Der große Paleo Schokoladen Vergleich

Schokoladen VergleichLovechock, Original Beans, Ombar oder doch Vivani? Bei unserem Schokoladen-Vergleich hatten wir die Qual der Wahl!

Schokoholiker aufgepasst – damit ihr künftig nicht nur mit vollem Genuss, sondern auch ohne Reue naschen könnt, haben wir hier die besten dunklen Schokoladen für euch getestet. Und auch wenn wir nach diesem Test definitiv an einem akuten Schoko – Overkill leiden: Schokolade ist und bleibt einfach Soul-Food und ist (im richtigen Maß) zum Glück auch nach Paleo erlaubt.

Denn die süße Nascherei hat viele positive Eigenschaften und Kakao gilt zu Recht als Superfood. Vor allem roh ist er reich an Magnesium, Calcium und steckt voller Antioxidantien. Von Schokolade mit hohem Kakao-Anteil kann man also sogar gesundheitlich profitieren! Und dass Schokolade glücklich macht wissen wir eh schon – erwiesenermaßen wirkt sie wie ein Antidepressivum und erhöht den Serotoninspiegel im Gehirn. Und es geht noch besser: es gibt auch Schokis die im Rahmen einer Low Carb Ernährung oder sogar bei einer ketogenen Diät funktionieren – und solche, die dank einer extra Portion Lactobacillus acidophilus sogar unsere Darmflora fit machen. Klingt verlockend oder?

Mehr erfährst du in unserem großen Schokoladen Test, in dem wir einige unserer liebsten dunklen Bio-Schokoladen mal genauer unter die Lupe genommen – und auf Kriterien wie Nachhaltigkeit, Inhaltsstoffe, Preis und natürlich auch Geschmack getestet haben. Mit dabei waren Schokoladen der Marken Vivani, Original Beans, GEPA, Ombar und Lovechock. Natürlich haben wir auch wieder unser Paleo Gütesiegel verliehen (-> die Standards unseres Paleo Gütesiegels könnt ihr hier nachlesen!)

Und gleich vorab, für alle die es nicht erwarten können: Das Paleo Perfect Siegel erhalten die die Schokoladen von Original Beans sowie die Produkte der Marke Lovechock! Die willst du probieren? Dann nichts wie los – hier geht’s lang zu unseren liebsten Schokoladen von Original Beans und Lovechock. Geschmacklich ganz vorne mit dabei waren außerdem Vivani und Ombar.

Schokolade – Qualitätskriterien

Geschmack: Mild, herb, süß, fruchtig, bitter… wie sollte eine gute Bitterschokolade im Idealfall schmecken? Um einen besseren Überblick zu bekommen haben wir von jeder getesteten Marke mindestens zwei Schokoladen probiert – pure Bitterschokoladen und solche mit anderen “Gimmicks” wie Kakao-Nibs oder Früchten. Soviel steht fest: bei der Vielfalt unserer getesteten Schokoladen ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Konsistenz: Mindestens genauso wichtig wie der Geschmack ist aber auch die Konsistenz der Schoko – zart schmelzend, cremig, leicht crunchy, oder mit Biss – wahrer Schoko-Genuss entsteht immer durch eine gute Kombination von Geschmack und Konsistenz der Schokolade.

Inhaltsstoffe: Wir achten auf die Qualität der Inhaltsstoffe – ebenso wie auf die Quantität! Also testen wir die Schokoladen auch nach folgenden Kriterien: Wo kommen die Kakaobohnen her aus denen die Schokolade gemacht ist? Welche Sorte Kakao-Bohnen wird verwendet? Welche weiteren Inhaltsstoffe sind in der Schokolade enthalten? Wie viel Zucker enthält die getestete Schokolade? Sind alle Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau? Gibt es Informationen zu einer eventuellen Toxinbelastung?

Verpackung: Nicht nur das Innen auch das Außen zählt: Wie ist die Schokolade verpackt? Sieht das gut aus? Sind die verwendeten Rohstoffe nachhaltig und umweltschonend?

Nachhaltigkeit & Umwelt: Eine gute Schoko sollte nicht nur schmecken sondern auch unserer Umwelt so wenig wie möglich Schaden zufügen. Daher wollen wir wissen: Was tut der Hersteller für Mensch, Umwelt und Nachhaltigkeit?

Preis: Natürlich zahlt man für eine gute Bio-Schokolade etwas mehr. Doch auch günstige Schokoladen schneiden oft richtig gut ab. Wir wollen wissen – stimmt das Preis-Leistungsverhältnis und “schmeckt die Schoko in etwa nach dem was sie kostet”?

Siegel: Und schlussendlich: Finden wir die Schokolade so gut dass wir ihr eines unserer Paleo360 Siegel – Paleo360 friendly oder Paleo360 perfect – verleihen?

ORIGINAL BEANS

original beans
Seit ihrer Gründung 2008 haben sich Original Beans auf die Fahnen geschrieben Schokolade aus den seltensten Kakao-Sorten der Welt herzustellen. Mit ihrem Sortiment von exquisiten puren Schokoladen gewann das Unternehmen schon mehrere Preise. Original Beans schreiben Nachhaltigkeit groß und engagieren sich unter anderem für den Tierschutz.

Sortiment: Das Sortiment von Original Beans umfasst 10 verschiedene pure Schokoladen – von weißer Milchschokolade bis hin zur 100% dunklen Schokolade. Getestet haben wir die “Cusco Chuncho 100%” und die “Beni Wild Harvest 66%”.

Geschmack: Die 100%ige “Cusco Chuncho” ist tatsächlich ein anderes Geschmackerlebnis als alles was man sonst an Schokoladen so kennt. Hier kann man nicht mehr von Süßigkeit reden, denn die “Cusco Chuncho” ist 100% Kakao. Daher verwundert es nicht, dass sie herb und auch leicht säuerlich schmeck. Die 66%ige “Beni Wild Harvest” schmeckt hingegen recht süß und ebenfalls leicht säuerlich, hat aber – auch wenn der Hersteller „Noten von Blumenhonig, Aprikose und ein Hauch von Jasmintee“ angibt – unserer Ansicht nach einen eher wenig markanten Eigengeschmack.

Konsistenz: Beide Schokoladen von Original Beans haben sehr viel Biss. Wir haben uns ein wenig mehr vom zartschmelzenden Schoko-Gefühl gewünscht!

Inhaltsstoffe: Bio✓ ohne raffinierten Zucker✓ ohne Zusatzstoffe
So eine reine Schoko wie die Cusco Chuncho findet man so schnell nicht mehr: enthalten sind lediglich 100% reinen Hochlandkakaos aus Cucso in Peru. Der Kakao gehört laut Hersteller zu den seltensten Kakao-Sorten der Welt. In der Beni Wild Harvest gesellen sich zu bolivianischem Kakao nur noch Rohrohrzucker (33g auf 100g). Zu einer eventuellen Belastung mit Schadstoffen liegen uns keine Ergebnisse vor.

Verpackung: Die Schokoladen von Original Beans punkten durch eine hochwertige, geschmackvoll und edel aussehende Verpackung. Die Folie, die die Schokolade umgibt, ist kein Plastik, sondern besteht zu einem Großteil aus Holzzellulose und ist wie der äußere Pappumschlag kompostierbar.

Nachhaltigkeit & Umwelt: Durch den Verkauf der “Cusco Chuncho 100%” sichern Original Beans den Lebensraum des Kondors – und mit jeder verkauften Tafel ihrer Schoko pflanzt das Unternehmen mit den Bauern in Peru einen neuen Baum. In eigenen Baumschulen werden außerdem Setzlinge des seltenen Chuncho Kakaos aufgezogen. Das ist TOP – und auch sonst achtet das Unternehmen sehr auf Nachhaltigkeit. Toll ist zum Beispiel dass Kunden des Original Beans Online Shops Produkte über einen Bio-Versand nach Hause geschickt bekommen.

Preis: Mit einem Preis von 7,80 Euro pro 100 Gramm Schokolade ist Original Beans eine der hochpreisigeren Schokoladen in unserem Test.

Fazit & Siegel: Original Beans bieten Schoko-Genuss auf hohem Niveau, ein großes Sortiment an puren Schokoladen und Engagement für Umwelt und Tierschutz. Von uns gibt’s ein PALEO360 perfect!

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LOVECHOCK

lovechock
Bei Lovechock ist der Name Programm: Nachdem Firmen-Gründerin und Rohkost-Fan Laura de Nooijer sich in einer Single-Phase mit selbst hergestellten Schokoladen tröstete, kam ihr die Idee für Lovechock auf einer Reise durch Südamerika. Lovechock stellen ihre rohe Schokoladen nicht nur mit Liebe her, sondern nehmen auch das Kredo “Liebe geht durch den Magen” ernst: So soll der Verzehr der leckeren Rohkakao-Produkte liebevoll und fröhlich stimmen.

Sortiment: Lovechock bietet drei verschieden Produktgruppen: Riegel (bars), Rocks und Tafeln. Neben Riegeln und Rocks, die alle mit einer leckeren Kombination von roher Schokolade und diversen Superfoods daherkommen, gibt es sechs Sorten roher und veganer Tafelschokolade – von 93 %iger Schokolade bis hin zu Kombinationen wie “Mandel/Baobab” oder “MYLK Cranberry/Buchweizen”. Wir haben die Sorte “Blaubeere& Hanfsaat” sowie die Lovechock mit 93% Kakao getestet.

Geschmack: Rohe Schokoladen schmecken etwas anders als Schokoladen, die aus geröstetem Kakao hergestellt sind. Die Lovechock mit 93% Kakao überzeugt mit einem schönen satten kakaoigen und leicht buttrigen Geschmack. Die Sorte “Blaubeere& Hanfsaat” ist dagegen recht herb.

Konsistenz: Die Lovechok mit 93% Kakao hat eine angenehme Konsistenz – genau so wie es sein muss: Zunächst mit Biss und zartschmelzend im Abgang. Die “Blaubeere& Hanfsaat” fanden wir hingegen bröckelig.

Inhaltsstoffe: Bio✓ ohne raffinierten Zucker✓ ohne Zusatzstoffe
Die Basis für alle Lovechock Schokoladen ist die edle ecuadorianische Kakao-Sorte “Arriba Nacionale”, die im schonenden Verfahren kalt verarbeitet wird, sodass besonders viel wertvolle Inhaltsstoffe wie Flavonoide und Antioxidantien erhalten bleiben. Bei der Lovechock 93% gesellen sich zum Rohkakao nur noch Kokosblütennektar, Lucumapulver, Vanille und eine Prise Meersalz. Der Zuckergehalt liegt bei gerade mal 0,8%. Die Sorte “Blaubeere& Hanfsaat” enthält neben 84% Rohkakao noch Kokosblütenzucker, Hanfsaat, Datteln, gefriegetrocknete Blaubeeren, Baobabpulver, Bourbon-Vanille und Meerzalz. Der Zuckergehalt liegt hier bei 13,6g. Über eine etwaige Belastung mit Schadstoffen ist uns nichts bekannt

Verpackung: Wir lieben die Verpackung der Lovechock Schokoladen! Diese werden nicht nur aus kompostierbaren Materialien hergestellt sondern sind auch wieder-verschließbar und schön anzusehen. Bei jeder Tafel findet man zudem einen kleinen Zettel mit einem positiven Spruch wie “Ich habe den Mut meine Wahrheit auszusprechen”. Soul-Food ist hier wirklich Programm.

Nachhaltigkeit & Umwelt: Lovechock legt Wert auf direkten Kontakt zu Kleinbauern und Kakaolieferanten. Dass das Unternehmen ohne Zwischenhändler arbeitet, kann man am “Direct Trade” Logo erkennen. Lovechock garantieren außerdem eine faire Bezahlung von Landwirten – unter anderem durch einen Aufschlag von mehr als 50% auf den Marktpreis. Last but not least fördern Lovechock soziale Arbeitsplätze: So werden alle Schokoladen von Menschen mit Behinderungen in einer Schokoladenmanufaktur in den Niederlanden hergestellt.

Preis: Mit 5,70 Euro pro 100 Gramm Schokolade liegt Lovechock bei unseren getesteten Schokoladen preislich im Mittelfeld.

Fazit & Siegel: Lovechock überzeugen mit einer tollen Firmenphilosophie und gesunden Schokoladen. Ein PALEO360 perfect hat sich das Unternehmen echt verdient. Wir mögen besonders die Lovechock mit 93% Kakao!

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OMBAR

ombar
Vor 10 Jahren wurde die Idee von OMBAR in einer kleinen Küche in Cambridge geboren. Drei Freunde hatten die Idee eine wirklich gesunde Schokolade zu kreieren, die den Namen Health Food auch verdient hat. Heute ist OMBAR populärer denn je. Seit einiger Zeit findet man sie auch in unseren Bio-Läden. Zudem gewann sie unter anderem den irischen “FreeFrom Food Award”. Der Name OM-BAR liegt übrigens in der Liebe des Firmen-Gründers Richard Turner zu Yoga und Meditation begründet.

Sortiment: Das Sortiment von OMBAR umfasst neben zwei verschiedenen Sorten Schoko-Buttons elf Schoko-Sorten auf der Basis von Rohkakao. Wer es pur mag, kann die OMBAR 90% Rohkakao naschen, wer Lust auf mehr Geschmacksexplosion hat kann etwa die “OMBAR Limone & Matcha Grüntee” probieren. Wir haben die Sorten „OMBAR CENTRES Himbeere & Kokosnuss“, „OMBAR Kokosmilch“ und „OMBAR 72% Rohkakao“ getestet.

Geschmack: Beim Geschmack können OMBARs besonders punkten: Die kleinen Tafeln schmecken himmlisch und sind – dank des enthaltenen Rohkakaos und der besonderen Rezeptur – mit anderen Bitter-Schokis kaum zu vergleichen. Die “OMBAR Kokosnuss” etwa ist sehr cremig und kokoslastig, die “OMBAR CENTRES Himbeere & Kokosnuss” ergänzt dieses Geschmackserlebnis noch um eine herrliche leckere Füllung und eine fruchtig beerige Komponente. Und auch die “OMBAR 72% Rohkakao“ schmeckt keinesfalls nach einer gewöhnlichen Bitterschokolade, sondern ist trotz des hohen Kakao Anteils angenehm mild und auch recht süß. Das ist natürlich Geschmackssache – denn die Süße ist schon sehr intensiv und im Nachgeschmack merkt man doch stark wie viel Kokosblütenzucker in den kleinen Tafeln enthalten ist.

Konsistenz: Alle Schokoladen von OMBAR haben eine eher weiche, leicht zähe, jedoch herrliche cremige Konsistenz. Die Schokis zergehen schön im Mund.

Inhaltsstoffe: Bio✓ ohne raffinierten Zucker✓ ohne Zusatzstoffe
Alle OMBAR Schokoladen sind frei von jeglichen Zusatzstoffen. Ebenso wie auch Lovechock verwenden OMBAR rohen Kakao, der nur bei geringen Temperaturen verarbeitet wird. So bleiben wichtige Nährstoffe des Kakaos erhalten. In allen OMBAR Schokoladen ist außerdem Bio-Kokosblütenzucker enthalten, in der „OMBAR CENTRES Himbeer& Kokosnuss“ außerdem Kokoscreme, Kokosöl, Himbeeren- und Vanille-Pulver, die OMBAR Kokosmilch enthält neben Kokoscreme noch gemahlene Vanilleschoten. Die OMBAR 72% Rohkakao ist etwas purer gehalten und kommt neben Kakao nur mit 8,8 g Kokosblütenzucker aus. Die OMBAR Kokosmlich und die OMBAR Rohkakao enthalten beide zudem eine Prise Lactobacillus acidophilus, eine Bakterienkultur die unserem Darm gut tun soll. Über eine etwaige Belastung mit Schadstoffen ist uns nichts bekannt.

Verpackung: Die kleinen OMBAR-Tafeln kommen in einer coolen, süßen Verpackung mit einem hohen Wiedererkennungswert. Leider ist uns nichts über die verwendeten Rohstoffe bekannt, die Verpackungen der OMBAR’s sollen jedoch teilweise kompostierbar sein.

Nachhaltigkeit & Umwelt: OMBAR legen Wert auf ganzheitliches unternehmerisches Handeln und Fairness im Produktionsprozess – letztere wird unter anderem durch eine enge Zusammenarbeit mit den Rohstoff-Lieferanten sowie durch eine faire Bezahlung aller beteiligten Akteure gewährleistet.

Preis: 7,70 Euro pro 100 Gramm Schokolade ist ein stattlicher Preis, vor allem weil die Schoko so lecker ist dass sie in null Komma nix weggenascht ist. OMBAR vertreibt seine Schokoladen nur in 35 Gramm Tafeln.

Fazit & Siegel: Guten Gewissens verleihen wir hier unser PALEO360 friendly Siegel. OMBAR punkten mit einzigartigen und liebvoll hergestellten Schokoladen, die geschmacklich mehr als überzeugen. Unser geschmacklicher Favorit war die OMBAR Kokosnuss, die wir jedem Schoko-Liebhaber ans Herz legen! Leider wissen wir noch zu wenig über Projekte zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

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GEPA

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GEPA ist seit 40 Jahren die größte Fair-Trade-Organisation in Deutschland. Produkte wie Kaffee, Schokolade und andere Spezialitäten bezieht das Unternehmen von seinen Partnern – die aus über 150 Genossenschaften und Unternehmen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa bestehen. Mit dem Ziel den fairen Handel immer weiter voranzutreiben wurde GEPA als „Deutschlands nachhaltigste Marke 2014“ ausgezeichnet.

Sortiment: GEPA vertreibt verschiedenste Schokoladen – über pure dunkle Sorten wie die “São Tomé 95%”, bis hin zu Kreationen wie weiße Schokolade mit Zitronencrisp und Pfeffer. Getestet haben wir die “Zarte Bitter 70%”, die “Grand Noir Cacao Nibs 70%” und “Zarte Bitter Orange 70%”.

Geschmack: Die “Zarte Bitter 70%” ist eine richtig gute solide Bitterschokolade, mit dem richtigen Verhältnis von süß und herb. Auch die “Zarte Bitter Orange 70%” kann sich sehen lassen – mit einer spritzig fruchtigen Orangennote schmeckt sie frisch und herb zugleich. Kleiner Wermutstropfen: Wir fanden das Orangenaroma einen Tick zu intensiv. Unser geschmacklicher Favorit ist die wunderbare “Grand Noir Cacao Nibs 70%”. Sie hat wie unserer Meinung nach die perfekte Geschmacksbalance aus herb, süß und bitter.

Konsistenz: Alle drei von uns getesteten Sorten haben eine sehr angenehme Konsistenz, mit zunächst etwas Biss aber einem anschließenden zartschmelzenden Gefühl im Mund. Die “Grand Noir Cacao Nibs 70%” bietet zudem einen extra Portion Crunchiness – die in der Kombination mit der zarten Konsistenz besonders gut kommt. Daumen hoch!

Inhaltsstoffe: Bio✓ ohne raffinierten Zucker✓ ohne Zusatzstoffe
GEPA achtet auf die Qualität der Zutaten. Alle GEPA Schokoladen kommen ohne Emulgatoren und Fremdfette aus, sind vegan, 100% bio, fair gehandelt und direkt von den Handelspartnern importiert. Die “Zarte Bitter 70%” sowie die “Zarte Bitter Orange 70%” enthalten neben Kakao nur noch Vollrohrzucker, die “Zarte Bitter Orange 70%” noch zusätzlich Orangenöl, die “Grand Noir Cacao Nibs” enthält neben Kakao und 25,7 g Vollrohrzucker noch geröstete Kakaosplitter.

Das sagt Ökotest: Leider wurde GEPA’s “Zarte Bitter 70%” von Ökotest als mit Mineralöl belastet eingestuft. Dies ist natürlich ein Wermutstropfen bei einer sonst so hochwertigen Schokolade. Wir wissen jedoch nicht wie es um die “Grand Noir Cacao Nibs 70%” und die “Zarte Bitter Orange 70%” steht. Je nach Boden und auch durch die im Herstellungsprozess beteiligten Maschinen ist es offenbar nicht möglich Schokolade vollkommen ohne Schadstoffe herzustellen. Daher erkennen wir GEPA auch unser Paleo360 Siegel nicht ab – denn wir wissen weder etwas über die anderen Sorten der Marke noch etwas über den Toxin Gehalt der Schokoladen anderer von uns getesteter Hersteller.

Verpackung: Die dezente Verpackung der Schokoladen besteht aus einer Papphülle sowie einem Innenwickel, der laut GEPA aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird.

Nachhaltigkeit & Umwelt: Mit dem fair+ Zeichen auf ihren Produkten zeigen GEPA, dass fairer Handel für sie groß geschrieben wird. Großer Wert wird auf die Unterstützung von Handelspartnern gelegt. Bio-Rohrohrzucker wird etwa von Manduvirá aus Paraguay und Kakao von der Kakaogenossenschaft COOPROAGRO aus der Dominikanischen Republik bezogen. GEPA zahlt den Partnern dort in der Regel überdurchschnittlich hohe Preise. Von diesen Mehrpreisen wiederum werden dann Brücken gebaut, Straßen repariert und Haushalte mit Strom versorgt.

Preis: 2,29 Euro pro 100 Gramm Schokolade ist für die Qualität der Schokolade ein wirklich mehr als fairer Preis, der deutlich unter dem vergleichbarer Produkte liegt.

Fazit & Siegel: Ein Wermutstropfen bleibt natürlich die Mineralölbelastung der Feinen Bitter 70%. Abgesehen davon muss man sagen: Tolle Firmenphilosophie, klasse Sortiment und hohe Transparenz im Produktionsprozess. Besonders überzeugt hat uns die “Grand Noir Cacao Nibs 70%”. GEPA bekommen von uns ein Paleo friendly !

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VIVANI

vivani
Bereits seit dem Jahr 2000 vertreiben Vivani Bio-Schokoladen und gelten mit einem Sortiment 20 verschiedene Tafelschokoladen als Marktführer für Schokoladen in Biomärkten. Neben geschmacklicher Vielfalt hat Vivani auch Künstlerisches zu bieten – sowie garantierte Freiheit von Zusatzstoffen und Engagement für faire Arbeitsbedingungen und Bildungsprojekte.

Sortiment: Vivani vertreibt neben allerlei anderer schokoladiger Produkte vor allem eine Vielzahl an Tafelschokladen. Die Bandbreite reicht hier von 99%iger Schokolade bis hin zu Sorten wie “Weiße Vanille” oder “Praliné”. Wir haben die „Feine Bitter 92%“ getestet, die laut Vivani der mit Abstand stärkste Artikel im ganzen Sortiment ist – dicht gefolgt von der „Feinen Bitter 99%“, die wir ebenfalls probiert haben. Zusätzlich haben wir noch die „Edel Bitter Cranberry“ getestet.

Geschmack: Für alle Naschkatzen wird eine 99%ige Schokolade erstmal eine Herausforderung sein. Doch wir waren positiv überrauscht wie lecker die „Feine Bitter 99%“ schmeckt. Von Säure keine Spur – was bei einer so kakaolastigen Schokolade eine Kunst ist. Und auch von der „Feinen Bitter 92%“ waren wir begeistert, die unserer Meinung nach die perfekte Kombination aus bitter und leicht süß mit einer angenehm “rauchigen” Note bietet. Fruchtig frisch und dabei überhaupt nicht künstlich schmeckt die “Edel Bitter Cranberry”. Ein sehr ausgewogenes Verhältnis an Aromen hat uns auch hier überzeugt.

Konsistenz: Alle drei Vivani Schokoladen haben für uns eine perfekte Konsistenz – hier ist nichts bröckelig oder hart. Man kann die Schokoladen wunderbar im Mund zergehen lassen.

Inhaltsstoffe: Bio ohne raffinierten Zuckerohne Zusatzstoffe
Bei der „Feinen Bitter 99%“ verwendet Vivani milden Bio-Kakao aus Panama, sonst enthalten sind läppische 0,5 Prozent Kokosblütenzucker. Auch in der „Feinen Bitter 92%“ findet sich neben Kakao nur noch Kokosblütenzucker. Die “Edel Bitter Cranberry” kommt mit Superfood inklusive und enthält neben Roh-Rohrzucker noch Cranberry-Stückchen. Alle Zutaten sind bio-zertifiziert und vegan, die “Edel Bitter Cranberry” wurde von der DLG (Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft) sogar mit der Höchstwertung “Gold” prämiert.

Das sagt Ökotext: Leider schnitt die Vollmilch-Schoklade von Vivani beim Ökotest weniger gut ab – auch sie gilt als mit Mineralöl belastet. Jedoch können sich bei verschiedenen Schokoladen-Sorten von ein und demselben Hersteller die Toxin-Werte unterscheiden. Deshalb können wir keine Rückschüsse auf die von uns getesteten Schokoladen machen.

Verpackung: Die Verpackung der Vivani Schokoladen ist hochwertig und edel. Über die großen gemalten Ziffern auf der 99%igen und der 92%igen Schoko kann man sich allerdings streiten – doch der Gedanke dahinter ist toll: Für jede Schokolade entwirft die Künstlerin Annette Wessel ein abstraktes Gemälde, das eine Verbildlichung des jeweiligen Schokoladen-Aromas darstellen soll.

Nachhaltigkeit & Umwelt: Vivani setzen auf kontrolliert biologischen Anbau ohne Chemikalien und auf höhere Rohstoffpreise – sodass den Produzenten in den Ursprungsländern ein besserer Lebensstandard ermöglicht werden kann. Der Kakao für die Schokoladenprodukte stammt ausschließlich von Kleinbauern-Kooperativen in Ecuador und der Dominikanischen Republik. Zudem setzt sich Vivani durch Bildungsprojekte aktiv gegen Kinderarbeit in Haiti ein.

Preis: Mit einem Preis von 2,81 Euro pro 100 Gramm Schokolade bewegt sich Vivani preislich im unteren Feld der Bio-Schokoladen – und das bei so viel Gourmet-Genuss!

Fazit & Siegel: Soziale Projekte, strenge Umweltschutz- und Anbau Kriterien sowie geschmacklich überzeugende und denkbar vielfältige Schokoladen – Vivani hat sich unser PALEO360 freindly Siegel verdient. Unser geschmacklicher Favorit ist die Edel Bitter Cranberry! Ein Wermutstropfen ist die Mineralöl – Belastung der Vivani Vollmlich.

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Fazit

Soviel steht fest: Wir fanden alle Schokis wirklich gut – und hatten die Qual der Wahl!

Die Produkte von Ombar und Vivani haben uns geschmacklich rundum begeistert. Lovechock sind unser Test-Sieger beim Thema Herstellungsprozess und Soziales. Original Beans punkten vor allem durch ihre liebevoll zusammengestellte Auswahl an reinen Schokoladen, ihren Einsatz für Umwelt und Tierschutz. GEPA überzeugt durch das Fair Trade Konzept.

Nach Paleo Kriterien überzeugen uns vor allem Original Beans und Lovechock – und bekommen daher beide ein Paleo Perfect Siegel!

Unser Fazit: Alle getesteten Schokis kann man ohne schlechtes Gewissen naschen. Welche am besten schmeckt ist wohl jedem selbst überlassen. Alle die es süß mögen werden etwa die Ombar Schokoladen lieben. Und allen Experimentierfreudigen, die Schoko gerne in pikanten Gerichten verwenden, legen wir die Produkte von Vivani und Original Beans ans Herzen. Generell empfehlen wir sowieso immer mal wieder abzuwechseln, auch bei den Naschereien. Denn das ist nicht nur gesünder sondern macht auch mehr Spaß!

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Geschrieben von Iris

Iris ist Linguistin, Texterin und Musikerin. Ernährung und Gesundheit spielen in ihrem Leben schon lange eine große Rolle. Seit einiger Zeit ernährt sie sich nach Paleo und ist überzeugt, dass eine individuell passende Ernährung nicht nur den Körper sondern das ganze Lebensgefühl positiv beeinflussen kann. Wenn sie nicht gerade neue Rezepte kreiert, findet man Iris meist irgendwo in der Natur, beim Bouldern, Yoga oder auf Reisen.
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8 Kommentare

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  1. Sarah //

    Jetzt mal ernsthaft, was sollen diese Amazon links? Ich weiß natürlich, dass man damit Kohle machen kann aber Amazon ist ja nun wirklich kein Unternehmen, das man unterstützen sollte! Im Gegensatz zu Foodist zb. Die hatten die Ombar sogar gerade in der letzten Active Box.

    Antworten
    • Michaela Richter //

      Danke für den Hinweis liebe Sarah. Wir finden jeder kann selber entscheiden wo er seine Produkte kaufen möchte. Es ist natürlich immer toll, seinen lokalen Biomarkt zu unterstützen. Trotzdem bieten wir auch immer gern Online Alternativen an. Ist doch klasse, dass es bei Foodist jetzt erst ein Angebot gab!

      Antworten
  2. Lisa //

    Hallo Iris
    Ein sehr ausführlicher Beitrag. Ich habe viele Diäten wie Low Carb oder Intermittent Fasting ausprobiert, jedoch ohne eine erfolgreiche Gewichtsabnahme. Seit 3 Monaten mache ich die Paleo Diät und habe schon ein paar Kilos abgenommen. Was mache ich bei Heißhungerattacken? Kannst du mir ein paar Tipps geben?
    Schöne Grüße :)

    Antworten
  3. Eva //

    Hallo!
    Ich habe vor ca. 3-4 Wochen mit Paleo angefangen und fühle mich großartig. Ich bin so wach wie noch nie in meinem Leben und komme endlich mit weniger Schlaf aus (7h sind perfekt, früher waren es manchmal bis zu 12h weil ich nach langem Schichtdienst einfach sooo ausgelaugt war). Langsam hab ich das Gefühl es tut sich was (Paleo flu ist rum!) und ich habe unheimlich Spaß an Euren Rezepten und Ideen. Ich glaube ich habe noch nie so viel Gemüse gegessen wie in den letzten Wochen, v.a. so abwechslungsreich. Nur eine Sache führt zu “Problemen”: ich habe soooooo einen Hunger auf Schokolade. Ich habe schon immer gern süß gegessen, auch dieses Verlangen wird weniger aber ich glaube ich schaffe es nicht ohne. Habt Ihr Cheat Days? Wie sind die “Regeln” dafür? Ging es Euch am Anfang auch so? Wie geht es inzwischen? Und wie oft kann man Paleo Süßes essen ohne, dass man wieder zurück fällt mit den Fortschritten? Möchte so gern meine letzten zwei Kilos aus dem Schichtdienst los werden (und habe leider gerade weniger Zeit als früher für meinen geliebten Sport…). Danke für die tolle Website, Eva

    Antworten
  4. Frieda //

    Danke für den ausführlichen Testbericht!

    Die ichoc habt ihr aber nur auf dem Bild und nicht getestet?

    Und zudem habt ihr bei dem Abschnitt über die Vivani den ersten Absatz über GEPA nochmal drin. :-)

    Ansonsten aber super und danke!

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Iris Schober //

      Liebe Frieda,
      vielen Dank für den Hinweis – wird sofort korrigiert :) Ja, da hast du völlig recht – wir konnten leider nicht alle Schokoladen so ausführlich testen und haben uns so zunächst auf unsere Lieblings-Sorten beschränkt. Evtl. werden wir unseren Test nach und nach noch ergänzen!
      Liebe Grüße und viel Spaß beim Schlemmen :)
      Iris

      Antworten

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