viele konventionelle Kurkuma Produkte von mangelhafter oder ungenügender Qualität.

Ein weiteres Kriterium für guten Kurkuma sind die Qualitätsklassen, eingeteilt in "Finger", "Knoten" oder "Bruch". Die Klasse „Finger“ weist die beste Qualität auf, in der Klasse „Bruch“ sammeln sich dagegen eher weniger hochwertige Produkte.

Wer lange etwas vom feinen Aroma das Kurkuma haben möchte, sollte das Gewürz nur in kleinen Mengen kaufen und möglichst luftdicht aufbewahren, da das Kurkuma-Aroma schnell verfliegt. Außerdem empfiehlt sich die Lagerung an einem dunklen Plätzchen: nur so bleibt der schöne gelbe Farbstoff im Kurkuma lange erhalten.

Wie bereitet man Kurkuma zu?

Wer Kurkuma in den täglichen Speiseplan integriert, tut nicht nur seinen Geschmacksnerven, sondern auch seiner Gesundheit Gutes. Bereits eine Teelöffel Kurkuma pro Tag fördert die Gesundheit. Wichtig: Kurkuma sollte immer zusammen mit Fett verspeist werden, da sonst die wichtigen Wirkstoffe aus dem Cucurmin nicht aufgenommen werden können.

Vor allem aus der indischen und asiatischen Küche ist Kurkuma nicht mehr wegzudenken. Während die Inder Kurkuma am liebsten gemahlen und getrocknet verwenden, ist frischer Kurkuma Bestandteil der thailändischen Küche.

Ob in Fleischgerichten, Suppen, Smoothies oder Curry-Gerichten - vielen Gerichten gibt Kurkuma geschmacklich und vor allem farblich den letzten Schliff. Besonders gut harmoniert er mit anderen Gewürzen wie Zimt, Koriander oder Chili.

Auch in Getränken lieben wir Kurkuma – so wirkt ein heißer Tee mit Kurkuma und Ingwer etwa bei Erkältungen Wunder. Und einfach himmlisch schmeckt Goldene Milch, die ihre tolle leuchtende Farbe vor allem dem enthaltenen Kurkuma verdankt.

Kochen, Snacken, Backen: Unsere besten Rezepte mit Kurkuma!

Ob süß oder herzhaft, in asiatischen, indischen und  überraschenderweise auch in traditionell deutschen Rezepten - Kurkuma ist erstaunlich vielseitig. Werft einen Blick in unsere TOP 5 Kurkuma-Rezepte und lasst euch inspirieren!