Natürlich ohne Antibabypille

Wie unabhängig und gesund kann man wirklich sein, wenn man jeden Tag ein Hormonpräparat zu sich nimmt? Wird die Pille vorschnell verschrieben und eingenommen, ohne dass Frauen – und oft auch junge Mädchen – kritisch über die Nebenwirkungen und Funktionsweisen informiert und aufgeklärt werden?

Reinere Haut, schmerzfreiere und regelmäßige Perioden, größere Brüste – das ein oder andere haben wir uns von der täglichen Einnahme der Pille versprochen. Die Pille bringt neben den kosmetischen und eigentlich nebensächlichen Argumenten tolle Vorteile: sexuelle Freiheit, bewusste Steuerung der Familienplanung, Karriereplanung – einfach Unabhängigkeit.

Die Antibabypille zu schlucken ist heutzutage nichts Besonderes mehr. Dabei sind die FeelGood-Effekte oft ein Werbeversprechen, der sie vertreibenden Pharma-Industrie, nicht mehr.

Erfahre in diesem Artikel, warum es sich lohnen kann, die Pille abzusetzen, sich besser kennen zulernen und welche Verhütungsalternativen es gibt. Für die, die offen dafür sind, beschreiben wir auch alternative Hygieneprodukte zu Tampons und Binden.

Antibabypille

Die Pille: Sind wir uns wirklich über die Folgen bewusst?

Fragen an dich und deinen Frauenarzt

Hast du die Erfahrung gemacht, dass dir, deiner Tochter und/oder einer Freundin die Pille (auch bekannt als Kontrazeptiva) recht schnell verschrieben wurde – ohne über die Wirkungen und Nebenwirkungen kritisch aufgeklärt worden zu werden?

Jahrelang 1 Pille pro Tag, in regelmäßigen Abständen 7 Tage Pause. Je reifer Frau wird umso mehr hinterfragt sie ihre eigene Handlung vermutlich. Mit der Zeit können dabei so einige Fragen auftauchen:

  • Ist es sinnvoll eine Pille als universales Verhütungsmittel für so viele Frauen anzusehen? Trotz bspw. unterschiedlicher genetischer und gesundheitlicher Voraussetzungen jeder Frau?
  • Ist die Einnahme der Pille wirklich notwendig – gibt es nicht weitere Methoden der Verhütung?
  • Hat die Pille wirklich die Symptome (bzgl. Haut und Gewicht) verbessert, die man in den Griff bekommen wollte?
  • Und wie sinnvoll ist es, bereits als pubertierendes Mädchen die Pille schlucken, während der natürliche Hormonhaushalt sich eben erst am ausbilden ist?
  • Falls ich die Pille bereits als junges Mädchen begann einzunehmen – inwiefern konnte sich überhaupt mein Körper, Immun- und Hormonsystem gut entwickeln?
  • Was passiert in meinem Körper, wenn ich die Pille absetze, wie schnell wird der Körper sich wieder auf einen natürlichen Stoffwechsel einstellen können?
  • Welche Auswirkungen hat die Einnahme der Pille auf die Biochemie des Körpers, die sich sowohl in physischen und psychologischen Symptomen äußern kann? Wie können die Stimmung, Gedanken und Emotionen und das Energielevel von der Einnahme beeinflusst sein?
  • Auch wenn es heißt, die Pille sei ein sicheres Arzneimittel zur Verhütung, so haben Arzneimittel immer auch Risiken – wie wahrscheinlich sind bei mir Lungenembolien, Schlaganfälle und Thrombosen?
  • Kann die Einnahme der Pille Depressionen fördern? Den Schilddrüsenstoffwechsel merklich beeinflussen? Und zum klinischen Ausbruch von Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto beitragen?
  • Hat die Einnahme der Pille sowohl positive als auch negative Einflüsse? Welcher Einfluss besteht bei einer Endometriose, eines Polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS) oder bei der Bildung von Fibroadenomen?
  • Kann die Pille den Geruchssinn beeinflussen, sodass die Partnerwahl mit oder ohne Pille unterschiedlich sein kann?
  • Geht man bei Frauenärzten gegebenenfalls zu selbstverständlich mit einem Arzneimittel um – vor allem da die Konsequenzen von Wirkung und Nebenwirkungen der Pille auf Mensch und Umwelt bisher kaum in Langzeitstudien nachgewiesen werden konnten?
  • Wie wichtig ist mir die Bequemlichkeit der Familienplanung und sexuellen Freiheit wenn diese Freiheit einen Preis haben kann: Die Gesundheit?

Erstaunt es dich auch, welche Fragen auftauchen können, bei einer Handlung, die man als selbstverständlich und auch „normal“ ansieht? Und zu allen diesen Fragen gibt es ernsthafte Vermutungen, die sich aber der ein oder andere (Arzt) nicht zu denken oder auszusprechen traut.

Der natürliche Zyklus und die Wirkung der Pille

Bist du dir dessen bewusst, wie der natürliche Zyklus aussieht und wie die Pille darauf wirkt?

Der natürliche weibliche Zyklus ist durch Hormonschwankungen der Sexualhormone (deren Vorstufe das Grundgerüst Cholesterin ist) wie Progesteron und Östrogenen geprägt. Nimmt man die Pille, greift man in diese natürlichen Vorgänge des Körpers ein.

Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Monatsblutung und endet mit dem Tag vor dem Beginn der nächsten Blutung. Laut Literatur dauert der Zyklus zwischen 21 und 35 Tagen, im Schnitt ist er 28 Tage lang – kann sich jedoch auch bei jeder Frau unterscheiden und die Zeitspanne nach oben und unten abweichen (erstaunlich, dass man mit Einnahme der Pille auf ein allgemein angenommenes Mittelmaß gebracht wird).

Man teilt den Zyklus in drei Phasen ein: Die Proliferationsphase vor dem Eisprung, die Ovulationsphase um den Eisprung herum und die Lutealphase nach dem Eisprung.

Proliferationsphase: Findet nach der Periode/Regelblutung statt. Der Körper wird auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Der Gebärmutterhals (Zervix) wird durch einen Schleimpropf verschlossen, sodass Spermien nicht eintreten können. Die Gebärmutterschleimhaut wird, angeregt durch Östrogen, durch die Bildung von Zellen erneuert. FSH (Follikel stimulierendes Hormon) regt das Wachstum eines Follikes (mit Eizelle) im Eierstock an. Durch das Hormon Östrogen wird im Laufe der Phase der Zervixschleim flüssiger und für Spermien passierbar. Östrogen bewirkt zudem die Bildung von LH (Luteinisierendes Hormon), das wiederum den Eisprung auslöst. Die freigewordene Eizelle wird vom Eierstock durch den Eileiter Richtung Gebärmutter transportiert.

Ovulationsphase: Mit dem Eisprung öffnet sich der Muttermund, damit Spermien in die Gebärmutter eintreten können. Die Eizelle bleibt zwischen 12 und 24 Stunden befruchtungsfähig.

Lutealphase: Der Gelbkörper bildet sich aus dem Follikel, welcher das Hormon Progesteron produziert, so wird der Umbau der Gebärmutterschleimhaut bewirkt. Gleichzeitig geht die Produktion von Östrogen zurück. Nistet sich eine befruchtete Eizelle in die Gebärmutter ein, bleibt die Bildung von Progesteron erhalten. Andernfalls bildet sich der Gelbkörper zurück, Progesteron Bildung bleibt aus und die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen – der Zyklus beginnt mit der Proliferationsphase von vorne.

Auf dem Markt erhältlich unterscheidet man unter anderem Mikropillen und Minipillen.

Mikropillen enthalten eine künstliche Form von Östrogen und Gestagen, die dem Körper während der Einnahme die hormonelle Situation einer Schwangerschaft „vortäuschen“. Normalerweise wird ein Einnahmezyklus von 21 Tagen und 7 Tagen „Pillenpause“ empfohlen. Die Hormoneinnahme verhindert den natürlichen Eisprung. Kommt es auf Grund eines Einnahmefehlers dennoch zum Eisprung, ist eine Befruchtung der Eizelle und damit eine Schwangerschaft weiterhin unwahrscheinlicher. Die Hormone der Pille verhindern den natürlichen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, sodass eine befruchtete Eizelle an der Einnistung gehindert wird. Zudem bildet sich am Muttermund ein zäher Schleimtropfen, der die Spermien daran hindert, in die Gebärmutter zu gelangen. Während der „Pillenpause“ kommt es zur sogenannten „Abbruchblutung“.

Während die Mikropille in dem oftmals bekannten Zyklus von 21 Tagen Pilleneinahme und 7 Tage Pause eingenommen werden, werden Minipillen ohne Unterbrechung eingenommen. Sie enthalten kein Estrogen und sind daher freundlicher für übergewichtige Frauen, Raucherinnnen, Diabetikerinnen und Frauen mit Bluthochdruck, da die Nebenwirkungen geringer sind.

Gründe für die Antibabypille

Ein Symbol der sexuellen Befreiung und ein Mittel gegen frauliche Beschwerden: Jede von uns hatte sicherlich nachvollziehbare Gründe, sich für die Pille zu entscheiden. Einige davon können gewesen sein:

  • Planung der Periode (praktisch bei anstehenden Urlauben, Veranstaltungen etc.) und vorhersagbare Zyklen
  • Familienplanung
  • einfach in der Anwendung
  • Verzicht auf Kondome: vor allen in längerfristigen Beziehungen beliebt, für mehr „Gefühl“
  • Hilfe bei Menstruationsbeschwerden (auch bekannt als Prämenstruelle Beschwerden – PMS)
  • besseres Hautbild

Die Wirkungen und Versprechen können sich je nach Präparat unterscheiden. Inzwischen wissen wir – gegen einige der typischen, vor allem kosmetischen Beweggründe (wie reinere Haut) kann auch eine gesündere Ernährung helfen.

Gründe gegen die Antibabypille

Mit Einnahme der Pille können Nebenwirkungen auftreten, das geht mit der Einnahme eines Arzneimittels einher. Doch wie bewusst verbindet man den Inhalt des Beipackszettels mit dem was man tagtäglich spürt und erlebt?

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

  • Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufschwäche
  • Stimmungsschwankungen, depressive Stimmungen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Gewichtszunahme
  • Bauchschmerzen
  • geringe Lust auf Sex (Libido)
  • Veränderung des Geruchssinns
  • erhöhtes Thromboserisiko
  • Bluthochdruck, erhöhtes Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle
  • Spannungsgefühle in der Brust
  • Organbeeinträchtigungen (an Schilddrüse und Leber bspw.)
  • Unfruchtbarkeit

Neben den gesundheitliche Beschwerden, die mit der Einnahme der Pille zusammenhängen können, gibt es weitere Gründe gegen die Pille:

  • hohe monatliche Kosten
  • Abhängigkeitsgefühl
  • anstehender Kinderwunsch
  • Verhütung sollte nicht nur Frauensache sein
  • unklare Langzeitauswirkungen auf die Gesundheit und Umwelt (beispielsweise durch Hormone, die über den Urin in den Wasserkreislauf gelangen)

 

Schluss mit der Pille – traust du dich?

Die Gründe gegen die Pille sind nachvollziehbar und verdienen Respekt. Unser Körper verdient unsere Aufmerksamkeit – und dazu kann auch gehören, das wegzulassen, was uns nicht (mehr) gut tut.

Und welche Vorteile kann man sich von dem Weglassen der Pille versprechen?

  • eigenen Körper kennen- und verstehen lernen
  • mehr Lust auf Sex
  • natürlicher Hormonzyklus – Verbesserung der Organfunktionen und der Gesundheit

Auch wenn die Pille absetzen ein Stück gewohnter Kontrollverlust bedeutet – können Frauen so lernen, besser loszulassen und sich so hinzunehmen und zu lieben wie sie sind. Und dazu gehört eben auch unser hormoneller Zyklus.

Die nähere Beschäftigung mit dem Zyklus macht einem auch klar, dass es pro Monat lediglich wenige Tage gibt, an denen man überhaupt schwanger werden kann – immerhin muss das Ei nach dem Eisprung innerhalb der nächsten 12 Stunden befruchtet werden! Da stellt sich wirklich die Frage, warum man auch jeden sonstigen Tag des Zykluses ein Hormonpräparat schlucken sollte. Uns kommt das aus heutiger Sicht reichlich übertrieben vor.

Nebenwirkungen, wenn man die Pille absetzt

Jahrelang hatte man den Hormonhaushalt in die Hände der Pharmaindustrie gegeben. Nach dem Absetzen der Pille kann für einige Frauen eine schwierige Phase folgen, die man mit der Hormonumstellung in Verbindung bringen kann. Für viele Frauen ist die Angst, was nach dem Absetzen der Pille passiert, ein Grund sie über Jahre weiter zu nehmen.

Gewichtsprobleme, Hautprobleme in Gesicht, am Rücken und im Dekolletee sind wohl die am häufigsten genannten gefürchteten Folgen des Absetzens. Auf einen unregelmäßiger Zyklus und Regelbeschwerden hat ebenfalls keiner Lust – häufig bleibt die Periode nach dem Absetzen auch für wenige Zyklen ganz aus. Verstehen kann man es in diesem Sinne: Biochemisch kann es sein, dass der Körper eine Weile braucht, um die Altlasten aus dem Körper loszuwerden und die Stoffwechselwege wieder „umzustellen“.

Es lohnt sich durchzuhalten und dem Körper die Chance und das Vertrauen zu geben, sich wieder auf einen natürlichen Zyklus einzustellen. Dann stellen sich auch die anderen Nebenerscheinungen des Absetzens ein – unterstützen kannst du deinen Körper in dieser Zeit mit einer nährstoffreichen und abwechslungsreichen Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf.

Verhütungsalternativen

Die Pille ermöglicht Frauen und Paaren mit Karriere und Kinderwünschen offener umzugehen. Doch es gibt auch Alternativen zur Verhütung, die ähnlich sicher und zusätzlich gesünder sein können. Auf den ersten Blick erscheinen die Alternativen oft weniger bequem und mit einem höheren Zeitaufwand verbunden. Der Vorteil: Man kann sich wieder richtig kennen lernen.

Bekannte Alternativen zur Pille sind das Diaphragma, das Hormonstäbchen (Implanon), Verhütungspflaster, Drei-Monats-Spritze oder der NuvaRing. Auch die Pille für den Mann soll in Entwicklung sein. Die Alternativen sind jedoch weniger zu empfehlen, da auch in diesen Präparaten künstliche Hormone enthalten sind.

Den Körper entdecken, frei von künstlichen Hormonen und Medikamenten kann man mit folgenden Verhütungs-Alternativen:

  • Kupferspirale: Wirkt durch freigegebene Kupfer-Ionen, die eine Einnistung der Spermien verhindern kann. Wird durch den Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt und kann dort für mehrere Jahre (oft 3-5 Jahre) verbleiben. Über einen längeren Zeitraum braucht man sich somit weniger Gedanken um Verhütung machen. Bei einer kleineren Gebärmutter kann die Spirale Schmerzen, vor allem während der Regelblutung verursachen.
  • Kupferkette (Gynefix)- geeignet für kleinere Gebärmuttern, bzw. für die Frauen, die noch kein Kind bekommen haben. Wirkung ähnlich der Kupferspirale Die kleine Kette (mit 3-4 Gliedern) wird mit einem Haken in der Gebärmutterwand verankert. Der Eingriff wird von einem speziell ausgebildeten Frauenarzt unter Narkose oder auch ohne Betäubung vorgenommen.
  • NPF – die natürliche Verhütungsmethode, die unabhängig von Ärzten und Medikamenten durchgeführt werden kann.

Natürliche Verhütung mit der symptothermalen Methode (NFP)

Hormone beeinflussen viele Abläufe, vom Immunsystem bis hin zur Fettverbrennung. Unser Zyklus hat damit Auswirkungen auf unsere Stimmung und körperliche Verfassung. Das Wissen um die fruchtbaren Tage einer Frau und die Lebensdauer der Spermien im weiblichen Körper sind die Grundlagen für die natürliche Verhütung und Familienplanung.

Zudem kann man anhand bestimmter Körperzeichen feststellen, in welcher Phase des Zyklus man sich befindet und ob man empfängnisbereit ist und/oder verhüten sollte.

  • der Zervixschleim (Zervix = Gebärmutterhals)
  • die Beschaffenheit des Muttermundes
  • die Körpertemperatur

Wenn der Eisprung stattfindet, verändern sich die Körperzeichen nach bestimmten Mustern. Bei der symptothermalen Methode braucht man nichts berechnen oder sich nach einem Zykluskalender richten. Der Körper wird beobachtet und somit die fruchtbaren Tage beurteilt. Nach einiger Zeit werden die Abläufe zur Gewohnheit und für viele Frauen kann es spannend sein, zu erkennen was im Körper passiert und sich besser kennen zu lernen. Wer die Methode für sich ausprobieren möchte kann sich auf MyNFP genauer einlesen.

Um hormonfrei zu verhüten gibt es auch technische Unterstützung wie bspw. den Persona Verhütungsmonitor.

Alternative zu Tampon und Binden

Ein natürlicher Lebensstil in Bezug auf Lebensmittel und Verhütung ist das Eine. Auch natürliche Kosmetik kann einen wichtiger Bestandteil des Lebens sein – in diesem Zusammenhang auch die Auswahl der Hygieneprodukte. Statt während der Regel auf Tampons und Binden zurückzugreifen lohnt sich ein Blick auf die Alternativen, da handelsübliche Produkte oft die Scheidenflora (die ähnlich wichtig sein kann wie die Darmbakterien!) und die Schleimhäute negativ beeinflussen können.

Menstruationstasse

Beispielprodukt: Menstruationstasse von Moskito

Eine Menstruationstasse (auch Menstruationskappe oder Menstruationscup genannt) ist ein kleiner und flexibler Becher aus medizinischem, hypoallergenem Silikon. Sie wird wie ein Tampon verwendet, dient jedoch nicht zum Aufsaugen, sondern zum Auffangen des Bluts. Der Vorteil: sie kann immer wieder benutzt werden kann. Das spart Müll und auf Dauer auch Geld. Der Feuchtigkeitshaushalt der Vagina und Scheidenflora werden nicht gestört. Die Kappen gibt es in verschiedenen Größen und Farben. Nach einiger Übungszeit geht die Handhabung leichter von der Hand – zum Austausch mit erfahreneren Frauen kann man sich in einer Facebook Gruppe austauschen.

Softtampons

Beispielprodukt: Softtampons von JoyDivision

Ein weiches, flexibles Schwämmchen welches man in die Scheide einführt und bis zu 8 h Sicherheit bieten kann. Auch Sex während der Periode wird so hygienischer und angenehmer. Als Verhütungsmittel eignet es sich hingegen nicht.

In speziellen Läden haben wir zudem bereits Binden aus Baumwolle gesehen, die durch Auswaschen wiederverwendet werden können. Sich selbst und der Umwelt etwas Gutes tun – das ist auch mit der Auswahl der Verhütungsmethode und den Hygieneprodukten möglich.

Hast du dich dazu entschieden alternativ zu verhüten? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

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Geschrieben von Anja

Anja ist Ernährungswissenschaftlerin und beschäftigt sich schon eine Weile mit dem Paleo-Lebensstil, welcher ihr mehr als nur Energie für Alltag und Sport bringt. Sie weiß, Paleo birgt für jeden die Möglichkeit seine individuelle Ernährung zu finden - mit dem Ziel eines neuen Körpergefühls und langfristiger Gesundheit. Und genau das ist ihre Motivation ihr Wissen an andere weiterzugeben.
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14 Kommentare

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  1. Sonja //

    Was für ein toller Artikel!
    Das meiste kann ich aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen:
    ich habe die Pille während 4 Jahren genommen. Viele Nebenwirkungen, die ich gar nicht der Pille zuschrieb, „gehörten“ damals zu meinem Leben (Kopfschmerzen, Brustspannen, Wassereinlagerungen in den Beinen, Gewichtszunahme, keine Libido,…).
    Danach Verhütungscomputer: Mein Körper / Hormonhaushalt und die Psyche lebten wieder richtig auf. Ich fühlte mich nicht mehr „fremdbestimmt“. Es brauchte ein wenig Zeit, bis das Gerät zuverlässig anzeigte. Das war vor mehr als 15Jahren, heute sind diese Dinger sicher ausgeklügelter. Das war eine tolle Zeit, ich habe innert kürzester Zeit meinen Körper / Zyklus sehr gut kennengelernt.
    Und schwanger werden war damit auch ein Kinderspiel :-)
    Eine Menstruationstasse benütze ich auch schon seit ca. 10 Jahren. Insbesondere in den ersten 2 Tagen ist sie unverzichtbar. Eine saubere Sache, kein Auslaufen mehr. Kann ich nur empfehlen!
    Betr. Hautbild: ich hatte eigentlich immer unreine Haut, als Teenager war ich übersät mit Pusteln und nahm auch scharfe Medis dafür. Jetzt ist es besser, da langsam die Abänderung beginnt. Bei meiner Tochter (14J.) beobachtete ich dieselbe Entwicklung wie bei mir damals. Seit wir aber im vergangenen Dezember unsere Ernährung umgestellt haben auf fast-Paleo (auf Milchprodukte können wir nicht verzichten), hat sich das Hautbild stabilisiert, ich würde sogar sagen: verbessert. Bin gespannt, wie sich das bei ihr weiterentwickelt.

    Antworten
  2. Susanne //

    Hallo Anja,
    Ich habe versucht die Pille nach fast 16 Jahren abzusetzen. Leider hatte ich auch nach einem halben Tag später meine Periode nicht bekommen. Meine Frauenärztin hat das sogenannte PCO-Syndrom festgestellt. Laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die Pille die einzige Möglichkeit dieser Hormonstörung zu Leibe zu rücken. Nun bin ich also gezwungenermaßen wieder zurück zur Pille :'(

    Antworten
    • Alex //

      Hallo Susanne,

      Ich hatte auch nach Absetzen der Pille vor 6 Jahren über ein halbes Jahr keine Periode. Habe dann kurzfristig wieder mit der Pille begonnen. Aber wieso sollte die Periode nicht wieder kommen, wenn sie in jungen Jahren mal da war? Mit Mönchspfeffer und Akupunktur hab ich das dann doch auch ohne Pille wieder in den Griff bekommen. Es hat jedoch 2-3 Jahre gedauert bis der Zyklus wieder regelmäßig war.

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    • Luana //

      Hallo Susanne,

      Wenn du dich mit dem Thema auseinandersetzt wirst du schnell feststellen, dass dein Frauenarzt es sich mit der Aussage sehr einfach gemacht hat. Ein PCO durch die Pille zu behandeln ist möglich, verlagert das Problem jedoch nur nach hinten und greift nicht an der Ursache an. Ich hatte trotz Pille ein PCO, habe diese vor 4 Jahren abgesetzt und seitdem keinen Zyklus mehr (nach 10 Jahren Einnahme der Pille). PCO bleibt aber mittlerweile weiß ich, dass es andere Wege gibt das zu behandeln (statt Pille undHormonersatztherapie). Die klassische Schulmedizin macht es sich so einfach und man selber merkt gar nicht, wie sehr man sich damit schadet. Ich würde dir sehr ans Herz legen trotz PCO die Pille abzusetzen und zu schauen, was passiert. Manchmal dauert es bis zu einem Jahr bis der Zyklus sich einpendelt, hab Geduld. Dein Körper braucht Zeit zu verstehen, dass er die künstlich zugeführten Hormone nun wieder selber bilden muss :) viel Erfolg dabei.

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  3. Désirée //

    Ich nutze seit Jan 2016 die Menruationstasse und bin begeistert. Ich muss nicht alle 3-4h den Tampon wechseln, laufe Nachts nicht mehr aus und mein Körper hat auf die Baumwolle reagiert. Durch Zufall bin ich darauf gestossen und war angetan. Ich tu was für mich und für die Umwelt. Nicht jede Frau kommt mit ihrem eigenen Blut klar und es ist anfangs auch nicht so leicht den rück zieh pin auf anhieb zu finden und ihn raus zu ziehen. Da ich auf Klebe allergisch reagiere und das seitdem ich auf der Welt bin nutzte ich Binden fast gar nicht. Die Pille habe ich nur benutzt um keine Regel mehr zu bekommen,doch die habe ich aufgrund der Nebenwirkungen letzte Woche wieder abgesetzt. Das war schlimmer als zur Zeit der Regel. Habe die Pille 3 Monate genommen….

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  4. Yvonne //

    Ich habe vor 2 Jahren die Pille abgesetzt. Leider hat sich seit dem mein Hautbild wieder verschlechtert. Besonders am Rücken habe ich seitdem ständig Pickel. Hat jemand einen Tipp für mich, was ich machen kann, damit meine Haut am Rücken wieder besser wird?

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  5. Caro //

    Toller Beitrag. Ich sehe es ganz ähnlich, zu einem gesunden Dasein gehört nicht nur eine gesunde Ernährung mit viel Bewegung, sondern weitaus mehr. Und da spreche ich aus Erfahrung.
    Ich habe vor genau zwei Jahren nach 8-jähriger Pilleneinnahme diese abgesetzt und mir vor etwa einem Jahr die Kupferkette einsetzen lassen.
    Nebenwirkungen waren ständiger Appetit, abgeschwächte Libido, Trockenheit, Vaginalmykose und eine teils negative Grundstimmung. Es hat etwa 1 Jahr gedauert bis sich wirklich alles eingespielt hat.
    Anfangs hatte ich „Angst“ die Pille abzusetzen. Jetzt frage ich mich warum ich das nicht schon viel eher gemacht habe. Ich fühle mich frei, habe 10 kg abgenommen (auch bedingt durch die Paleo Ernährung) und habe meinen Körper kennen gelernt. Dass man den Zyklus nun nicht mehr einem Urlaub o.Ä. anpassen kann stört mich wenig, da der positive Gewinn in keinem Vehältnis dazu steht. Deshalb meine Empfehlung: ausprobieren! Ruhig für 1-2 Jahre, um der Umstellung eine Chance zu geben.

    Antworten
  6. Eva //

    Hallo. In ein paar Details ist der Artikel nicht ganz konsequent recherchiert, aber meine wichtigste Frage wäre, ob denn die „Paleo-Philosophie“ auch einen Weg weiß, wie man die Regelschmerzen in den Griff bekommen könnte? Ich nehme die Pille schon seit Jahren nicht mehr, und seitdem sind meine starken Regelschmerzen wieder aufgetaucht. Ich ernähre mich zu 80% clean, treibe Sport, lege in der Zeit der Periode sportliche Ruhepausen ein, nehme Omega-3-Fettsäuren und Nachtkerzenöl und Mönchspfeffer zum empfohlenen Zeitpunkt, aber gegen die Regelschmerzen (teilweise 2 schlaflose Nächte und 1 Krankenstandstag) bin ich noch nicht angekommen. Was würdet ihr empfehlen? Lt. Gynäkologin ist alles soweit perfekt.
    Danke, Eva

    Antworten
    • Michaela Richter //

      Hallo Eva, das tut mir leid dass du so unter Regelschmerzen leidest. Es gibt gewisse Yogaübungen, die helfen die verkrampften Muskeln zu entspannen. Meine Yogalehrerin hat v.a die Reclining Bound Angle Pose empfohlen. Viele berichten außerdem dass Regelschmerzen durch die Verwendung einer Menstruationstasse statt Tampons nachlassen – möglicherweise weil die Beckenbodenmuskulatur trainiert wird?

      Antworten
  7. N* //

    Nach fast 20 Jahren habe ich die Pille vor drei Monaten abgesetzt, um meinem Körper etwas Gutes zu tun und meine Libido wieder in Schwung zu bringen. Wir verhüten seitdem mit Kondomen.
    Ich muss allerdings sagen, dass ich bis auf die Blutungsstärke überhaupt keinen Unterschied feststellen kann. Außerdem funktioniert mein natürlicher Zyklus wie ein Uhrwerk, was mich wiederum überrascht hat.
    Eine Rückkehr zu hormoneller Verhütung kommt für mich aber nicht in Frage. Ich spiele noch mit dem Gedanken an eine Kupferspirale.

    Antworten
  8. H. M //

    Inzwischen gibt es Untersuchungen, dass die Pille vor Eierstockkrebs schützt. Desweitern war die Regelblutungen früher eine Ausnahmesituation, da Frauen bis vor ca 100 Jahren viel öfter Schwanger waren, länger stillten, früher in die Wechseljahre und später in die Pubertät kamen. Frauenärzte gehen davon aus, dass Frauen in den Industriestaaten mindestens doppelt so viele Regelblutungen haben wie vor 100 Jahren, was das Risiko für Eierstockkrebs erhöht, weswegen manche Ärzte sogar den Langzeitzyklus empfehlen. Zu einer gesunden Frau gehört keine monatliche Blutung, es ist eher „Blutverschwendung“. Vielleicht wäre eine Betrachtung aus dieser Sicht ein paar Zeilen wert.

    Antworten
  9. Scharolette //

    Ich benutze seit 3 Jahren den Persona Hormoncomputer. Die Antibabypille habe ich noch nie eingenommen, weil ich mich vor dem Entscheiden für ein geeignetes Verhütungsmittel gründlich informiert habe und mir die Risiken einfach zu viele sind. Für mich ist es auch kein Argument, dass die meisten Frauen die Pille nehmen. ICH will mich dem Theater nicht aussetzen. Außerdem hatte ich bereits bei der Einnahme von L-Thyroxin aufgrund meiner Hashimoto gemerkt, dass mein Körper keine fremden Hormone mag. Ich hatte extreme Stimmungsschwankungen und war laut meinem Partner und meiner Fanilie unerträglich ;-) also wurde es abgesetzt!

    Antworten
    • Jennifer //

      Das mit dem Thyroxin finde ich ja ganz schön mutig. Bei mir reicht schon eine kleine Abweichung meiner Dosis und nach ein paar Tagen spüre ich die volle Bandbreite an Symptomen. Vor allem psychisch. Vor einigen Jahren hatte ich das Thyroxin auch abgesetzt (weil ich glaubte, dass ich es nicht brauche) und das hat dann zusammen mit Stress und zu viel Druck dazu geführt, dass ich eine Angststörung bekommen habe und in eine Tagesklinik musste. Nachdem dort unter anderem eine Ultraschalluntersuchung meiner Schilddrüse gemacht wurde, wurde festgestellt, dass diese so angegriffen war, dass sie nur noch 1/3 so groß war wie normale Schilddrüsen. Also bekam ich wieder Thyroxin und zusammen mit einer Psychotherpie ging es mir nach ein paar Monaten wieder super. … Warum ich das schreibe? Weil nicht jeder das Thyroxin einfach absetzen sollte. Man muss da wirklich ganz genau auf seinen Körper schauen. Ich hoffe, das wird nicht als Angriff gewertet. Ich möchte nur an andere Leser appellieren, nicht ohne Nachzudenken das Thyroxin abzusetzen. Danke!

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